KlimaschutzAmerika taugt nicht mehr als Feindbild

Auf dem Klimagipfel in Doha sind die USA der Buhmann. Dabei ist Obamas Klimabilanz längst besser als gedacht, schreibt Alexander Ochs vom World Watch Institute. von Alexander Ochs

US-Flagge in einem verwüsteten Vorgarten nach dem Wirbelsturm Sandy

US-Flagge in einem verwüsteten Vorgarten nach dem Wirbelsturm Sandy  |  © Stan Honda/AFP/Getty Images

Für Greenpeace steht fest, wer die Schuld trägt an den zähen Verhandlungen über ein globales Klimaschutzabkommen: Die Delegation der USA verweigere sich auf dem Klimagipfel in Doha verbindlichen Höchstmengen für den Treibhausgasausstoß des Landes. Das Land stelle zudem frühere Finanzzusagen für Klimaschutzmaßnahmen an ärmere Länder infrage und mache auch sonst wenig konkrete Vorschläge.

Tatsächlich sind die Vereinigten Staaten in den zwei Jahrzehnten internationaler Klimapolitik meist als Bremser aufgefallen. Unvergessen ist der Ausstieg George W. Bushs aus dem Kyoto-Protokoll, das sein Vorgänger Bill Clinton noch unterzeichnet hatte – ein in der Diplomatie unerhörter Vorgang.

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Auch der ansonsten im Ausland hochverehrte Barack Obama enttäuschte die Klimaschützer. Zu Hause nicht in der Lage, ein umfassendes Klima- und Energieprogramm durch den Kongress zu bringen, unterzeichnete der wiedergewählte Präsident pünktlich zum Beginn des Klimagipfels eine Gesetz, das Amerikas Fluggesellschaften verbietet, ihre Auflagen im Rahmen des europäischen Emissionshandelssystems zu erfüllen.

Alexander Ochs
Alexander Ochs

ist Direktor für Klima und Energie am Worldwatch Institute in Washington. Die Organisation setzt sich für eine nachhaltigere Umwelt- und Klimaschutzpolitik ein.

Bereits zuvor hatte sein Chefunterhändler für das Klima, Todd Stern, für Furore gesorgt, als er das Zwei-Grad Ziel für die globale Erderwärmung infrage stellte – obwohl die Wissenschaft es als Minimalziel vorgegeben hat und die Mitgliedsstaaten der Klimarahmenkonvention es bereits verabschiedet haben. Inzwischen fordern viele nur mehr eins: Dass Amerika sich einem Verhandlungserfolg wenigstens nicht in den Weg stellen möge, wenn es zu einer Führungsrolle nicht willens sei.

Doch mit dem Willen ist es so eine Sache. Wer mit Vertretern der Obama-Regierung spricht, dem wird schnell klar, dass sie die Klimaproblematik durchaus ernst nehmen. Und in der Tat hatte Obama bei seinem Amtsantritt im Jahr 2008 noch hehre Ziele. Immer wieder bekräftigte er seine Überzeugung, dass diejenige Nation, die den Wettbewerb um neue Energietechnologien gewinne, auch die Weltwirtschaft in diesem Jahrhundert anführen werde. Nur wenige Herausforderungen für Amerika und die Welt seien dringender als der Klimaschutz. In seiner Präsidentschaft wolle er ein neues Kapitel aufschlagen.

Obama fehlt es an innenpolitischem Handlungsspielraum

In den folgenden vier Jahren der ersten Amtsperiode waren der Administration innenpolitisch weitgehend die Hände gebunden. Ihr politisches Kapital war nach der Finanzkrise, dem Wirtschaftspaket, dem Banken-Rettungsschirm, dem Bail-Out der Autoindustrie und vor allem der von Republikanern verhassten Gesundheitsreform weitgehend aufgebraucht. Ob das tatsächlich so stimmt, ist ebenso fraglich wie müßig zu diskutieren.

Zumindest in der eigenen Einschätzung war Präsident Obama, der ohnehin nur als Vermittler der verfeindeten Parteilager antrat, nicht mehr in der Lage, den entscheidenden Machthebel anzusetzen, als es zum Showdown im amerikanischen Repräsentantenhaus kam: Im Jahr 2010 scheiterte das Klima- und Energiepaket schließlich am Widerstand der Republikaner und einiger demokratischer Abgeordneter. Das alles, obwohl der Senat das Paket bereits verabschiedet hatte.

Dennoch fällt die Bilanz der ersten Amtsperiode Obamas im Rückblick überraschend positiv aus. Die Ölimporte gingen um 32 Prozent zurück, die Windkraft wurde mehr als verdoppelt, die Solarenergie wuchs um das Siebenfache. Und: Die Kohlendioxid-Emissionen der USA fielen um zehn Prozent.

Leserkommentare
  1. Alexander, die USA quetschen das letzte Schieferöl und -gas aus dem Kontinent. Wenn das mal teurer als Kohle wird, steigen sie wieder auf Kohle um.

    Man sollte als Klimaschützer vor solchen Techniken warnen, die es der Menschheit ermöglicht, noch mehr fossile Energie aus der Erde zu holen. Wir brauchen Techniken, die es uns ermöglichen, die fossile Energie in der Erde zu lassen. Daran arbeitet D, nicht USA:

    http://www.renewablesinte...

  2. was ist denn mit der unran munition die die usa im irak und in afgahnistan eingesetzt hat und noch in anderen teilen der welt einsetzt? was dies für schäden an natur, umwelt und mensch anrichtet sollte auch thematisiert werden. oder ist das nicht pc genug, oder weil es nicht in den usa stattfindet nicht bei ihenen aufzurechenen?

  3. hat völlig Recht. In den letzten Jahren versuchen die USA auf Rohstoffimporte durch Förderung von Öl und Gas aus schwer zugänglichen Quellen verzichten zu können.
    Und das geht vollständig auf Kosten der Umwelt, weil die Förderung eben dieser extrem umweltschädlich ist.
    Ich mein was interessiert die Amerikaner auch die Erderwärmung, drehen sie eben die Klimaanlagen auf.

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    "In den letzten Jahren versuchen die USA auf Rohstoffimporte durch Förderung von Öl und Gas aus schwer zugänglichen Quellen verzichten zu können."
    ------------------
    Das Stichwort lautet "Frecking". Leider wird zum Thema Umwelt heute nur noch auf das Thema CO2 geschaut, dessen Ursache am Klimawandel mehr als nur zu bezweifeln ist. Alle anderen Umweltsünden kommen kaum noch ans Tageslicht.

    Durch die Klimaerwärmung gab es schlimme Dürren in den USA, was zu starken Ernteausfällen führte. Es interessiert die Amerikaner, wie ihre zuünftige Lebensmittelversorgung aussieht, und somit wie die Klimaerwärmung foranschreitet.

  4. >>Der jüngste World Energy Outlook der Internationalen Energieagentur (IEA) sagt voraus, dass die Vereinigten Staaten schon bald Saudi-Arabien als weltgrößten Ölproduzenten ablösen werden.<<

    Unwahrscheinlich, wie in damaligen Artikelkommentaren schon erläutert wurde. Bei genauerem Hinsehen geben sie Zahlen das nämlich wie so oft nicht her.
    http://www.theoildrum.com/node/9622

    >>Seit Jahrzehnten lag der Kohlestromanteil bei mehr als 50 Prozent. Jetzt ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Gas die Kohle ablöst.<<

    Gasboom durch Fracking, bis der der Arzt kommt?
    Schön und gut, immerhin ist das gemeine Gaskraftwerk der Kohle deutlich vorzuziehen, wenn es denn schon fossil sein muß. Aber wie lange wird das gutgehen?

    Ich wette, daß in 5 Jahren keine Sau mehr vom Gasboom spricht, denn dann werden die allermeisten Quellen bereits längst wieder erschöpft sein.
    Kleines Paradoxon am Rande: wenn wir mit effektiveren Methoden eine Ressource besser und intensiver ausbeuten als vorher, dann ist sie nur umso schneller erschöpft.

    Auslagern nach China ist keine CO2-Reduktion, auch wenn wir Europäer das auch gerne machen und uns stolz auf die Brust schlagen, gell, Frau Merkel?
    Wo ist das 20-Milliarden-Programm, um steinzeitliche Klimaanlagen durch moderne Modelle zu ersetzen in den USA?
    Oder so zu bauen, das man die Dinger gar nicht braucht?
    Wo sind die Gesetze, die es verbieten, peinliche Holzhütten überall aufzustellen, ohne Rücksicht auf die dortigen klimatischen Verhältnisse?

  5. "In den letzten Jahren versuchen die USA auf Rohstoffimporte durch Förderung von Öl und Gas aus schwer zugänglichen Quellen verzichten zu können."
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    Das Stichwort lautet "Frecking". Leider wird zum Thema Umwelt heute nur noch auf das Thema CO2 geschaut, dessen Ursache am Klimawandel mehr als nur zu bezweifeln ist. Alle anderen Umweltsünden kommen kaum noch ans Tageslicht.

    Antwort auf "petiteplanete"
  6. Das ist der Kommentar von Prof. Gerhard Gerlich - einem mathematischen Physiker und einem der schärfsten Kritiker des CO2-Treibhausdogmas - zu der Branche, die Herr Ochs repräsentiert.

    Ochs & Co. leben davon, die Welt mit Märchen über angebliche Gefahren von Spurengasen in der Atmosphäre in Schrecken zu setzen. Physikalisch sind deren Behauptungen allerdings ohne Substanz. Das beginbnt mit der ganz simplemn Tatsache, daß IR-aktive Gase (vulga "Treibhausgase") die Erde KÜHLEN - sie wärmen sie also gar nicht. Betrachtet man nämlich das von uns so bezeichnete "Kühlsystem" der Erde, dann haben 70 Prozent der vom Gesamtplantene Erde ins Weltall abgestrahlten Energie ihren Ursprung in den Molekülen eben dieser IR-aktiven Gase. Sie bilden also in diesem Kühlsystem die mit großem Abstand wichtigste Komponente, und sie sind es, die es der Atmosphäre ermöglichen, überhaupt seit 4 Milliarden Jahren ständig Wärme vom Erdboden zu übernehmen. Gäbe es in der Atmosphäre KEINE "Treibhausgase", wäre die Atmosphäre HEISSER (www.ke-research.de/downlo... ).

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    ...gibt es aber noch weitere Gründe fossile Energiequellen weniger zu nützen.
    Das CO2 wird von den Ozeanen absorbiert und versauert. Krustentiere, Korallen etc sind schon von dieser Versauerung betroffen. Das wird Auswirkungen auf die ganze Nahrungskette haben. Das kann unvorhersehbare Auswirkungen auf unsere Nahrungsversorgung haben. Wollen Sie sich in Zukunft eine Dose Quallen anstatt eine Dose Sardienen aufmachen?
    Mit steigernder Bevölkerungszahl UND steigendem Lebensstandard wird bei gleichbleibendem fossilem Verbrauch pro Kopf der Ofen früher aus sein als Ihnen lieb ist. Sie wollen doch dass Ihre Enkel es auch noch warm haben?
    Die Verwendung von fossilen Energiequellen kostet Leben und ist gesundheitsschädigend. Es entstehen der Gesellschaft dadurch enorme Kosten. Ihnen wäre doch auch lieber wenn die Krankenkassenbeiträge fallen würden? Und wäre Ihnen nicht lieber daß der Staat weniger für die Beseitigung von Umweltschäden (die durch den Gebrauch von Fossilen entstehen) ausgeben müßte?
    Es sprechen viele Punkte für eine Änderung in unserer Energieerzeugung. Deutschland hat natürlich mit der 'Energiewende' wie sie zur Zeit stattfindet NICHTS erreicht und wird auch nichts erreichen eher die Lage verschlimmern. Das ist aber ein anderes Thema.

    • lispm
    • 04. Januar 2013 5:26 Uhr

    Die wirren Behauptungen des 'mathematischen Physikers' sind von Klimawissenschaftlern längst widerlegt.

  7. Und die Umweltbelastung ist ebenfalls nicht ohne.
    Selbst der Fracking Industrie nahestehende Stellen sprechen davon dass ca 8% des Gases von der Förderung bis zum Verbrauch entweicht. Der Durchschnitt bei konventionellem Gas liegt bei 4%.
    Nun ist Methan ein 24 mal potenteres Treibhausgas als CO2 das sich aber über ca 12 Jahre zum Verbrennungswert von CO2 abbaut. Wenn man sich dies genauer ansieht, dann ist ein (Fracking)GasKW im 1.Jahr des Betriebes für einen 40% höheren Treibhauseffekt verantwortlich als ein Kohlekraftwerk. Im zweiten Jahr ist 1/12 des Methans abgebaut aber der Wert des 1.Jahres kommt hinzu. Erst nach dem 5.Jahr ist der kumulative Treibhauseffekt des GasKW etwas niedriger als das des KohleKW. Nach 30Jahren ist der kumulative Effekt 70% dessen des KohleKW und nicht die 50% wie meistens glaubhaft gemacht wird.
    Wenn Sie nun im nächsten Jahr wieder ein GasKW in Betrieb nehmen dann flacht diese Kurve weiter ab usf.
    Kurz bis mittelfristig hilft diese Art der Stromerzeugung in Amerika klimatechnisch nichts. Der Klimarat sagt dass wir kurzfristig weniger Methan und langfristig weniger CO2 in die Atmosphäre blasen sollen. Die USA macht genau das Gegenteil.
    Es führt kurzfristig kein Weg am Ausbau von Nuklear und der Erneuerbaren vorbei. Mittelfristg wird man auch CCS bei den Kohlekraftwerken brauchen, denn hier ist der Treibhausminderungseffekt höher als bei Gas-CCS, denn das Methan entweicht trotz CCS weiterhin.
    Langfristig braucht man auch CC & Utilisation (CCU).

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    • lispm
    • 04. Januar 2013 5:29 Uhr

    man liest durchaus Berichte, dass die beteiligten Firmen nicht sehr profitabel sind...

    Aktuell ist das Gas in den USA sehr billig, die Förderkosten sind hoch und die Förderrate sinkt rasch pro Bohrung.

  8. ...gibt es aber noch weitere Gründe fossile Energiequellen weniger zu nützen.
    Das CO2 wird von den Ozeanen absorbiert und versauert. Krustentiere, Korallen etc sind schon von dieser Versauerung betroffen. Das wird Auswirkungen auf die ganze Nahrungskette haben. Das kann unvorhersehbare Auswirkungen auf unsere Nahrungsversorgung haben. Wollen Sie sich in Zukunft eine Dose Quallen anstatt eine Dose Sardienen aufmachen?
    Mit steigernder Bevölkerungszahl UND steigendem Lebensstandard wird bei gleichbleibendem fossilem Verbrauch pro Kopf der Ofen früher aus sein als Ihnen lieb ist. Sie wollen doch dass Ihre Enkel es auch noch warm haben?
    Die Verwendung von fossilen Energiequellen kostet Leben und ist gesundheitsschädigend. Es entstehen der Gesellschaft dadurch enorme Kosten. Ihnen wäre doch auch lieber wenn die Krankenkassenbeiträge fallen würden? Und wäre Ihnen nicht lieber daß der Staat weniger für die Beseitigung von Umweltschäden (die durch den Gebrauch von Fossilen entstehen) ausgeben müßte?
    Es sprechen viele Punkte für eine Änderung in unserer Energieerzeugung. Deutschland hat natürlich mit der 'Energiewende' wie sie zur Zeit stattfindet NICHTS erreicht und wird auch nichts erreichen eher die Lage verschlimmern. Das ist aber ein anderes Thema.

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    Greift man das Treibhausdogma an, dann melden sich sofort seine Verteidiger. Manchmal wird man angepöbelt und verächtlich gemacht (SPIEGEL, STANDARD), oder es melden sich wohlbelesene Zeitgenossen, die einen streng darüber aufklären, daß "Co2" (also "Doppelkobalt") die Erde schon ganz doll aufgeheizt hat und deshalb zuletzt Pakistan überschwemmt worden sei. Vor dem Hintergrund finde ich die Meinungsäußerung von @nix... nett und sympathisch, in der er/sie auf die in den Medien oft beschworene "Versauerung der Ozeane" verweist - und damit kurz das Thema wechselt!

    Der Punkt ist, daß es den erderwärmenden "Treibhauseffekt" nicht gibt. Es gibt weder eine Erwärmung durch CO2, noch eine solche durch Methan, und die "Olympiade der Treibhausgase", nach der Methan ein x-mal stärkere Erwärmungswirkung haben soll als Kohlendioxid, erinnert mich manchmal an die Debatten der Siebenjährigen, wer stärker sei, "Batman" oder "Superman". Das gesamte "Kühlsystem" der Erde beruht auf dem dominierenden Mechanismus,daß die IR-aktiven Gase Energie ins Weltall abstrahlen. Daß diese Überlegung stimmt, sehen Sie, wenn Sie die Oberflächentemperaturen bei Erde und Mond vergleichen. Maximale Erdtemperaturen finden Sie in den äquatornahen Wüsten: in der Sahara erreicht die oberste Sandschicht am späten Vormittag ein Maximum von etwa 80 Grad C. Auf dem Mond gibt es auf der Tagseite Temperaturen von 130 Grad.

    Die Treibhaushypothese ist falsch, sie gehört ebenso wie "Phlogiston" und "Äther" in die Tonne.

    In den Ozeanen finden Sie einen Mineraliencocktail, dessen Masse ca. 3,5 Prozent der Ozeanmasse ausmacht. CO2, das in den Ozean gelangt, wird dort zunächst als CO2 gelöst, reagiert dann mit Wasser zu H2CO3, das zu HCO3(-)- und schließlich zu CO3(2-)-Ionen zerfällt. Alle diese Reaktionen sind Umkehrreaktionen, die von der Temperatur des Wassers sowie dessen Alkalität (Meerwasser ist alkalisch und nicht sauer) abhängen. Bei den chemischen Verhältnissen des Ozeans dominiert HCO3(-), also das Bicarbonat-Ion. Alles zusammen wird das "Carbonatsystem" genannt.

    Wenn Sie nun den vorgenannten Mineraliencocktail im Meer zerlegen, dann wird dessen Anionenanteil dominiert von dem einen Element Chlor, das allein 55 Prozent des Meeresmineralgehalts ausmacht. Das zweite relevante Anion ist Sulfat: SO4(2-). Der Bicarbonatanteil ist demgegenüber extrem gering. Daher müßte der - um eine "Versauerung" des Ozeans zu bewirken, geradezu explosionsartig angestiegen sein, und dafür müßten dann Meßwerte präsentiert werden. Ich habe zwar schon tausendmal in irgendwelchen populären Massenmedien Behauptungen zur "Ozeanversauerung" gesehen, aber noch nicht ein einziges Mal eine konkrete Darlegung eines massiven Bicarbonatanstiegs.

    Wo ist der? Oder handelt es sich nur um ein weiteres grünes Märchen?

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