Bangladesch : Feuertod in der Modefabrik

Mehr als 120 Menschen sterben in einer Textilfabrik in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka. Am Tag danach dokumentieren Bilder die Zerstörung und die Wut und Trauer der Stadt.

Das Feuer brach in der Nacht zum Sonntag aus, es brannte vier Stunden lang. Die Fluchttreppen der Textilfabrik in einem Vorort von Dhaka waren nicht begehbar, Ausgänge versperrt. Am Ende starben mehr als 120 Menschen. Sie hatten für den Modekonzern C&A Pullover genäht, auch der französische Konzern Carrefour und der Textildiscounter KIK ießen hier produzieren. Menschenrechtsorganisationen wie die Clean Clothes Campaign werfen den Handelsketten vor, sich zu wenig um die Arbeitsbedingungen in Bangladesch zu kümmern. Wir zeigen Bilder vom Unglücksort.

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Kommentare

9 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Wie wars denn mal

Haben sich die Importeure deutscher Waren um die Silikose der deutschen Bergleute geschert? Nein. Aber es sind andere Zeiten. Die Lohnfindung ist die eine Seite. Man kann nicht eine Gruppe nach europäischen Niveau bezahlen, weil das die Preise für die Übrigen unerträglich herauf setzen würde.

Abe darauf achten, dass Sicherheitsstandards eingehalten werden, das könnte man schon vor Auftragsvergabe, ohne das ander Ländere sich bevormundet fühlen müssten.

die Mitverursacher

die sich keiner Schuld bewusst sind sind auch die deutschen Verbraucher denen billig gerade gut genug ist, egal ob bei der Textiilienherstellung oder anderen Konsummassengütern.

Durch Berichterstattung durch den NDR wußte der Zuscauer bereits von dem Schicksal der Arbeieterinnen dort.

So warten jetzt 100 Familien nicht mehr auf die Tochter des Hauses die bis dahin die Familie durch ihren Lohn mitversorgt hat. Diese nun für den Zod zu entschädigen sollte nun die zu überprüfende Reaktion des Herrstellers sein.

Einmal tief durchatmen....

...das kann man natürlich nur, wenn das eigene Haus nicht brennt. In Bangladesh brennen die Häuser, sprich die Textilfabriken, weil bei uns alles billig, billig sein muss. (Ich bin doch nicht blöd!) Niemand hat es bis jetzt geschafft, das Fell des Bären zu waschen, ohne es nass zu machen. Das heisst, wir können nicht erwarten, bei H&M für 5 Euro ein
T-Shirt kaufen zu können, das in der Dritten Welt zu Bedingungen der EU-Sozialcharta produziert worden ist. Umweltschutz in Bagladesh, oder Sicherheit bei den elektrischen Anlagen in einer Fabrik? Fehlanzeige!
Wichtig für uns: Billig!

Jein...

...Sie haben schon recht. Aber was ist wenn ich die Produkte von Nike oder Addidas kaufe...
die werden doch auch alle da unten produziert. Das Problem: Wenn das T-Shirt nicht mehr 5 Euro sondern 10 Euro kostet, macht H&M eben 5 Euro mehr Gewinn...
Zu Zeiten, als Designerkleidung "In" war, waren die Verhältnisse doch nicht anders. Heute ist es ja schon eher "In" billige Kleidung zu kaufen um zu zeigen, wie unkonventionell und nonkonformistisch man ist...