Beschäftigung : Arbeitslosenzahl sinkt im Oktober nur noch schwach

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Oktober nur leicht zurückgegangen. Erstmals seit Februar 2010 liegt sie höher als im gleichen Monat des Vorjahrs.

Die Arbeitslosenzahl in Deutschland ist im Oktober leicht gesunken, aber erstmals seit zweieinhalb Jahren im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte, waren in diesem Monat 2,753 Millionen Arbeitslose registriert. Das seien 35.000 weniger als im September, aber 16.000 mehr als im Oktober vorigen Jahres.

Einen Anstieg im Vorjahresvergleich hatte es zuletzt im Februar 2010 gegeben. Die Zunahme hatte sich in den vergangenen Monaten bereits angedeutet, weil die Vorjahresabstände von Monat zu Monat kleiner geworden waren.

"Die schwächere konjunkturelle Entwicklung macht sich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar", sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise bei der Bekanntgabe der Zahlen. "Insgesamt zeigt sich der Arbeitsmarkt aber robust und in einer guten Verfassung."

Die für Oktober übliche Herbstbelebung fiel schwächer aus als in den Vorjahren. Saisonbereinigt stieg die Arbeitslosenzahl daher im Monatsvergleich um 20.000 Erwerbslose. Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl stieg im Westen Deutschlands um 16.000, im Osten um 4.000. Volkswirte hatten eine Zunahme um insgesamt 10.000 erwartet. Die Arbeitslosenquote bleibt bei 6,5 Prozent.

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Kommentare

5 Kommentare Kommentieren

Ja, die Einschläge werden dichter, ...

mal sehen, was unsere Jahrhundertkanzlerin dazu sagt. Bislang sind eigentlich seit ihrem Regierungsantritt die Zahlen kontinuierlich besser geworden und selbst in der Krise 2008-2010 hielt sich der Anstieg sehr in Grenzen.

Damals war das Ganze aber im Wesentlichen von Außen an D herangetragen. Nun trifft aber D eine maßgebliche Verantwortung: Hätte man vor 2,5 Jahren entschieden gehandelt, gäbe es schon längst keine Eurokrise mehr und die große Verunsicherung der Märkte und damit auch der Weltmärkte wäre erst gar nicht eingetreten. Aber da man lieber auf die Stimmung der deutschen Wähler schaut anstatt ökomisch sinnvoll zu handeln, lässt man eine Krise entstehen, die nun zu ihren Wurzeln durchschlägt. Richtig ist, dass D noch recht lange immun erschien, da man die sinkenden Ausfuhren in die Eurokrisenstaaten durch solche in die BRIC-Staaten ausgleichen konnte. Die große Verunsicherung dämpft aber auch dort das Wachstum, so dass auch diese Strategie nicht mehr verfängt.

Wenn nun auch noch die Ordnungspolitiker in Union und FDP lieber die Leute in die Arbeitslosigkeit schicken anstatt - wie 2008 folgende - sinnvoll gegenzusteuern, dann wird es auf dem deutschen Arbeitsmarkt richtig gemütlich werden. Aber die Kanzlerin hat ja die deutchen Steuergroschen vor den faulen und gierigen Griechen gerettet und deshalb wird der deutsche Michel sie ja auch brav wieder wählen, so wie 2009 Arbeitslose meinten, wenn sie FDP wählen, werden sie Besserverdienende.

CHILLY