Der frühere UBS-Händler Kweko Adoboli vor Verkündung des Urteils am Dienstag in London © Stefan Wermuth/Reuters

Im Prozess um Fehlspekulationen bei der Schweizer Großbank UBS ist der ehemalige Händler Kweku Adoboli zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Das zuständige Gericht in London sprach den 32-Jährigen in zwei Anklagepunkten des Betrugs schuldig.

In vier weiteren Anklagepunkten wurde Adoboli freigesprochen: Er war auch wegen Bilanzfälschung angeklagt.

Die Staatsanwaltschaft hatte Adoboli vorgeworfen, bei der UBS einen Verlust von 2,3 Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro) verursacht zu haben. Ankläger Andrew Penhale sagte, die Geldsumme, die bei den Betrügereien Adobolis im Spiel gewesen sei, sei "atemberaubend, mit großen Auswirkungen für die Bank, aber auch für ihre Angestellten, Anteilseigner und Investoren" gewesen. "Dies war kein Verbrechen ohne Opfer."

Adoboli hatte zwar Verluste für die Bank zugegeben, jegliches Fehlverhalten aber bestritten. Nach seinen Angaben waren seine Vorgesetzten über alles informiert und ermutigten ihn sogar, Risiken für die UBS einzugehen, um höhere Gewinne für die Bank zu erzielen.