InsiderhandelEx-Goldman-Aufseher Gupta muss zwei Jahre ins Gefängnis

Die einstige Wall-Street-Größe Rajat Gupta ist wegen Insiderhandels zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Sein wohltätiges Engagement ersparte ihm eine höhere Strafe. von afp, dpa und reuters

Rajat Gupta nach der Urteilsverkündung in New York

Rajat Gupta nach der Urteilsverkündung in New York  |  © Spencer Platt/GettyImages

In einem der spektakulärsten Prozesse wegen Insiderhandels ist der frühere Goldman-Sachs-Aufseher Rajat Gupta zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Zudem muss er eine Geldstrafe in Höhe von fünf Millionen Dollar (3,8 Millionen Euro) zahlen.

Das Bundesgericht in New York sah es als erwiesen an, dass Gupta geheime Informationen an den Hedgefonds-Manager Raj Rajaratnam verraten hat. Der nutzte die Informationen, um an der Börse zu handeln. Rajaratnam wurde bereits im vergangenen Jahr verurteilt und sitzt eine elfjährige Haftstrafe ab.

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Die Staatsanwaltschaft hatte für Gupta zehn Jahre Gefängnis beantragt. Der Richter Jed Rakoff wertete allerdings das wohltätige Engagement des Angeklagten als strafmildernd. Gupta unterstützte den Kampf gegen Malaria in Afrika und setzte sich für sozial benachteiligte Jugendliche ein. Rakoff sagte, er könne schwer nachvollziehen, warum der Angeklagte sein "außergewöhnliches" und "selbstloses" Verhalten aufgab und eine Straftat verübte, von der er selbst direkt nicht profitiert habe.

"Wundervolles Beispiel des amerikanischen Traums"

Harvard-Absolvent Gupta galt einst als respektierter Geschäftsmann an der Wall Street. Ein Geschworener beschrieb ihn in dem Prozess als "wundervolles Beispiel des amerikanischen Traums". Gupta selbst sagte nach der Urteilsverkündung: "Ich bedauere die Konsequenzen dieser Angelegenheit für meine Familie, meine Freunde und für die Einrichtungen, die mir wichtig sind. Ich habe meine Reputation verloren, die ich ein Leben lang aufgebaut habe. Das Urteil ist erschütternd."

Der Fall Rajaratnam war einer der größten Hedgefonds-Skandale an der Wall Street in den vergangenen 30 Jahren. Gupta gilt als größter Erfolg in der seit fünf Jahren andauernden Offensive der US-Bundesbehörden gegen Insiderhandel im Finanzwesen. In einer Reihe von Gerichtsverfahren wurden bislang insgesamt 69 Urteile gesprochen.

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Leserkommentare
    • JB97
    • 25. Oktober 2012 7:38 Uhr
    1. [...]

    Entfernt. Kein konstruktiver Beitrag. Danke, die Redaktion/jp

    2 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Entfernt. Bei Fragen zu unserer Moderation wenden Sie sich gerne an community@zeit.de. Danke, die Redaktion/jp

  1. 2. [...]

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    Antwort auf "[...]"
  2. [...]
    Hier nur eine kleine Übersicht:
    http://www.spiegel.de/the...
    http://www.fr-online.de/s...
    http://www.zeit.de/2012/1...
    http://www.spiegel.de/spi...
    (Kann beliebeig forgesetzt werden...)

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Weiterhin richten Sie Kritik an unserer Moderation gerne an community@zei.de. Danke, die Redaktion/jp

    2 Leserempfehlungen
    • vagabuu
    • 25. Oktober 2012 9:55 Uhr

    Das ist doch wirklich mal putzige Begründung des Gerichts:
    "Rakoff sagte, er könne schwer nachvollziehen, warum der Angeklagte sein "außergewöhnliches" und "selbstloses" Verhalten aufgab und eine Straftat verübte, von der er selbst direkt nicht profitiert habe."

    Es ist doch eher umgekehrt, oder?

    Wenn ich als Multimilionär ein Teil meines ergaunerten Geldes für wohltätige Zwecke ausgebe, tut mir das nicht weh, und das Strafmaß schmilzt wie Schnee in der Sonne...

    Da kann man nur jedem Bankräuber empfehlen, einen Teil seiner Beute zu spenden. Ob dann Richter Rakoff ähnlich argumentieren würde?

    7 Leserempfehlungen
  3. Offenbar kann man sich durch Wohltätigkeitsbeiträge gegen hohe Haftstrafen versichern.
    Wusste nicht, dass diese Versicherung offiziell anerkannt ist.
    Sowas können sich auch nur reiche leisten, diese Scheinheiligen.
    Ich kenne diesen Mann nicht, und möchte kein Urteil fällen.
    Aber ich hoffe, dass das Gericht sorgsam abgewogen hat, die Gemeinnützigkeit dieses Mannes gegen den verursachten Schaden.

    4 Leserempfehlungen
    • yellowT
    • 25. Oktober 2012 10:04 Uhr
    6. [...]

    Entfernt. Kein konstruktiver Beitrag. Danke, die Redaktion/jp

    2 Leserempfehlungen
    • yellowT
    • 25. Oktober 2012 10:26 Uhr
    7. [...]

    Entfernt, bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/se

    • yellowT
    • 25. Oktober 2012 10:35 Uhr
    8. [...]

    Entfernt, bitte bleiben Sie beim Thema. Die Redaktion/se

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  • Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, dpa, AFP
  • Schlagworte Raj Rajaratnam | Bundesgericht | Geldstrafe | Gerichtsverfahren | Insiderhandel | Malaria
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