Treibhausgase : Unsere Ernährung schadet dem Klima mehr als der Verkehr
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 Tipps für eine klimabewusste Ernährung

Rajendra Pachauri (rechts), der Vorsitzende des Weltklimarats, und Sir Paul McCartney (zweiter von rechts) vor drei Jahren im EU-Parlament. Beide warben im Kampf gegen den Klimawandel für einen "fleischfreien Montag". © Georges Gobet/AFP/Getty Images

Am Beispiel der Agrar-Emissionen lässt sich gut zeigen, warum genaue Berechnungen so schwierig sind. Ihr größter Teil besteht aus Lachgas und Methan. Doch zu Bilanzzwecken ist es üblich, diese beiden Gase in Kohlendioxid-Äquivalente umzurechnen. Die Klimaforscher aber sind sich nicht einig darüber, welcher Umrechnungsfaktor zu diesem Zweck der richtige wäre. Zwar gibt es Vorgaben vom IPCCC, doch die werden nicht von allen angewandt. Je nachdem, welcher Umrechnungsfaktor benutzt wird, könnten die Ergebnisse sich um bis zu 20 Prozent unterscheiden, schreibt Noleppa.

Ähnlich sieht es bei den indirekten Emissionen aus. Wenn in Südamerika beispielsweise ein neuer Hektar Land urbar gemacht wird, kann das – je nachdem, ob dafür Regenwald oder Savanne gerodet wird – ganz unterschiedliche Treibhausgasemissionen zur Folge haben. Doch weil die zugrunde liegenden Studien keine detaillierte Unterscheidung ermöglichten, behalf man sich für die WWF-Studie mit einem Durchschnittswert. Die Autoren kalkulierten für die ganze Region mit 151 Tonnen an zusätzlichem Kohlendioxidausstoß je urbar gemachtem Hektar Land.

Mehr Emissionen als der Verkehr

Bei aller Unsicherheit kommt Noleppa am Ende aber doch zu Ergebnissen: Die fast 82 Millionen Einwohner Deutschlands verursachten durch ihre Ernährung etwa 164 Millionen CO2-Äquivalente an direkten Emissionen, schreibt er. Zum Vergleich: Der Verkehr trage 156 Millionen Tonnen zu den deutschen Gesamtemissionen bei. Zusätzlich hätten veränderte Ernährungsgewohnheiten den ernährungsbezogenen Treibhausgasausstoß vom Jahr 2009 bis zum Jahr 2010 um zwanzig Prozent erhöht. Beide Effekte zusammengenommen verursache jeder Einwohner durch seine Ernährung etwa 2,5 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen pro Jahr.

Am Ende der Studie gibt der WWF noch Ratschläge zur klimabewussten Ernährung: Die Verbraucher sollten weniger Fleisch essen und mehr Gemüse sowie bevorzugt Saison- und Bioprodukte verwenden. Der Handel solle kleinere Portionen anbieten, ebenso wie die Gastronomie, und die Logistik entlang der Wertschöpfungskette besser koordinieren.

Auch die Politik wird zum Handeln aufgefordert. Sie soll durch Informationskampagnen und Geld dazu beitragen, dass Nahrung wieder eine höhere Wertschätzung erfahre. Zugleich soll sie Handelsklassen, Normen und Standards überarbeiten. "Oft bestimmen allein Farbe und Größe, ob ein Produkt im Regal oder im Müll landet", stellt die Studie fest. Wenn neue Handelsnormen das ändern würden, wäre nicht nur dem Klima geholfen.

Steuern auf Stickstoff?

Die Politik könnte das Problem auch grundsätzlicher angehen. Das zeigen die Vorschläge des Agrar-Experten Hermann Lotze-Campen vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Er plädiert dafür, die europäische Agrar- und Umweltpolitik unter Klima-Aspekten weiterzuentwickeln. Durch eine Stickstoff-Besteuerung könnten Lachgas-Emissionen vermieden werden, die den weitaus größten Teil des landwirtschaftlichen Treibhausgas-Ausstoßes ausmachen.

Schließlich könne die Einbeziehung des Agrarsektors in den Emissionshandel die Klimaeffekte der Landwirtschaft weiter senken, sagt Lotze-Campen. Das sei zwar nicht einfach: "Die Transaktionskosten wären vermutlich hoch." Dennoch ist er dafür, diese Möglichkeit zumindest zu prüfen.

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Kommentare

418 Kommentare Seite 1 von 38 Kommentieren

Die anderen zuerst

#weniger Fleischprodukte verarbeiten wäre ein erster Ansatz.
Das würde nicht nur der Klimabilanz helfen.
Doch ich befürchte das das sich global wohl nicht umsetzen lassen würde.#

Wozu darauf warten, dass das global umgesetzt wird?
Allein wenn Dtl. hier endlich mal voran gehen würde, hätte das schon eine sehr konkrete Wirkung; zum einen weil Dt. eines der Länder mit dem größten Fleischbedarf ist, zum anderen, wenn hier auch nur auf die Hälfte des Fleischkonsums verzichtet würde, damit rund 400.000.000 Lebewesen pro Jahr die monatelange Quälerei in Mastbetrieben erspart bliebe.

Zumindest sollten wir Nahrungsverbrauch nicht fördern

In Deutschland wird Nahrungsverbrauch ja sogar steuerlich begünstigt:

Auf Nahrungsmittel wird eine geringerer MWSt-Satz erhoben als auf Dienstleistungen. Der Preis ist DER Anreiz, sparsam mit etwas umzugehen.

Warum aber der Staat gezielt die Anreize zum sparsamen Umgang mit Nahrung (rostoffintensiv) geringer ausfallen lässt als z.B. mit Haarschnitten oder Schneiderarbeiten (arbeitsintensiv), ist mir ein Rätsel.

Wenn bloß das Ziel ist, dass sich jeder ausreichend Nahrung leisten kann, muss halt das Existenzminium (und entsprechend existenzsichernde Leistungen und Freibeträge) angepasst werden. Dann haben die Leute immerhin die freie Wahl, weniger Essen und dafür mehr anderen Kram zu verbrauchen (ohne dass sie dadurch steuerliche Mehrbelastung haben).

Realistisch

ich bin nicht dazu bemächtigt den Menschen realistische Ziele vorzurechnen, und dazu bin ich auch nicht in der Lage. Was ich als meine Pflicht als Tierrechtsbefürworterin sehe ist, darauf hinzuweisen, welche Nachteile der Fleischverzehr hat. Den Schluss müssen die Fleischesser dann schon selber ziehen. Ähnlich wie sie nunmal selbst entscheiden ob sie ausbeuterische Arbeitsbedingungen unterstützen indem sie entsprechende Konsumentscheidungen treffen. Das ist dei Freiheit im Kapitalismus. Sie liegt ganz beim Konsumenten. Opfer sind diejenigen, die von der Konsumentendemokratie betroffen sind und selbst nichts entgegensetzen können. Etwa die H&M-Näherin in Bangladesch, oder das Schwein in der nächsten tierfabrik.

Ich finde es zynisch, dass gesagt wird, man kann j auch einfach weniger Fleisch essen. Ach, echt? Kann man? Ein bisschen Fleisch ist auch das indirekte Töten von fühlenden WEsen.

Aber gut, tun Sie erstmal das. Vielleicht wird es ein Trend und führt zur veganisierung der Gesellschft. Wer weiß. Es gab schon heftigere Revoluzionen als eine solche.

Im Übrigen kann man auch wo anders ansetzen. Ein erheblicher Teil des Fleisches wird nämlich - na, wissen Sie's? - WEGGEWORFEN! Ein Drittel aller ermordeten Schweine werden weggeworfen!

Bitte belegen Sie Ihre Behauptungen mit entsprechenden Quellen und Argumenten. Danke. Die Redaktion/kvk

Ermordung

Geht es vielleicht noch etwas weniger polemisch, als die Schlachtung von Tieren als Ermordung zu bezeichnen?

Kennen Sie die Definition von Mord überhaupt?

Mein Gebiss und mein Verdauungssystem gibt mir das biologische Recht Fleisch zu verzehren; das moralische ebenfalls!
Dass ich auf artgerechte Haltung und einen nicht übermäßigen Konsum achte, ist selbstverständlich.
Aber diese ständigen Vegankampagnen nerven einfach nur. Lasst die Leute doch essen was sie wollen

Bitte nicht so weit aus dem Fenster lehnen

Fleischverzehr ist nichts Unnatürliches. Das Reh oder Wildschwein würde auch der Wolf reißen, der sich im übrigen gar nicht anderes ernähren kann. Die Ernährung als "Raubtier" also als Mord zu bezeichnen, finde ich daher reichlich weit aus dem Fenster gelehnt.
Was Veganismus betrifft, muss ich sagen, dass er nur bei äußerster Disziplin ohne Mangelerscheinungen, v.A. an Vitamin B12 durchzuhalten ist; für Kinder kann das auch gefährlich werden. - Unsere Physiologie ist auf ein gewisses Maß an gemischter Ernährung ausgelegt.
Hilft es denn irgendwie weiter, wenn sie alle Fleischesser als Perverse beschimpfen? Bestimmt nicht, denn so hört den sinnvollen Argumenten niemand mehr zu!
Die wären zum Beispiel, dass zu viel Fleisch nicht gesund ist, erst recht nicht aus antibiotikaverseuchter Massentierhaltung, dass es eben auch dem Klima schadet, dass viel Getreide verfüttert wird, das man, und dann mehr, auch so essen könnte...
- Reh und Wildschwein, beispielsweise, schmeckt gut, und die Tiere hatten ein natürliches Leben und ein Ende, das wohl eher leichter war als es die Natur ihnen gegeben hätte. Wildschweine sind außerdem gebietsweise eine echte Landplage. Ein Rind in einem artgerecht angelegten Stall mit Auslauf hat es auch gut und eher bequemer als im Wald. - Auch wenn Sie das nicht mögen - das bisschen Fleisch, das ich esse, esse ich mit gutem Gewissen.

Mord ...

#Kennen Sie die Definition von Mord überhaupt?#

Sie meinen die heutige(!) Definition von Mord?
Derartige Verbrechens-Definitionen unterliegen gesellschaftlichen Machtverhältnisse und kulturellen und sozialen Entwicklungen.
Die Tötung der eigenen(!) Sklaven war lange Zeit auch kein Mord, wurde also nicht sanktioniert.
Dass Menschen grundsätzlich gleichwertig sind, es keine höheren und niederen menschlichen Rassen gibt, ist auch eher eine Erkenntnis die erst in jüngerer Zeit im Mainstream ankam.

#Mein Gebiss und mein Verdauungssystem gibt mir das biologische Recht Fleisch zu verzehren; das moralische ebenfalls!#

Ich habe Arme, Hände, Finger um damit eine Waffe zu tragen und zu bedienen.
Ergibt sich daraus ein biologisches oder moralisches Recht, andere Lebewesen zu töten, auch wenn dies völlig unnötig und von dem anderem Lebewesen unprovoziert ist?

#Dass ich auf artgerechte Haltung und einen nicht übermäßigen Konsum achte, ist selbstverständlich.#

Artgerechte Haltung...vor 200 Jahren waren das für Schwarze Eisenketten um den Hals und 14 Stunden auf der Plantage zu schuften.

#Aber diese ständigen Vegankampagnen nerven einfach nur. Lasst die Leute doch essen was sie wollen #

Schlimm, dass man mit dem Leid konfrontiert wird, was man selbst anderen Lebewesen billigend zufügt.

Ganz so einfach ist es nicht!

Ich habe da schon einige Filme gesehen über Deutsche und andere Massentierhaltungen, wo ich für mich sagen musste also den Dreck möchte ich auch nicht auf dem Teller.

Achtung: der Film ist nichts für schwache nerven:
http://www.ardmediathek.d...

http://www.youtube.com/wa...

Aber Veganer sollten sich nichts auf ihr Veganer da sein einbilden! Zu erst einmal werden die Wälder Süd Amerikas Brasilien usw. abgeholzt um da dann Monokulturen von Soja anzulegen.
Dieses Soja welche für die Fleischersatz Produkte verwendet wird, ist dann auch noch Gen Manipuliert.

Da esse ich dann lieber doch mein echtes Stück Fleisch.

Wie man im Film sehen kann ist der Moloch EU wieder einmal mehr nicht unschuldig.

Wissen Sie das noch immer nicht,daß Soja

hauptsächlich für Tierfutter angepflanzt wird? Und zwar das genmanipulierte Soja, das Sie dann zusammen mit ihrem Stück Tier sich einverleiben(auch bei sog. "Bio-Fleisch" kann man sich heute nicht mehr sicher sein, ob das Futter ganz frei von Gentech-Getreide ist)! Wenn diese Welt vegan wäre, dann würden eben keine Wälder für Tierfutter und Weideland mehr abgeholzt werden müssen und es müssten in den ärmsten Ländern auch keine Menschen mehr verhungern und verdursten(falls Sie das überhaupt interessiert)! Wissen Sie, wieviel Liter Wasser, einer der heute kostbarsten und zur Neige gehenden Ressourcen, für die Produktion eines Kilo Rindfleisch verbraucht wird? Sie werden es nicht glauben wollen! Sie verdrehen permanent die Wirklichkeit wie alle, die auf Deubelkommraus auf ihr Stück Qualfraß nicht verzichten wollen!

Im Grunde genommen...

...weiß doch jeder längst, dass gewöhnliches Fleisch in tierverachtender Massenproduktion gewonnen wird und sogar noch weitergehende Umweltschäden herbeiführt.

Die Leute interessiert das nicht.

Vereine wie der WWF werden 95% der Leute nie dazu bewegen, auch nur ein klitzekleines bisschen Verzicht zu üben, wenn das auf Kosten ihres Konsumvergnügens oder Geldbeutels geht.

Solange der Gesetzgeber da nicht eingreift, wird sich absolut nichts tun. Meines Erachtens wäre eine mögliche Lösung z.b. eine EU-Richtlinie, die die Tierproduktion mit deutlich strengeren Auflagen belastet. Das schlägt sich natürlich auch im Preis nieder, und schwupp ist auch das Klimaproblem gelöst :-)

Zu glauben

wir essen keine Tiere mehr und - schwupps - alles wird gut ist doch eine arg naive Denkweise.

Sicher ist es sinnvoll, weniger Fleisch zu konsumieren, aber gleich zu fordern, gar kein Fleisch zu essen ist einerseits unrealistisch (die Menschheit wird sich nie komplett vegetarisch ernähren) und andererseits auch etwas dogmatisch (es gibt keinen rationalen Grund, keine Tiere zu essen¹).

Davon abgesehen, die großen globalen Probleme Überbevölkerung und Rohstoffknappheit, haben mit der Art der Ernährung nur bedingt zu tun.

Und dann scheint diese "Studie" ja eher eine grobe Schätzung mit vielen Unbekannten zu sein...

---

¹Religion, Ethik oder Weltanschauungen sind keine rationalen Gründe, auch wenn ich sie bei jedem einzelnen als seine persänliche Entscheidung respektiere!

Die unzweifelhaft vorhandenen Tierquälereien der Massentierhaltung sind kein Grund für Vegetarismus.
Sie sind ein Grund, sich für artgerechte Tierhaltung einzusetzen bzw. ein Grund, auf Fleisch aus Massentierhaltung zu verzichten und statt dessen artgerecht und nachhaltig "produziertes" Fleisch zu essen.

7.1 Milliarden Menschen

Na hoffentlich hat sich Autor Steffen Noleppa da nicht verrechnet.

Ich bin überzeugt, andere kommen zu anderen Berechnungen.

Was ist mit indischen Reis-Bauern, die von Pestiziden vergiftet, von Monsanto in den Selbstmord getrieben werden.

Das ist gut? Besser als [...] Meere leer Fischen?

Ist nicht schlicht und ergreifend die Überbevölkerung unseres Planeten das Problem?

Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf relativierende Vergleiche. Danke, die Redaktion/ds

Könnten Sie denn selber jedes Tier töten,

von dem Sie essen? Wenn nicht, belügen Sie sich mit jedem Stück Fleisch auf dem Teller selber!
Aber selbst, wenn Sie so gefühlsreduziert wären, daß Sie das problemlos könnten, so können Sie uns hier nicht weismachen, daß der Mensch von Natur aus ein vorwiegend rationales Wesen sei! Im Gegenteil hat selbst die Hirnforschung, derer ich allerdings kein gläubiger Fan bin,herausgefunden, daß dem nicht so ist und daß das, was wir unter Ethik verstehen den wichtigsten, wenn auch für diese moderne Wissenschaft am schwierigsten oder garnicht zu erforschenden Antrieb des gesunden Menschen ausmacht. Ob ein Menschenwesen geistig gesund ist, definieren die Psychologen z.b. u.a. daran, ob es einen Gerechtigkeitssinn besitzt. Wenn dieser deutlich unterbelichtet oder garnicht vorhanden ist, dann wird eine geistige Anomalität vermutet.

Was wäre denn ein rationaler Grund Fleisch zu essen?

Diabetis und Fettsucht? weil man Tiere hasst? Weil man davon groß und stark wird? - Erzählen sie das mal Patrik Baboumian, der lacht Sie aus! (einfach googeln)

Also? Wo ist der rationale Grund Fleisch zu essen?

Weils schmeckt? Das ist nicht rational, das ist emotional!

Ich glaube sie verdrehen da etwas und quetschen aberwitzig intellektuelle Rechtfertigunen aus ihrem Hirn (Veggies sind eh nur religiöse Spinner... etc) nur um ein Luxusgut zu rechtfertigen das wir unserem Körper spätestens seit dem Mittelalter erfolgreich abgewöhnt haben.

Selbst Einstein - der Innbegriff von Rationalität - hielt den globalen Vegetarismus als Ziel für immenz wichtig, ja schier unumgehbar.

Ethik und Rational

Da ein Streit im Forum immer schwierig ist, möchte ich nur folgenden Punkt ansprechen.

"¹Religion, Ethik oder Weltanschauungen sind keine rationalen Gründe, auch wenn ich sie bei jedem einzelnen als seine persänliche Entscheidung respektiere!"

Alle drei (Religion, Ethik, Weltanschauung) sind keine Gründe, sonder Konstrukte, deren Basis begründet werden muss (und nach Ihnen nicht kann). Religion ist tatsächlich schwer rational zu begründen, was eine Weltanschauung genau ist, hängt vermutlich davon ab, ob man es mit einer ethischen, unethischen, religiösen etc. Weltanschauung zu tun hat.

Dass Ethik nicht rational zu begründen ist halte ich für eine schwierige Aussage. Ethik ist vielleicht nicht objektiv, aber zumindest intersubjektiv rational zu begründen. Und im Grunde geht auch jeder Mensch von dieser Annahme aus - sonst wäre so etwas wie ein Rechtssystem, dass unter anderem natürlich auf ethischen Grundpfeilern steht, schwer vorstellbar. Es ist durchaus rational (und ein ethischer Grundsatz), andere menschliche Tiere nicht zu töten. Ob es rational wäre, andere nichtmenschliche Tiere nicht zu töten ist vielleicht eine Frage auf einer anderen Ebene, deren Ergebnis vielleicht auch anders ausfällt. Dennoch ist es eine ethische Frage und damit ist eine rationale, intersubjektive Begründung vorstellbar. (ich persönlich halte es für rationaler Tiere nicht zu essen, aber ich bin für rationale Gründe offen, wenn mich jemand vom Gegenteil überzeugen kann/will).

"es gibt keinen rationalen Grund, keine Tiere zu essen"

Ich stimme deinem Kommentar weitestgehend zu. Allerdings gibt es meiner Ansicht nach auch rationale Gründe für eine vegetarische Ernährungsweise. Was ist beispielsweise, wenn man sich aus gesundheitlichen Gründen so ernährt? Oder wie in dem Artikel auf Fleisch verzichtet bzw. weniger konsumiert, um den Energieverbrauch zu senken? Sind das keine vernünftigen Gründe kein Fleisch zu essen?

Ethik und Rational

Da ein Streit im Forum immer schwierig ist, möchte ich nur folgenden Punkt ansprechen.

"¹Religion, Ethik oder Weltanschauungen sind keine rationalen Gründe, auch wenn ich sie bei jedem einzelnen als seine persänliche Entscheidung respektiere!"

Alle drei (Religion, Ethik, Weltanschauung) sind keine Gründe, sonder Konstrukte, deren Basis begründet werden muss (und nach Ihnen nicht kann). Religion ist tatsächlich schwer rational zu begründen, was eine Weltanschauung genau ist, hängt vermutlich davon ab, ob man es mit einer ethischen, unethischen, religiösen etc. Weltanschauung zu tun hat.

Dass Ethik nicht rational zu begründen ist halte ich für eine schwierige Aussage. Ethik ist vielleicht nicht objektiv, aber zumindest intersubjektiv rational zu begründen. Und im Grunde geht auch jeder Mensch von dieser Annahme aus - sonst wäre so etwas wie ein Rechtssystem, dass unter anderem natürlich auf ethischen Grundpfeilern steht, schwer vorstellbar. Es ist durchaus rational (und ein ethischer Grundsatz), andere menschliche Tiere nicht zu töten. Ob es rational wäre, andere nichtmenschliche Tiere nicht zu töten ist vielleicht eine Frage auf einer anderen Ebene, deren Ergebnis vielleicht auch anders ausfällt. Dennoch ist es eine ethische Frage und damit ist eine rationale, intersubjektive Begründung vorstellbar. (ich persönlich halte es für rationaler Tiere nicht zu essen, aber ich bin für rationale Gründe offen, wenn mich jemand vom Gegenteil überzeugen kann/will).

Die Biologie meines Körpers...

...ist wohl rational genug, oder?

Biologisch gesehen ist der Mensch ein sog. Gemischtköstler, d.H. er ernährt sich von Pflanzen UND Tieren. Auch wenn es manchen nicht gefällt - unser Verdauungstrakt ähnelt dem eines Schweines... ;-)

Evolutionär gesehen ist das natürlich ein großer Vorteil: je größer die Auswahl an möglicher Nahrung ist, um so geringer wird die Gefahr von Mangelernährung oder Verhungern.
Beispiel Koalabär: Vom Aussterben bedroht, weil seine einzige Nahrung Eukalyptusblätter Mangelware wird...

Machen Sie nicht den Fehler, Nicht-Vegetarier für ausschliessliche Fleischesser zu halten!

Dann reisen Sie mal nach Indien

Und schauen Sie sich wohlhabende Jain-Familien an.
Strikte Vegetarier, seit Kindesbeinen.

Da is nix mit Mangelerscheinung und Unterernährung oder Krankheitsanfälligkeit. Die Leute sind quietschfidel!.

Die These das fleischlos Essen krank macht ist schon etliche Male auf dieser Welt in der Praxis wiederlegt worden. Worin besteht also das wirklich rationale Argument?

Deshalb sind wir schuld?

Nein! Ich bin und bleibe ein Gegner von Gen Soja! [...]

Das bringt doch nichts wenn man auf Fleisch verzichtet wenn der Mist dann im Ersatz Produkt, in noch höherer Konzentration enthalten ist.
http://www.themenschwerpu...

Soviel zum Futtermittel
http://www.youtube.com/wa...
http://www.greenpeace.org...

Sie müssten wenn schon, dann auch auf die Ersatzprodukte verzichten und nicht nur aufs Fleisch. Im übrigen halte ich es Persönlich schon für weniger Problematisch, wenn ich es nicht direkt esse, gesund kann es genau so wenig sein.

Nebst dem reaktivierten Garten muss ich wohl auch noch einen Neuen Hühner und Kaninchenstall bauen. Langsam wird es mir echt zu blöd mit den Politischen Flaschen all überall.

Wenn Sie meinen Link im ersten Post geschaut haben hätten Sie meine Kritik mit bekommen an der EU und Ihrer Subventions-Politik.

Also was machen wir gegen den Dreck?
Schlagen Sie etwas vor, was man tun soll. Fleischverzicht reicht nicht

Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich und achten Sie auf eine angemessene Wortwahl. Danke, die Redaktion/au.

Keine Tiere ⧧ weniger Tiere!

Ich hatte nicht gesagt, daß es sinnvoll ist, möglichst viele Tiere zu essen!

Natürlich ist es sinnvoll, weniger Fleisch zu essen, zumindest hier im "Westen" ist der Fleischkonsum zu hoch.

Ich wehre mich aber vehement dagegen, mir von dogmatischen Vegetarieren (die mir dann unterstellen, ich sei ein dogmatischer, egoistische "Fleischfresser"...) gefühlskälte, Ignoranz oder gar Dummheit vorwerfen zu lassen, weil ich Fleischkonsum nicht per se verteufele...

Stimmt nicht

Genmanipulierte Sojaprodukte werden größtenteils an Tiere verfüttert. Beispielsweise müssen Kühe derartige Nahrung zu sich nehmen, da sie sonst nicht ihre 30 bis sogar 40 l/Tag Milch geben können (mit allen gesundheitlichen Konsequenzen für das Tier). Insbesondere hier in Deutschland kann man sich ziemlich sicher sein, dass Sojaersatzprodukte nicht genmanipuliert sind, weil solche Produkte keine Akzeptanz in der Bevölkerung haben. Und jetzt dürfen sie gerne mal selbst überlegen was letztendlich effektiver(bzw. ressourcensparender) ist: beispielsweise Rindfleisch zu essen welches abhängig von der Quelle 10 bis 16 kg Getreide pro 1kg Fleisch zur Erzeugung benötigt (Umrechnung in Soja weiß ich gerade nicht) oder wenn man das Getreide oder hier Soja sozusagen direkt konsumieren würde...

Ich habe nichts von

vegan gesagt. Ich sage nur dass es in Indien uralte gesunde Kulturen gibt die völlig ohne Fleisch auskommen - mehr nicht.

Es gibt sogar Buschmänner-Stämme, deren Speiseplan zu 95% aus pflanzlicher Nahrung besteht. Die essen nur ganz selten und zu bestimmten Riten Fleisch.

Aufjeden Fall rechtfertig nichts unser abendländischen Übermaß und schon garnicht Gesundheitsaspekte.

Sie wollen nicht wissen

"Im Grunde will ich alle meine Mitmenschen dazu auffordern keine Tiere und ihre Produkte zu verwenden, weil in fast jedem Fall Leid und Ausbeutung dahinter steckt - sehr leicht vermeidbare Solche."

Was mit Bäumen und Pflanzen geschieht oder?
Ihre Möbel und Ihr Parkett besteht aus Holz, was aus Bäumen gewonnen wird.
Der Mahagoni-Schreibtisch Ihres Anwalts? Regenwald!
Ihre Lieblings-Salate? Massenproduktion aus Europa oder vermeintliche Bio-Produktion!
Ihr Tofu? Gewonnen durch ausgebeutete chinesische Bauern. Die dazu gehörige Sojamilch? Dafür wird der brasilianische Regenwald für Rodungen abgeholzt!

Also wissen Sie, das ist das beste. Leute, die anderen Leuten vorschreiben wollen was sie zu tun und zu lassen haben aber vor ideologischer Beschränktheit nicht merken, dass es im eigenen Glashaus nicht besser aussieht!

Im Endeffekt habe ich als Verbraucher kaum eine Macht über das was ich esse, denn essen muss ich. Aber ich kann beim besten Willen nicht jedes Etikett und jede Packung, die ich kaufe, nach Bio/nicht Bio bzw. CO²-Verträglichkeit kontrollieren und wenn ich ehrlich bin, dann bin ich dafür zu faul.
Aber keine Sorge, für einen Nicht-Fleisch-Konsum jeden Tag sorgt bereits mein ohnehin dünner Geldbeutel!
Das Bio-Zeug kann sich nämlich auch leider kein Mensch leisten...
Also was bleibt? Sie könnens sich denken...

Danke!

Frida Kahlo - Sie sprechen mir aus der Seele! Ich lebe seit fast 2 Jahren vegetarisch (seit Kurzem vegan) und habe Fleisch und Fisch nie vermisst. Wenn man weiß, was in der Massentierhaltung vor sich geht und zu welchen Grausamkeiten Menschen fähig sind, dann ist es meines Erachtens doch kaum möglich guten Gewissens wie gehabt weiter Fleisch zu konsumieren!
In der Schule habe ich letztes Jahr eine Präsentation über das Thema, welches in diesem Artikel angesprochen wird, gehalten. Seitdem weiß ich, dass es noch weit mehr als nur die ethischen Motive für eine vegetarische Ernährungsweise gibt. Es gibt also so viele gute Gründe vegetarisch (oder auch vegan) zu leben. Wenn dann das Argument kommt, wir hätten doch schon immer Fleisch gegessen, so fällt es mir schwer dies ernst zu nehmen, denn
1. mussten die Menschen damals davon leben was sie bekommen konnten (und verglichen mit heute wurde Fleisch damals selten konsumiert)
2. gibt es heute so viele Ersatzprodukte mit deren Aufnahme wir uns dennoch ausgewogen ernähren können und alle essentiellen Nährstoffe zu uns nehmen (Ich spreche nicht von Pillen, sondern von Soja, Hülsenfrüchten, Nüssen, ...)

Ich hoffe doch sehr, dass Herr Jörn Gerrit Hanke meinen Beitrag hier liest und sich besser informiert, bevor er nächstes Mal mit seinem spärlichen Wissen über die Auswirkungen des Fleischkonsums (seiner Meinung nach gibt es ja keine) auftritt. Achja: Und bitte sachlich bleiben, Herr Hanke! ;-)

Ja, das könnte ich

leider bin ich noch weit davon entfernt, mich in dem Maße selbst zu versorgen wie ich es gerne würde. Aber ich arbeite daran.
Das töten von Tieren die ich verzehren möchte bereitet mir jedenfalls keine schlaflosen Nächte. Und es ist für mich auch kein Widerspruch dass ich die Spinne, deren Netz mich im Wohnzimmer doch stört, nicht totschlage sondern einfange und im Hof freilasse...

---

Ist der Mensch ein emotionales oder ein rationales Wesen?

Beides! auch wenn es sich widersprechen mag, ich denke wir sind beides. Mal mehr emotional, mal mehr rational, und sicher der eine mehr dieses, der andere mehr jenes.

Und wenn Situationen auftreten, in denen man sich entscheiden muss, dann trifft jeder seine eigene Entscheidung. Und muss damit leben.

Ich kann nur für mich sprechen, aber ich bevorzuge die rationale Seite.

Danke für den Link über die...

...Schweinezucht in Dtl.
@systemfehler1
Gerade habe ich mir die Dokumentation angesehen. Der Bericht ist deutlich aussagekräftiger als das Gefasel der fanatischen Vegetarier.
Der Film ist wirklich schockierend und mir war nicht bewusst, dass die Haltung so bestialisch ist!

Man sollte sich ein Beispiel an dem selbstständigen Metzger nehmen, der diese symbiotische Tierzucht macht.

@Vegetarier und Ökofans
Es wäre hilfreich, wenn Sie vielleicht Publikationen schreiben, in denen man nachschauen kann, wo man in seiner Region regionale Produkte, die anständig hergestellt werden, finden/erkennen und kaufen kann.

Dogmatismus

Nun ja, Dogmatisch wäre es zu behaupten man esse Fleisch, weil Fleisch essen richtig ist. Ehrlich gesagt kenne ich unter den Vegetariern wenige, die eine wirklich dogmatische Position einnehmen.
Ist es nicht in jedem Fall "vernünftiger" zu sagen: "Ich esse kein Fleisch, weil ich es nicht brauche und mein Fleischkonsum Leid verursache" als schlicht zu behaupten: "Es gibt keine rationalen Gründe, kein Fleisch zu essen." ? Wo ist ihr rationaler Schritt?

Ist es nicht rational, kein Leid zu verursachen, wenn man es nicht muss? Welche rationalen Gründe gibt es denn pro-Fleischkomsum - mal ganz undogmatisch, aus einer Position heraus, die noch nicht auf die eine oder andere Seite festgelegt ist?

P.s. Sie können gerne sagen: "Aus gesundheitlichen Gründen." Dann müssten Sie aber dazu sagen, warum es ein Problem wäre, auf alternative Nahrungsmittel zurückzugreifen...

Insekten etc.

werden meiner Meinung nach das "Fleisch" des 21. Jahrhunderts.
Die Frage ist nur, wie lange es dauert.....

Ich würde es jedenfalls sehr begrüßen!

Die Barierre im Kopf der westlichen Länder dazu verstehe ich sowieso nicht:
Wieso findet man es einerseits ekelig Insekten zu essen wo man ein "leckeres" Schweinesteak, dessen Schwein unter fragwürdigen Bedingungen aufgewachsen,im Dreck gelegen, mit Antibiotika aufgepumpt, mit fraglicher Nahrung ernährt, maschinell ermordet, abgezogen und blutig ausgenommen wurde?

Sie verstehen es nicht

die Legitimierung von Fleisch"Genuss" hat nichts, aber auch gar nichts mit Ratio zu tun. Es sind schlicht gesellschaftliche, soziale Sitten, die den Verzehr bestimmter Tiere zulassen und andere nicht. So ist es verboten Hunde zu essen bzw zu diesem Zwecke zu töten und zu halten. Von der Intelligenz und Empathieempfinden aber gleichrangige Schweine werden hingegen getötetn und gegessen. Es ist daher der völlig falsche Ansatz Insektentötung und das Essen dieser dem Fleischverzehr von Schweinen gegenüber zu stellen. DAs ist als würden sie Blinden aufzeigen wollen was die Farbe Blau ist, oder als würden sie versuchen eine mathematische Gleichung zu lösen in dem sie eine Suppe kochen. Sie benutzen schlicht das falsche Instrument und den falschen Vermittlungsweg.

Nein, es gibt nichts rationales an dem was wir mit den Tiren tun. Es sind lediglich Traditionen die uns dahin geführt haben wo wir jetzt sind. Es ist die Abwesenheit von Gedanken, von Argumenten, die das quälen, töten und essen von Tieren herbeigeführt hat.

Es ist für mich ein Baustein

Für mich ist es ein Baustein des tierschutzorientierten Veganismus. Fleischverzehr schadet in unsere Gesellschaft eben nicht nur dem Tier und dem (oft überfetteten) Menschen, sondenr hier ein dritter Aspekt: Der Umwelt im Ganzen!

Aber das ist altbekannt. Auch der unfassbare Wasserverbrauch, gerade dort wo das Wasser gebraucht wird, ist eine einzige Scham. Wenn man darüber mal nachdenkt, kann man Fleischverzehr nicht rechtfertigen. Es ist pure Tradition, die sehr vielen Menschen, Tieren und auch Pflanzen schadet.

Einer von beiden versteht's nicht...

Was wollen Sie mir sagen?
Dass Tiere töten generell nicht gut ist, also auch bei Insekten?
Da würde ich Ihnen sogar noch zustimmen.
Sicher, wenn alle Vegetarier wären, wäre es wahrscheinlich die beste Lösung.

Das hat jedoch nichts mit meinem Kommentar zu tun.
Nur weil uns Traditionen über Jahre geprägt haben, heisst das ja noch lange nicht, dass der Mensch nicht auch umdenken kann.
Ich wollte lediglich einen Weg aufzeigen, bei dem auch auf "Fleischesser" eingegangen wird und gleichzeitig die Umweltprobleme etc der Tierzucht minimiert werden.
Stellen sie sich mal vor: Sie züchten sich ihr Schnitzel einfach zu Hause mit minimalem Aufwand (Eben die genannten Insekten) und Belastung für die Umwelt. Ist doch eigentlich für Nicht-Vegetarier geradezu ideal!

Das mag sein...

... dass das für Sie so ist, aber dennoch hat es objektiv nichts miteinander zu tun.
Wie war das vorhin mit Ihrem Beispiel vom Menschen mit Dyslexie, der behauptet, zwei und zwei sei drei? Deswegen stimmt es noch lange nicht.
Wenn also ein Mensch für sich beschließt, nur noch einmal pro Woche Fleisch zu essen, um dem Klima nicht zu schaden (und nicht, weil er Fleisch essen per se für unethisch hält), so ist das anerkennenswert und verdient nicht, von Ihnen mit dem Prädikat "zynisch" belegt zu werden, nur weil er Ihre totalitäre Sicht auf die Dinge nicht teilen mag. Vielleicht mag er noch nicht einmal etwas damit zu tun haben oder damit in Verbindung gebracht werden, oder es ist ihm vollkommen unbekannt.

Heißgeliebte Komfortzone

Ethik hin oder her, die Mission lautet dennoch "Weg vom Fleischkonsum". Und zwar aus Gründen die uns alle angehen, auch wenn Sie es lieber die anderen (die Wissenschaft) glauben lassen. Wen interessiert's schon? Die Komfortzone ist eben doch das flauschigste Örtchen das man sich vorstellen kann. Zur kleinen Aufmunterung hier ein kleiner Erklärungsversuch,warum ein Vegetarier keine andere Wahl hat als militant zu sein.
Happi Day!

moralisch

Moralisch können sie ihr Leben niemals legitimeren. Sie können als einsamer Mönch irgendwo auf einem fernen Berg leben, und müssen sich doch eingestehen, dass ihr Leben der Welt mehr schadet, als es nutzt. Denn leider ist die schöne Idee von der im gleichgewichtbefindlichen Natur, in die sich der Mensch einfügt, eine Mär: Leben funktioniert nur auf Kosten von anderem Leben. Die Konsequenz, die es daraus zu Ziehen gilt, könnte ien globaler Massenselbstmord sein, jedenfalls wenn man der Ideologie mancher hier nachhängen sollte, es könnte aber auch die Erkenntnis sein, dass nicht die Art des Lebens, nicht der Stand der Zivilisation das Problem für die Natur ist, sondern die Masse an Zivilisation. Und wir nun also entweder diese Masse dezimieren, oder zu einer anderen Bewertung des Verhältnisses zwischen Natur und Kultur kommen müssen. Wir können nicht über diese Erde wandeln, ohne Fußspuren zu hinterlassen.

Liebe Frida Kahlo!

Ich bin Ihnen sehr dankbar für Ihre Kommentare, so brauche ich mich nicht noch zum weißnicht vievielten mal hier wiederholen. Ich bin schon seit Jahrzehnten innerlich unaufhörlich und immer noch heftiger am Kopfschütteln über diese unerklärliche Ignoranz , wie sie die hartnäckigen Fleischesser und Tierzugrundenutzer trotz der immer krasseren Wirkung ihrer Unsitte auf das gesamte Leben unbeirrt aufbringen können! Der Glaube, man müsse als Mensch unbedingt Tiere oder von Tieren essen, ist meiner Ansicht nach die schlimmste Art von Gehirnwäsche , die Menschen sich selbst über unzählige Generationen hinweg antaten und die zu den grauenhaften Exzessen Massentierhaltung und Fließbandschlachtung führten! Ich hoffe trotzdem für diese schöne gute und einzig bewohnbare Welt, die wir kennen, daß dieser große verbohrte Teil Menschheit doch noch aus seimnem geistigen Tiefschlaf aufwachen möge, etwas anderes bleibt einem ja nicht übrig. Sie halten sich ja alle für so furchtbar klug, im wahrsten Sinne des Wortes! Das belehren wollen anhand von ansich für alle ganz offensichtlichen Tatsachen habe ich aufgegeben. Weder diese für jeden einsehbaren Tatsachen noch die unzählbaren Schmerzensschreie und Tränen der misshandelten Kreaturen haben bisher viel genützt. Gibt es noch irgend ein anderes Mittel um die Menschen zur Vernunft zu bringen? Das goldene Kalb ist eigentlich das treffendste Symbol für den Wahnsinn unserer Zeit! Die Gier nach Geld und Fleisch!

Na dann Waidmannsheil....

Wenn Sie denn ein bamby überhaupt vor die Flinte kriegen, es treffen und ausnehmen können.
Insbesondere vor die Flinte kriegen wird sehr schwer sein, wenn alle sich so ihre Portion holen.
" In größeren Teilen der Welt ging gar nichts anderes [...]"
Naja in Deutschland geht es anders, somit gilt für De dieses Totschlagargument nicht.

Ausserdem muss man nicht alle Forderungen der "Vegetarierlobby" übernehmen, aber ein Verzicht und die selbstständige Beschränkung auf 5 Tage mit Fleisch hilft schon mal sehr viel.
Ansonsten gab es "früher" auch kein Fleisch und wenn, dann ausschliesslich zu besonderen Anlässen.

Keine Sorge

Wenn es kein Bamby gibt, nehm ich auch Willy die Wildsau und ein Revier könnte ich schon bezahlen.

Was das "früher" angeht, hängt es davon ab auf welchen Teil der Welt sie schauen. Das Extrembeispiel wären die Inuit, die aufgrund der klimatischen Gegebenheiten ihres Lebensraumes eben nur Fleisch hatten. Aber auch bei Nomadenvölkern gab es früher sehr viel mehr tierische Produkte, als bei Bauernvölkern. Liegt halt in der Natur der Sache.

Ich hab auch kein Problem damit mal vegetarisch zu essen - hab ich Indien wochenlang gemacht. Aber ich weigere mich, mir an dieser Stelle von irgendwelchen Moralaposteln Vorschriften machen zu lassen.

Soviel veganes Engagement und soviele Fehler

1.Falls ein Schwein im Dreck liegt, geht es ihm gut-denn das war schon immer der Grund einer "wohltätigen"Suhle.
Schwein stehen aber auf Vollspalten und treten den Mist durch ,hinunter in die Güllegrube.Das überfordert ihre Klauen und die aus der Gülle steigenden Gase schädigen
Atemmorgane.
2.Antibiotika aufgepumpt-Fütterungsantibiotika sind seit Künasts Zeiten weitgehend verboten.Wahrscheinlich meinen Sie schon längst verboteten Fütterungshormone,die pumpten auf.
3."Maschinell" ermordet.Die schonendste Tötung ist die Absenkung in einen betäubenden Co2-Tunnel,als vorherige Be
täubung und dann Tötung.
4."Blutig ausnehmen"-wie sonst,ich hoffe Sie meinen nicht, bei lebendigem Leib.
5."Abgezogen" werden die Häute nur bei Rindern,die Schwarte bei Schweinen verbleibt am Schlachtkörper.
Veganes Engagement in Ehren ,aber nicht auf Kosten der Wahrheit.
P.S.Das,was den Tieren vorgelegt wird ,heißt Futter und nicht Nahrung

SChönreden brauchen SIe

das Leben in deutschen Schlacht und Mastbetrieben aber auch nicht. Die Sau wird künstlich befruchtet, liegt dann wochenlang in einem Käfig, ihre Ferkel werden ihr sobald sie fressen können, entrissen, gemästet, geschlachtet gemahlen, und in ihren eigen Darm zurückgestopft.
Gibt es eine demütigerende Art und Weise mit einem Geschöpf, welches den Intellekt und die Empathie eines Hundes besitzt umzugehen?
Wenn Ihr Nachbar mit seinem Hund das machen würde was vorher mit ihrem Schnitzel passiert ist, hätten Sie ihn mit Sicherheit schon längst angezeigt.

Die CO²-Methode ist gewiss die sanfteste Tötung, aber sie bereitet bei einigen Tieren Erstickungsanfälle. D.h. es kommt dann einer Vergasung gleich.

Ein vitales gesundes Tier im jugendlichen Alter werden Sie nicht "artgerecht" töten können da es vor Lebenswillen nur so strotzt - sie können es höchstens artgerecht halten.

Und Sie sind

Weltenverbesserisch und ignorant!
Was ist mit misshandelten Pflanzen und vor allem gerodeten Regenwald der dafür sorgt, dass Sie ihre Soja-Produkte essen dürfen?
Hören Sie doch auf mit dem dämlichen Unsinn, andere als ignorant zu beschimpfen indem Sie sich selbst in Ihrer maßlosen Arroganz über andere Lebensstile stellen und dazu kein Recht haben!

Ausbeute gibt es überall, aber das ist nicht das Problem einer speziellen Konsumart sondern eher das Problem, dass die Menschen bezahlbare Lebensmittel haben wollen und in Industrieländern lieber im "Dienstleistungssektor" arbeiten anstatt sich auf dem Feld krumm zu schuften!

Wenn Sie kein Fleisch essen wollen, bitte:
Ich esse gerne Fleisch, allerdings auch nicht jeden Tag! Das gibt alleine mein eigener Geldbeutel nicht her...

Stimmt, ich vergaß

Regenwälder zu fällen ist gut für die Umwelt,
Brandrodung ist gut für die Umwelt,
genetisch manipuliertes Gemüse (manipuliert deswegen, damit Sie überhaupt genug Gemüse haben!) ist sicherlich auch gut für die Umwelt,
Monokulturen sind gut für die Umwelt,
und unterbezahlte, ausgebeutete afrikanische, chinesische und brasilianische Bauern gut für Ihren Geldbeutel, damit Sie Ihren Bio-Soda und Ihren Bio-Kaffee und Kakao genießen dürfen...

Weltenverbesserer sind schon was Schönes, vor allem wenn Sie die moralische Hoheit für sich pachten.

Die Antwort ist ganz einfach: Es gibt kein besser und kein schlechter, wir sind alle moralische Sünder. Das heißt aber nicht die Hände in den Schoß legen, sondern stattdessen auch politisch zu handeln - etwa durch den (zugebenermaßen als Beispiel!!!) Kauf von Fairtrade-Produkten.

Natürlich

kann ich mein Leben moralisch legitimieren, indem zu meiner Moralphilosophie ich mir selbst ein Recht auf die Chance ein glückliches Leben führen zu können gebe. Ich bin nicht diejenige die auf die Welt schaut, ich bin in der Welt und in ihr ist meien Absicht Leid zu vermeiden und das Positive in meinen Möglichkeiten zu mehren.

Es garnicht erst zu versuchen, weil man ja eh auch immer schadet ist Blödsinn. Nach der Logik können wir unseren ganzen Justizapparat abschaffen, weil ja eh gemordet wird, oder aufhören gegen Hunger in der Welt zu kämpfen. Nein Sir, der Versuch das Ziel zu erreichen und dabei positives zu schaffen, wohlwissend dass das Ziel nie erreicht wird, ist meiner Meinung nach der Richtige Weg um ein gutes Leben zu führen.

Wenn dieses Recht auf Glück sie dazu legitimiert Schaden/Leid anzurichten, gilt das auch für jeden anderen, und ebenso für Fleischesser. Ihre Absicht Leid zu vermeiden, muss in der letzten Konsequenz ein aus der Welt treten nachsich ziehen, denn leider ist ihr Wirken in der Welt immer auch leid- und schadenbringend. Daraus folgen jedoch vier Dinge nicht: 1. dass sie dazu verpflichtet sind, diese Welt zu verlassen, um den von ihnen angerichteten Schaden wieder gut zumachen. 2. Dass Sie dazu verpflichtet sind ein Leben zu führen, das den geringsten Schaden anrichtet, denn dann müssten sie doch wieder aus dem Leben treten. 3. Dass Sie alle ihre Kräfte als lebender Mensch darauf richten müssen, den Schaden, den Sie anrichten auszugleichen. 4. Dass Fleischessen deshalb automatisch gestattet ist.
Es folgt hingegen: Dass zwar durch das nicht erreichen einer moralischen Legitimation von Leben, das moralische Argument zum Verzicht auf Fleisch hinfällig ist, dass aber durchaus andere Argumente dafür herangezogen werden können. In ihrem Fall z.B. das Glücksgefühl das ihnen durch jene moralische Selbstgefälligkeit (mangels eines besseren Begriffs, Verzeihung falls sie das trifft), die Sie durch den Fleischverzicht erlangen, zuteil wird.

Ich bin für eine artgerechte Menschenhaltung!

Und der Mensch ist ( biologisch gesehen ) nicht als Vegetarier oder Veganer konstruiert, auch wenn er es aushält ( wie auch die Hühner in der Batterie oder die Schweine im Koben ). Vor zwei Millionen Jahren gabe es wie viele Menschen, vielleicht 50.000 oder so? Heute gibt es 7.000.000.000, also etwa 100.000 mal mehr. Und alle wollen essen, da bleibt halt für den Rest der Fauna weniger Flora und im Ganzen auch weniger Fauna übrig.

Oje...

Zitat: Zudem lehne ich das absichtliche Töten von Insekten selbstverständlich auch ab.

..da kommen wir einfach nicht zusammen. Ich seh jedenfalls nicht ein, mich in lauen Sommernächten von Mücken, Bremsen und Zecken zerstechen zu lassen und mir dadurch noch irgendwelche Krankheiten einzufangen. Und die Läuse, die mein Sohn letztens aus der Schule mitgebracht hat.......ohne das entsprechende Shampoo, welches die Nissen abtötet, kriegt man die lästigen Viecher einfach nicht los. Und wenn ihr Haustier mal trotz aller Vorsichtsmaßnahmen mal Flöhe und/oder Zecken mitbringt....die können sie nicht einfach mit netten Worten zur Haustür hinausbegleiten...

Wie siehts eigentlich aus mit Viren und Bakterien....sind ja auch Lebewesen...

lieber y4rx

der WWF ist der Natur viel näher als der Industrie und dem lebenden Tier näher als dem Toten.
Aber zum Inhalt des Berichtes. Was der WWF hier darlegt ist wirklich nichts neues. Umweltberatungen und ihre Umweltexperten predigen das schon seit Jahrzehnten. Inzwischen gibt es auch schon fundierte wissenschaftliche Ergebnisse die belegen, daß die Fleischproduktion die Umwelt stärker belastet als der Autoverkehr. Hier nur als Beispiel:
Bei der Herstellung von einem Kilo Rindfleisch entstehen 6.450 Gramm CO2, die Produktion von einem Kilo Gemüse erzeugt nur 150 Gramm, das ist um rund 98 Prozent weniger.
Dazu kommt noch der enorm hohe Verbrauch an Wasser. Für 1 kg Rindfleisch müssen 10.000 liter Wasser, für 1 kg Weizen 50 liter Wasser eingesetzt werden.

In dem Fall

ist es aber egal woher die Fakten kommen. Das Fleisch, vorallem Rind Klimakiller Nr1 ist, war mir schon längst bekannt.

Aber unser Verstand findet immer einen Grund diese Fakten zu entkräften.
Mal ist es der Falsche der das Richtige sagt, dann brauchen wir uns nicht scheren. Ein ander Mal gibt es gar kein Klimawandel. Und zu guter letzt wird gespottet und das Gewissen so gut wie möglich in Zaum gehalten.

Es schmeckt ja so gut. Hach wie erklären wir das mal unseren Enkeln..