AltersauskommenMehr Geld für die Rentner

Die Altersbezüge deutscher Rentner sollen dem noch unveröffentlichten Rentenversicherungsbericht zufolge in den nächsten vier Jahren stark steigen – besonders im Osten. von dpa und dapd

Den 20 Millionen Rentnern stehen in den nächsten vier Jahren deutlich höhere Altersgelder ins Haus. Wie die Bild -Zeitung berichtet , sollen die Renten bis 2016 im Westen um 8,27 Prozent, im Osten sogar um 11,01 Prozent steigen. Das Blatt beruft sich auf den noch unveröffentlichten Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung , der am Mittwoch im Kabinett beschlossen werden soll.

Demnach bekommen die Ost-Rentner im kommenden Jahr mit 3,49 Prozent das höchste Plus seit 1997. Im Westen gebe es im nächsten Jahr zwar nur ein Prozent mehr, aber 2015 mit 2,55 Prozent die größte Steigerung seit 1993.

Anzeige

Auch in den Jahren danach dürfen die Rentner in Deutschland mit mehr Geld rechnen. 2014 sollen die Renten im Westen um 2,33 Prozent und im Osten um 2,4 Prozent steigen. Im Jahr darauf soll sich die Rentensteigerung in Westdeutschland auf 2,55 Prozent belaufen, in Ostdeutschland auf 2,65 Prozent. 2016 gibt es laut dem Bericht in den alten Bundesländern ein Plus von 2,39 Prozent, in den neuen von 2,47 Prozent.

Auch die sogenannte Eckrente – sie basiert auf 45 Jahren Durchschnittsverdienst – liegt höher als erwartet: Im kommenden Jahr bei 1.276 Euro, bei einem Rentenniveau von 48,9 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns.

Diese Zahlen sahen im Rentenbericht 2006 noch anders aus. Damals ging die Regierung für 2013 noch von einer Rente von 1.212 Euro und einem Niveau von 48 Prozent aus.

Zur Startseite
 
Leserkommentare
  1. Es handelt sich hier um einen Inflationsausgleich, nicht um eine Steigerung der Kaufkraft. Im übrigen sei angemerkt, daß wohl die Inflation bei der Schuldenpolitik in Europa nicht bei den angenommen zwei Prozent bleiben wird.

  2. Da sollen wohl die Ostrentner auf die CDU-Wahlstimme eingenordet werden. Wieso wird eigentlih z.Zt. alles auf das Jahr 2015 verschoben? Die Regierung hat seit 2009 nichts Sinnvolles geleistet außer sich selbst zu verwalten,soll das jetzt so weiter gehen bis 2015?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Aha!
    BILD meldet...

    DEr Wahlkampf hat begonnen - wie üblich mit vagen VErsprechungen, an die man sich am Ende entweder nicht mehr erinnert, oder die - leider, leider! - ohnehin unter "Finanzierungsvorbehalt" standsen, und weil mal gerade wieder ein paar Banken gerettet wertden mussten (systemrelevant!), muss die Rentenerhöhung bedauerlicherweise auf die kommende Legislatirperiode verschoben werden...

    Wird aber nachgeholt, versprochen!

    Und trotzdem - höre ich da nicht gerade ein wohliges seufzen quer durch die Altersheime der Republik...???

    Ah nein, das war wohl doch nur der kalte Novemberwind...

    ---

    Achtung: Dieser Kommentar enthält deutlich mehr Zynismus als üblich.
    Lesen Sie bitte nur, wenn Sie damit klarkommen!
    Fragen Sie im zweifelsfall Ihren Arzt, Ihren Apotheker oder Ihre Bundesregierung...

  3. Aha!
    BILD meldet...

    DEr Wahlkampf hat begonnen - wie üblich mit vagen VErsprechungen, an die man sich am Ende entweder nicht mehr erinnert, oder die - leider, leider! - ohnehin unter "Finanzierungsvorbehalt" standsen, und weil mal gerade wieder ein paar Banken gerettet wertden mussten (systemrelevant!), muss die Rentenerhöhung bedauerlicherweise auf die kommende Legislatirperiode verschoben werden...

    Wird aber nachgeholt, versprochen!

    Und trotzdem - höre ich da nicht gerade ein wohliges seufzen quer durch die Altersheime der Republik...???

    Ah nein, das war wohl doch nur der kalte Novemberwind...

    ---

    Achtung: Dieser Kommentar enthält deutlich mehr Zynismus als üblich.
    Lesen Sie bitte nur, wenn Sie damit klarkommen!
    Fragen Sie im zweifelsfall Ihren Arzt, Ihren Apotheker oder Ihre Bundesregierung...

    Antwort auf "Wahlkampf"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "Friede macht Wahlkampf für ihre Freundin Angela..."

    ... und die Qualitätspresse macht mit.

  4. Solange sich die Lebenshaltungskosten im Osten noch sehr stark von denen im Westen unterscheiden, sehe ich eine Anpassung von Löhnen und Renten ans Westniveau ehrlich gesagt ein wenig skeptisch.

    Man fragt sich wohin die Reise geht, wenn man in Leipzig topsanierte Altbauwohnungen mit 90 Quadratmetern und Parkettboden für 500 Euro Warmmiete bekommt, während man in einer vergleichbaren Stadt im Westen für die gleiche Unterkunft locker das Doppelte zahlen muss. Und auch der Zustand der Straßen und Innenstädte in Ost und West weist mittlerweile eine echte Schieflage zugunsten des Ostens auf. Darüber könnte man auch mal nachdenken, bevor man großzügige Versprechungen macht.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    es ist unsinn zu behaupten, der osten hätte niedrige lebenshaltungskosten: eine topsanierte albautwohnung für 500 euro warm? bitte zeigen sie mir die ... und schauen sie doch mal was in einem wenig bevölkerten bundesland wie mecklenburg vorpommern eine 90qm wohnung kostet - vornehmlich direkt an der ostsee. da werden sie sich aber wundern - das ist schon fast vergleichbar mit hamburg!

    noch dazu ist das benzin stets 10 cent teurer als in den bundesländern und und und ...

    immer wieder diese verstaubten ansichten, wir leben hier schön und billig. wer im osten billig lebt, der lebt am ar*** der welt ... in einer gegend wo praktisch keine arbeit zu finden ist.

    • ludna
    • 26. November 2012 11:27 Uhr

    müsste man die Rentenhöhe and den Mietspiegel koppeln. Oder die Miete wird direkt bezahlt, wie bei Hartz IV.

  5. 5. unsinn

    es ist unsinn zu behaupten, der osten hätte niedrige lebenshaltungskosten: eine topsanierte albautwohnung für 500 euro warm? bitte zeigen sie mir die ... und schauen sie doch mal was in einem wenig bevölkerten bundesland wie mecklenburg vorpommern eine 90qm wohnung kostet - vornehmlich direkt an der ostsee. da werden sie sich aber wundern - das ist schon fast vergleichbar mit hamburg!

    noch dazu ist das benzin stets 10 cent teurer als in den bundesländern und und und ...

    immer wieder diese verstaubten ansichten, wir leben hier schön und billig. wer im osten billig lebt, der lebt am ar*** der welt ... in einer gegend wo praktisch keine arbeit zu finden ist.

    Antwort auf "Ost- und Westniveau"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Zitat: „...eine topsanierte albautwohnung für 500 euro warm? bitte zeigen sie mir die...“

    Ich will hier keine kilometerlangen Links posten, deshalb empfehle ich Ihnen, diverse Immobilenportale im Internet zu besuchen.

  6. Zitat: „...eine topsanierte albautwohnung für 500 euro warm? bitte zeigen sie mir die...“

    Ich will hier keine kilometerlangen Links posten, deshalb empfehle ich Ihnen, diverse Immobilenportale im Internet zu besuchen.

    Antwort auf "unsinn"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • NoG
    • 26. November 2012 10:01 Uhr

    die zeiten einer topsanierten 90qm wohnung mit parkett und stuck fuer 500 euro warm sind auch in leipzig seit geraumer zeit vorbei...das wuerde schon aufgrund der aktuellen baupreise ueberhaupt nicht mehr funktionieren.

    wenn das mietpreisniveau in der breite hier noch nicht durch die decke schiest, liegt das am geringen verfuegbarem einkommen in der breite und am leerstand in einigen weniger attraktiven (rand-) vierteln - das betrifft uebrigens auch ihre gefundene wohnung die uebrigens keine 90qm gross ist, laminat statt parkett hat und am ende 571 euro kostet...und das leipzig eine enorme altbausubstanz hat, ist nunmal so...
    parknaehe ist in leipzig uebrigens kein besonders spezifisch attraktives merkmal - die stadt wird komplett von einem auenwald durchzogen.

  7. Toll, dann werden die Rentner demnächst ja im Geld schwimmen. Leider ist die Realität aber eine andere. Von jeder nominalen Rentenerhöhung gehen 8,2% Krankenkassenbeiträge und der volle Pflegeversicherungsbeitrag in Höhe von 1,95% ab. Also jeder nominelle Euro mehr ist in Wirklichkeit lediglich ein Mehr von 0,885 Euro.
    Auch die Sache mit dem Durchschnittsverdienst, einem der Berechnungswerte für die Ermittlung der Rentenhöhe ist real eine alljährliche heimliche Rentenkürzung. Für den Durchschnittsverdienst werden die Einkommen aller beitragspflichtigen Arbeitnehmer addiert und durch die Zahl der beitragspflichtigen Arbeitnehmer dividiert.
    Da aber Arbeitnehmer nur bis zur jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze beitragspflichtig sind, dürfte das darüber hinaus erzielte Einkommen nicht in die Berechnung des Durchschnittsverdienstes einfließen. Da jede Lohnsteigerung dieser Arbeitnehmer aber nicht mehr der Beitragspflicht unterliegt, aber dennoch in die Ermittlung des Durchschnittsverdienstes einfließt, wächst der Durchschnittsverdienst schneller als die Beitragseinnahmen und senkt damit alljährlich die ermittelten Entgeltpunkte.
    Lag die durchschnittliche Eckrente 2012 noch bei etwas über 50% des durchschnittlichen Jahreseinkommens, wurde sie folglich durch die sachlich falsche Ermittlung des Durchschnittseinkommens auf nun 48,9% erneut gesenkt.

  8. 8. [...]

    Bitte verzichten Sie auf unsachliche Vergleiche und kehren zu einer themenbezogenen Diskussion zurück. Danke, die Redaktion/mo.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, dapd, kg
  • Schlagworte Bundesregierung | Euro | Geld | Kabinett | Ostdeutschland | Regierung
Service