Zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kam es auch bei den Protesten in Rom, wo Polizisten von rechtsgerichteten Studenten mit Steinen, Flaschen und Sprengkörpern beworfen wurden. Sie demonstrierten gegen Kürzungen im Bildungssystem. Die Polizei rückte mit Tränengas und gepanzerten Fahrzeugen vor, um randalierende Schüler und Studenten vom Tiber-Ufer zu vertreiben. Reporter sprachen von Guerilla-ähnlichen Szenen. In Turin wurden fünf Polizisten bei Krawallen verletzt, einer von ihnen schwer; Demonstranten hatten seinen Schutzhelm mit Stöcken und Baseballschlägern zertrümmert. Auch an anderen Orten wurden Beamte verletzt, es gab mehrere Festnahmen.

Wegen eines 24-stündigen Bahnstreiks in Belgien musste die Deutsche Bahn Busse einsetzen. Von dem Ausstand war vor allem der Zugverkehr in Richtung Brüssel betroffen. "Wer nicht unbedingt dahin muss, sollte einen anderen Tag wählen", sagte ein Bahn-Sprecher. Der Hochgeschwindigkeitszug Thalys zwischen Deutschland und Belgien verkehrte wegen des Streiks nicht.

Auch die Niederlande und andere Länder waren von den Streiks betroffen. Auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol wurden am Mittwoch etwa zehn Flüge von und nach Spanien annulliert. Drei Hochgeschwindigkeitszüge nach Paris blieben im Bahnhof. In London Heathrow , dem verkehrsreichsten Flughafen Europas, wurden bis zum Mittag wegen der Proteste 39 Flüge gestrichen.