TreibhausgaseUnsere Ernährung schadet dem Klima mehr als der Verkehr

Der WWF versucht erstmals zu schätzen, wie sehr unsere Ernährung dem Klima schadet. Das Fazit: Rund sieben Prozent der Emissionen könnten wir vermeiden. von 

Ein Arbeiter steht in einem Schlachtbetrieb in Bayern zwischen Rinderhälften (Archivbild)

Ein Arbeiter steht in einem Schlachtbetrieb in Bayern zwischen Rinderhälften (Archivbild)  |  © Sean Gallup/Getty Images

Paul McCartneys Einsatz scheint die Deutschen wenig beeindruckt zu haben. Vor drei Jahren, kurz vor dem Beginn der mit Erwartungen überfrachteten Klimakonferenz in Kopenhagen , warb der Musiker für die Vorteile einer vegetarischen Ernährung. "Less Meat, less heat" hieß die Kampagne, an der sich damals auch Rajendra Pachauri beteiligte, der Vorsitzende des Weltklimarats IPCCC.

Die Botschaft der beiden Klimakämpfer: Wer Gemüse isst, verursacht weniger Treibhausgase als Fleischesser. Wenigstens an einem Tag in der Woche sollten die Menschen auf Fleisch verzichten .

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Zwei Wochen vor dem Beginn der Klimakonferenz in Doha hat die Umweltorganisation WWF ausgerechnet, wie viel Treibhausgase die Ernährung der Deutschen verursacht. Ein Ergebnis: Noch immer essen die Deutschen zu viel Fleisch und werfen zu viel Nahrung weg . Allein der Fleischkonsum sei für zehn Prozent aller Emissionen verantwortlich, die der durchschnittliche Deutsche verursacht, schreibt der Autor Steffen Noleppa.

Alexandra Endres
Alexandra Endres

Alexandra Endres ist Redakteurin im Ressort Wirtschaft bei ZEIT ONLINE. Ihre Profilseite finden Sie hier.

Die Erkenntnis, dass Fleischverzehr das Klima belastet , ist nicht neu. Noleppa aber versucht, den Schaden zu beziffern, mit Bezug auf das konkrete Ernährungsverhalten der Deutschen. Wie viel der Verzicht auf Fleisch dem Klima bringen könnte, illustriert er durch eingängige Beispiele. So verursacht eine Portion Spaghetti mit Tomatensoße seinen Berechnungen zufolge etwa 630 Gramm Kohlendioxid – eine Portion Schweinebraten mit Rotkohl und Kartoffelklößen hingegen ganze 3,42 Kilo. Mehr als die Hälfte davon entfalle auf das Fleisch.

Durch eine gesündere Ernährung und die Vermeidung von Lebensmittelabfällen könnten die Deutschen rund 800 Kilogramm Emissionen pro Person und Jahr vermeiden, schreibt Noleppa. Dabei bringt die Vermeidung von Abfällen dem Klima noch mehr als der Verzicht auf Fleisch. Hoch0gerechnet auf das ganze Land könnten bis zu 67 Millionen Tonnen Emissionen eingespart werden. Das entspricht etwa sieben Prozent aller deutschen Emissionen oder dem gesamten Treibhausgasausstoß Portugals .

"Die Größenordnungen sind enorm"

Ganz exakt lässt sich der Treibhauseffekt unserer Ernährung freilich nicht beziffern. Die WWF-Untersuchung ist eine Meta-Studie, sie stützt ihre Berechnungen also auf mehrere frühere Veröffentlichungen zum Thema. Dabei habe man eher konservativ gerechnet, sagt Tanja Dräger, die die Studie redaktionell betreut hat. "Es ging uns darum, einen Hinweis auf die Größenordnungen zu geben. Und die sind ohne Zweifel enorm."

Noleppa unterscheidet in seinen Berechnungen zwischen direkten und indirekten Treibhausgasemissionen. Direkte Emissionen sind solche, die durch die Produktion von Nahrungsmitteln entstehen. Auf dem Feld, etwa durch Düngung, die Bearbeitung des Bodens mit Landmaschinen und die Verdauung von Wiederkäuern; aber auch an einem späteren Punkt der Wertschöpfungskette, etwa durch die Weiterverarbeitung der Nahrung, ihren Transport und ihre Lagerung beim Endverbraucher. Indirekte Emissionen entstehen, wenn durch die steigende Nachfrage nach Agrargütern zuvor unkultiviertes Land gerodet und nutzbar gemacht wird.

Allein die landwirtschaftliche Produktion sei für elf bis vierzehn Prozent aller Treibhausgasemissionen verantwortlich, heißt es in der Studie des WWF. Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung kommt auf ähnliche Zahlen.

Leserkommentare
  1. lange bekannt und wird von der Öffentlichkeit konsequent ignoriert, während Umwelt- und Tierschutzvereine ständig versuchen darauf hinzuweisen. Ich wünsche mir mehr Aufklärung darüber und bedanke mich deshalb über den Artikel.

    Im Grunde will ich alle meine Mitmenschen dazu auffordern keine Tiere und ihre Produkte zu verwenden, weil in fast jedem Fall Leid und Ausbeutung dahinter steckt - sehr leicht vermeidbare Solche.

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    ... wären vielleicht, nur ein bis zwei Mal pro Woche eine richtige Fleischmahlzeit guter Qualität zu essen und vielleicht ab und an ein Wurstbrot. - Die meisten Menschen mögen auf Fleisch nicht ganz verzichten, und eine Reduktion des Konsums plus artgerechte Haltung der Tiere würde der Umwelt auch schon sehr helfen.

    Pflanzen sind auch Lebewesen, darf ich nun kein Brot mehr essen ?

    Und an alle denen die Tiere so leid tun: Ein Leben verschlingt das andere, das ist seid milliarden von Jahren so und wird IMMER so bleiben, ganz egal was möchtegern Öko-Spezialisten sagen oder machen.

    Außerdem: Seid es Menschen gibt haben diese auch Fleisch gegessen!!! Vor der Erfindung der Landwirtschaft haben diese sich sogar zu über 80 % von Fleisch ernäht. Was also sollte daran falsch sein Fleisch zu essen ?

    ...weiß doch jeder längst, dass gewöhnliches Fleisch in tierverachtender Massenproduktion gewonnen wird und sogar noch weitergehende Umweltschäden herbeiführt.

    Die Leute interessiert das nicht.

    Vereine wie der WWF werden 95% der Leute nie dazu bewegen, auch nur ein klitzekleines bisschen Verzicht zu üben, wenn das auf Kosten ihres Konsumvergnügens oder Geldbeutels geht.

    Solange der Gesetzgeber da nicht eingreift, wird sich absolut nichts tun. Meines Erachtens wäre eine mögliche Lösung z.b. eine EU-Richtlinie, die die Tierproduktion mit deutlich strengeren Auflagen belastet. Das schlägt sich natürlich auch im Preis nieder, und schwupp ist auch das Klimaproblem gelöst :-)

    Dass keine Tierprodukte zu verwenden 'leicht' ist, darf man bezweifeln. Jedenfalls geht es mir und auch so ziemlich jedem den ich kenne, so. Aber sich zu mäßigen, wäre ein Anfang.

    wir essen keine Tiere mehr und - schwupps - alles wird gut ist doch eine arg naive Denkweise.

    Sicher ist es sinnvoll, weniger Fleisch zu konsumieren, aber gleich zu fordern, gar kein Fleisch zu essen ist einerseits unrealistisch (die Menschheit wird sich nie komplett vegetarisch ernähren) und andererseits auch etwas dogmatisch (es gibt keinen rationalen Grund, keine Tiere zu essen¹).

    Davon abgesehen, die großen globalen Probleme Überbevölkerung und Rohstoffknappheit, haben mit der Art der Ernährung nur bedingt zu tun.

    Und dann scheint diese "Studie" ja eher eine grobe Schätzung mit vielen Unbekannten zu sein...

    ---

    ¹Religion, Ethik oder Weltanschauungen sind keine rationalen Gründe, auch wenn ich sie bei jedem einzelnen als seine persänliche Entscheidung respektiere!

    Die unzweifelhaft vorhandenen Tierquälereien der Massentierhaltung sind kein Grund für Vegetarismus.
    Sie sind ein Grund, sich für artgerechte Tierhaltung einzusetzen bzw. ein Grund, auf Fleisch aus Massentierhaltung zu verzichten und statt dessen artgerecht und nachhaltig "produziertes" Fleisch zu essen.

    Na hoffentlich hat sich Autor Steffen Noleppa da nicht verrechnet.

    Ich bin überzeugt, andere kommen zu anderen Berechnungen.

    Was ist mit indischen Reis-Bauern, die von Pestiziden vergiftet, von Monsanto in den Selbstmord getrieben werden.

    Das ist gut? Besser als [...] Meere leer Fischen?

    Ist nicht schlicht und ergreifend die Überbevölkerung unseres Planeten das Problem?

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf relativierende Vergleiche. Danke, die Redaktion/ds

    • ramzes
    • 13. November 2012 19:02 Uhr

    Da ein Streit im Forum immer schwierig ist, möchte ich nur folgenden Punkt ansprechen.

    "¹Religion, Ethik oder Weltanschauungen sind keine rationalen Gründe, auch wenn ich sie bei jedem einzelnen als seine persänliche Entscheidung respektiere!"

    Alle drei (Religion, Ethik, Weltanschauung) sind keine Gründe, sonder Konstrukte, deren Basis begründet werden muss (und nach Ihnen nicht kann). Religion ist tatsächlich schwer rational zu begründen, was eine Weltanschauung genau ist, hängt vermutlich davon ab, ob man es mit einer ethischen, unethischen, religiösen etc. Weltanschauung zu tun hat.

    Dass Ethik nicht rational zu begründen ist halte ich für eine schwierige Aussage. Ethik ist vielleicht nicht objektiv, aber zumindest intersubjektiv rational zu begründen. Und im Grunde geht auch jeder Mensch von dieser Annahme aus - sonst wäre so etwas wie ein Rechtssystem, dass unter anderem natürlich auf ethischen Grundpfeilern steht, schwer vorstellbar. Es ist durchaus rational (und ein ethischer Grundsatz), andere menschliche Tiere nicht zu töten. Ob es rational wäre, andere nichtmenschliche Tiere nicht zu töten ist vielleicht eine Frage auf einer anderen Ebene, deren Ergebnis vielleicht auch anders ausfällt. Dennoch ist es eine ethische Frage und damit ist eine rationale, intersubjektive Begründung vorstellbar. (ich persönlich halte es für rationaler Tiere nicht zu essen, aber ich bin für rationale Gründe offen, wenn mich jemand vom Gegenteil überzeugen kann/will).

    • ST_T
    • 13. November 2012 22:12 Uhr

    "Im Grunde will ich alle meine Mitmenschen dazu auffordern keine Tiere und ihre Produkte zu verwenden, weil in fast jedem Fall Leid und Ausbeutung dahinter steckt - sehr leicht vermeidbare Solche."

    Was mit Bäumen und Pflanzen geschieht oder?
    Ihre Möbel und Ihr Parkett besteht aus Holz, was aus Bäumen gewonnen wird.
    Der Mahagoni-Schreibtisch Ihres Anwalts? Regenwald!
    Ihre Lieblings-Salate? Massenproduktion aus Europa oder vermeintliche Bio-Produktion!
    Ihr Tofu? Gewonnen durch ausgebeutete chinesische Bauern. Die dazu gehörige Sojamilch? Dafür wird der brasilianische Regenwald für Rodungen abgeholzt!

    Also wissen Sie, das ist das beste. Leute, die anderen Leuten vorschreiben wollen was sie zu tun und zu lassen haben aber vor ideologischer Beschränktheit nicht merken, dass es im eigenen Glashaus nicht besser aussieht!

    Im Endeffekt habe ich als Verbraucher kaum eine Macht über das was ich esse, denn essen muss ich. Aber ich kann beim besten Willen nicht jedes Etikett und jede Packung, die ich kaufe, nach Bio/nicht Bio bzw. CO²-Verträglichkeit kontrollieren und wenn ich ehrlich bin, dann bin ich dafür zu faul.
    Aber keine Sorge, für einen Nicht-Fleisch-Konsum jeden Tag sorgt bereits mein ohnehin dünner Geldbeutel!
    Das Bio-Zeug kann sich nämlich auch leider kein Mensch leisten...
    Also was bleibt? Sie könnens sich denken...

    • Quecki
    • 13. November 2012 22:35 Uhr

    Frida Kahlo - Sie sprechen mir aus der Seele! Ich lebe seit fast 2 Jahren vegetarisch (seit Kurzem vegan) und habe Fleisch und Fisch nie vermisst. Wenn man weiß, was in der Massentierhaltung vor sich geht und zu welchen Grausamkeiten Menschen fähig sind, dann ist es meines Erachtens doch kaum möglich guten Gewissens wie gehabt weiter Fleisch zu konsumieren!
    In der Schule habe ich letztes Jahr eine Präsentation über das Thema, welches in diesem Artikel angesprochen wird, gehalten. Seitdem weiß ich, dass es noch weit mehr als nur die ethischen Motive für eine vegetarische Ernährungsweise gibt. Es gibt also so viele gute Gründe vegetarisch (oder auch vegan) zu leben. Wenn dann das Argument kommt, wir hätten doch schon immer Fleisch gegessen, so fällt es mir schwer dies ernst zu nehmen, denn
    1. mussten die Menschen damals davon leben was sie bekommen konnten (und verglichen mit heute wurde Fleisch damals selten konsumiert)
    2. gibt es heute so viele Ersatzprodukte mit deren Aufnahme wir uns dennoch ausgewogen ernähren können und alle essentiellen Nährstoffe zu uns nehmen (Ich spreche nicht von Pillen, sondern von Soja, Hülsenfrüchten, Nüssen, ...)

    Ich hoffe doch sehr, dass Herr Jörn Gerrit Hanke meinen Beitrag hier liest und sich besser informiert, bevor er nächstes Mal mit seinem spärlichen Wissen über die Auswirkungen des Fleischkonsums (seiner Meinung nach gibt es ja keine) auftritt. Achja: Und bitte sachlich bleiben, Herr Hanke! ;-)

    • y4rx
    • 13. November 2012 15:09 Uhr

    Ist das nicht der Verein, dessen großkopferte Mitglieder in Naturschutzgebieten Großwildjagd betreiben?
    Und sind die nicht der Industrie viel näher als der Natur?
    http://www.spiegel.de/int...

    Sorry, aber dem Laden ist nicht zu trauen.

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    Wenn ein Mensch mit Dyslexie behauptet, dass zwei und zwei vier ergibt, dann ergibt zwei und zwei immer noch vier.

    Das Problem und der Verfall der Debattenkultur besteht dann, wenn das Vernunftargument nicht mehr gilt, sondern Status und Ansehen des Argumentierenden im Vordergrund steht. Sehr unakademisch.

    die finanzierung durch monsanto > http://www.sueddeutsche.d...

    ...auf den spanischen Koenig kann man sich sparen. Kurz nachdem dieser Eklat bekannt wurde, hat die WWF Konsequenz bewiesen und Juan Carlos wurde als Ehrenpraesident abgewaehlt.

    der WWF ist der Natur viel näher als der Industrie und dem lebenden Tier näher als dem Toten.
    Aber zum Inhalt des Berichtes. Was der WWF hier darlegt ist wirklich nichts neues. Umweltberatungen und ihre Umweltexperten predigen das schon seit Jahrzehnten. Inzwischen gibt es auch schon fundierte wissenschaftliche Ergebnisse die belegen, daß die Fleischproduktion die Umwelt stärker belastet als der Autoverkehr. Hier nur als Beispiel:
    Bei der Herstellung von einem Kilo Rindfleisch entstehen 6.450 Gramm CO2, die Produktion von einem Kilo Gemüse erzeugt nur 150 Gramm, das ist um rund 98 Prozent weniger.
    Dazu kommt noch der enorm hohe Verbrauch an Wasser. Für 1 kg Rindfleisch müssen 10.000 liter Wasser, für 1 kg Weizen 50 liter Wasser eingesetzt werden.

    ist es aber egal woher die Fakten kommen. Das Fleisch, vorallem Rind Klimakiller Nr1 ist, war mir schon längst bekannt.

    Aber unser Verstand findet immer einen Grund diese Fakten zu entkräften.
    Mal ist es der Falsche der das Richtige sagt, dann brauchen wir uns nicht scheren. Ein ander Mal gibt es gar kein Klimawandel. Und zu guter letzt wird gespottet und das Gewissen so gut wie möglich in Zaum gehalten.

    Es schmeckt ja so gut. Hach wie erklären wir das mal unseren Enkeln..

  2. Erst die fällige Lektion des Seminars "In den USA ist alles besser" und nun der Kontrapunkt aus den Exegese-Exerzitien der church of Global Warming. Erbarmen!

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  3. ... wären vielleicht, nur ein bis zwei Mal pro Woche eine richtige Fleischmahlzeit guter Qualität zu essen und vielleicht ab und an ein Wurstbrot. - Die meisten Menschen mögen auf Fleisch nicht ganz verzichten, und eine Reduktion des Konsums plus artgerechte Haltung der Tiere würde der Umwelt auch schon sehr helfen.

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    Antwort auf "Das ist alles"
  4. die Legitimierung von Fleisch"Genuss" hat nichts, aber auch gar nichts mit Ratio zu tun. Es sind schlicht gesellschaftliche, soziale Sitten, die den Verzehr bestimmter Tiere zulassen und andere nicht. So ist es verboten Hunde zu essen bzw zu diesem Zwecke zu töten und zu halten. Von der Intelligenz und Empathieempfinden aber gleichrangige Schweine werden hingegen getötetn und gegessen. Es ist daher der völlig falsche Ansatz Insektentötung und das Essen dieser dem Fleischverzehr von Schweinen gegenüber zu stellen. DAs ist als würden sie Blinden aufzeigen wollen was die Farbe Blau ist, oder als würden sie versuchen eine mathematische Gleichung zu lösen in dem sie eine Suppe kochen. Sie benutzen schlicht das falsche Instrument und den falschen Vermittlungsweg.

    Nein, es gibt nichts rationales an dem was wir mit den Tiren tun. Es sind lediglich Traditionen die uns dahin geführt haben wo wir jetzt sind. Es ist die Abwesenheit von Gedanken, von Argumenten, die das quälen, töten und essen von Tieren herbeigeführt hat.

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    Antwort auf "Insekten etc."
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    ... wovon dieser Artikel handelt. Es geht hier nicht darum, ob es ethisch vertretbar ist, Fleisch zu essen, sondern darum, dass es wissenschaftliche Strömungen gibt, die Fleischverzehr für klimafeindlich halten. Sie sind mit ihrem missionarischen Eifer hier also, mit Verlaub, schlicht und einfach am falschen Ort.

    Was wollen Sie mir sagen?
    Dass Tiere töten generell nicht gut ist, also auch bei Insekten?
    Da würde ich Ihnen sogar noch zustimmen.
    Sicher, wenn alle Vegetarier wären, wäre es wahrscheinlich die beste Lösung.

    Das hat jedoch nichts mit meinem Kommentar zu tun.
    Nur weil uns Traditionen über Jahre geprägt haben, heisst das ja noch lange nicht, dass der Mensch nicht auch umdenken kann.
    Ich wollte lediglich einen Weg aufzeigen, bei dem auch auf "Fleischesser" eingegangen wird und gleichzeitig die Umweltprobleme etc der Tierzucht minimiert werden.
    Stellen sie sich mal vor: Sie züchten sich ihr Schnitzel einfach zu Hause mit minimalem Aufwand (Eben die genannten Insekten) und Belastung für die Umwelt. Ist doch eigentlich für Nicht-Vegetarier geradezu ideal!

    An dem die Vegetarierlobby das Rindersteak verbannt, mache ich einen Jagdtschein und schieß mir mein Bamby selber.

    Ausserdem war es immer sehr rational Tiere zu essen. In größeren Teilen der Welt ging gar nichts anderes und die Entwicklung unseres Denkapparates hängt auch damit zusammen.

    Ich bin Ihnen sehr dankbar für Ihre Kommentare, so brauche ich mich nicht noch zum weißnicht vievielten mal hier wiederholen. Ich bin schon seit Jahrzehnten innerlich unaufhörlich und immer noch heftiger am Kopfschütteln über diese unerklärliche Ignoranz , wie sie die hartnäckigen Fleischesser und Tierzugrundenutzer trotz der immer krasseren Wirkung ihrer Unsitte auf das gesamte Leben unbeirrt aufbringen können! Der Glaube, man müsse als Mensch unbedingt Tiere oder von Tieren essen, ist meiner Ansicht nach die schlimmste Art von Gehirnwäsche , die Menschen sich selbst über unzählige Generationen hinweg antaten und die zu den grauenhaften Exzessen Massentierhaltung und Fließbandschlachtung führten! Ich hoffe trotzdem für diese schöne gute und einzig bewohnbare Welt, die wir kennen, daß dieser große verbohrte Teil Menschheit doch noch aus seimnem geistigen Tiefschlaf aufwachen möge, etwas anderes bleibt einem ja nicht übrig. Sie halten sich ja alle für so furchtbar klug, im wahrsten Sinne des Wortes! Das belehren wollen anhand von ansich für alle ganz offensichtlichen Tatsachen habe ich aufgegeben. Weder diese für jeden einsehbaren Tatsachen noch die unzählbaren Schmerzensschreie und Tränen der misshandelten Kreaturen haben bisher viel genützt. Gibt es noch irgend ein anderes Mittel um die Menschen zur Vernunft zu bringen? Das goldene Kalb ist eigentlich das treffendste Symbol für den Wahnsinn unserer Zeit! Die Gier nach Geld und Fleisch!

    Und der Mensch ist ( biologisch gesehen ) nicht als Vegetarier oder Veganer konstruiert, auch wenn er es aushält ( wie auch die Hühner in der Batterie oder die Schweine im Koben ). Vor zwei Millionen Jahren gabe es wie viele Menschen, vielleicht 50.000 oder so? Heute gibt es 7.000.000.000, also etwa 100.000 mal mehr. Und alle wollen essen, da bleibt halt für den Rest der Fauna weniger Flora und im Ganzen auch weniger Fauna übrig.

    Insekten stoßen weniger CO2 aus pro Nährwert. Und Sie brauchen weniger Futter.

    Es geht nicht darum ob/wie/was welche Tiere fühlen oder Wert sind. Und wenn Insekten so klug wären wie Schimpansen, änderte nichts daran das Sie effizienter sind.

    • porph
    • 13. November 2012 15:14 Uhr

    Ökosysteme beruhen darauf, dass es "immer weniger" Individuen gibt, je höher man in der Nahrungskette aufsteigt (einfaches Beispiel: Plankton gibt es im Ozean sehr viel, kleine Fische die Plankton fressen schon weniger, mittlere Fische die kleine Fische fressen dann wieder weniger, usw.). Stichwort Trophieniveau.

    Der Mensch ist an der Spitze der Nahrungskette.

    Jeder Organismus ist ineffizient. Die aufgenommenen Nahrungskalorien werden größtenteils zum "Leben" verschwendet und nicht an den nächsthöheren Beutegreifer weitergegeben, wenn der Organismus als Nahrung endet. Man spricht von 90% Gesamtenergie, die man bei jeder Stufe "verliert".

    Die Bevölkerung der Erde hat inzwischen einen Stand erreicht, der die Existenz des Menschen als Top-Prädator des Gesamtökosystems Erde nicht mehr zulässt. Das ist auch keine neue Entwicklung, sondern schon immer absehbar. Das wahre Problem ist die Bevölkerungsentwicklung.

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    • Peugeot
    • 14. November 2012 16:34 Uhr

    "Jeder Organismus ist ineffizient. Die aufgenommenen Nahrungskalorien werden größtenteils zum "Leben" verschwendet und nicht an den nächsthöheren Beutegreifer weitergegeben....Man spricht von 90% Gesamtenergie, die man bei jeder Stufe "verliert"."

    Diese Sichtweise ist nicht vollständig. Sie blendet den Aspekt aus, dass ALLES in der Natur wieder in einen Kreislauf eingeht.

    Selbst der Dung der Tiere fördert Bodenmikroben, damit die Bodengesundheit, das Pflanzenwachstum, diese sind wiederum nahrung für höhere Lebewesen usw.

    Unser Problem ist u. a., dass diese Kreisläufe nicht mehr funktionieren, weil sie u. a. durch Globalisierung zu weiträumig wurden.

    An einer Stelle entsteht Mangel, an anderer Überschuss, der nicht genutzt werden kann. Auf sehr lange Sicht kann das die Natur sogar ausgleichen, aber halt nicht in den Zeiträumen, in denen wir Menschen denken....

  5. Es muss nicht jeder gleich Vegetarier werden, aber das Fleisch so teuer (und gleichzeitig hochwertiger) zu machen, dass man es sich nur 1x pro Woche leisten kann, würde vieles verbessern.

    Weniger Tiere müssten leiden, weniger Immissionen würden ausgestoßen werden und aufgrund einer artgerechten und gemäßigten Tierzucht würde das Fleisch auch sicherlich besser schmecken. Gleichzeitig darf man nur konservatives Futter verwenden.

    Ich würde gerne mehr für Fleisch bezahlen, wenn es dann nicht mehr immer gleich schmecken würde. Bei 4 Euro für 1 Kilo Hackfleisch merkt man schon, dass da irgendwas nicht stimmen kann.

    Allerdings braucht es dazu eine vernünftige Diskussionskultur. Daran haben weder die Fleischesser ("ihr isst meinem Essen das Essen weg" noch die Tierschützer ("Fleisch ist Mord") Interesse.

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    Je weniger die Menschen besitzen, um so höher der Anteil des Einkommens, den sie für Nahrung ausgeben.
    Den gut situierten Gutmenschen fällt es leicht, Fleisch muss teurer werden, zu fordern.
    Schlimmstenfalls verzichtet man dann auf den Reitunterricht für die Tochter, aber an den Ernährungsgewohnheiten wird sich nichts ändern.
    Nur wird dann mit besserem Gewissen konsumiert, da man ja korrekt bezahlt hat.
    So nicht, meine Damen und Herren!
    Wenn, dann bitte Fleisch über Bezugsscheine.
    Die könnt ihr dann den Harz4'lern abkaufen.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Klima | Verkehr | Fleisch | Klimakonferenz | Rajendra Pachauri | Studie
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