EnergiekostenLinkspartei fordert Verbot von Stromsperren

Die Linkspartei will den Konzernen verbieten lassen, Privatkunden den Strom abzustellen. Solche Sperren seien für den Tod von Menschen verantwortlich. von dpa und dapd

Die Linkspartei hat ein Gesetz gefordert, das es verbietet, Privatkunden wegen unbezahlter Rechnungen den Strom abzustellen. "Stromsperren für Privathaushalte müssen per Gesetz verboten werden. Das Verbot gibt es in Frankreich und Belgien im Winterhalbjahr längst", sagte die Vizechefin der Linkspartei, Caren Lay, der Passauer Neuen Presse.

In Deutschland wird jedes Jahr Hunderttausenden Privatkunden der Strom abgestellt, weil Rechnungen nicht bezahlt wurden. Betroffen sind insbesondere Hartz-IV-Empfänger, die für Stromkosten nach der jüngsten Entscheidung des Bundesarbeitsministeriums auch weiterhin nicht Anspruch auf Zusatzzahlungen, sondern lediglich auf Darlehen haben.

Nach Angaben der Linkspartei hat es in Deutschland bisher mindestens acht Tote wegen Stromsperren gegeben. Das sei aber nur die Spitze des Eisbergs, so Lay. Es sei einfach nicht akzeptabel, "dass in einem reichen Land bei Familien mit Kindern das Licht ausgeht." Die Bundesregierung solle "nach britischem Vorbild eine Enquetekommission einsetzen, die Umfang und soziale Folgen von Stromsperren in Deutschland erfasst".

Die Linkspartei verweist auf Medienberichte unter anderem über den Tod von vier Kindern nach einem Wohnungsbrand im saarländischen Burbach. Das Feuer sei durch eine brennende Kerze im Schlafraum der Eltern ausgelöst worden. In der Wohnung sei zuvor der Strom gesperrt worden. Einen ähnlichen Vorfall habe es auch im thüringischen Otterstedt gegeben, bei dem vier Menschen ums Leben kamen.

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Leserkommentare
    • AndreD
    • 25. November 2012 15:30 Uhr

    Essen kann man sich im Supermarkt besorgen.

    Antwort auf "und umsonst essen"
    • AndreD
    • 25. November 2012 15:32 Uhr

    brauche ich nicht

    Strom dagegen ist lebensnotwendig

    3 Leserempfehlungen
    • AndreD
    • 25. November 2012 15:33 Uhr

    in dem mein Leben davon abhängt, ob ein Konzern/Reicher sich dazu herablässt, mir von seinen Abermilliarden etwas zu schenken.

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  1. Kommentardurchfall?

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    • AndreD
    • 25. November 2012 16:21 Uhr

    aber jede einzelnen Aussage war so, dass ich drauf antworten musste.

    • AndreD
    • 25. November 2012 16:21 Uhr

    aber jede einzelnen Aussage war so, dass ich drauf antworten musste.

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    Antwort auf "@ AndreD"
  2. GUT SO!!! Das ist einer der Gründe, warum ich DIE LINKE wähle.

    Energieversorgung gehört wie auch menschenwürdiges bezahlbares Wohnen nicht in neoliberale Hände. Hier hat der Markt nichts verloren. Das kann der Staat (auch die Stadtwerke Bochum) Kosten neutral regeln. Jeder hat wohl kürzlich eine Ankündigung für eine Strompreiserhöhung bekommen. Altmaier hat hierzu nur umher gestottert und versucht die Wähler mit Absichtserklärungen zu vernebeln. http://www.zeit.de/wirtsc...

    Wer diese Parteien CDU/CSU-FDP noch wählt, dem ist nicht mehr zu helfen oder hat zu viel Geld!

    6 Leserempfehlungen
    • Trypsin
    • 25. November 2012 17:49 Uhr

    @AndreD
    Sie haben vorher schon ein paar Zahlen (Arbeitslose und H4) angegeben. Ich empfehle Ihnen folgenden Vortrag von einem WiWi-Prof, der noch genauere Zahlen erläutert (falls Sie sich dafür interessieren?!)-Die Zahlen sind noch viel schlimmer!
    Der Vortrag ist sehr lang, aber es werden sehr viele Zahlen von 1991-2010 zu dem Vermögen, BIP, AN, AL und Steuern dargestellt. Diesen Vortrag sollte sich jeder ansehen, der unsere Ökonomie und die Konsequenzen verstehen möchte. Ich bin kein WiWi, aber der Vortrag ist sehr verständlich (für nicht BWLer)

    http://www.youtube.com/wa...

    5 Leserempfehlungen
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    • AndreD
    • 25. November 2012 18:09 Uhr

    auf youtube mal ansehen.

    Vielen Dank

    • Mollemo
    • 25. November 2012 17:56 Uhr

    Bei einer Sache haben sie Recht...ein Hausbrand mit Kerze, und weil davor die Stromzufuhr unterbrochen wurde, ist der Energiekonzern Schuld. Humbug.
    Aber Strom dürfte in dem ach so fortschrittlichen und überlegenen Deutschland keine Frage des Geldes sein.
    Die Thematik und gleichzeitig auch das Problem ist im Endeffekt die selbe wie bei dem absolut sinnfreien Bussgeldsystem der StvO...jeder zahlt das Selbe, unabhängig vom Einkommen. Zu deutsch: wer Geld hat kann machen was er will und folgedessen auch verbrauchen was er will bzw. in dem Fall mit der StvO auch kleinere Vergehen verüben ohne nennenswerte Veränderung im Budget. Bei der Küchenhilfe mit 3 Kindern sieht das anders aus...

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, dapd, nf
  • Schlagworte Die Linke | Bundesregierung | Darlehen | Eisberg | Eltern | Presse
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