In der deutschen Wirtschaft gibt es Unzufriedenheit mit der Arbeit der schwarz-gelben Koalition . "Die Bundeskanzlerin fordert in Europa zu Recht Reformen ein – nur in Deutschland stehen die Reformräder weitgehend still", sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages ( DIHK ), Hans-Heinrich Driftmann , der Bild -Zeitung.

Die vergleichsweise gute Konjunkturentwicklung in Deutschland dürfe nicht dazu verleiten, die Hände in den Schoß zu legen. Als Beispiele nannte Driftmann die Reformen der Gewerbe- und Mehrwertsteuer, die nicht weiter vorangetrieben werden. Auch wirksame Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel fehlten.

Der Präsident der Familienunternehmer, Lutz Goebel, kritisierte ebenfalls einen mangelnden Reformwillen der Bundesregierung : "Die Koalition hat sich viel vorgenommen, aber wenig erfüllt, wenn ich mir den Koalitionsvertrag anschaue." Union und FDP hätten zu wenig angepackt, um Deutschland fitter für zukünftige Generationen zu machen.