Grünen-Politiker Jürgen Trittin forderte hingegen, die "Subventionen für Schlachthöfe und Banken" abzuschaffen. Die EEG-Umlage könnte so um einen Cent je Kilowattstunde gesenkt werden. Die Grünen wollen entsprechende Vorschläge in den Bundestag einbringen.

Derzeit profitieren laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mehr als 700 Unternehmen von Ausnahmen bei der Umlage. Für kommendes Jahr haben mehr als 2.000 Firmen einen Antrag darauf gestellt. Die Ausnahmen stehen in der Kritik, weil sich durch sie der Kreis derer, auf die sich die Kosten verteilen, verkleinert.

Um die Verbraucher zu entlasten , forderte Wirtschaftsminister Philipp Rösler , die Stromsteuer zu senken. Rösler verlangte zudem mittelfristig eine Mengenbegrenzung bei der Förderung erneuerbarer Energien. Diese gibt es bisher lediglich für Solaranlagen. Altmaier erwägt ähnliche Regelungen auch für Windkraft und Biomasse.

RWE will Kunden vorerst nicht mehr zahlen lassen

Der Energiekonzern RWE will trotz der Erhöhung seine Kunden vorerst nicht mehr zahlen lassen. "RWE Vertrieb hält ihren Strompreis in der Grundversorgung bis in das Jahr 2013 stabil", sagte ein Konzernsprecher.

Wie lange das so bleibt, ließ der Versorger offen. Der Verzicht auf eine Erhöhung zum Jahresanfang gelte für rund 1,5 Millionen Kunden in Nordrhein-Westfalen , Niedersachsen und Rheinland-Pfalz sowie der Töchter EnviaM, Süwag, Lechwerke und VSE Saarland .

Der größte deutsche Energiekonzern E.on machte noch keine konkreten Angaben. Der Strompreis werde am Markt gebildet, sagte ein Sprecher. Derzeit lasse sich noch nicht sagen, wann und in welchem Umfang die gestiegenen Kosten an die Endkunden weitergegeben würden.