Schätzung für 2012 : Deutschland erwartet sechs Milliarden mehr Steuereinnahmen

In diesem Jahr fährt der Fiskus noch einmal ein großes Plus bei den Steuereinnahmen ein. Die Zeiten der starken Zuwächse neigen sich aber dem Ende entgegen.
Ein Mitglied des Arbeitskreises Steuerschätzung blättert in seinen Unterlagen. © Thomas Lohnes/dapd

Bund, Länder und Kommunen können sich für das laufende Jahr auf 5,9 Milliarden Euro mehr Steuereinnahmen einstellen als bisher geplant. Das teilte das Bundesfinanzministerium mit. Demnach werden sich die Gesamteinnahmen auf gut 602 Milliarden Euro belaufen . Das größte Plus entfällt mit fast vier Milliarden Euro auf den Bund.

Die positive Dynamik der Steuereinnahmen werde sich wegen der wirtschaftlichen Entwicklung in den Jahren 2013 bis 2016 aber nicht so fortsetzen, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ( CDU ). Die Zahlen belegten aber, dass Deutschland sich auf einem moderaten Wachstumskurs befinde.

In den folgenden Jahren kann der Staat nicht mit neuen Mehreinnahmen rechnen: Die Prognose für die Jahre 2013 bis 2016 blieb gegenüber der Mai-Schätzung unverändert.
Die Experten des Arbeitskreises Steuerschätzungen hatten die neue Prognose seit Montag in Frankfurt am Main erarbeitet.

Die rund 30 Experten aus den Finanzministerien von Bund und Ländern, der Bundesbank , des Statistikamtes und von Forschungsinstituten geben jeweils im Frühjahr und im Herbst eine Prognose für die Einnahmen aller staatlichen Ebenen ab. Ihre Berechnungen sind die Basis für die Haushaltsaufstellung. In den vergangenen Jahren waren die Prognosen dank der überraschend starken Konjunktur wiederholt nach oben korrigiert worden. Mittlerweile zeichnet sich aber ein schwächeres Wachstum ab.
 

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Kommentare

19 Kommentare Seite 1 von 5 Kommentieren

Selbst wenn sich die Steuereinnahmen verdoppeln

ist spätestens im übernächsten Jahr danach wieder eine Kreditaufnahme fällig. Der Apparat ist wie das Feuer.
Je mehr man es füttert, desto höher lodert es.
Es wäre zielführender, Kreditaufnahme zur Strafsache zu machen und damit auch eine persönliche Haftung der Beamtenpolitiker zu begründen. Ein GmbH-Geschäftsführer haftet doch auch für alles - auch was er nicht beeinflussen kann.

Nochmals....

....wenn folgendes gegenüber der Mai-Schätzung eintritt,

"Für 2013 muss der Staat mit 200 Millionen Euro weniger rechnen als zuletzt geschätzt, für 2014 kann er dann wieder 200 Millionen Euro mehr erwarten. Für 2015 rechnen die Steuerschätzer dann mit 400 Millionen Euro weniger als noch im Mai geschätzt, 2016 sogar mit Mindereinnahmen gegenüber der Mai-Prognose von 1,3 Milliarden Euro." vgl. handelsblatt.com

dann nimmt er doch trotzdem jedes Jahr über 20 mrd mehr ein, wie kann man da titeln, die "Zeiten der starken Zuwächse neigten sich aber dem Ende" entgegen ?

IMLTHO Vollkommen falsch

das geht an andere Addressaten, denn es entspricht oh Zufall genau der Mehrbelastung der Beamtenpensionen. Das Problem ist nur, das bis 2030 jedes Jahr 6 Mill. mehr erwirtschaftet werden müssen, denn die Summe die dann zu befriedigen ist liegt bei 150 Mill/Jahr heute ca. 27MIll/Jahr. Das mögliche Erhöhungen bei den noch werktätigen Beamten nicht mit eingerechnet, die sich ja eins zu eins auf die Pension auswirken und es entspricht in etwa der Summe um die die Rentenversorgung aka Umlage jährlich reduziert wird.
Unds seine Lakaien muss man bei Laune halten, wenn das Volk rebelliert.