BörsenaufsichtJPMorgan und Credit Suisse zahlen 417 Millionen wegen Investorenbetrugs

Die beiden Großbanken haben sich mit der Börsenaufsicht auf einen Vergleich geeinigt. Die Aufsicht beendet ihre Ermittlungen, die Banken räumen aber keine Schuld ein. von dpa

Zur Beilegung einer Zivilklage wegen Investorenbetrugs haben sich die Großbanken JPMorgan Chase und Credit Suisse zur Zahlung von insgesamt 417 Millionen Dollar (327 Millionen Euro) bereit erklärt.

Die US-Börsenaufsicht ( SEC ) hatte den Finanzinstituten den Verkauf riskanter Hypothekenanleihen vorgeworfen. Sie sollen Investoren getäuscht haben, diese erlitten Millionenverluste. JPMorgan zahlt nach Angaben der SEC rund 297 Millionen Dollar, Credit Suisse 120 Millionen. Das Geld werde den Geschädigten zugute kommen, teilte die SEC mit.

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Den Banken war vorgeworfen worden, Investoren bei Wertpapieren, die mit Hypothekenkrediten finanzschwacher Schuldner besichert waren, falsch beraten zu haben. Bei den Hypothekenpapieren handelt es sich um sogenannte Residential Mortgage Backed Securities (RMBS). Die Banken hatten zu Zeiten des Immobilienbooms in den USA Eigenheimkredite zu Paketen gebündelt und an Investoren weiterverkauft. Als die US-Immobilienblase 2007 platzte, konnten viele Hauskäufer ihre Raten aber nicht mehr zahlen, wegen der Ausfälle verloren auch die damit gesicherten Hypothekenpapiere stark an Wert .

Beide Institute bestätigten den Vergleich, der die monatelangen Ermittlungen der Börsenaufsicht beendet. Die Banken räumten dabei aber keinerlei Schuld ein. Beide Institute verwiesen darauf, dass die SEC ihnen zwar Fahrlässigkeit, aber keinen Vorsatz vorgeworfen habe.

Erst vor einem Monat hatte der New Yorker Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman Klage gegen JPMorgan Chase eingereicht . Die Bank Goldman Sachs hatte vor zwei Jahren in einem ähnlichen Fall 550 Millionen Dollar (430 Mio Euro) an die SEC gezahlt. Die Ermittlungen wurden auch hier durch einen Vergleich beendet. Das ist üblich, um die komplizierten und damit auch teuren Verfahren abzukürzen.

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Leserkommentare
    • FloH48
    • 17. November 2012 9:52 Uhr

    sind solche Beträge angesichts der Schäden, die die Betreffenden verursacht haben wohl eher Augenwischerei.

  1. dass die Banken "fahrlässig"gewesen sein könnten ????
    Weil es zu teuer ist wird nich weiter ermittelt und ein Vergleich = fauler Kompromiss ausgekungelt - damit nur nicht womöglich nachgewiesene Absicht zu Strafen führen könnte. Persönliche Verantwortung ???? Gibt es einfach nicht mehr. Moralisch gesehen einfach nur ein Sauhaufen - leider fehlt uns so ein alter Grieche, der damals den Stall ausmisten konnte - aber bei den Griechen ist es ja jetzt so, dass die Schweine den Stall selbst ausmisten sollen - ob das gut ghen kann ?????

    fragt einigermaßen verwirrt

    Wendelstein

  2. Man sollte sich vielleicht einmal "Inside Job" anschauen - wer bei den ganzen Verkettungen glaubt dass irgendeine Behörde neutral und objektiv das Gesetz vertreten kann....
    (Das gleiche gilt für die Europäische Politik wo irgendwie irgendwo jeder jeden kennt oder kannte...)

    Dazu kommt dann auch dass bei einem Vergleich die Bank ja wieterhin besteht - vor allem wenn diese keine Schuld einräumt. Man nähme aber einmal an, einer Bank würde der Vorsatz zum Betrug nachgewiesen... das Geldhaus wäre erledigt (inklusive der Manager die Ihre Pension wollte...).

    • genius1
    • 17. November 2012 12:13 Uhr

    Im Euro-Raum Fehlanzeige? Oder Irre ich mich?

    Unsere Eliten können anscheinend nur "Bankenrettung - Staatenrettung - Bankenrettung - Staatenrettung" usw....!

    Nur das Volk Retten, das Können die Eliten nicht!

    Bezahlen tun im Moment nur die kleine Leute. Ermittlungen wo die Reichen ihr Geld versteckt haben, und auch eine Richtige Beteiligung der Reichen und Profiteure, an dem was Fehlgelaufen ist, erfolgt Nicht!

    Steuerparadiese finden Sie nicht nur in der Schweiz, sondern als Ausländer, in fast jedem Euro-Staat. Bestens auch Ausgenutzt, von International aufgestellten Globalen Unternehmen!

    Der Hier hat schon einige gute Ideen dazu:

    http://www.youtube.com/watch?v=FtaGU6EsOPU

    Kann mich noch an Zeiten erinnern, wo Deutsche Steuerbehörden in Spanien und auch anderswo, Ermittelt haben, von welchem Geld die Auslandsimmobilie erworben worden ist.

    Kann doch nicht so Schwer sein, Ausländischen Besitz und sonstige Guthaben, den entsprechenden Steuerbehörden im Ausland zu Melden.

    Kapitalverkehrskontrollen oder Ausschluss von ganz widerspenstigen Staaten beim Zahlungsverkehr? Möglichkeiten gibt es genug, wie die USA bei der Schweiz gezeigt hat.

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    Toller Link.
    Ich habe ihn schon gekannt, aber man kann sich das nicht oft genug ansehen und anhören.

    Ich habe schon oft gedacht, wenn ich Bilder aus Indien gesehen habe, wo die heiligen Kühe Narrenfreiheit haben, ob es nicht möglich wäre sich ein paar weniger Kühe zu leisten und dafür den Hunger etwas zu mindern. Da sieht man Hauptverkehrsstraßen, da warten die Fahrer, bis die Kuh sich herabläßt und den Verkehr nicht weiter behindert. Die Kühe dürfen hinsch.... wo sie wollen und irgendjemand findet sich dann, der sich noch freut den Sch... entfernen zu dürfen.

    Heilige Kühe. Lieber verkauft man Kinder, die man nicht mehr ernähren kann, als daß man diese Tiere anrührt.

    Nochmal zu dem Link. Ich kann langssam NICHT MEHR LACHEN. Bei soviel Ignoranz vor den Tatsachen.
    Und wir können nächstes Jahr wählen was wir wollen (CDO/SPD/GRÜNE/FDP), die heiligen Kühe werden weiter gemästet.

  3. was verdient wurde.

    PS - als der Staatsanwalt (und ehemalige SEC Chef) des Staates NY gegen dem Treiben der Banken Zuegel anlegen wollte, wurde er kurzerhand wegen eines ominoesen Sex-Skandals abserviert. Die SEC hat die Augen zugemacht damals, genauso wie bei Madoff.

  4. Schon interessant die Stimmungsmache, manchmal zumindest.

    "JPMorgan und Credit Suisse"
    2 Banken die eigentlich gar nichts gemein haben, gemeinsam in einem Titel. Respektive Artikel.

    In den Kommentaren wird über die ach so Böse Schweizer Bank ab gelästert und die USA würden es den Schweizern mal so richtig zeigen!

    Fakt ist das hier 2 Banken zusammen gepackt wurden die nichts aber wirklich nichts zusammen zu tun haben.

    Die Ausgesprochenen Strafen sind auch keine, da es eine Zahlungsvereinbarung ist. Da für beide Seiten zu befürchten ist, mehr oder weniger zu verlieren.

    Das nun aber wieder die Schweizer die grossen kriminellen sein sollen, ist doch sehr befremdlich, der Hass auf Schweizer muss sehr tief liegen oder der Neid?

    in % von der gesamt Summe zahlt die Schweizer Bank etwas mehr als 25% das ist ein viertel.

    Die Amerikanische Bank!!! Ja JP Morgan ist eine AMERIKANISCHE BANK zahlt in % etwas weniger als 75% das sind drei viertel.

    Und was ist mit der Deutschen Bank? Immerhin war da ja Jahrelang ein Schweizer am Werk! Da sollte man dringend ein Paar Hausdurchsuchungen machen, gibt mit Garantie etwas zu finden.

  5. Toller Link.
    Ich habe ihn schon gekannt, aber man kann sich das nicht oft genug ansehen und anhören.

    Ich habe schon oft gedacht, wenn ich Bilder aus Indien gesehen habe, wo die heiligen Kühe Narrenfreiheit haben, ob es nicht möglich wäre sich ein paar weniger Kühe zu leisten und dafür den Hunger etwas zu mindern. Da sieht man Hauptverkehrsstraßen, da warten die Fahrer, bis die Kuh sich herabläßt und den Verkehr nicht weiter behindert. Die Kühe dürfen hinsch.... wo sie wollen und irgendjemand findet sich dann, der sich noch freut den Sch... entfernen zu dürfen.

    Heilige Kühe. Lieber verkauft man Kinder, die man nicht mehr ernähren kann, als daß man diese Tiere anrührt.

    Nochmal zu dem Link. Ich kann langssam NICHT MEHR LACHEN. Bei soviel Ignoranz vor den Tatsachen.
    Und wir können nächstes Jahr wählen was wir wollen (CDO/SPD/GRÜNE/FDP), die heiligen Kühe werden weiter gemästet.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, nf
  • Schlagworte Credit Suisse | Goldman Sachs | JPMorgan Chase | Bank | Börsenaufsicht | Dollar
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