Die Perspektiven für Arbeitssuchende in der Euro-Zone haben sich nicht verbessert. Ganz im Gegenteil: Nach Angaben der europäischen Statistikbehörde Eurostat ist die Arbeitslosigkeit im europäischen Währungsraum so hoch wie nie seit der Einführung des Euro: Im Oktober waren in den 17 Euro-Ländern 18,7 Millionen Menschen ohne Job. Die absoluten Zahlen – 173.000 mehr als im Monat davor und fast 2,2 Millionen mehr als vor einem Jahr – entsprechen einer Quote von 11,7 Prozent.

Besonders belastend sieht die Lage in den Euro-Krisenländern Griechenland und Spanien aus, wo Firmenpleiten und Entlassungen den Arbeitsmarkt erheblich belasten. In Spanien ist bereits mehr als jeder vierte Arbeitnehmer ohne Job (26,2 Prozent), in Griechenland jeder vierte. Auch im schuldengeplagten Portugal ist die Lage schwierig, jeder sechste ist dort ohne Job.

Konjunkturflaute und Schuldenkrise verdüstern dabei vor allem die Lage für Jugendliche . Im Oktober waren in den Euro-Ländern 3,6 Millionen Menschen unter 25 Jahren arbeitslos. Der Zuwachs fiel mit 350.000 doppelt so stark aus wie bei allen Arbeitnehmern insgesamt. Auch die Quote war bei jungen Leuten mit 23,9 Prozent mehr als doppelt so hoch .

Entspannter ist dagegen die Lage in Deutschland, das mit 5,4 Prozent eine der niedrigsten Quoten im Euro-Raum verzeichnet. Besser stehen nur Österreich (4,3 Prozent) und Luxemburg (5,1 Prozent) da.