Union und FDPWirtschaftsverbände hadern mit Schwarz-Gelb

Viel vorgenommen, wenig umgesetzt – wichtige Wirtschaftsvertreter hadern mit Union und FDP. Sie fordern von der Regierung mehr Engagement für Unternehmer. von reuters und dapd

In der deutschen Wirtschaft gibt es Unzufriedenheit mit der Arbeit der schwarz-gelben Koalition . "Die Bundeskanzlerin fordert in Europa zu Recht Reformen ein – nur in Deutschland stehen die Reformräder weitgehend still", sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages ( DIHK ), Hans-Heinrich Driftmann , der Bild -Zeitung.

Die vergleichsweise gute Konjunkturentwicklung in Deutschland dürfe nicht dazu verleiten, die Hände in den Schoß zu legen. Als Beispiele nannte Driftmann die Reformen der Gewerbe- und Mehrwertsteuer, die nicht weiter vorangetrieben werden. Auch wirksame Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel fehlten.

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Der Präsident der Familienunternehmer, Lutz Goebel, kritisierte ebenfalls einen mangelnden Reformwillen der Bundesregierung : "Die Koalition hat sich viel vorgenommen, aber wenig erfüllt, wenn ich mir den Koalitionsvertrag anschaue." Union und FDP hätten zu wenig angepackt, um Deutschland fitter für zukünftige Generationen zu machen.
 

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Leserkommentare
    • Chali
    • 10. Oktober 2012 8:29 Uhr

    Stellt man die Beduetung des Begriffs "Reform" im Sprachsgebrauch dieser ... Leute ... in Rechnung, dann muss man ja geradezu dankbar sein.

    Ja, wenn die SPD mitbestimmt hätte! Höchste Zeit, dass die sich ganz anderen, neuen Wählerschichten öffnet!

  1. aus eigener Kraft Reformen umsetzen können? Oder brauchen sie zu allem und jedem ein Steuergeschenk? - Fachkräfte lassen sich ausbilden - ging früher, geht auch heute; muß man nur wollen. Für gute Arbeit muß aber auch ein anständiger Lohn gezahlt werden; Fachkräfte aus dem Ausland, wenn sie denn überhaupt nach Deutschland kommen wollen, sind auch nicht für 'n Appel und 'n Ei zu haben. - Es kommen ja Fachkräfte, z. B. ausgebildete Pflegekräfte aus Spanien. Sie werden degradiert, ihre Prüfungen und Erfahrungen werden nicht anerkannt, und sie werden als Pflegehilfskräfte ausgebeutet. Das ist eine menschlich miese Grundhaltung von deutschen Wirtschaftsunternehmen, und auch die pflegerischen Berufe gehören zur Wirtschaft. -

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    • Chali
    • 10. Oktober 2012 9:41 Uhr

    "Für gute Arbeit muß aber auch ein anständiger Lohn gezahlt werden"
    Und dafür ist jetzt die Regierung zuständig.

  2. Es wäre interessant zu erfahren, was Herr Driftmann und Herr Goebel für Reformen meinen. Die "Flexibilisierung des Arbeitsmarktes" wurde doch zur genüge Angetrieben. Einen flächendeckenden Mindestlohn gibt es auch nicht. Was fordern die Herren also?
    Soll die Gewerbesteuer womöglich abgeschafft werden, damit die Unternehmen weniger belastet werden? Und das um größere Dividenden auszuschütten, anstelle dies in neue Stellen, bessere Bezahlung oder vernünfte, umweltfreundliche und innovative Technologien zu investieren.

    Und was stellen Sie die Vertreter bei der Mehrwertsteuer vor? Eine Senkung ist wohl nicht möglich. Des Weitere sind Unternehmen von der Höhe dieser Steuer weitestgehend unabhängig, da diese ja vom Kunden bezahlt wird. Sicherlich verteuert es die Produkt, aber eben nicht für den Export.

    Vermutlich wissen die Herren selbst nicht was Sie möchten...

  3. um das Geld der 'kleinen' Bürger bzw. des Staates an die Unternehmen und Wohlhabenden zu verteilen. Die Reihe der in diese Richtung gehenden Gesetze ist lang:

    Fangen wir bei privaten Versicherungen an, die dank 'Rentenreformen' (vulgo: Kürzungen) Versichernungsnehmer zugetrieben bekommen. Eine Reform des Erbschaftrechts, das Erben reicher, den Staat aber ärmer machen (der sich die fehlenden Gelder an anderer Stelle holt). Die Energieversorger, die dank ausgerufener 'Energiewende' ihre Investitionen und das Risiko zusätzlich an den Verbraucher geben können, die Gewinne zusätzlich einstreichen. Das neue Meldegesetz, das Daten der Bürger faktisch zum Eigentum der Adresshändler machen sollte. Das Leistungsschutrecht, das deutsche Verlegern erlauben soll Internetunternehmen Rechnungen zu schicken - dafür dass diese ihnen Leser zuleiten. Die vorgeschriebene Gebäudesanierung, die Handwerkern Aufträge für die näcshten 10 Jahre sichert. Das Verbot der Glühlampe, das den Lampenwechsel zu einer 10.-€ Angelegenheit macht und und und.

    Das waren Beispiele die mir spontan einfallen, mit etwas Recherche über die letzten drei Jahre wird sich noch viel mehr finden. Und da sagen die Herren Wirtschaftsvertreteter 'es wird nicht genug getan'? Ja wollt ihr noch mehr? Oder anders gefragt: 'was wollt ihr noch?'

    • Chali
    • 10. Oktober 2012 9:41 Uhr

    "Für gute Arbeit muß aber auch ein anständiger Lohn gezahlt werden"
    Und dafür ist jetzt die Regierung zuständig.

  4. Was müßte passieren, damit die Wirtschaft zufrieden ist?

    Keine Steuern mehr auf Gewinneinkünfte,
    keine Steuern auf Kapitaleinkünfte,
    Bereitstellung von ausgebildeten Facharbeitern
    Beschäftigung dieser Arbeiter im Niedriglohnsektor und Aufstockung dre Löhne durch den Staat.
    Garantierte Mindestgewinne selbst bei Missiwrtschaft des Mangements.
    Bereitstellung von biliger Enegie (Strom, Gas, Wasser, Öl)
    Eine garantierte Eigenkapitalrendite von 25 Prozent.

    Habe ich etwas vegessen?

    Man könnte auch einfach der Kaste der Unternehmer unbegrenzt Geld zur Verfügung stellen, mit denen sie sich alle Wünsche erfüllen könnten. (siehe Finanzwirtschaft)

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    • Chali
    • 10. Oktober 2012 10:42 Uhr

    Negative KörperschaftsSteuern etwa:
    Wenn ma Deutschland stärkt, es reicher und bedeutender macht, in Europa und der Welt, dann muss man sich dafür doch erkenntlich zeigen.

    Und wenn man Leute davon abhält, aktivlos herumzulungern oder gar völlig unkontrolliert Schwarzarbeit ...

  5. Ich wollte nur sagen, daß ich meinen Beitrag geschrieben habe, ohne vorher den Ihren zu lesen.
    Interessant die Schlüsse, oder: Was wollt ihr noch?

    • Chali
    • 10. Oktober 2012 10:42 Uhr

    Negative KörperschaftsSteuern etwa:
    Wenn ma Deutschland stärkt, es reicher und bedeutender macht, in Europa und der Welt, dann muss man sich dafür doch erkenntlich zeigen.

    Und wenn man Leute davon abhält, aktivlos herumzulungern oder gar völlig unkontrolliert Schwarzarbeit ...

    Antwort auf "Ja was denn noch?"

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  • Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, dapd
  • Schlagworte FDP | Bundesregierung | Hans Heinrich Driftmann | Recht | Bundeskanzler | DIHK
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