Währungsunion: Der Tag, an dem Deutschland den Euro verlässt
Was geschieht, wenn Deutschland den Euro aufgibt? Der Ökonom Gustav Horn beschreibt die Tage nach dem Austritt – und Thilo Sarrazin tritt auch auf.
© Getty Images

Ohne die Deutschen? Die Europäische Zentralbank (noch in Frankfurt)
Ein Gedankenspiel: Was würde passieren, wenn Deutschland den Euro verlässt, so wie es etwa der Großinvestor George Soros fordert?
Der Deutsche Bundestag beschließt mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit, den Euro aufzugeben und die Deutsche Mark wieder einzuführen. Nur die Grünen stimmen dagegen. Der Umtauschkurs beträgt eins zu eins. Der Bundesbankpräsident verlässt den EZB-Rat mit sofortiger Wirkung.
Die Finanz- und Devisenmärkte reagieren als erste auf den Austritt Deutschlands. Aus dem Rest der Währungsunion fließt viel Liquidität nach Deutschland. Die neue Währung wertet schlagartig um 50 Prozent gegenüber dem Euro auf. Eine Mark kostet jetzt 1,50 Euro. Das in Deutschland angelegte Vermögen verliert dadurch – in Euro gemessen – erheblich an Wert. Zugleich sinkt der Wert der staatlichen Bürgschaften für den Rettungsschirm stark, ebenso die Verpflichtungen über die Targetsalden des EZB-Systems, deren Begleichung die wieder erstarkte Bundesbank mit sofortiger Wirkung fordert. Die Risiken für die öffentlichen Haushalte gehen zunächst zurück.
Rund 200 deutsche Ökonomen feiern Deutschlands wieder gewonnene Freiheit. Thilo Sarrazin erklärt bei Jauch: Deutschland braucht den Euro nicht.
Im Rest des Euro-Raums gerät der Finanzmarkt in Turbulenzen. Die EZB, die ihren Sitz sofort nach dem Austritt Deutschlands von Frankfurt nach Paris verlagert hat, kündigt unbegrenzte Anleihekäufe an. Dadurch gelingt es den Zentralbankern, die Kurse rasch zu beruhigen. Gleichzeitig begleicht sie alle Target-Forderungen der Bundesbank mit frisch gedruckten Euros. Doch die haben, in Mark gerechnet, mittlerweile ein Drittel an Wert verloren. Die Bundesbank macht dadurch einen herben Verlust. Das Gleiche passiert bei der Rückzahlung der deutschen Einlagen in den ESM. Die deutsche Staatsverschuldung erhöht sich entsprechend.

leitet das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.
Nach einigen Wochen der Erleichterung über die Flucht aus der Krise erklären mehrere große Automobilhersteller, dass ihre Absatzzahlen im Rest-Euro-Gebiet eingebrochen seien. Deutsche Autos sind den anderen Europäern zu teuer. Die Autohersteller ordnen Kurzarbeit an und bauen Stellen ab.
Wenig später erklärt die Bundesvereinigung der Arbeitgeber, Deutschlands Wirtschaft sei angesichts der Aufwertung der Mark nicht mehr wettbewerbsfähig und mahnt die deutschen Gewerkschaften zur Lohnzurückhaltung. Nach einem Vierteljahr gibt das Statistische Bundesamt bekannt, dass sich Deutschlands Leistungsbilanzüberschuss halbiert habe, weil die Exporte in das Rest-Euro-Gebiet eingebrochen seien. Thilo Sarrazin erklärt bei Anne Will: Er fühle sich auch ohne den Euro wohl. Sein Einkommen sei auch nicht gesunken.
Im Rest-Euroland erhalten die Krisenländer mehr Zeit zu sparen. Außerdem erhöhen die anderen Länder ihre Einlagen im Rettungsfonds ESM, um den Ausfall Deutschlands zu kompensieren.




Der zeigt, wie wichtig der Euro für Europa und Deutschland ist. Und jetzt los mit den negativen Kommentaren..
Bitte üben Sie Kritik argumentativ und inhaltlich. Danke, die Redaktion/fk.
Möglicherweise ist es Ihnen entgangen, dass Deutschland VOR Einführung des Euro mehrfach aufgewertet hat - ein Ergebnis der damaligen guten Wirtschaftskraft gegenüber der Mehrzahl anderer EU-Staaten. Und Deutschland hat das doch tatsächlich OHNE Euro überlebt. Wie das?
Nun, der Importanteil für Produkte, die in Deutschland produziert wurden/werden, lag/liegt bei rd. 40-50% - und somit verbilligten/verbilligen sich auch diese Importprodukte (z.B. zur Herstellung von KFZ, Maschinen, Chemie etc.). Ergebnis: Deutschland war VOR dem Euro trotz mehrfacher Aufwertungen immer wettbewerbsfähig. Und so wird das auch NACH dem Euro bleiben.
MIT dem Euro wird sich Deutschland allerdings durch Subventionierung der schwachen Euro-Staaten und durch fehlenede Möglichkeiten zur Ab- bzw. Aufwertung (wegen der synthetischen Euro-Währung) u.v.a.m. auf Jahrzehnte auf Kosten seiner Bürger verschulden und durch Assimilation zwangsläufig auf das Niveau der Schwach-Staaten zurückfallen.
Leider kann man wirtschaftliche Axiome ebenso wenig außer Kraft setzen wie mathematische (1+1=2). Deshalb kann man Herrn Horns Artikel/Kommentar nur als satirisch (oder inkompetent) auffassen.
Zumindest wenn man immer noch träumt...
---
@ Redaktion: Sie haben vergessen, den Artikel als Satire zu kennzeichnen. Bitte nachholen. Danke.
---
Immerhin, ein großer Teil der Kommentatoren hat den Artikel ja als das erkannt was er ist.
Warum nur erinnern mich die Pro-Euro-Artikel immer mehr an die Durchhalteparolen gegen Kriegsende...???
mit Krieg zu drohen. Das macht ja auch die Regierung staendig - verklausiert als "Die EU/der Euro garantiert den Frieden".
In der Summe ist der Artikel nichts als die uebliche Panikmache, um den deutschen Michel darauf vorzubereiten, dass er ueber kurz oder lang, mit Euro-Bonds oder Schuldentilgungsfonds, die Schulden der PIGS bezahlen soll.
Gaehn.
Wollen wir als Euroland weiterhin unsere Exporte selber finanzieren, indem die Target2 Salden nicht ausgeglichen werden?
Wollen wir unsere eigene DM mit der Möglichkeit, diese national auf- oder abzuwerten?
Selbst eine Aufwertung der DM bedeutete auch eine Verbilligung der Importe. Rohstoffe, Öl, etc.
Bitte üben Sie Kritik argumentativ und inhaltlich. Danke, die Redaktion/fk.
Möglicherweise ist es Ihnen entgangen, dass Deutschland VOR Einführung des Euro mehrfach aufgewertet hat - ein Ergebnis der damaligen guten Wirtschaftskraft gegenüber der Mehrzahl anderer EU-Staaten. Und Deutschland hat das doch tatsächlich OHNE Euro überlebt. Wie das?
Nun, der Importanteil für Produkte, die in Deutschland produziert wurden/werden, lag/liegt bei rd. 40-50% - und somit verbilligten/verbilligen sich auch diese Importprodukte (z.B. zur Herstellung von KFZ, Maschinen, Chemie etc.). Ergebnis: Deutschland war VOR dem Euro trotz mehrfacher Aufwertungen immer wettbewerbsfähig. Und so wird das auch NACH dem Euro bleiben.
MIT dem Euro wird sich Deutschland allerdings durch Subventionierung der schwachen Euro-Staaten und durch fehlenede Möglichkeiten zur Ab- bzw. Aufwertung (wegen der synthetischen Euro-Währung) u.v.a.m. auf Jahrzehnte auf Kosten seiner Bürger verschulden und durch Assimilation zwangsläufig auf das Niveau der Schwach-Staaten zurückfallen.
Leider kann man wirtschaftliche Axiome ebenso wenig außer Kraft setzen wie mathematische (1+1=2). Deshalb kann man Herrn Horns Artikel/Kommentar nur als satirisch (oder inkompetent) auffassen.
Zumindest wenn man immer noch träumt...
---
@ Redaktion: Sie haben vergessen, den Artikel als Satire zu kennzeichnen. Bitte nachholen. Danke.
---
Immerhin, ein großer Teil der Kommentatoren hat den Artikel ja als das erkannt was er ist.
Warum nur erinnern mich die Pro-Euro-Artikel immer mehr an die Durchhalteparolen gegen Kriegsende...???
mit Krieg zu drohen. Das macht ja auch die Regierung staendig - verklausiert als "Die EU/der Euro garantiert den Frieden".
In der Summe ist der Artikel nichts als die uebliche Panikmache, um den deutschen Michel darauf vorzubereiten, dass er ueber kurz oder lang, mit Euro-Bonds oder Schuldentilgungsfonds, die Schulden der PIGS bezahlen soll.
Gaehn.
Wollen wir als Euroland weiterhin unsere Exporte selber finanzieren, indem die Target2 Salden nicht ausgeglichen werden?
Wollen wir unsere eigene DM mit der Möglichkeit, diese national auf- oder abzuwerten?
Selbst eine Aufwertung der DM bedeutete auch eine Verbilligung der Importe. Rohstoffe, Öl, etc.
Ich hätte zwei Fragen:
1. Die Spareinlagen der Deutschen sind nach dem Wechsel mehr wert, oder? Also wer jetzt 25.000€ auf dem Konto hat, hat nach dem Wechsel mit 25.000€ DM mehr Wert, richtig?
2. Mit eigener Bundesbank haben wir doch wieder die Hoheit über unsere Währung. China z.B. wertet seine Währung doch schon ewig ab. Können wir das nicht auch machen, um beim Export wettbewerbsfähig zu bleiben?
Egal ob das Geld Euro oder DM heißt, es spielt keine Rolle mehr. Die Frage ist wohl, wie viel Stärke wir alleine und mit der EU hätten (wenn wir uns endlich einigen könnten) ggü. der restlichen Welt.
Könnte Dt. alleine einen Finanzmarkt aufbauen, welches sich nicht der herschaffenden "Elite" nur fügt, sondern wirklich den Menschen dient?
Wohl kaum.
-------------------
Aber zurück zur Rezession:
Deutschland befindet sich schon in der Rezession. Kurzarbeit kommt wieder auf den Plan. Siemens, Merzedes, BMW, usw. wollen Milliarden sparen (an wem, wenn nicht an Arbeitern und Produktionsmitteln, die andere Unternehmen "verkaufen"?
Klar kann man das machen, wenn man gleichzeitig Kapitalkontrollen einfuehrt, aber eins muss klar sein, das bezahlt der Konsument, alle Importe werden dementsprechend teurer inklusive Oel, Gas und andere Rohstoffe. Gleichzeitig werden andere Staaten dasselbe machen, wenn es ihnen zu bunt wird. Weise waere sowas jedenfalls nicht.
Egal ob das Geld Euro oder DM heißt, es spielt keine Rolle mehr. Die Frage ist wohl, wie viel Stärke wir alleine und mit der EU hätten (wenn wir uns endlich einigen könnten) ggü. der restlichen Welt.
Könnte Dt. alleine einen Finanzmarkt aufbauen, welches sich nicht der herschaffenden "Elite" nur fügt, sondern wirklich den Menschen dient?
Wohl kaum.
-------------------
Aber zurück zur Rezession:
Deutschland befindet sich schon in der Rezession. Kurzarbeit kommt wieder auf den Plan. Siemens, Merzedes, BMW, usw. wollen Milliarden sparen (an wem, wenn nicht an Arbeitern und Produktionsmitteln, die andere Unternehmen "verkaufen"?
Klar kann man das machen, wenn man gleichzeitig Kapitalkontrollen einfuehrt, aber eins muss klar sein, das bezahlt der Konsument, alle Importe werden dementsprechend teurer inklusive Oel, Gas und andere Rohstoffe. Gleichzeitig werden andere Staaten dasselbe machen, wenn es ihnen zu bunt wird. Weise waere sowas jedenfalls nicht.
Vor allem die Thilo-Sarrazin-Einlagen machen diesen Bericht kindisch populistisch . Man findet zu jeder Meinung einen Experten, dieser Bericht kann mich nicht überzeugen.
"Vor allem die Thilo-Sarrazin-Einlagen machen diesen Bericht kindisch populistisch . Man findet zu jeder Meinung einen Experten, dieser Bericht kann mich nicht überzeugen."
Nun finde ich Thilo-Sarrazin nach wie vor substanzlos, aber selbst aus seinem Munde habe ich nicht gehört, dass Deutschland aus dem Euro austreten soll. Seiner Meinung nach hätte man ihn nicht einführen sollen, aber nun ist er da und ein Austritt wäre fatal.
Und obendrein weiß ich nicht, ob er einer der ersten Adressaten wäre, den man im Falle eines Austrittes als Talk-Show-Gast einladen würde. So wichtig ist der Mann zum Glück nicht. Die Riege der Polittalker jedenfalls wäre erst einmal lang, die man einladen könnte. Da herrscht kein Mangel, um sich einen drittklassigen Talk-Gast einladen zu müssen.
"Der Deutsche Bundestag beschließt mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit, den Euro aufzugeben und die Deutsche Mark wieder einzuführen. Nur die Grünen stimmen dagegen".
Die Linke ist auch für den Euro, vielleicht sogar am meisten.
Nur nicht dafür, dass die europäische Idee für die Bereicherung weniger missbraucht wird.
Das macht Gysi in dieser Rede hier u.a. deutlich:
http://www.youtube.com/wa...
"Vor allem die Thilo-Sarrazin-Einlagen machen diesen Bericht kindisch populistisch . Man findet zu jeder Meinung einen Experten, dieser Bericht kann mich nicht überzeugen."
Nun finde ich Thilo-Sarrazin nach wie vor substanzlos, aber selbst aus seinem Munde habe ich nicht gehört, dass Deutschland aus dem Euro austreten soll. Seiner Meinung nach hätte man ihn nicht einführen sollen, aber nun ist er da und ein Austritt wäre fatal.
Und obendrein weiß ich nicht, ob er einer der ersten Adressaten wäre, den man im Falle eines Austrittes als Talk-Show-Gast einladen würde. So wichtig ist der Mann zum Glück nicht. Die Riege der Polittalker jedenfalls wäre erst einmal lang, die man einladen könnte. Da herrscht kein Mangel, um sich einen drittklassigen Talk-Gast einladen zu müssen.
"Der Deutsche Bundestag beschließt mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit, den Euro aufzugeben und die Deutsche Mark wieder einzuführen. Nur die Grünen stimmen dagegen".
Die Linke ist auch für den Euro, vielleicht sogar am meisten.
Nur nicht dafür, dass die europäische Idee für die Bereicherung weniger missbraucht wird.
Das macht Gysi in dieser Rede hier u.a. deutlich:
http://www.youtube.com/wa...
"Der deutsche Arbeitsmarkt sei zu unflexibel, die Löhne zu hoch und die Sozialleistungen zu üppig, um den globalen Herausforderungen gewachsen zu sein."
Ich bin kein Profiökonom, aber der Satz erscheint mir auch unabhängig vom Euro gültig.
kann ich Inen (und den 8 bisherigen Empfehlungsgebern) versichern:
Diese Aussage ist mit oder ohne Euro pauschalisierender Blödsinn!
"Ihnen" natürlich.
@ ZEIT: Zu Weihnachten wünsche ich mir eine Editierfunktion von Euch!
... "Der deutsche Arbeitsmarkt sei zu unflexibel, die Löhne zu hoch und die Sozialleistungen zu üppig, um den globalen Herausforderungen gewachsen zu sein." in den letzten etwa 20 Jahren bei so ziemlich jedem Zustand der deutschen Wirtschaft gehört zu haben.
Wobei einem besonders zu denken geben sollte, dass die Globalisierung im internationalen Kontext gerne als deutscher Zugewinngarant bewertet wird, innerdeutsch aber als Gefahr dargestellt wird; siehe die zitierten Einzelpunkte.
Kai Hamann
kann ich Inen (und den 8 bisherigen Empfehlungsgebern) versichern:
Diese Aussage ist mit oder ohne Euro pauschalisierender Blödsinn!
"Ihnen" natürlich.
@ ZEIT: Zu Weihnachten wünsche ich mir eine Editierfunktion von Euch!
... "Der deutsche Arbeitsmarkt sei zu unflexibel, die Löhne zu hoch und die Sozialleistungen zu üppig, um den globalen Herausforderungen gewachsen zu sein." in den letzten etwa 20 Jahren bei so ziemlich jedem Zustand der deutschen Wirtschaft gehört zu haben.
Wobei einem besonders zu denken geben sollte, dass die Globalisierung im internationalen Kontext gerne als deutscher Zugewinngarant bewertet wird, innerdeutsch aber als Gefahr dargestellt wird; siehe die zitierten Einzelpunkte.
Kai Hamann
So ein Artikel ist bei weitem nicht Ernst zu nehmen. Die polemischen Seitenhiebe auf Sarrazin sprechen Bände...
Aber zuerst einmal: Bei der Analyse fehlen viele Faktoren:
Erstens etwa ist eine Aufwertung wahrscheinlich, aber bei Vor-Einlagen vor dem Wechsel in den ESM kommt dieser Faktor zur Staatsverschuldung gar nicht zum tragen. Höchstens für die Kleinanleger, wenn diese nicht dasselbe gemacht hätten. Die Folgen aber wären dann bei einem Rücktausch für Deutschland eine Geldwertinflation, und damit würde die Staatsverschuldung wohl eher sinken.
Übrigens gibt es auch konsequente Gegenbeispiele wie etwa Großbritannien und die Schweiz, die beide nicht im Währungsraum sind.
Zweitens: Die Märkte würden sich dann wohl weniger nach Europa als in Richtung Asien und Amerika orientieren, sofern das überhaupt der Fall wäre. Das wäre am Anfang schmerzhaft, würde dann aber später dazu führen, dass vollkommen neue Märkte erschlossen werden und neue Möglichkeiten für deutsche Exportunternehmen entstehen.
Drittens: Die Eurozone würde auseinanderbrechen: Nach der nun weiteren Tranche für die PIGS-Staaten wurde die Bonität Frankreichs herabgesetzt. Wenig später wird der ESM herabgesetzt, da niemand mehr die Schulden bedienen kann. Die Skandinavier machen ihre Drohung wahr, aus dem Euro auszutreten, da sie auch nicht zahlen wollen. Die Folge ist, dass der Euro in allen Ländern abgeschafft wird und dass alle Länder in einer Stagnation sind, bis auf Deutschland.
"Übrigens gibt es auch konsequente Gegenbeispiele wie etwa Großbritannien und die Schweiz, die beide nicht im Währungsraum sind."
Dies sind keine adequaten Beispiele, da diese Ländern nie Teil der Währungsunion waren und ihre Wirtschaft auch nie darauf ausgerichtet haben. Deutschland, damit meine ich den Staat und die oberen 10 Prozent, da für den Rest die Löhne in den letzten 10 Jahren real gesunken sind bei steigenden Lebenserhaltungskosten, ist so erfolgreich weil wir Teil der Euro Zone sind. Die ganzen Investitionen der letzten Jahre in Deutschland sind entstanden weil wir das Land mit der Wirtschaftsbilanz sind. Viele Reiche Spanier, GRiechen, Portugiesen usw. bringen ihr Geld hier her um es vor ihren eigenen Regierungen zu schützen. Was würden wohl die oberen 10% in Deutschland tun ( 10% in D besitzen weit über die Hälfte des Privatvermögens ,dieser Anteil hat sich in den letzten 10 Jahren deutlich erhöht, Stichwort Vermögensentwicklung in D googlen ) wenn sie wüssten das ihre Vermögen hier nicht vor dem Staat oder extremer Inflation geschützt wäre?
Ihre Kompetenz in allen Ehren, aber alles was sie schreiben ist Spekulation ohne das sie aktuelle Fakten als Ausgangspunkt für ihre Behauptungen nehmen. Deutschland hat bisher massiv von der Eurokrise bzw. Einführung profitiert und bisher im Rahmen noch nicht einen Cent an Griechenland gezahlt, während wir Staatanleihen für 0% loswerden. Deutschland ist ohne den Euro zukünftig international erledigt.
Bis auf die Finnen sind die Skandinavier das Wagnis Euro ueberhaupt nie eingegangen.
sind denn die Skandinavier im Euro?
Desaster ein. Gesellschaftliche Verwerfungen und der Korken des Wohlstandes werden nur indirekt angesprochen. Jedoch sollte jeder diese Kausalität allein weiterdenken können.
Weiter sollte man nie vergessen wessen Kind die EU, weiterführend der Euro ist. Man schloss die römischen Verträge nicht aus Spaß an der Freude. Der kulturelle Bruch der am Ende diese Restauration steht, ist dann nur noch der Vorbote von nationalistisch erstarkten Staaten.
Aber vielleicht muss man sich mal in Europa wieder ordentlich die Köpfe einschlagen - vielleicht nicht mit Bomben, da ein ökonomisch geführter Krieg weitaus effektiver ist und wie man so liest von vielen mitgetragen werden würde. Diese 'Jeder für sich und was geht mich der Nachbar' an Mentalität (Elenbogengesellschaft) hat noch nie zu etwas Stabilem geführt - es macht einen selbst nur zum Spielball.
Aber wie gesagt scheinbar habt ihr alle vergessen was Wohlstand ist, weil es euch permanent umgibt. Wacht doch endlich mal auf, benutzt eure Köpfe nicht nur zum Haareschneiden.
Diese 'ausser Deutschland', an dessen Bussen die Welt sich nährt, ist so dämlich, wie die Annahme, dass alles um Deutschland den Bach runtergeht ausser Deutschland selbst.
Ein guter Beitrag von Ihnen! Ich frage mich allerdings auch, wie nach zwei Jahren ein über zweiprozentiges Wirtschaftswachstum für den Rest der Eurozone generiert werden soll.
Natürlich würde eine neue DM stark aufgewertet - aber gleich um 50 Prozent? Damit würden sich das Kapital nur selbst in "beide Füße Schießen", so dumm werden die sich nicht verhalten.
Sie erwhnen die Schweiz und Großbritannien. Erstere haben schon ziemlich unter der Aufwertung des Franken gelitten und viele Arbeitsplätze dadurch verloren bzw. exportiert.
England wiederum war stolz darauf, sich, nachdem die Gewerkschaften in großen Teilen entmachtet worden waren, von einem Industriestaat in eine Dienstleistungsgesellschaft verändert zu haben. Heute bemerkt selbst die Politik, daß Dienstleistungen auch bezahlt werden müssen, aber der Mehrwert durch entsprechende Produktveredelungen nicht mehr ausreichend gegeben ist - eine neue Form der ehemals "englischen Krankheit".
Das alles ist schon etwas komplexer, als im Beitrag beschrieben. Aber auch da gebe ich Ihnen recht - das ganze trägt schon stark satirische Züge....
Die Troika erwartet,
"dass bis Ende des Jahres 2000 Beschäftigte entlassen werden - und verlangt dafür KONKRETE NAMENSLISTEN. Die internationalen Geldgeber wollen sich nach den schlechten Erfahrungen der Vergangenheit nicht mehr auf die Versprechungen der griechischen Regierung verlassen. Athen hatte angekündigt, 15.000 Staatsangestellte zu entlassen, dem Troika-Bericht zufolge waren es letztlich aber weniger als hundert - vor allem Teilzeitbeschäftigte.
Jetzt hat die griechische Regierung ein handfestes Problem:
Die Bürgermeister weigern sich schlicht, den Anweisungen zu folgen. In seltener Einigkeit in der für ihre Zerstrittenheit berüchtigten griechischen Politik haben die Kommunalgewerkschaft POE-OTA und der Kommunalverband KEDE eine regelrechte Anti-Entlassungs-Front gebildet...
Die Bürgermeister sind fest entschlossen, ihren Widerstand durchzusetzen. Sie könnten sogar geschlossen ihren Rücktritt einreichen ... -
Ausführlicher Korrespondentenbericht
von Georgios Christidis, Thessaloniki in:
http://www.spiegel.de/wir...
Man erfährt bei derlei Planspielen zwischen den Zeilen, wohin die Reise womöglich noch gehen könnte. Die Fed verordnete den US-Großbanken soeben einen "superharten"
Stresstest. Sie mussten simulieren, ob sie den Zusammenbruch Europas aushalten würden. Resultat: Problemlos. Dann mussten sie den Zusammenbruch Chinas simulieren. Resultat: 6-prozentiger Einbruch, wobei die in China engagierte Citigroup am schlechtesten abschloss.
Die Skandinavier können garnicht austreten aus dem Euro,weil sie bis auf Finnland clever genug waren, sich da rauszuhalten.
"Übrigens gibt es auch konsequente Gegenbeispiele wie etwa Großbritannien und die Schweiz, die beide nicht im Währungsraum sind."
Dies sind keine adequaten Beispiele, da diese Ländern nie Teil der Währungsunion waren und ihre Wirtschaft auch nie darauf ausgerichtet haben. Deutschland, damit meine ich den Staat und die oberen 10 Prozent, da für den Rest die Löhne in den letzten 10 Jahren real gesunken sind bei steigenden Lebenserhaltungskosten, ist so erfolgreich weil wir Teil der Euro Zone sind. Die ganzen Investitionen der letzten Jahre in Deutschland sind entstanden weil wir das Land mit der Wirtschaftsbilanz sind. Viele Reiche Spanier, GRiechen, Portugiesen usw. bringen ihr Geld hier her um es vor ihren eigenen Regierungen zu schützen. Was würden wohl die oberen 10% in Deutschland tun ( 10% in D besitzen weit über die Hälfte des Privatvermögens ,dieser Anteil hat sich in den letzten 10 Jahren deutlich erhöht, Stichwort Vermögensentwicklung in D googlen ) wenn sie wüssten das ihre Vermögen hier nicht vor dem Staat oder extremer Inflation geschützt wäre?
Ihre Kompetenz in allen Ehren, aber alles was sie schreiben ist Spekulation ohne das sie aktuelle Fakten als Ausgangspunkt für ihre Behauptungen nehmen. Deutschland hat bisher massiv von der Eurokrise bzw. Einführung profitiert und bisher im Rahmen noch nicht einen Cent an Griechenland gezahlt, während wir Staatanleihen für 0% loswerden. Deutschland ist ohne den Euro zukünftig international erledigt.
Bis auf die Finnen sind die Skandinavier das Wagnis Euro ueberhaupt nie eingegangen.
sind denn die Skandinavier im Euro?
Desaster ein. Gesellschaftliche Verwerfungen und der Korken des Wohlstandes werden nur indirekt angesprochen. Jedoch sollte jeder diese Kausalität allein weiterdenken können.
Weiter sollte man nie vergessen wessen Kind die EU, weiterführend der Euro ist. Man schloss die römischen Verträge nicht aus Spaß an der Freude. Der kulturelle Bruch der am Ende diese Restauration steht, ist dann nur noch der Vorbote von nationalistisch erstarkten Staaten.
Aber vielleicht muss man sich mal in Europa wieder ordentlich die Köpfe einschlagen - vielleicht nicht mit Bomben, da ein ökonomisch geführter Krieg weitaus effektiver ist und wie man so liest von vielen mitgetragen werden würde. Diese 'Jeder für sich und was geht mich der Nachbar' an Mentalität (Elenbogengesellschaft) hat noch nie zu etwas Stabilem geführt - es macht einen selbst nur zum Spielball.
Aber wie gesagt scheinbar habt ihr alle vergessen was Wohlstand ist, weil es euch permanent umgibt. Wacht doch endlich mal auf, benutzt eure Köpfe nicht nur zum Haareschneiden.
Diese 'ausser Deutschland', an dessen Bussen die Welt sich nährt, ist so dämlich, wie die Annahme, dass alles um Deutschland den Bach runtergeht ausser Deutschland selbst.
Ein guter Beitrag von Ihnen! Ich frage mich allerdings auch, wie nach zwei Jahren ein über zweiprozentiges Wirtschaftswachstum für den Rest der Eurozone generiert werden soll.
Natürlich würde eine neue DM stark aufgewertet - aber gleich um 50 Prozent? Damit würden sich das Kapital nur selbst in "beide Füße Schießen", so dumm werden die sich nicht verhalten.
Sie erwhnen die Schweiz und Großbritannien. Erstere haben schon ziemlich unter der Aufwertung des Franken gelitten und viele Arbeitsplätze dadurch verloren bzw. exportiert.
England wiederum war stolz darauf, sich, nachdem die Gewerkschaften in großen Teilen entmachtet worden waren, von einem Industriestaat in eine Dienstleistungsgesellschaft verändert zu haben. Heute bemerkt selbst die Politik, daß Dienstleistungen auch bezahlt werden müssen, aber der Mehrwert durch entsprechende Produktveredelungen nicht mehr ausreichend gegeben ist - eine neue Form der ehemals "englischen Krankheit".
Das alles ist schon etwas komplexer, als im Beitrag beschrieben. Aber auch da gebe ich Ihnen recht - das ganze trägt schon stark satirische Züge....
Die Troika erwartet,
"dass bis Ende des Jahres 2000 Beschäftigte entlassen werden - und verlangt dafür KONKRETE NAMENSLISTEN. Die internationalen Geldgeber wollen sich nach den schlechten Erfahrungen der Vergangenheit nicht mehr auf die Versprechungen der griechischen Regierung verlassen. Athen hatte angekündigt, 15.000 Staatsangestellte zu entlassen, dem Troika-Bericht zufolge waren es letztlich aber weniger als hundert - vor allem Teilzeitbeschäftigte.
Jetzt hat die griechische Regierung ein handfestes Problem:
Die Bürgermeister weigern sich schlicht, den Anweisungen zu folgen. In seltener Einigkeit in der für ihre Zerstrittenheit berüchtigten griechischen Politik haben die Kommunalgewerkschaft POE-OTA und der Kommunalverband KEDE eine regelrechte Anti-Entlassungs-Front gebildet...
Die Bürgermeister sind fest entschlossen, ihren Widerstand durchzusetzen. Sie könnten sogar geschlossen ihren Rücktritt einreichen ... -
Ausführlicher Korrespondentenbericht
von Georgios Christidis, Thessaloniki in:
http://www.spiegel.de/wir...
Man erfährt bei derlei Planspielen zwischen den Zeilen, wohin die Reise womöglich noch gehen könnte. Die Fed verordnete den US-Großbanken soeben einen "superharten"
Stresstest. Sie mussten simulieren, ob sie den Zusammenbruch Europas aushalten würden. Resultat: Problemlos. Dann mussten sie den Zusammenbruch Chinas simulieren. Resultat: 6-prozentiger Einbruch, wobei die in China engagierte Citigroup am schlechtesten abschloss.
Die Skandinavier können garnicht austreten aus dem Euro,weil sie bis auf Finnland clever genug waren, sich da rauszuhalten.
was soll so eine einseitige polemik.
jeder weiss, das gustav horn den euro als segen sieht - insofern kann man sich fast selber ausmalen welches szenario sich in horns glaskugel fuer den ausstieg deutschlands abspielt.
... nach diesem Tag! Endlich wieder ein Europaer zu sein! Gott, wäre es schön!
und dann, spinnen wir mal weiter, die D-Mark verliert an Wert, die Exporte steigen wieder, alles gleicht sich wieder aus. Deutschland, das ja eh seinen enormen Exportüberschuss (der sich ja eh nicht lohnt für uns da wir nur Schuldscheine dafür bekommen) in letzter Zeit hatte erholt sich wieder.
Furchtbarer Artikel, vielleicht hätte man ja noch ein paar Thilo Sarazzins einstreuen können um den Zeit Leser für noch dämlicher zu verkaufen.
PS.: Ich bin kein Euro Gegner, aber dieser Artikel ärgert mich in seiner offensichtlichen Gerichtetheit.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren