BER : Berliner Flughafenbau kostet 250 Millionen Euro mehr

Der Bau des Großflughafens soll noch teurer werden, die reinen Konstruktionskosten steigen. Am Gesamtbudget ändere das aber nichts, sagen die Verantwortlichen.

Das Baubudget für den künftigen Berliner Hauptstadtflughafen wird um 250 Millionen Euro erhöht. Das hat der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg am Freitag bei einer Sitzung in Schönefeld beschlossen.

Die Mehrkosten sollen aber die das Budget von 1,2 Milliarden Euro nicht überschreiten, wie die Flughafengesellschaft mitteilte. Dies könne durch interne Umschichtungen erreicht werden. Damit bleibt es vorerst bei Gesamtkosten des Flughafenprojekts von 4,3 Milliarden Euro.

Zudem soll der 27. Oktober 2013 als Eröffnungstermin bestehen bleiben, wurde bei der Sitzung beschlossen. Keiner der Teilnehmer des Aufsichtsrats unter dem Vorsitz des Berliner Regierungschefs Klaus Wowereit ( SPD ) wollte sich nach der Sitzung zu den Beschlüssen äußern.

In einer Mitteilung des Flughafens stellte Technik-Geschäftsführer Horst Amann fest, dass es keinen Verzug bei den Bauarbeiten gebe. Bei einem Rundgang mit den Aufsichtsräten durch das Hauptgebäude habe er gesagt: "Ich hätte mir gewünscht, dass wir schon mehr Bauarbeiten sehen, aber wir sind im Plan." Derzeit arbeiteten rund 300 Menschen auf der Baustelle.

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Kommentare

25 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Das ist noch gar nichts gegen Stuttgart 21!

Flughafen Berlin-Brandenburg:
Derzeit geschätzte Baukosten: 4,3 Mrd. €
Geschätztes Passagiere p. a.: 27 Mio.
Ergibt: ca. 160 € Baukosten pro Passagier und Jahr

Bahnprojekt Stuttgart 21:
Derzeit geschätzte Baukosen: 6-10 Mrd. €
Geschätzte Fahrgäste p. a.: 10 Mio.
Ergibt: ca. 600 € - 1.000 € Baukosten pro Fahrgast und Jahr

Dies sollte die Presse einmal aufgreifen. Und dabei ist es gleichgültig, ob in meiner Berechnung die Neubaustrecke Ulm-Wendlingen auch noch enthalten ist. Selbst wenn man diese herausrechnet, muss sich der Hauptbahnhof Stuttgart schon jetzt nicht hinter Berlin verstecken. - Und der Bahnhof ist noch nicht einmal gebaut!

Unterschied Stuttgart21 und BER

In einer 10 Jährigen Planung können sich kosten allein am Wertverlust der Währung vervielfachen. Es gab eine Schlichtung und die Rot-Grüne Regierung hätte längst aussteigen können hätte dann Ersatz an Bahn zahlen müssen.

BER dagegen müsste schon stehen. Bei BER gab es keine Schlichtung. Wowereit und Platzeck haben sich den Hut aufgesetzt und sitzen noch in ihren Stühlen.

Wenn Rote Projekte scheitern muss man natürlich mit den Finger auf andere zeigen.

Das macht S21 nicht besser!

"In einer 10 Jährigen Planung können sich kosten allein am Wertverlust der Währung vervielfachen."

In 10 Jahren nur auf Grund von Währungsschwankungen vervielfachen? Ich wusste noch gar nicht, dass wir in der Vergangenheit schon erste Ansätze zur Hyperinflation hatten. Dass die reale Inflation über der statistisch gemessenen und stets kommunizierten Preissteigerung liegt, steht außer Frage. Aber vervielfachte Baukosten nur auf die Inflation schieben zu wollen ist schon dreist.

"Es gab eine Schlichtung und die Rot-Grüne Regierung hätte längst aussteigen können hätte dann Ersatz an Bahn zahlen müssen."

Zum einen hat die Bahn in dieser Schlichtung stets monoton betont, dass es sich um das beste durchgeplante Projekt ever handeln würde und es keinesfalls zu Mehrkosten kommen würde. Der evtl. zu zahlende Schadenersatz bei einem Ausstieg wäre wesentlich günstiger gekommen. Das war und ist leider weiten Bevölkerungsteilen mit schwäbischer Mentalität nicht vermittelbar (gewesen). Dass in der Volksabstimmung für einen Weiterbau gestimmt wurde, ist insoweit zum großen Teil tatsächlich der Bevölkerung und nicht der Politik anzulasten. Nebenbeibemerkt handelt es sich gegenwärtig um eine grün-rote Regierung.

"Wenn Rote Projekte scheitern muss man natürlich mit den Finger auf andere zeigen."

Als neutraler politischer Beobachter muss ich mich zum Glück keinem polit. Farbenspiel aussetzen. Es stört jedoch, dass dem BER soviel Beachtung geschenkt wird, obwohl S21 der größere Skandal ist.

Das eigentliche Problem ist doch

ein grober Interessenkonflikt:

Wenn eine private Firma mit einem Bau beauftragt wird, besteht das Hauptinteresse darin, möglichst maximales Kapital aus der Geschichte zu schlagen. Wenn dann noch der Staat Geldgeber ist und damit beinahe UNENDLICHE Ressourcen aus Steuergeldern zur Verfügung stehen, ist der Ausgang uns allen doch klar...

Besser ist:

Der Staat bezahlt UND der Staat hat eine eigene staatliche Firma die kein Eigeninteresse an Schlamperei und Verzögerung hat.

ODER

Ein privates Unternehmen zahlt und beauftragt ein privates Unternehmen. Hier kann das Geld nicht unendlich fließen und die Verantwortlichen werden mit kritischem Auge den Fortgang betrachten.

Die Lösung "Staat bezahlt Privatfirma" ist ein Schuss ins Knie.

Nein! (Teil I)

"Der Staat bezahlt UND der Staat hat eine eigene staatliche Firma die kein Eigeninteresse an Schlamperei und Verzögerung hat"

Das Traurige an unserem Gesamtzustand ist doch, dass die ganzen Fehler irrsinniger Weise auf die Marktwirtschaft abgeschoben werden, obwohl wir schon lange keine "echte" soziale Marktwirtschaft mehr haben. Dabei sind es doch gerade unsere politischen Eliten, die von Anfang an die Kosten verschleiern, weil sie wissen, dass es bei ehrlicher Kommunikation der Kosten nie zur Realisierung kommen würde. Und es sind doch unsere Politiker von Bundes- bis Gemeinderatsebene, die immer dem "günstigsten Angebot" den Vorzug geben. Gewinn wird dann mit den "Nachträgen" gemacht. Seriöse Bauunternehmen haben da gar keine Chance mehr und müssen dieses perfide Spiel mitmachen. Darüber hinaus ist der Lobbyismus und das Geschacher vom Bund bis hin zu den Kommunen bekannt.

Die Lösung ist allerdings sicherlich nicht ein "VEB Baustaatsbetrieb". Dieser wird die ähnlichen Probleme haben, wie wir sie heute schon kennen. Historische Beispiele gibt es zu Genüge.

Es reicht vollkommen aus, wenn ein privates Unternehmen das Bauprojekt zu einem Festpreis realisiert - ohne jegliche Nachträge und ohne nachträgliche Änderungswünsche der Politiker! Bei so einer Lösung muss lediglich sicher gestellt werden, dass das Unternehmen das Bauvorhaben zu 100 % durchziehen kann und im Falle der Insolvenz ausreichend private(!) Haftungsmasse da ist - ohne jegliche staatliche Rettung.

Nein! (Teil II)

"ODER ein privates Unternehmen zahlt und beauftragt ein privates Unternehmen. Hier kann das Geld nicht unendlich fließen und die Verantwortlichen werden mit kritischem Auge den Fortgang betrachten.

Die Lösung "Staat bezahlt Privatfirma" ist ein Schuss ins Knie"

Das ist insbesondere bei Infrastrukturprojekten nicht praktikabel und auch nicht immer politisch gewollt. Viele Infrasturkturprojekte (z. B. Städtische Hallenbäder) sind grundsätzlich defizitär und die würde ein privates Unternehmen niemals realisieren, obwohl von der Bevölkerung gewünscht. Zugeben muss man allerdings, dass heutzutage fast jedes Dorf einen eigenen defizitären Flughafen für Ryanair & Co. baut. So etwas würde in der Tat ein privates Unternehmen nicht machen. Und die privaten Unternehmen, die es machen, kommen ohne Landesmittel nicht aus. Mir ist zumindest kein Regionalflughafen bekannt, der gewinnbringend arbeitet.

Und die Privatisierung der Infrastruktur sollte eigentlich für linke Gesinnungsgenossen, die andererseits Staatsbaubetriebe vorschlagen, ein rotes Tuch sein. Die Privatisierung in diesem Bereich muss man auch als überzeugter Marktwirtschaftler oftmals kritisch sehen.

@1 Das ist ..

Da haben Sie ja eine Tolle Rechung aufgemacht Die hat nur einen kleinen Schönheitsfehler. Berlin ist grösstes Nehmerland in Länderfinanz Ausgleich 3.043 Millionen Euro Brandenburg bekommt immerhin noch 440 Millionen Euro. Dieser grosskotz... Hauptstadt Airport samt seinen Unfähigen Party Vorstand ( Arm aber Sexy) wird von sage und Schreibe VIER Geber Ländern und dem Bund bezahlt. Zu diesen Geber Ländern gehört auch Baden-Würthenberg also Ihr einwand Stuttgart 21 ist Schall und Rauch. Die anderen Geber Länder sind Bayern ( Löwen anteil ) Hessen und das Kleine Hamburg. viele grüße aus HH.

Was wollen Sie mir damit sagen?

Sorry, aber es fällt mir schwer zu erkennen, was Sie jetzt eigentlich genau zu Ausdruck bringen wollen.

Sowohl in Berlin als auch in Stuttgart wird Geld versenkt, verbuddelt und veruntreut.

Nur weil Baden-Württemberg Nettozahler ist, heißt das noch lange nicht, dass man deswegen in Stuttgar noch viel größeren Irrsinn als in Berlin verantstalten darf.

Ich habe hier in meinen Beiträgen noch nie den Berliner Flughafen verteidigt. Das ist zurecht ein riesen Skandal, der sicherlich u. a. dem von Ihnen genannten Politkasper anzulasten ist.

Ich habe mir lediglich erlaubt darauf hinzuweisen, dass S21 in den bisher absehbaren Dimensionen ein noch viel größerer Skandal ist als Berlin. Daher sollte die Presse ihre Prioritäten vielleicht auch ein klein wenig anders gewichten.

wer hätte

sich den hut denn sonst aufsetzen sollen?
man hätte wie die vorgänger einfach weiter koruptionsfestspiele veranstalten können und das fröhliche land an und verkaufspiel bei immer weiter steigenden kosten bis zum sankt nimmerleinstag fortsetzen können
denn angefangen hatt das ja alles direkt nach der wiedervereinigung, da war ne menge luft.
koruptionsfestspiele sind übrigens auch das was einem bei derartigen bahnhofskosten einfällt
sicher war der berliner hbf auch nicht gerade billig, aber da haben sie auch gleich noch die konzernzentrale mit im topf gehabt...raten sie unter welcher regierung...nein, es war nicht dieser ehemalige martinerichter, sowas würde man hier niemals wählen, es giebt schlieslich grenzen.

Halb so wild..

Sei es BER, S21 oder ein anderes Projekt.. alles wird von der Lobby gesteuert. Ja gar die komplette Politik schafft es dem kaum zu entkommen.

Was aber S21 angeht: endlich wird Stuttgart diesen schäußlichen Kopfbahnhof los und die Stadt dadurch zur neuen Schönheit verholfen.

euer betroffener Bürger

Dann bezahlen Sie bitte auch selbst!

"Sei es BER, S21 oder ein anderes Projekt.. alles wird von der Lobby gesteuert. Ja gar die komplette Politik schafft es dem kaum zu entkommen."

Hier muss man Ihnen vollkommen zustimmen. Und trotzdem werden die Blockparteien das nächste Mal wieder gewählt.

"Was aber S21 angeht: endlich wird Stuttgart diesen schäußlichen Kopfbahnhof los und die Stadt dadurch zur neuen Schönheit verholfen.

euer betroffener Bürger"

Hier würde ich Sie bitten, dass Sie und Ihre Gesinnungsgenossen das Projekt dann bitte auch selbst bezahlen; zumindest die Mehrkosten gegenüber einem Kopfbahnhof.

Ein unterirrdischer Bahnhof kann sicherlich optisch attraktiv sein, wenn man dann mit dem freigewonnen Platz oberirdisch etwas Sinvolles(!) anfangen würde. Die Realsatire bei diesem Projekt ist aber, dass S21 keine Verbesserung zum Status Quo darstellt; insbesondere, was die Kapazität betrifft. Die angeblichen "Fahrzeitverkürzungen" wurden in der Praxis schon vor Jahrzehnten erreicht - und das mit Kopfbahnhof.

Sie machen es mir ganz leicht..

"Hier würde ich Sie bitten, dass Sie und Ihre Gesinnungsgenossen das Projekt dann bitte auch selbst bezahlen; zumindest die Mehrkosten gegenüber einem Kopfbahnhof."

Ich darf Sie doch gern daran erinnern, dass wir in einer Demokratie leben, wenn auch in einer nicht ganz perfekten.
Außerdem - bei all Ihrer "Bewandelnheit" in Sachen S21, die ich aus Ihren Kommentaren herauslese - dürften Sie wissen, dass es einen "Volksentscheid" über S21 gab, der zum Ausdruck brachte, dass die Mehrheit hinter dem Projekt steht.
---> Daraus folgt ganz einfach, dass entweder jeder es zu bezahlen hat oder sich der Bezahlung mittels Umzug entziehen kann.

"Die Realsatire bei diesem Projekt ist aber, dass S21 keine Verbesserung zum Status Quo darstellt; insbesondere, was die Kapazität betrifft. Die angeblichen "Fahrzeitverkürzungen" wurden in der Praxis schon vor Jahrzehnten erreicht - und das mit Kopfbahnhof."

Mal ganz davon abgesehen, dass S21 hier gar nicht das Thema ist, will ich mit Ihnen über technische Seite zum S21 gar nicht diskutieren. Dazu findet man im Netz zu genüge.

Dabei habe ich mit keinem Wort behauptet, ich fände es gut was an unseren "Großbaustellen" so passiert.

Beschwichtigung

"Ich darf Sie doch gern daran erinnern, dass wir in einer Demokratie leben, wenn auch in einer nicht ganz perfekten.
Außerdem - bei all Ihrer "Bewandelnheit" in Sachen S21, die ich aus Ihren Kommentaren herauslese - dürften Sie wissen, dass es einen "Volksentscheid" über S21 gab, der zum Ausdruck brachte, dass die Mehrheit hinter dem Projekt steht.
---> Daraus folgt ganz einfach, dass entweder jeder es zu bezahlen hat oder sich der Bezahlung mittels Umzug entziehen kann."

Sorry, aber eigentlich wollte ich Sie gar nicht persönlich angreifen und Ihre Grund-Intention, mit der ich - soweit erkennbar - sicherlich in vielen Dingen übereinstimme, habe ich auch erkannt.

Gestört hat mich allerdings, dass Sie S21 befürworten, damit Sie diesen "schäußlichen Kopfbahnhof" los sind. - 6-10 Mrd. € (Stand jetzt!) damit ein paar Stuttgarter einen schönen Anblick auf neue Gewerbeimmobilien haben?!

Die Volksabstimmung hatte ich ein paar Beiträge vorher erwähnt und da hatte ich auch deutlich gemacht, dass die Bevölkerung es insoweit selbst "verbockt" hat. An anderer Stelle hatte ich hierzu schon einmal geschrieben, dass es vermutlich ein Stück weit an der schwäbischen Mentalität liegt. Das Argument, dass schon viel Geld für S21 ausgegeben wurde, hat vermutlich am Meisten überzeugt. Es ist weiten Teilen der Bevölkerung einfach nicht vermittelbar, dass man schlechtem und versunkenem Geld kein gutes Geld hinterher wirft.

Ansonsten ist mir das Funktionieren "Demokratie" selbstredend bekannt.

Befürworten?

"Gestört hat mich allerdings, dass Sie S21 befürworten, damit Sie diesen "schäußlichen Kopfbahnhof" los sind. - 6-10 Mrd. € (Stand jetzt!) damit ein paar Stuttgarter einen schönen Anblick auf neue Gewerbeimmobilien haben?!"

Ob es am Ende Gewerbeimmobilien werden oder was anderes, wird sich zeigen. Mich interessiert eher weniger, welcher Art GEBÄUDE es dort dann stehen.

Und ja, mir gefällt das was S21 verspricht zu werden mit dem ganzen "Drum-herum". Die technische Seite mal wieder außen vor gelassen.
Schließlich ist es so ähnlich wie mit iPhone: jeder weiß, dass man für viel weniger Geld besseres haben kann, aber man sich ob der Ästhetik wegen oder ob der anderen Dinge doch fürs iPhone entscheidet.

Und wenn wir schon darüber reden, was einen stört:

"Die Volksabstimmung hatte ich ein paar Beiträge vorher erwähnt und da hatte ich auch deutlich gemacht, dass die Bevölkerung es insoweit selbst "verbockt" hat. An anderer Stelle hatte ich hierzu schon einmal geschrieben, dass es vermutlich ein Stück weit an der schwäbischen Mentalität liegt. Das Argument, dass schon viel Geld für S21 ausgegeben wurde, hat vermutlich am Meisten überzeugt. [..]"

Wenn ich Sie also richtig verstehe, dann darf man durchaus die Hälfte der Stimmen getrost "in die Tonne werfen", nur weil jemand glaubt, diese Hälfte wäre in deren Meinungsbildung voreingenommen oder sonst irgendwie subjektiv beeinflusst?
Wohl gemerkt, ich habe absichtlich nicht konkret von der Für- oder Gegen-Hälfte gesprochen.

@ Nr. 23

"Und ja, mir gefällt das was S21 verspricht zu werden mit dem ganzen "Drum-herum". Die technische Seite mal wieder außen vor gelassen.
Schließlich ist es so ähnlich wie mit iPhone: jeder weiß, dass man für viel weniger Geld besseres haben kann, aber man sich ob der Ästhetik wegen oder ob der anderen Dinge doch fürs iPhone entscheidet."

Ich will gar nicht bestreiten, dass die Optik und Moderne eines solchen Tiefbahnhofes etwas für hat. Ihr I-Phone-Beispiel ist aber etwas ungeschickt gewählt. Auch wenn es mittlerweile anders aussieht, war das I-Phone zur Markteinführung immerhin eine echte Innovation: Es hatte mit Tochdisplay etc. technisch einen großen Vorsprung und war zudem auch hochwertig verarbeitet. "S21" hinkt ja jetzt schon hinterher. Insbesondere die fehlenden Zusatzkapazitäten im Vergleich zum Status Quo finde ich mehr als bedenklich.

"Wenn ich Sie also richtig verstehe, dann darf man durchaus die Hälfte der Stimmen getrost "in die Tonne werfen", nur weil jemand glaubt, diese Hälfte wäre in deren Meinungsbildung voreingenommen oder sonst irgendwie subjektiv beeinflusst?"

Nein! Sie versuchen mir hier scheinbar immer etwas zu unterstellen. Als Demokrat muss man das Ergebnis akzeptieren. Dennoch darf man sich darüber ärgern, mit welcher - Entschuldigung - Naivität stellenweise für das Projekt gestimmt wurde. Und insbesondere darf es ja wohl noch erlaubt sein, über die Gründe und Ursachen des Abstimmungsergebnisses zu sinnieren.

Solange

die Politiker nicht wechseln, sonder einfach nur andere Posten einnehmen, wird sich nix ändern.
Solange der Deutsche am Wahltag hingeht und sagt: " Die hab´ich schon immer gewählt, wird schon werden!" ändert sich auch nix.
Es sind immer dieselben Gesichter.
Und immer dieselben Skandale.
Aber, egal was sie tun, welchen Skandal sie anzetteln, sie bleiben auf ihren Posten.
Und zocken & zocken & zocken.
Es gibt ja 88 Millionen Menschen, die dafür zahlen.
Und keiner sagt was. Also, warum aufhören?
Wie sagte Horst Seehofer: "Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt und diejenigen die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden!"
Ich möchte gerne schliessen mit: "Eine Gesellschaft, in der die Lüge zur allgemein akzeptierten Verkehrsform gehört, marschiert in den Schwachsinn!"
Augustinus von Hippo, Kirchenlehrer und Philosoph (354 bis 430)