Die rund 20 Millionen Rentner in Deutschland können auch 2013 mit einem Rentenanstieg rechnen. Dies sagte die Vorsitzende des Bundesvorstandes der Deutschen Rentenversicherung Bund, Annelie Buntenbach .

Die Renten werden im kommenden Jahr voraussichtlich um etwa ein Prozent in Westdeutschland angehoben. Im Osten gehe man dagegen von einer Erhöhung um rund drei Prozent aus. Endgültig festgelegt wird die Rentenanpassung im Frühjahr von der Bundesregierung .

Bei einer für dieses Jahr erwarteten Inflation von etwa zwei Prozent würde die Anhebung nicht einmal den Kaufkraftverlust ausgleichen. Festgelegt wird die Rentenerhöhung von der Bundesregierung aber erst 2013, wenn die endgültigen Zahlen zur Lohnentwicklung vorliegen. In diesem Jahr waren die Renten um 2,18 Prozent im Westen und um 2,26 Prozent im Osten gestiegen.

Im Osten keine unterbliebenen Rentenminderungen

Die stärkere Rentenanhebung im Osten begründete die Behörde unter anderem damit, dass dort keine unterbliebenen Rentenminderungen mehr nachzuholen seien. Diese hatten sich dadurch ergeben, dass für 2010 eine Rentenkürzung per Gesetz ausgeschlossen wurde und in den Jahren davor der Riester-Faktor ausgesetzt worden war. 

Im Westen sind laut Rentenversicherung noch 0,7 Prozentpunkte im kommenden Jahr abzuziehen. Hinzu komme die jährlich vorzunehmende statistische Korrektur bei den Versichertenentgelten. Das führe im Westen nochmals zu einem Abzug von 0,6 Punkten, im Osten dagegen zu einem Aufschlag von 1,2 Prozentpunkten.