Die Bundesregierung denkt über ein Gutscheinmodell für Langzeitarbeitslose zum Kauf von stromsparenden Kühlschränken nach. Das Umweltministerium bestätigte einen entsprechenden Bericht der Saarbrücker Zeitung . Es gebe aber noch keinerlei Entscheidungen, die Überlegungen fänden bisher nur auf Arbeitsebene statt, sagte der Sprecher von Umweltminister Peter Altmaier .

Dem Bericht zufolge besteht das Arbeitsministerium nicht auf einer Anrechnung des Zuschusses auf den Hartz-IV-Bezug, wenn er in Form eines Gutscheines erfolgt. Demnach könnten Hartz-IV-Empfänger nach einer umfassenden Energieberatung und bei Vorlage eines Entsorgungsnachweises für den alten Kühlschrank einen solchen Zuschuss bekommen. Damit könnte dann ein energiesparender neuer Kühlschrank gekauft werden.

Allerdings wurde in Regierungskreisen darauf hingewiesen, es gehe keineswegs um eine Abwrackprämie für alte Kühlschränke. Altmaier sieht verstärkte Anstrengungen zum Stromsparen als eine Maßnahme, um die steigenden Energiekosten abzumildern. Sozialverbände kritisieren immer wieder, dass sich Einkommensschwache keine neuen Elektrogeräte leisten können und somit langfristig mehr Strom zahlen müssen.

Die Idee eines Gutscheinmodells wird deshalb besonders von der Caritas verfolgt. Das Kühlschrankprogramm könne Teil des Caritasprojekts "Stromspar-Check" werden, bei dem Stromsparhelfer in einkommensschwachen Haushalten umsonst Energiesparartikel und abschaltbare Stecker zur Verfügung stellen.