ArbeitsmarktVon der Leyen will Kurzarbeitergeld nicht ausweiten

Die schwache Konjunktur führt bei Betrieben zu mehr Kurzarbeit. Eine längere Auszahlung des Kurzarbeitergeldes lehnt Arbeitsministerin von der Leyen derzeit aber ab. von reuters und dapd

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen hält trotz der lahmenden Konjunktur eine längere Auszahlung des Kurzarbeitergeldes über sechs Monate hinaus derzeit nicht für ratsam. "Unser Arbeitsmarkt ist noch immer robust", sagte von der Leyen dem Magazin Der Spiegel . "Wichtig ist, dass wir rechtzeitig handeln, sollte sich die Lage verschärfen."

Angesichts der schwachen Konjunktur fordern Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände die Bundesregierung seit Monaten auf, die Regelungen für die Kurzarbeit zu lockern und Kurzarbeitergeld länger als sechs Monate zu zahlen. Seit Anfang September fragt das Arbeitsministerium (BA) bei der Bundesagentur regelmäßig die neuesten Kurzarbeit-Zahlen ab und sammelt die Daten der krisenanfälligen Branchen.

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Laut BA zeigten demnach im September etwa 2.000 Betriebe für rund 40.000 Beschäftigte an, dass möglicherweise Kurzarbeit ins Haus steht. Bis zu 100.000 Kurzarbeiter seien normal. Im Krisenjahr 2009 waren es fast 1,5 Millionen.

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Leserkommentare
  1. Zuletzt war in der Lokalpresse mehrerer Städte von Entlassungen die Rede.

  2. Kann ich garnicht verstehen Frau von der Leyen!

    Würde davon nicht auch das eine oder andere Mitglied des Bundestages profitieren?

    LG

    Klaus

    • wotcom
    • 25. November 2012 13:47 Uhr

    In den ZEITen exitensbedrohenden Fachkraeftemangels ist es eine völlig falsche Zeichensetzung den Arbeitsmarkt durch Alimentierung der abhaengig Beschaeftigten auf Kosten der Fleissigen zu beeinflussen. Viel eher bedarf es der Aktivierung der Restkraefte bis zum lezten Mann und besonders Frau und Mutter. Bekanntlich werden wir darueber hinaus alle wirklich sehr alt und koennen diese Entwicklung nur durch die Rente mit 70 und einer laengeren Wochenarbeitszeit daempfen. Wir sind auf dem richtigen Weg. Alles wird gut.

    • atomri
    • 25. November 2012 15:29 Uhr

    Kurzarbeit!!
    Wer Zeitarbeiter einstellt will mehr Gewinne erwirtschaften.
    der soll dann aber den maximal Tariflohn zahlen. Warum bisher die Hungerlöhne üblich dind. Da sollten mal die Gewählten im Bundestag aufräumen oder sieht das deren Gewissen nicht? Bei den eigenen Erhöhungen sind sie doch sonst so schnell dabei.
    Interessant ist auch die "Nebenverdienstspanne" Einzelner im Bundestag -wie uns kürzlich zu Ohren kam- zu betrachten, Oder haben die kein Herz -dann hben wir die falschen gewählt und sollten das bei der nächsten Wahl korrigieren.

    • bigbull
    • 25. November 2012 15:34 Uhr

    Frau von der Leyen ist ist auch nur temporär eingesetzt.
    Und danach weg.

    Dennoch wird sie nach dem Ausscheiden aus der Regierung
    erhebliche finanzielle Mittel erhalten obwohl die Dame
    nur kurz gearbeitet hat, und ich nehme an daß sie dieses
    Kurzabeitergeld gerne annimmt.

    • biggerB
    • 25. November 2012 17:25 Uhr

    Wozu noch dieses Ministerium für "Arbeit und Soziales".

    Vernünftige Arbeitsplätze und deren Vorraussetzungen vermittelt, schafft oder schützt es nicht,

    und

    Soziales schafft es nicht sondern schafft es eher ab!

    Wozu also noch diese sozialpolitische Dauerzumutung in Form einer von der Leyen?
    Als Sprungbrett für diese Dame ins Kanzleramt?

    Dann also bitte auch der ehrliche Name:

    "Ministerium für Karriere, Selbstdarstellung und andere
    persönliche Eitelkeiten der Dame von der Leyen"!!!

    MfG
    biggerB

    • tja_ja
    • 25. November 2012 19:08 Uhr

    Problematisch ist wohl eher die Schnäppchenmentalität. Anstelle von subventionierten Hungerlöhnen sollten Löhne bezahlt werden, von denen man leben kann. Im Gegenzug Steuern und Abgaben runter. Wir brauchen nicht mehr Staat, nicht immer mehr überflüssige teure EU-Beamte, sondern mündige Bürger, die selber entscheiden können, wofür Sie wieviel ausgeben. Das erfordert dann natürlich mehr persönliche Verantwortung, damit es nicht zu Dumpinglöhnen oder sonstigen Auswüchsen kommt. Und weg mit den ganzen verschleiernden Subventionen. Diese haben schon so manche Missstände verstärkt oder gar geschaffen. Man beachte, dass ein Atomkraftwerk als unversicherbar gilt, die Lagerkosten nachher als problematisch, die Stromkosten aber extrem billig, ein offensichtlicher Widerspruch. So betrachtet, wäre eine Stromverteuerung durch erneute Subventionierung nun von "ÖkoStrom", vielleicht sogar völlig überflüssig. Aber anstelle von weniger Staatsausgaben, lieber mehr, und am besten direkt von den Bürgern, denn dann tauchen die gar nicht als Staatskosten auf. Nehmt dem Staat das Geld und damit seine Macht. Umso mehr Geld er ausgibt, umso abhängiger werden wir von ihm. Wie lange wir wohl jeden Tag arbeiten, damit diese Gelder fleißig vom Staat fehlinvestiert werden. Im Prinzip sollte alles vom Leistungsempfänger bezahlt werden, dann sähen unsere Städte und öffentlichen Gebäude vielleicht auch nicht mehr so heruntergekommen aus, denn man hätte ja dafür ganz bewusst bezahlt.

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