Welthandel : Die letzten Seidenhersteller Afghanistans

Rund 100 Seidenhersteller im Westen Afghanistans versuchen sich der Konkurrenz aus China zu erwehren. Die Frage ist: Wie lange noch? Bilder eines aussterbenden Berufs

Einst war Herat berühmt für seine Seidenproduktion. Die Stadt im Nordwesten Afghanistans war ein wichtiger Handelsort entlang der Seidenstraße. 300 Manufakturen mit rund 800 Beschäftigten belieferten weite Teile des Landes mit ihren berühmten Schals, Tüchern oder Turbanen. Diese Bilder zeigen die Bedingungen, unter denen die letzten Seidenhersteller Afghanistans versuchen, der Konkurrenz aus China und Pakistan zu trotzen.

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11 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Nur so zum Nachdenken:

Kinder zur handwerklichen Ausbildung in fremde Hände zu geben, ist ein mittelalterlich/neuzeitliches europäisches Konzept. In Asien ist es in sehr vielen Ländern noch üblich, daß gerade in kunsthandwerklichen Berufen Dynastien über viele Generationen existieren und die Fähigkeiten und Werkstattgeheimnisse an die Kinder weiter gegeben werden.

Kinder wachsen dort in den Werkstätten auf und in ihre Berufe hinein. Das bringt Meisterschaften hervor, von denen wir in Europa nur noch träumen können - lesen Sie mal über Living National Treasure in Japan http://en.wikipedia.org/w...(crafts) und deren Kindheiten nach. Die begannen ihre Ausbildungen nicht erst mit 15.

Zu Afghanistan macht es mich ehrlich gesagt froh, daß solche Strukturen offenbar nicht ganz von über 30 Jahren Krieg vernichtet wurden.