EinzelhandelMetro verkauft seine Real-Märkte in Osteuropa

Schon länger versucht die kriselnde Metro-Gruppe, Unternehmensteile loszuwerden. Nun gelang dem Konzern ein milliardenschwerer Deal mit einem französischen Konkurrenten. von dapd

Der Metro-Konzern verkauft das Osteuropa-Geschäft seiner Supermarkt-Tochter Real an den französischen Rivalen Auchan. Als Kaufpreis seien 1,1 Milliarden Euro vereinbart worden, teilte das Unternehmen mit. Abgegeben werden sollen 91 Real-Warenhäuser in Polen , Russland , Rumänien und der Ukraine . An den 312 deutschen Real-Filialen hält der Konzern dagegen fest.

Für Metro-Chef Olaf Koch ist das Milliardengeschäft mit Auchan ein wichtiger Schritt. Der erst kürzlich aus dem Dax abgestiegene Handelskonzern kann dadurch nach eigenen Angaben seine Nettoverschuldung um 1,5 Milliarden Euro reduzieren.

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Die Metro-Gruppe leidet zurzeit unter der Konjunkturkrise in Süd- und Teilen Osteuropas . Hohe Arbeitslosigkeit und staatliche Sparmaßnahmen haben dort die Nachfrage nach Konsumgütern einbrechen lassen. Der Konzern hatte deshalb bereits im Oktober die Börse mit einer Gewinnwarnung geschockt. Pläne von Kochs Vorgänger Eckhard Cordes , die Warenhaussparte Kaufhof oder Real als Ganzes zu verkaufen, waren zuvor gescheitert.

Auchan betreibt in Polen, Russland, Rumänien und der Ukraine selbst bereits 98 Standorte und will die übernommenen Real-Filialen in seine Kette eingliedern. Der Verkauf von Real Osteuropa muss noch von den zuständigen Wettbewerbsbehörden genehmigt werden. Das Geschäft werde voraussichtlich 2013 abgeschlossen, teilte der Konzern mit.

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    • Quelle ZEIT ONLINE, dapd, rav
    • Schlagworte Einzelhandel | Osteuropa | Dax | Kaufhof | Arbeitslosigkeit | Börse
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