Ein Autobahnkreuz in Los Angeles © Gina Ferazzi-Pool/Getty Images

Die US-Wirtschaft hat im dritten Quartal an Dynamik gewonnen. Das Bruttoinlandsprodukt legte zwischen Juni und September mit einer Jahresrate von 2,0 Prozent zu, teilte das Handelsministerium mit.

Dafür sorgten in erster Linie höhere Konsumausgaben , während die Unternehmen weniger investierten. Als Grund für die Verbesserung nannte das Handelsministerium mehr Ausgaben der Privathaushalte sowie eine Erholung auf dem Immobilienmarkt. Auch höhere Staatsausgaben insbesondere im Verteidigungsbereich hätten zu dem höheren Wachstum beigetragen.

Ökonomen hatten im Schnitt ein Plus von 1,9 Prozent erwartet. Im zweiten Quartal hatte es ein Wachstum von 1,3 Prozent gegeben, zu Jahresbeginn eines von 2,0 Prozent.

Kaum Nutzen für Obama

Das höhere Tempo dürfte dem um seine Wiederwahl kämpfenden Präsidenten Barack Obama kaum stärken. Experten halten ein Wachstum von mindestens 2,5 Prozent über mehrere Quartale hinweg für notwendig, um die Arbeitslosigkeit spürbar zu drücken. Derzeit sind 23 Millionen Amerikaner ohne Job. Das sind etwa 4,5 Millionen mehr als vor Beginn der Rezessionsjahre 2007 bis 2009.

Umgehend hob die Belebung der US-Wirtschaft aber den Öl- und Kupferpreis an. Öl der Sorte Brent kostete nach Veröffentlichung des BIP mit 108,91 Dollar 0,4 Prozent mehr. Das US-Öl WTI verteuerte sich um 0,3 Prozent auf 86,29 Dollar je Fass. Die Preise hatten zuvor leicht nachgegeben. Auch Kupfer wurde mit 7.837 Dollar je Tonne 0,3 Prozent höher gehandelt.

Am deutschen Aktienmarkt lösten die Daten ebenfalls Kauflaune aus: Der Dax stieg um 0,5 Prozent auf 7.237 Zähler nachdem er zuvor nahezu unverändert notiert hatte. Der Euro zog leicht an auf 1,2916 Dollar.