Euro-KriseSpanische Banken erhalten erste Milliarden-Hilfe

Die EU hat 37 Milliarden Euro für die kriselnden spanischen Banken freigegeben. Der IWF sieht das Land auf einem guten Weg bei der Reform des Finanzsektors. von dpa, dapd und

Die EU-Kommission hat die erste Hilfe für die finanziell angeschlagenen spanischen Banken freigegeben: Sie genehmigte die Überweisung von insgesamt 37 Milliarden Euro an vier Banken.

Die Milliardenhilfe der EU ist aber an Bedingungen geknüpft. So müssen die betroffenen Banken etwa ihr Investitionsgeschäft um 60 Prozent absenken. Von der ersten Zahlung profitieren in Spanien die Banken Catalunya Caixa, Bankia, Novagalicia und die Valencia Bank.

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Beschlossen hatte die Euro-Gruppe die grundsätzliche Zusage der Bankenhilfe im Sommer. Bis zu 100 Milliarden Euro umfasst das Rettungspaket für den spanischen Finanzsektor.

Der Internationale Währungsfonds ( IWF ) sieht Spanien bei seinem Weg aus der Krise grundsätzlich auf einem guten Weg. Die vereinbarten Reformen für den Finanzsektor würden bisher umgesetzt und der Zeitplan werde eingehalten, schreibt der IWF in seinem Fortschrittsbericht. Die größten Herausforderungen stünden jedoch noch bevor. Dabei gehe es vor allem um die Pläne für eine Umstrukturierung der Banken und die Effektivität der geplanten Bad Bank . Der Plan, die Bad Bank bis Ende-November voll arbeitsfähig zu machen, sei ehrgeizig.
 

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Leserkommentare
    • IQ130
    • 28. November 2012 21:58 Uhr
    1. [...]

    Bitte bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/mo.

  1. Und wieder werden die Banken und die Internationalen Großinvestoren aus ihren leichtsinnig eingegangenen Risikopositionen herausgepaukt -natürlich zu Lasten des deutschen Steuerzahlers
    Klar, dass da der IWF und das Bankerpack jubeln und die Börsen kurz nach oben schießen, klar das das Euro-Establishment Beifall klatscht und die Handlanger Merkel, Schäuble, Steinbrück und Trittin sich gegenseitig auf die Schulter klopfen.

    CDUCSUFDPGRÜNESPD - Die Blockparteien machen den Bürgern nach wie vor ein X für ein U vor, und führen unser Land in eine Katastrophe

    Wer eine Umfassende Analyse über die Ursachen und Folgen der Eurokrise lesen will, sollte zu diesem Dossier greifen:
    http://www.freiewaehler.e...

    • Xdenker
    • 28. November 2012 22:28 Uhr

    Jetzt haften die Bürger Deutschlands für die Schulden und Verluste spanischer Banken. Und werden morgen dafür zahlen.

    Die Bürger Deutschlands und ihre Nachkommen werden gezwungen, spanische Banken von den Kosten ihrer Fehlspekulation und Misswirtschaft zu entlasten, indem sie deren Verluste tragen.

    Damit retten die Bürger Deutschlands die Vermögen der Eigentümer dieser spanischen Banken, die unverdient sind und diesen daher nicht zustehen.

    Damit werden die Bürger Deutschlands zugleich und erneut zum ohnmächtigen Werkzeug einer Politik, die das Prinzip der Einheit von Handeln und Haften zerstört. Ein Prinzip, ohne dass Wirtschaft nicht funktionieren kann.

    Das ist ein Skandal. Unbegreiflich, dass die Bürger Deutschlands sich das gefallen lassen! Was kann die Handvoll Leute, die dieses Land politisch beherrschen, sonst noch alles mit ihnen machen?

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    Hartz IV Empfänger zieht man bis zum letzten Hemd aus und er wird bei der kleinsten Verfehlung platt gemacht. Den größten Geldempfängern, den Banken, wirft man das Geld nur so hinterher. Selbst dann wenn sie riesige Summen verzockt und/oder veruntreut haben.

  2. ..Griechenland, "thats business"; was sollte auch der IWF
    hierzu anders prognostizieren :-) .

    Allerdings wäre es auch möglich, sonnigen Zeiten entgegen-
    zu sehen, wenn die EU im Rat & Parlament, als Einheit vernünftige Großprojekte anstößt, die sowohl die Arbeitslosigkeit, wie auch die Strukturprobleme dieser Länder nachhaltig kompensieren.

    Mein Lösungsvorschlag:

    1.Wir lassen im großen Stil bei der deutschen & französichen angeschlagen Solarbranche
    riesige Solarparks im Süden der EU gedeihen.

    Hieraus folgen mittelfristig, lukrative witschaftliche Perspektiven, Arbeitsvolumina, Infrastrukturen, Wohlstand der Südländer.

    2.Aus der Sonne in Spanien, Griechenland und Italien entsteht ein immenser Energieüberschuss in diesen Ländern

    => die sonnigen defizieren Länder bezahlen mit
    Ihrem Solar-Strom ihre und die Auslandschulden :-) - .

    3.Insgesamt leben wir zusätzlich gesünder & länger (wichtig) durch diese Art der sauberen Energiegewinnung.

    Eine erfolgreiche Gemeinschaft, - eine dominante europäische Union - , muss weniger abhängig vom Öl und Gas sein.

    4.Wir Europäer könnten gelassen aus der Krise, vielmehr aus dem Veränderungsprozess insgesamt gestärkt hervorgehen.

    Ich denke an eine Summe von einer Billion Euro, um dieses
    Projekt wirkungsvoll in der EU anzustoßen. Ist doch ein Pinatz, wenn man überlegt, das der Irak-Krieg, den USA zwei Billionen "wert" war.

    Die Privathaushalte i.A., nicht das heute unfunktionelle Geldherleih-System, stehen auf der Sonnenseite :-) .

  3. Hartz IV Empfänger zieht man bis zum letzten Hemd aus und er wird bei der kleinsten Verfehlung platt gemacht. Den größten Geldempfängern, den Banken, wirft man das Geld nur so hinterher. Selbst dann wenn sie riesige Summen verzockt und/oder veruntreut haben.

    Antwort auf "Skandal"
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    • Xdenker
    • 29. November 2012 12:16 Uhr

    Dass die Bürger für die Verluste von Banken haften und zahlen müssen, ist ja schon nichts Neues mehr. (Nur) Im Falle der Landesbanken auch irgendwo logisch. Schließlich gehören die dem Land und damit dessen Bürgern.

    Dass es jetzt aber ausländische, im Moment spanische Banken und dort im wesentlichen die Sparkassen sind, für die die Bürger Deutschlands zunächst haften und dann zahlen müssen, schlägt dem Fass den Boden aus.

  4. werden verteilt. Ganz im Ernst, es erwartet doch keiner, dass die Gelder an spanische Banken oder griechische Regierungen irgendwie zurückgezahlt werden? Da werden, wenn sonst nichts, ein paar Buchaltertechniken zum Einsatz kommen, die dass bei zeiten verhindern.

    Da muß sich doch mal irgendwas ändern. Wie wär's denn damit, dass an jede noch so fiktive Zahlung immer, sagen wir, zehn ganz konkrete Massnahmen fü richtige Menschen geknüpft sind, woran man nach vollziehen kann, dass sich irgendwo irgendwas bessert. Geht Rettungsgeld den Bach runter, bleibt dann doch etwas Gutes zurück.

    Hier verkommen Millionen zu Rundungsfehler, da muß doch so was möglich sein.

    • Xdenker
    • 29. November 2012 12:16 Uhr

    Dass die Bürger für die Verluste von Banken haften und zahlen müssen, ist ja schon nichts Neues mehr. (Nur) Im Falle der Landesbanken auch irgendwo logisch. Schließlich gehören die dem Land und damit dessen Bürgern.

    Dass es jetzt aber ausländische, im Moment spanische Banken und dort im wesentlichen die Sparkassen sind, für die die Bürger Deutschlands zunächst haften und dann zahlen müssen, schlägt dem Fass den Boden aus.

    Antwort auf "Bankenskandal"
    • farnold
    • 29. November 2012 14:27 Uhr

    Der Deutsche Steuerzahler bürgt, richtig. Keiner kümmert sich aber darum, dass die Rechnung aber vom Spanischen Steuerzahler bezahlt wird. Dies ist nämlich keine Schenkung, sondern ein Kredit, zu günstigen Konditionen, aber ein Kredit. Die Zinsen und Rückzahlung gehen auf Lasten der Spanischen Steuerzahler und nicht auf die der Deutschen!
    ... und geschützt werden unter anderen Deutsche Banken und Versicherungen, die bei einer richtigen Pleite von den Pleitebanken größere Verluste in Kauf nehmen müssten. In so fern ist manches Wehklagen aus Deutschland eher unverständlich. Sieh auch den Zeit-Artikel: http://www.zeit.de/2012/4...

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    • Xdenker
    • 29. November 2012 18:22 Uhr

    Sie verschlimmern sie.

    Die maroden Banken werden die Finanzhilfen nur zurückzahlen können, wenn die Assets, die sie abschreiben mussten und wegen derer sie in Not gerieten, kräftig an Wert gewinnen. M.a.W., wenn die Scheinvermögen wieder zu Vermögen werden.
    Zwar weiß ich nicht genau, welche Assets die maroden spanischen Spaßkassen so in ihren Bilanzen haben, aber dass deren Wert so stark steigen könnte, wie er gefallen ist, halte ich für unwahrscheinlich. Unter Letzteren nicht wenige, die das für ihr Land tun - nämlich dann, wenn es zu denen gehört, in das die Hilfen fließen.

    Das heißt, die Hilfszahlungen sind verloren. Die Wahrheit wird natürlich, wie immer, erst dann eingestanden, wenn es unvermeidbar geworden ist. Zwischenzeitlich wird kräftig schöngeredet, insbesondere von der Politik, den Interessenvertretern, Journalisten und Kommentatoren, die partout wollen, dass die Menschen in Deutschland für marode Haushalte und marode Banken anderer Staaten aufkommen müssen.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, dapd, tis
  • Schlagworte Europäische Union | EU-Kommission | Internationaler Währungsfonds | Euro | Reform | Rettungspaket
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