TreibhausgaseUnsere Ernährung schadet dem Klima mehr als der Verkehr

Der WWF versucht erstmals zu schätzen, wie sehr unsere Ernährung dem Klima schadet. Das Fazit: Rund sieben Prozent der Emissionen könnten wir vermeiden. von 

Ein Arbeiter steht in einem Schlachtbetrieb in Bayern zwischen Rinderhälften (Archivbild)

Ein Arbeiter steht in einem Schlachtbetrieb in Bayern zwischen Rinderhälften (Archivbild)  |  © Sean Gallup/Getty Images

Paul McCartneys Einsatz scheint die Deutschen wenig beeindruckt zu haben. Vor drei Jahren, kurz vor dem Beginn der mit Erwartungen überfrachteten Klimakonferenz in Kopenhagen , warb der Musiker für die Vorteile einer vegetarischen Ernährung. "Less Meat, less heat" hieß die Kampagne, an der sich damals auch Rajendra Pachauri beteiligte, der Vorsitzende des Weltklimarats IPCCC.

Die Botschaft der beiden Klimakämpfer: Wer Gemüse isst, verursacht weniger Treibhausgase als Fleischesser. Wenigstens an einem Tag in der Woche sollten die Menschen auf Fleisch verzichten .

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Zwei Wochen vor dem Beginn der Klimakonferenz in Doha hat die Umweltorganisation WWF ausgerechnet, wie viel Treibhausgase die Ernährung der Deutschen verursacht. Ein Ergebnis: Noch immer essen die Deutschen zu viel Fleisch und werfen zu viel Nahrung weg . Allein der Fleischkonsum sei für zehn Prozent aller Emissionen verantwortlich, die der durchschnittliche Deutsche verursacht, schreibt der Autor Steffen Noleppa.

Alexandra Endres
Alexandra Endres

Alexandra Endres ist Redakteurin im Ressort Wirtschaft bei ZEIT ONLINE. Ihre Profilseite finden Sie hier.

Die Erkenntnis, dass Fleischverzehr das Klima belastet , ist nicht neu. Noleppa aber versucht, den Schaden zu beziffern, mit Bezug auf das konkrete Ernährungsverhalten der Deutschen. Wie viel der Verzicht auf Fleisch dem Klima bringen könnte, illustriert er durch eingängige Beispiele. So verursacht eine Portion Spaghetti mit Tomatensoße seinen Berechnungen zufolge etwa 630 Gramm Kohlendioxid – eine Portion Schweinebraten mit Rotkohl und Kartoffelklößen hingegen ganze 3,42 Kilo. Mehr als die Hälfte davon entfalle auf das Fleisch.

Durch eine gesündere Ernährung und die Vermeidung von Lebensmittelabfällen könnten die Deutschen rund 800 Kilogramm Emissionen pro Person und Jahr vermeiden, schreibt Noleppa. Dabei bringt die Vermeidung von Abfällen dem Klima noch mehr als der Verzicht auf Fleisch. Hoch0gerechnet auf das ganze Land könnten bis zu 67 Millionen Tonnen Emissionen eingespart werden. Das entspricht etwa sieben Prozent aller deutschen Emissionen oder dem gesamten Treibhausgasausstoß Portugals .

"Die Größenordnungen sind enorm"

Ganz exakt lässt sich der Treibhauseffekt unserer Ernährung freilich nicht beziffern. Die WWF-Untersuchung ist eine Meta-Studie, sie stützt ihre Berechnungen also auf mehrere frühere Veröffentlichungen zum Thema. Dabei habe man eher konservativ gerechnet, sagt Tanja Dräger, die die Studie redaktionell betreut hat. "Es ging uns darum, einen Hinweis auf die Größenordnungen zu geben. Und die sind ohne Zweifel enorm."

Noleppa unterscheidet in seinen Berechnungen zwischen direkten und indirekten Treibhausgasemissionen. Direkte Emissionen sind solche, die durch die Produktion von Nahrungsmitteln entstehen. Auf dem Feld, etwa durch Düngung, die Bearbeitung des Bodens mit Landmaschinen und die Verdauung von Wiederkäuern; aber auch an einem späteren Punkt der Wertschöpfungskette, etwa durch die Weiterverarbeitung der Nahrung, ihren Transport und ihre Lagerung beim Endverbraucher. Indirekte Emissionen entstehen, wenn durch die steigende Nachfrage nach Agrargütern zuvor unkultiviertes Land gerodet und nutzbar gemacht wird.

Allein die landwirtschaftliche Produktion sei für elf bis vierzehn Prozent aller Treibhausgasemissionen verantwortlich, heißt es in der Studie des WWF. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung kommt auf ähnliche Zahlen.

Rajendra Pachauri (rechts), der Vorsitzende des Weltklimarats, und Sir Paul McCartney (zweiter von rechts) vor drei Jahren im EU-Parlament. Beide warben im Kampf gegen den Klimawandel für einen "fleischfreien Montag".

Rajendra Pachauri (rechts), der Vorsitzende des Weltklimarats, und Sir Paul McCartney (zweiter von rechts) vor drei Jahren im EU-Parlament. Beide warben im Kampf gegen den Klimawandel für einen "fleischfreien Montag".   |  © Georges Gobet/AFP/Getty Images

Am Beispiel der Agrar-Emissionen lässt sich gut zeigen, warum genaue Berechnungen so schwierig sind. Ihr größter Teil besteht aus Lachgas und Methan. Doch zu Bilanzzwecken ist es üblich, diese beiden Gase in Kohlendioxid-Äquivalente umzurechnen. Die Klimaforscher aber sind sich nicht einig darüber, welcher Umrechnungsfaktor zu diesem Zweck der richtige wäre. Zwar gibt es Vorgaben vom IPCCC, doch die werden nicht von allen angewandt. Je nachdem, welcher Umrechnungsfaktor benutzt wird, könnten die Ergebnisse sich um bis zu 20 Prozent unterscheiden, schreibt Noleppa.

Ähnlich sieht es bei den indirekten Emissionen aus. Wenn in Südamerika beispielsweise ein neuer Hektar Land urbar gemacht wird, kann das – je nachdem, ob dafür Regenwald oder Savanne gerodet wird – ganz unterschiedliche Treibhausgasemissionen zur Folge haben. Doch weil die zugrunde liegenden Studien keine detaillierte Unterscheidung ermöglichten, behalf man sich für die WWF-Studie mit einem Durchschnittswert. Die Autoren kalkulierten für die ganze Region mit 151 Tonnen an zusätzlichem Kohlendioxidausstoß je urbar gemachtem Hektar Land.

Mehr Emissionen als der Verkehr

Bei aller Unsicherheit kommt Noleppa am Ende aber doch zu Ergebnissen: Die fast 82 Millionen Einwohner Deutschlands verursachten durch ihre Ernährung etwa 164 Millionen CO2-Äquivalente an direkten Emissionen, schreibt er. Zum Vergleich: Der Verkehr trage 156 Millionen Tonnen zu den deutschen Gesamtemissionen bei. Zusätzlich hätten veränderte Ernährungsgewohnheiten den ernährungsbezogenen Treibhausgasausstoß vom Jahr 2009 bis zum Jahr 2010 um zwanzig Prozent erhöht. Beide Effekte zusammengenommen verursache jeder Einwohner durch seine Ernährung etwa 2,5 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen pro Jahr.

Am Ende der Studie gibt der WWF noch Ratschläge zur klimabewussten Ernährung: Die Verbraucher sollten weniger Fleisch essen und mehr Gemüse sowie bevorzugt Saison- und Bioprodukte verwenden. Der Handel solle kleinere Portionen anbieten, ebenso wie die Gastronomie, und die Logistik entlang der Wertschöpfungskette besser koordinieren.

Auch die Politik wird zum Handeln aufgefordert. Sie soll durch Informationskampagnen und Geld dazu beitragen, dass Nahrung wieder eine höhere Wertschätzung erfahre. Zugleich soll sie Handelsklassen, Normen und Standards überarbeiten. "Oft bestimmen allein Farbe und Größe, ob ein Produkt im Regal oder im Müll landet", stellt die Studie fest. Wenn neue Handelsnormen das ändern würden, wäre nicht nur dem Klima geholfen.

Steuern auf Stickstoff?

Die Politik könnte das Problem auch grundsätzlicher angehen. Das zeigen die Vorschläge des Agrar-Experten Hermann Lotze-Campen vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Er plädiert dafür, die europäische Agrar- und Umweltpolitik unter Klima-Aspekten weiterzuentwickeln. Durch eine Stickstoff-Besteuerung könnten Lachgas-Emissionen vermieden werden, die den weitaus größten Teil des landwirtschaftlichen Treibhausgas-Ausstoßes ausmachen.

Schließlich könne die Einbeziehung des Agrarsektors in den Emissionshandel die Klimaeffekte der Landwirtschaft weiter senken, sagt Lotze-Campen. Das sei zwar nicht einfach: "Die Transaktionskosten wären vermutlich hoch." Dennoch ist er dafür, diese Möglichkeit zumindest zu prüfen.

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Leserkommentare
  1. Fleischprodukte verarbeiten wäre ein erster Ansatz.

    Das würde nicht nur der Klimabilanz helfen.

    Doch ich befürchte das das sich global wohl nicht umsetzen lassen würde.

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    #weniger Fleischprodukte verarbeiten wäre ein erster Ansatz.
    Das würde nicht nur der Klimabilanz helfen.
    Doch ich befürchte das das sich global wohl nicht umsetzen lassen würde.#

    Wozu darauf warten, dass das global umgesetzt wird?
    Allein wenn Dtl. hier endlich mal voran gehen würde, hätte das schon eine sehr konkrete Wirkung; zum einen weil Dt. eines der Länder mit dem größten Fleischbedarf ist, zum anderen, wenn hier auch nur auf die Hälfte des Fleischkonsums verzichtet würde, damit rund 400.000.000 Lebewesen pro Jahr die monatelange Quälerei in Mastbetrieben erspart bliebe.

    • GDH
    • 13. November 2012 17:52 Uhr

    In Deutschland wird Nahrungsverbrauch ja sogar steuerlich begünstigt:

    Auf Nahrungsmittel wird eine geringerer MWSt-Satz erhoben als auf Dienstleistungen. Der Preis ist DER Anreiz, sparsam mit etwas umzugehen.

    Warum aber der Staat gezielt die Anreize zum sparsamen Umgang mit Nahrung (rostoffintensiv) geringer ausfallen lässt als z.B. mit Haarschnitten oder Schneiderarbeiten (arbeitsintensiv), ist mir ein Rätsel.

    Wenn bloß das Ziel ist, dass sich jeder ausreichend Nahrung leisten kann, muss halt das Existenzminium (und entsprechend existenzsichernde Leistungen und Freibeträge) angepasst werden. Dann haben die Leute immerhin die freie Wahl, weniger Essen und dafür mehr anderen Kram zu verbrauchen (ohne dass sie dadurch steuerliche Mehrbelastung haben).

  2. lange bekannt und wird von der Öffentlichkeit konsequent ignoriert, während Umwelt- und Tierschutzvereine ständig versuchen darauf hinzuweisen. Ich wünsche mir mehr Aufklärung darüber und bedanke mich deshalb über den Artikel.

    Im Grunde will ich alle meine Mitmenschen dazu auffordern keine Tiere und ihre Produkte zu verwenden, weil in fast jedem Fall Leid und Ausbeutung dahinter steckt - sehr leicht vermeidbare Solche.

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    ... wären vielleicht, nur ein bis zwei Mal pro Woche eine richtige Fleischmahlzeit guter Qualität zu essen und vielleicht ab und an ein Wurstbrot. - Die meisten Menschen mögen auf Fleisch nicht ganz verzichten, und eine Reduktion des Konsums plus artgerechte Haltung der Tiere würde der Umwelt auch schon sehr helfen.

    Pflanzen sind auch Lebewesen, darf ich nun kein Brot mehr essen ?

    Und an alle denen die Tiere so leid tun: Ein Leben verschlingt das andere, das ist seid milliarden von Jahren so und wird IMMER so bleiben, ganz egal was möchtegern Öko-Spezialisten sagen oder machen.

    Außerdem: Seid es Menschen gibt haben diese auch Fleisch gegessen!!! Vor der Erfindung der Landwirtschaft haben diese sich sogar zu über 80 % von Fleisch ernäht. Was also sollte daran falsch sein Fleisch zu essen ?

    ...weiß doch jeder längst, dass gewöhnliches Fleisch in tierverachtender Massenproduktion gewonnen wird und sogar noch weitergehende Umweltschäden herbeiführt.

    Die Leute interessiert das nicht.

    Vereine wie der WWF werden 95% der Leute nie dazu bewegen, auch nur ein klitzekleines bisschen Verzicht zu üben, wenn das auf Kosten ihres Konsumvergnügens oder Geldbeutels geht.

    Solange der Gesetzgeber da nicht eingreift, wird sich absolut nichts tun. Meines Erachtens wäre eine mögliche Lösung z.b. eine EU-Richtlinie, die die Tierproduktion mit deutlich strengeren Auflagen belastet. Das schlägt sich natürlich auch im Preis nieder, und schwupp ist auch das Klimaproblem gelöst :-)

    Dass keine Tierprodukte zu verwenden 'leicht' ist, darf man bezweifeln. Jedenfalls geht es mir und auch so ziemlich jedem den ich kenne, so. Aber sich zu mäßigen, wäre ein Anfang.

    wir essen keine Tiere mehr und - schwupps - alles wird gut ist doch eine arg naive Denkweise.

    Sicher ist es sinnvoll, weniger Fleisch zu konsumieren, aber gleich zu fordern, gar kein Fleisch zu essen ist einerseits unrealistisch (die Menschheit wird sich nie komplett vegetarisch ernähren) und andererseits auch etwas dogmatisch (es gibt keinen rationalen Grund, keine Tiere zu essen¹).

    Davon abgesehen, die großen globalen Probleme Überbevölkerung und Rohstoffknappheit, haben mit der Art der Ernährung nur bedingt zu tun.

    Und dann scheint diese "Studie" ja eher eine grobe Schätzung mit vielen Unbekannten zu sein...

    ---

    ¹Religion, Ethik oder Weltanschauungen sind keine rationalen Gründe, auch wenn ich sie bei jedem einzelnen als seine persänliche Entscheidung respektiere!

    Die unzweifelhaft vorhandenen Tierquälereien der Massentierhaltung sind kein Grund für Vegetarismus.
    Sie sind ein Grund, sich für artgerechte Tierhaltung einzusetzen bzw. ein Grund, auf Fleisch aus Massentierhaltung zu verzichten und statt dessen artgerecht und nachhaltig "produziertes" Fleisch zu essen.

    Na hoffentlich hat sich Autor Steffen Noleppa da nicht verrechnet.

    Ich bin überzeugt, andere kommen zu anderen Berechnungen.

    Was ist mit indischen Reis-Bauern, die von Pestiziden vergiftet, von Monsanto in den Selbstmord getrieben werden.

    Das ist gut? Besser als [...] Meere leer Fischen?

    Ist nicht schlicht und ergreifend die Überbevölkerung unseres Planeten das Problem?

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf relativierende Vergleiche. Danke, die Redaktion/ds

    • ramzes
    • 13. November 2012 19:02 Uhr

    Da ein Streit im Forum immer schwierig ist, möchte ich nur folgenden Punkt ansprechen.

    "¹Religion, Ethik oder Weltanschauungen sind keine rationalen Gründe, auch wenn ich sie bei jedem einzelnen als seine persänliche Entscheidung respektiere!"

    Alle drei (Religion, Ethik, Weltanschauung) sind keine Gründe, sonder Konstrukte, deren Basis begründet werden muss (und nach Ihnen nicht kann). Religion ist tatsächlich schwer rational zu begründen, was eine Weltanschauung genau ist, hängt vermutlich davon ab, ob man es mit einer ethischen, unethischen, religiösen etc. Weltanschauung zu tun hat.

    Dass Ethik nicht rational zu begründen ist halte ich für eine schwierige Aussage. Ethik ist vielleicht nicht objektiv, aber zumindest intersubjektiv rational zu begründen. Und im Grunde geht auch jeder Mensch von dieser Annahme aus - sonst wäre so etwas wie ein Rechtssystem, dass unter anderem natürlich auf ethischen Grundpfeilern steht, schwer vorstellbar. Es ist durchaus rational (und ein ethischer Grundsatz), andere menschliche Tiere nicht zu töten. Ob es rational wäre, andere nichtmenschliche Tiere nicht zu töten ist vielleicht eine Frage auf einer anderen Ebene, deren Ergebnis vielleicht auch anders ausfällt. Dennoch ist es eine ethische Frage und damit ist eine rationale, intersubjektive Begründung vorstellbar. (ich persönlich halte es für rationaler Tiere nicht zu essen, aber ich bin für rationale Gründe offen, wenn mich jemand vom Gegenteil überzeugen kann/will).

    • ST_T
    • 13. November 2012 22:12 Uhr

    "Im Grunde will ich alle meine Mitmenschen dazu auffordern keine Tiere und ihre Produkte zu verwenden, weil in fast jedem Fall Leid und Ausbeutung dahinter steckt - sehr leicht vermeidbare Solche."

    Was mit Bäumen und Pflanzen geschieht oder?
    Ihre Möbel und Ihr Parkett besteht aus Holz, was aus Bäumen gewonnen wird.
    Der Mahagoni-Schreibtisch Ihres Anwalts? Regenwald!
    Ihre Lieblings-Salate? Massenproduktion aus Europa oder vermeintliche Bio-Produktion!
    Ihr Tofu? Gewonnen durch ausgebeutete chinesische Bauern. Die dazu gehörige Sojamilch? Dafür wird der brasilianische Regenwald für Rodungen abgeholzt!

    Also wissen Sie, das ist das beste. Leute, die anderen Leuten vorschreiben wollen was sie zu tun und zu lassen haben aber vor ideologischer Beschränktheit nicht merken, dass es im eigenen Glashaus nicht besser aussieht!

    Im Endeffekt habe ich als Verbraucher kaum eine Macht über das was ich esse, denn essen muss ich. Aber ich kann beim besten Willen nicht jedes Etikett und jede Packung, die ich kaufe, nach Bio/nicht Bio bzw. CO²-Verträglichkeit kontrollieren und wenn ich ehrlich bin, dann bin ich dafür zu faul.
    Aber keine Sorge, für einen Nicht-Fleisch-Konsum jeden Tag sorgt bereits mein ohnehin dünner Geldbeutel!
    Das Bio-Zeug kann sich nämlich auch leider kein Mensch leisten...
    Also was bleibt? Sie könnens sich denken...

    • Quecki
    • 13. November 2012 22:35 Uhr

    Frida Kahlo - Sie sprechen mir aus der Seele! Ich lebe seit fast 2 Jahren vegetarisch (seit Kurzem vegan) und habe Fleisch und Fisch nie vermisst. Wenn man weiß, was in der Massentierhaltung vor sich geht und zu welchen Grausamkeiten Menschen fähig sind, dann ist es meines Erachtens doch kaum möglich guten Gewissens wie gehabt weiter Fleisch zu konsumieren!
    In der Schule habe ich letztes Jahr eine Präsentation über das Thema, welches in diesem Artikel angesprochen wird, gehalten. Seitdem weiß ich, dass es noch weit mehr als nur die ethischen Motive für eine vegetarische Ernährungsweise gibt. Es gibt also so viele gute Gründe vegetarisch (oder auch vegan) zu leben. Wenn dann das Argument kommt, wir hätten doch schon immer Fleisch gegessen, so fällt es mir schwer dies ernst zu nehmen, denn
    1. mussten die Menschen damals davon leben was sie bekommen konnten (und verglichen mit heute wurde Fleisch damals selten konsumiert)
    2. gibt es heute so viele Ersatzprodukte mit deren Aufnahme wir uns dennoch ausgewogen ernähren können und alle essentiellen Nährstoffe zu uns nehmen (Ich spreche nicht von Pillen, sondern von Soja, Hülsenfrüchten, Nüssen, ...)

    Ich hoffe doch sehr, dass Herr Jörn Gerrit Hanke meinen Beitrag hier liest und sich besser informiert, bevor er nächstes Mal mit seinem spärlichen Wissen über die Auswirkungen des Fleischkonsums (seiner Meinung nach gibt es ja keine) auftritt. Achja: Und bitte sachlich bleiben, Herr Hanke! ;-)

  3. werden meiner Meinung nach das "Fleisch" des 21. Jahrhunderts.
    Die Frage ist nur, wie lange es dauert.....

    Ich würde es jedenfalls sehr begrüßen!

    Die Barierre im Kopf der westlichen Länder dazu verstehe ich sowieso nicht:
    Wieso findet man es einerseits ekelig Insekten zu essen wo man ein "leckeres" Schweinesteak, dessen Schwein unter fragwürdigen Bedingungen aufgewachsen,im Dreck gelegen, mit Antibiotika aufgepumpt, mit fraglicher Nahrung ernährt, maschinell ermordet, abgezogen und blutig ausgenommen wurde?

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    die Legitimierung von Fleisch"Genuss" hat nichts, aber auch gar nichts mit Ratio zu tun. Es sind schlicht gesellschaftliche, soziale Sitten, die den Verzehr bestimmter Tiere zulassen und andere nicht. So ist es verboten Hunde zu essen bzw zu diesem Zwecke zu töten und zu halten. Von der Intelligenz und Empathieempfinden aber gleichrangige Schweine werden hingegen getötetn und gegessen. Es ist daher der völlig falsche Ansatz Insektentötung und das Essen dieser dem Fleischverzehr von Schweinen gegenüber zu stellen. DAs ist als würden sie Blinden aufzeigen wollen was die Farbe Blau ist, oder als würden sie versuchen eine mathematische Gleichung zu lösen in dem sie eine Suppe kochen. Sie benutzen schlicht das falsche Instrument und den falschen Vermittlungsweg.

    Nein, es gibt nichts rationales an dem was wir mit den Tiren tun. Es sind lediglich Traditionen die uns dahin geführt haben wo wir jetzt sind. Es ist die Abwesenheit von Gedanken, von Argumenten, die das quälen, töten und essen von Tieren herbeigeführt hat.

    • Eintrag
    • 13. November 2012 18:19 Uhr

    1.Falls ein Schwein im Dreck liegt, geht es ihm gut-denn das war schon immer der Grund einer "wohltätigen"Suhle.
    Schwein stehen aber auf Vollspalten und treten den Mist durch ,hinunter in die Güllegrube.Das überfordert ihre Klauen und die aus der Gülle steigenden Gase schädigen
    Atemmorgane.
    2.Antibiotika aufgepumpt-Fütterungsantibiotika sind seit Künasts Zeiten weitgehend verboten.Wahrscheinlich meinen Sie schon längst verboteten Fütterungshormone,die pumpten auf.
    3."Maschinell" ermordet.Die schonendste Tötung ist die Absenkung in einen betäubenden Co2-Tunnel,als vorherige Be
    täubung und dann Tötung.
    4."Blutig ausnehmen"-wie sonst,ich hoffe Sie meinen nicht, bei lebendigem Leib.
    5."Abgezogen" werden die Häute nur bei Rindern,die Schwarte bei Schweinen verbleibt am Schlachtkörper.
    Veganes Engagement in Ehren ,aber nicht auf Kosten der Wahrheit.
    P.S.Das,was den Tieren vorgelegt wird ,heißt Futter und nicht Nahrung

    • y4rx
    • 13. November 2012 15:09 Uhr

    Ist das nicht der Verein, dessen großkopferte Mitglieder in Naturschutzgebieten Großwildjagd betreiben?
    Und sind die nicht der Industrie viel näher als der Natur?
    http://www.spiegel.de/int...

    Sorry, aber dem Laden ist nicht zu trauen.

    29 Leserempfehlungen
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    Wenn ein Mensch mit Dyslexie behauptet, dass zwei und zwei vier ergibt, dann ergibt zwei und zwei immer noch vier.

    Das Problem und der Verfall der Debattenkultur besteht dann, wenn das Vernunftargument nicht mehr gilt, sondern Status und Ansehen des Argumentierenden im Vordergrund steht. Sehr unakademisch.

    die finanzierung durch monsanto > http://www.sueddeutsche.d...

    ...auf den spanischen Koenig kann man sich sparen. Kurz nachdem dieser Eklat bekannt wurde, hat die WWF Konsequenz bewiesen und Juan Carlos wurde als Ehrenpraesident abgewaehlt.

    der WWF ist der Natur viel näher als der Industrie und dem lebenden Tier näher als dem Toten.
    Aber zum Inhalt des Berichtes. Was der WWF hier darlegt ist wirklich nichts neues. Umweltberatungen und ihre Umweltexperten predigen das schon seit Jahrzehnten. Inzwischen gibt es auch schon fundierte wissenschaftliche Ergebnisse die belegen, daß die Fleischproduktion die Umwelt stärker belastet als der Autoverkehr. Hier nur als Beispiel:
    Bei der Herstellung von einem Kilo Rindfleisch entstehen 6.450 Gramm CO2, die Produktion von einem Kilo Gemüse erzeugt nur 150 Gramm, das ist um rund 98 Prozent weniger.
    Dazu kommt noch der enorm hohe Verbrauch an Wasser. Für 1 kg Rindfleisch müssen 10.000 liter Wasser, für 1 kg Weizen 50 liter Wasser eingesetzt werden.

    ist es aber egal woher die Fakten kommen. Das Fleisch, vorallem Rind Klimakiller Nr1 ist, war mir schon längst bekannt.

    Aber unser Verstand findet immer einen Grund diese Fakten zu entkräften.
    Mal ist es der Falsche der das Richtige sagt, dann brauchen wir uns nicht scheren. Ein ander Mal gibt es gar kein Klimawandel. Und zu guter letzt wird gespottet und das Gewissen so gut wie möglich in Zaum gehalten.

    Es schmeckt ja so gut. Hach wie erklären wir das mal unseren Enkeln..

  4. Erst die fällige Lektion des Seminars "In den USA ist alles besser" und nun der Kontrapunkt aus den Exegese-Exerzitien der church of Global Warming. Erbarmen!

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  5. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen und überzogene Polemik. Danke, die Redaktion/fk.

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    ist es eigentlich nicht nötig, ihnen auch noch "das Handwerk zu legen", oder?

    Und wenn doch, dann beginnen Sie doch einfach mit der Widerlegung der Erkenntnisse Arrhenius' - nur mal so für den Anfang. Viel Spaß dabei.

  6. die Legitimierung von Fleisch"Genuss" hat nichts, aber auch gar nichts mit Ratio zu tun. Es sind schlicht gesellschaftliche, soziale Sitten, die den Verzehr bestimmter Tiere zulassen und andere nicht. So ist es verboten Hunde zu essen bzw zu diesem Zwecke zu töten und zu halten. Von der Intelligenz und Empathieempfinden aber gleichrangige Schweine werden hingegen getötetn und gegessen. Es ist daher der völlig falsche Ansatz Insektentötung und das Essen dieser dem Fleischverzehr von Schweinen gegenüber zu stellen. DAs ist als würden sie Blinden aufzeigen wollen was die Farbe Blau ist, oder als würden sie versuchen eine mathematische Gleichung zu lösen in dem sie eine Suppe kochen. Sie benutzen schlicht das falsche Instrument und den falschen Vermittlungsweg.

    Nein, es gibt nichts rationales an dem was wir mit den Tiren tun. Es sind lediglich Traditionen die uns dahin geführt haben wo wir jetzt sind. Es ist die Abwesenheit von Gedanken, von Argumenten, die das quälen, töten und essen von Tieren herbeigeführt hat.

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    Antwort auf "Insekten etc."
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    ... wovon dieser Artikel handelt. Es geht hier nicht darum, ob es ethisch vertretbar ist, Fleisch zu essen, sondern darum, dass es wissenschaftliche Strömungen gibt, die Fleischverzehr für klimafeindlich halten. Sie sind mit ihrem missionarischen Eifer hier also, mit Verlaub, schlicht und einfach am falschen Ort.

    Was wollen Sie mir sagen?
    Dass Tiere töten generell nicht gut ist, also auch bei Insekten?
    Da würde ich Ihnen sogar noch zustimmen.
    Sicher, wenn alle Vegetarier wären, wäre es wahrscheinlich die beste Lösung.

    Das hat jedoch nichts mit meinem Kommentar zu tun.
    Nur weil uns Traditionen über Jahre geprägt haben, heisst das ja noch lange nicht, dass der Mensch nicht auch umdenken kann.
    Ich wollte lediglich einen Weg aufzeigen, bei dem auch auf "Fleischesser" eingegangen wird und gleichzeitig die Umweltprobleme etc der Tierzucht minimiert werden.
    Stellen sie sich mal vor: Sie züchten sich ihr Schnitzel einfach zu Hause mit minimalem Aufwand (Eben die genannten Insekten) und Belastung für die Umwelt. Ist doch eigentlich für Nicht-Vegetarier geradezu ideal!

    An dem die Vegetarierlobby das Rindersteak verbannt, mache ich einen Jagdtschein und schieß mir mein Bamby selber.

    Ausserdem war es immer sehr rational Tiere zu essen. In größeren Teilen der Welt ging gar nichts anderes und die Entwicklung unseres Denkapparates hängt auch damit zusammen.

    Ich bin Ihnen sehr dankbar für Ihre Kommentare, so brauche ich mich nicht noch zum weißnicht vievielten mal hier wiederholen. Ich bin schon seit Jahrzehnten innerlich unaufhörlich und immer noch heftiger am Kopfschütteln über diese unerklärliche Ignoranz , wie sie die hartnäckigen Fleischesser und Tierzugrundenutzer trotz der immer krasseren Wirkung ihrer Unsitte auf das gesamte Leben unbeirrt aufbringen können! Der Glaube, man müsse als Mensch unbedingt Tiere oder von Tieren essen, ist meiner Ansicht nach die schlimmste Art von Gehirnwäsche , die Menschen sich selbst über unzählige Generationen hinweg antaten und die zu den grauenhaften Exzessen Massentierhaltung und Fließbandschlachtung führten! Ich hoffe trotzdem für diese schöne gute und einzig bewohnbare Welt, die wir kennen, daß dieser große verbohrte Teil Menschheit doch noch aus seimnem geistigen Tiefschlaf aufwachen möge, etwas anderes bleibt einem ja nicht übrig. Sie halten sich ja alle für so furchtbar klug, im wahrsten Sinne des Wortes! Das belehren wollen anhand von ansich für alle ganz offensichtlichen Tatsachen habe ich aufgegeben. Weder diese für jeden einsehbaren Tatsachen noch die unzählbaren Schmerzensschreie und Tränen der misshandelten Kreaturen haben bisher viel genützt. Gibt es noch irgend ein anderes Mittel um die Menschen zur Vernunft zu bringen? Das goldene Kalb ist eigentlich das treffendste Symbol für den Wahnsinn unserer Zeit! Die Gier nach Geld und Fleisch!

    Und der Mensch ist ( biologisch gesehen ) nicht als Vegetarier oder Veganer konstruiert, auch wenn er es aushält ( wie auch die Hühner in der Batterie oder die Schweine im Koben ). Vor zwei Millionen Jahren gabe es wie viele Menschen, vielleicht 50.000 oder so? Heute gibt es 7.000.000.000, also etwa 100.000 mal mehr. Und alle wollen essen, da bleibt halt für den Rest der Fauna weniger Flora und im Ganzen auch weniger Fauna übrig.

    Insekten stoßen weniger CO2 aus pro Nährwert. Und Sie brauchen weniger Futter.

    Es geht nicht darum ob/wie/was welche Tiere fühlen oder Wert sind. Und wenn Insekten so klug wären wie Schimpansen, änderte nichts daran das Sie effizienter sind.

  7. ... wären vielleicht, nur ein bis zwei Mal pro Woche eine richtige Fleischmahlzeit guter Qualität zu essen und vielleicht ab und an ein Wurstbrot. - Die meisten Menschen mögen auf Fleisch nicht ganz verzichten, und eine Reduktion des Konsums plus artgerechte Haltung der Tiere würde der Umwelt auch schon sehr helfen.

    25 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Das ist alles"
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    ich bin nicht dazu bemächtigt den Menschen realistische Ziele vorzurechnen, und dazu bin ich auch nicht in der Lage. Was ich als meine Pflicht als Tierrechtsbefürworterin sehe ist, darauf hinzuweisen, welche Nachteile der Fleischverzehr hat. Den Schluss müssen die Fleischesser dann schon selber ziehen. Ähnlich wie sie nunmal selbst entscheiden ob sie ausbeuterische Arbeitsbedingungen unterstützen indem sie entsprechende Konsumentscheidungen treffen. Das ist dei Freiheit im Kapitalismus. Sie liegt ganz beim Konsumenten. Opfer sind diejenigen, die von der Konsumentendemokratie betroffen sind und selbst nichts entgegensetzen können. Etwa die H&M-Näherin in Bangladesch, oder das Schwein in der nächsten tierfabrik.

    Ich finde es zynisch, dass gesagt wird, man kann j auch einfach weniger Fleisch essen. Ach, echt? Kann man? Ein bisschen Fleisch ist auch das indirekte Töten von fühlenden WEsen.

    Aber gut, tun Sie erstmal das. Vielleicht wird es ein Trend und führt zur veganisierung der Gesellschft. Wer weiß. Es gab schon heftigere Revoluzionen als eine solche.

    Im Übrigen kann man auch wo anders ansetzen. Ein erheblicher Teil des Fleisches wird nämlich - na, wissen Sie's? - WEGGEWORFEN! Ein Drittel aller ermordeten Schweine werden weggeworfen!

    Bitte belegen Sie Ihre Behauptungen mit entsprechenden Quellen und Argumenten. Danke. Die Redaktion/kvk

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  • Schlagworte Klima | Verkehr | Fleisch | Klimakonferenz | Rajendra Pachauri | Studie
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