Euro-KriseStatistiker rechnen mit Nullwachstum in Frankreich

Frankreichs Wirtschaft wird bis Ende des Jahres wohl nicht mehr wachsen. Damit ist Hollandes ehrgeiziger Etatentwurf für 2013 in Gefahr. von reuters

Die französische Wirtschaft wird entgegen der Erwartungen der französischen Regierung auch im dritten und vierten Quartal 2012 nicht wachsen. Dem französischen Statistikamt Insee zufolge ergibt sich für das Gesamtjahr damit nur noch ein Plus von 0,2 Prozent.

Damit ist Präsident Fran ç ois Hollandes ehrgeiziger Etatentwurf für 2013 in Gefahr . Die Regierung hatte angekündigt, im kommenden Jahr 38 Milliarden Euro einzusparen. Die Staatsausgaben sollen um zehn Milliarden sinken, die jährliche Neuverschuldung schon 2013 unter die Maastricht-Grenze von drei Prozent liegen. Bis 2017 soll der Staat beinahe keine neuen Schulden mehr aufnehmen. Um die Ziele zu erreichen, setzt die Regierung vor allem auf Steuererhöhungen und Wirtschaftswachstum.

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Die neue Prognose verschärft nun das Risiko, dass Einsparungen zum Stopfen des Haushalts anstatt zur Ankurbelung der Wirtschaft eingesetzt werden müssen. Um das zu verhindern, braucht Hollandes Regierung ein Plus von mindestens 0,3 Prozent.

Frankreich ist die zweitgrößte Volkswirtschaft Europas und wichtigster Handelspartner Deutschlands. Die Wirtschaft des Nachbarlandes gilt als eine der treibenden Kräfte in der EU . Das Vertrauen in Frankreichs Stabilität ist nach Auffassung von Experten entscheidend für den Verlauf der Euro-Krise.

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Leserkommentare
  1. Oh mein Gott, es geht uns genauso gut wie im letzten Jahr und nicht besser. Das überleben wir nicht mehr lange...
    Selbst wenn die Wirtschaft um 5% schrumpfen würde, wären wir gerade mal wieder auf dem Niveau von 2000 oder 199x...und wat ging es uns da dreckig, wa?!

    Eine Leserempfehlung
  2. ...Die Bank gewinnt ja immer...

    Der Sparkurs, der gerne von neoliberalen Befürworter hoch gehalten wird sorgt selten für den erhofften Boom.
    Eines verstehe ich sowieso nicht.

    Die Geldmenge und damit das Geldvermögen des Staates ( als wir alle) kann mittel Notenpresse einfach erhöht werden.

    Und das ist auch sinnvoll, wenn die Produktivität wächst und das Geld knapp wird.

    Die Staatsverschuldung würde obendrein sinken und damit auch die Zinsbelastungen. Der Staat (also wir) wäre reicher.

    Tja. Volkswirtschaft 1. Semester.,
    aber diese Erkenntnisse sind wohl noch nicht überall durchgedrungen.

  3. Warum fragen sich nur einige wenige, warum unser derzeitiges System - zwingend - Wachstum benötigt?

    Warum Wachstum der Wirtschaft, wenn die Menschen nichts davon haben?

    Die Wirtschaft ist für die Menschen da, nicht der Mensch für die Wirtschaft!

    Das System gehört auf die Füße gestellt.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, Reuters
  • Schlagworte Frankreich | Europäische Union | Euro | Euro-Krise | Haushalt | Neuverschuldung
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