Nahrungsmittel : Das verdorbene Drittel

Der Fotograf Klaus Pichler setzt vergammelte Lebensmittel irritierend ästhetisch in Szene. Seine Botschaft: Der Westen geht zu verschwenderisch mit seinem Essen um.

Ein Drittel aller Lebensmittel verrottet nach der Ernte oder wird später weggeworfen, das meiste davon in Industrieländern. Händler bestellen zu viel, um jederzeit das komplette Sortiment zu bieten, und entsorgen, was nicht makellos aussieht. Kunden kaufen zu viel und werfen es weg. Zugleich hungert jeder achte Mensch auf der Welt. Die Serie Ein Drittel des Fotografen Klaus Pichler macht auf diesen Skandal aufmerksam. Pichler kaufte Essen, um es verrotten zu lassen und abzulichten – voll Schimmel oder Ungeziefer, und doch in Schönheit inszeniert.

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Gigantische Verschwendung von Lebensmitteln im Westen

Die Verschwendng von Lebensmitteln in den westlichen Laendern ist gigantisch. Die USA z.B. verschwenden 40% ihrer Lebensmittel – gleichzeitig leiden etwa 1 Milliarde Menschen Hunger

“Food is simply too good to waste. Even the most sustainably farmed food does us no good if the food is never eaten. Getting food to our tables eats up 10 percent of the total U.S. energy budget, uses 50 percent of U.S. land, and swallows 80 percent of freshwater consumed in the United States. Yet, 40 percent of food in the United States today goes uneaten.”

http://www.nrdc.org/food/...

Ein sehr gutes Video zum Thema Wasser- und Lebensmittelverschwendung (Taste the Waste of Water)

http://www.youtube.com/wa...

Wow, wie langweilig!

Wußten Sie schon das Lebensmittel in extremen Außmaßen verschwendet werden? Nein? Na dann schauen Sie mal hier seine Fotos, die alle nach dem gleichen Schema funktionieren und gar nicht mal so spannend sind! Die Kunstgeschichte ist voll von verwesendem Material, zu denen die Bilder sich leise gesellen mögen.

sorry, aber jeder Kunststudent macht spannendere Arbeiten als diese hier...

fai

Es gab Zieten

Es gab Zeiten, da wurden weniger Lebensmittel verschwendet. Eher von den Reichen und Fürsten.

Man sehe sich die Ernährungssituation der Bevölkerungen an. Die Lösung könnte liegen in vermehrt individuellen Angeboten. Wer Beschränkungen am Schreibtisch sät, wird Hunger und Mangel ernten.