UN-KlimagipfelViel heiße Luft aus Doha

Auf dem Klimagipfel wurde ein dünner Kompromiss beschlossen, für mehr fehlte der politische Wille. So wird der Durchbruch nie gelingen. von 

Mitglieder der Klimakonferenz in Doha

Mitglieder der Klimakonferenz in Doha  |  © Karim Jaafar/AFP/Getty Images

Der Gipfel von Doha hat offenbar 248 Bäume gerettet, weil während der Verhandlungen weniger Papier ausgedruckt wurde als sonst auf Klimagipfeln üblich. Das verkündete die Konferenzleitung stolz am Samstagmittag über die großen Bildschirme, die das Tagungszentrum zieren. In den zwei Wochen der Verhandlungen seien 2.085.611 Blätter eingespart worden.

Böse Zungen werden fragen, ob das alles ist, was dieser Gipfel bewegt hat. Tatsächlich ist in Doha in zähen Verhandlungen nur ein dünner Kompromiss für das Klima zustande gekommen. Es gab ein wenig Geld für die Entwicklungsländer , die klare Anerkennung, dass künftig über den Umgang mit Klimaschäden gesprochen werden muss, und die Verlängerung des Kyoto-Protokolls. Zudem einigten sich die Delegierten auf einen Prozess, der die Welt in den kommenden drei Jahren zu einem umfassenden, globalen Klimaabkommen führen soll – Treffen auf höchster politischer Ebene unter der Leitung von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon inklusive.

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Man könnte auch sagen: Vor allem sind neue Prozesse angestoßen und konkrete Einigungen in die Zukunft verschoben worden. Gemessen an dem, was nötig wäre, um die Erderwärmung wirksam zu bekämpfen, ist das deprimierend wenig.

Klimaabkommen

Die Weltgemeinschaft verhandelt auf dem Klimagipfel in Doha fünf Punkte. Erstens haben die Verhandlungsparteien sich in Durban verpflichtet, endlich ein umfassendes, international gültiges Klima-Abkommen zu entwerfen, das 2015 verabschiedet werden soll und 2020 in Kraft tritt. In Doha will man ein Arbeitsprogramm formulieren, das möglichst konkrete Schritte festlegt, um das Ziel zu erreichen.

Kyoto-Protokoll Plus

Zweitens soll das Kyoto-Abkommen, das Ende des Jahres ausläuft, verlängert werden. An einer zweiten Phase werden sich aber nur noch wenige Staaten beteiligen. Gemeinsam verursachen sie nur rund 15 Prozent der globalen Emissionen. In Doha wird darüber verhandelt, wie hoch ihre Verpflichtungen sein werden, wie lange die zweite Kyoto-Phase dauern soll und ob die teilnehmenden Staaten nicht genutzte Emissionsrechte aus der ersten Phase in die zweite übertragen dürfen.

Weil die bisherigen Versprechen nicht ausreichen, will Deutschland mit der EU außerdem möglichst viele Staaten zu weiteren Zusagen bewegen. Die deutsche Regierung hofft auf eine Allianz der "Vorreiterstaaten".

Entwicklungsländer

Viertens geht es um die Frage, wie die Entwicklungsländer ihre Anpassung an den Klimawandel finanzieren können. Die Industriestaaten haben zugesagt, von 2010 bis 2012 eine Anschubfinanzierung in Höhe von 30 Milliarden Dollar zu leisten. Bis 2020 sollen 100 Milliarden Dollar jährlich fließen. Was in den Jahren dazwischen passieren soll, ist offen. Hilfs- und Umweltorganisationen fordern, künftig die Emissionen aus dem internationalen Schiffs- und Flugverkehr, die bisher nicht in den Zertifikatehandel einbezogen werden, finanziell zu belasten. Das würde Geld bringen und zugleich den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren.

Fünftens sollen unterschiedliche Verhandlungsstränge, die auf verschiedenen früheren Klimakonferenzen begonnen wurden, in Doha formal beendet und in eine einzige Verhandlungsplattform überführt werden. So will man die künftigen Klimagespräche erleichtern.

Das Abschlussdokument von Doha lässt nicht erkennen, dass die Unterzeichner besondere Ambitionen hätten, ihre Emissionen künftig in größerem Ausmaß zu senken. Zwar haben die verbleibenden Kyoto-Mitglieder angekündigt, in den kommenden Jahren ihre Emissionsziele prüfen zu wollen – aber diese Formulierung muss in der Praxis gar nichts bedeuten.

Viele Schlupflöcher bleiben

Alexandra Endres
Alexandra Endres

Alexandra Endres ist Redakteurin im Ressort Wirtschaft bei ZEIT ONLINE. Ihre Profilseite finden Sie hier.

Zudem ist es vor allem Polen , Russland und anderen ehemaligen Ostblockstaaten gelungen, ihre ungenutzten Emissionsrechte in die zweite Kyoto-Periode zu retten. Damit wird der bislang einzige verpflichtende Vertrag zur Minderung von Treibhausgasen noch löchriger, als er ohnehin schon ist – und niemand kann garantieren, dass wir uns in drei Jahren nicht immer noch über die "heiße Luft" streiten und darüber, ob sie in das ab 2020 gültige Abkommen überführt werden darf. Immerhin haben die Europäer und zahlreiche Staaten außerhalb der EU bereits angekündigt, die "heiße Luft" nicht kaufen zu wollen. Das schränkt den praktischen Wert der ungenutzten Zertifikate wenigstens ein bisschen ein. Eine Garantie für die Zukunft ist es nicht.

Am Ende war Doha ein Basar, auf dem es vor allem um die politische und wirtschaftliche Macht der einzelnen Verhandlungsparteien ging – wie bisher noch jedes internationale Gipfeltreffen. Die Amerikaner akzeptierten relativ weitreichende Vorgaben für einen künftigen Verhandlungsprozess über den Umgang mit Klimaschäden. Im Gegenzug gaben sich die Entwicklungsländer mit relativ niedrigen Finanzzusagen zufrieden. Mehr zu erwarten, wäre in Zeiten der Finanzkrise wohl auch wenig realistisch gewesen.

Realismus allein genügt nicht

Aber mit Realismus alleine wird die Welt es nicht schaffen, die Erderwärmung zu begrenzen. Doha ist ein Schritt in die richtige Richtung. Doch es bleibt ein Rätsel, wie in diesem Tempo bis 2015 ein ambitioniertes und für alle Staaten dieser Welt gültiges neues Klimaabkommen verhandelt werden soll, wie es die letztjährige Klimakonferenz in Durban vorgegeben hat.

In Doha waren die Europäer lange uneins, und die USA und China hielten sich zurück. Der Erfolg künftiger Klimakonferenzen wird vor allem von diesen drei Mächten abhängen. Wenn nicht wenigstens zwei von ihnen sich zusammentun, um die internationale Klimapolitik voranzubringen, dürfte ein Durchbruch kaum gelingen.

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Leserkommentare
  1. Also im augenblick liegen wir bei 392,92 ppm.
    Außerdem behauptet kein Wissenschaftler das, was sie behaupten.

    So bahaupten die Wissenschaftler nicht das "nur" CO2 das Klima auf diesem Planeten beinflußt. Es geht um langfristige Entwicklungen. Es steigt nicht paralell sofort die Temperatur wenn der CO2 anteil steigt. Die Zweifler behaupten einfach, das die Wissenschaft das so behauptet.

    Auch hat sich das Klima in den letzten Jahren nicht mal nach hier hin oder dorthin geändert.

    Bedenken sie. Es sind die Zweifler die die Maximal Hypothese aufstellen! Nicht die Wissenschaftler.

    MfG

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Felefon
    • 09. Dezember 2012 1:48 Uhr

    "Also im augenblick liegen wir bei 392,92 ppm."

    Ja - vielen Dank für den Hinweis.
    Ich füge das gerne hinzu:

    Ein Volumenanteil von 390 ppm bedeutet, daß in 2565 Luftteilchen ein Teilchen CO2 enthalten ist.

    plus:
    Ein Volumenanteil von 392,92 ppm bedeutet, daß in 2545 Luftteilchen ein Teilchen CO2 enthalten ist.

    Zu Ihrer Rückfrage:

    Die Verminderung des Volumenanteils sonstige Gase der Luft von 2565 auf 2545 bei Erhöhung des CO2-Anteils von 390 ppm auf 392,92 bedeutet keineswegs daß Sie damit rund 20 andere Gasmoleküle in der Luft 'eingespart' hätten.

    Ihrem Beitrag ist zu entnehmen, daß Sie Wissenschaft ( Gedankenspielereien ) als ein wenig befremdlich, aber dennoch möglicherweise als interessant wahrnehmen.

    Darf ich Sie im Rückspiel also zu einem kleinen Gedankenspiel anreizen ?

    Die derzeitige Atmosphäre besteht zu rund 78% aus Stickstoff, 21% Sauerstoff und knapp 1% Argon.
    Zusammen sind das so gerundet 100%,

    aber exakt gemessen bestehen etwa 0,04% der Luft auch aus einigen Anteilen anderer Gase.

    (http://de.wikipedia.org/w...)

    Wenn die Zusammensetzung der Atmosphäre sich von 390 auf 392,92 ppm CO2 ändert -

    um wieviel würde sich dann der globale atmosphärische Luftdruck ändern ?
    Ist der atmosphärische Luftdruck abhängig von der Temperatur ?
    Inwiefern wäre die atmosphärische Globaltemperatur abhängig vom CO2-Anteil ?

    "Die Zweifler behaupten einfach, das die Wissenschaft das so behauptet."

    • Atue
    • 08. Dezember 2012 23:54 Uhr

    Man braucht als Bundesregierung keine internationalen Konferenzen, um eine vernünftige nachhaltige Politik zu machen. Setzen wir die Energiewende energisch um, und konzentrieren uns dann auf die Probleme, die mit dem anstehenden Klimawandel auf uns zukommen werden:

    0) Energiewende!
    1) Küstenschutz
    2) nachhaltige Bewässerungswirtschaft insbesondere im Osten
    3) Schutz vor Extremwetter

    Mit diesen 4 Maßnahmen sind wir gut aufgestellt - und zwar sowohl dann, wenn der Klimawandel ausbleibt, als erst recht auch, wenn er denn kommt.

    Wenn Deutschland aktiv zeigt, dass es mit seinen Maßnahmen besser als viele andere auch in einer sich verändernden Welt zurecht kommt, werden viele andere Staaten folgen - allein schon aus wirtschaftlichen Gründen.

    Da diese Maßnahmen gleichzeitig sowohl die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen verringern, als auch uns darauf vorbereiten, wenn das Klima sich trotzdem verändert, ist es in jedem Fall sinnvoll so vorzugehen - und zwar unabhängig davon, was die restliche Welt tut.

    Derzeit steigern allein die Chinesen den CO2-Ausstoß jährlich so stark, wie der Gesamtverbrauch Deutschlands an CO2 ist. Es macht wenig Sinn, derzeit zu verhandeln und zu verharren - vielmehr macht es Sinn, dass wir das richtige einfach tun, und uns auf das unausweichliche vorbereiten.

    Der Klimawandel wird kommen - und gerade deshalb sollten wir die Energiewende fortsetzen - und dann die weiteren Maßnahmen erreichen.

    DAS wäre die richtige Taktik.

    • Felefon
    • 08. Dezember 2012 23:58 Uhr

    "Wie werden die zukünftigen Generationen diese Arroganz bewerten - sie werden die Politiker des 20. Jahrhunderts verfluchen, die ihnen ein Erbe hinterlassen werden, dass sie so niemals wollten und das zu verhindern gewesen wäre."

    Ich stimme Ihnen zu.

    Die Agrarflächen der Erde sind begrenzt.
    Auch wenn man alle Wälder der Erde zu Feldern macht,
    es wird 2100 für 32 Mia Menschen nicht mehr zur Ernährung reichen.

    In knapp hundert Jahren werden wohl eher die dann lebenden Menschen ihre Eltern, Großeltern und Urgroßeltern verfluchen - daß sie 'jeweils mehr als 2 Kinder' auf die Erde gesetzt hatten.

    • mjakobs
    • 09. Dezember 2012 0:36 Uhr

    Die Wahrheit ist; diese Klimakonferenz war, wie alle vorangegangenen, erfolgreich.
    Die von den Teilnehmern angestrebten Ziele wurden erreicht und umgesetzt.
    Das versteht das Publikum nur schwer:

    die eigentliche Absicht ist ja nicht etwa, den CO2-Ausstoß zu senken - dafür müsste man andere Massnahmen ergreifen, was aber keiner wirklich will.
    Die wahre Absicht, der eigentliche Zweck liegt doch darin, ein Politikerschaulaufen zu veranstalten.
    Hier kann nun jeder so tun, als würde er das Klima schützen wollen, sich in aller Ernsthaftigkeit darum bemühen.
    Wenns nicht klappt, dann sind die andern schuld. Aber man hat sein Bestes getan (oder tut zumindest öffentlich so).

    Man muss ja der Öffentlichkeit erklären, warum man das Klima letztlich nicht rettet: "die andern" legen der Rettung zuviel Steine in den Weg. Und bekommen hier den schwarzen Peter zugeschoben, während man die eigenen Hände in Unschuld wäscht.

    Die Entwicklungsländer, China usw. zum Beispiel, weil die sich weigern, auf ihrem Niveau der Unterentwicklung zu verharren. Weil: wenn sie das nicht tun, wird unweigerlich mehr CO2 ausgestoßen.
    An diesem Punkt ließ man die Verhandlungen wiederholt scheitern.
    Und stellt dann etwa China als den weltweit größten Klimasünder dar - obwohl der CO2-Ausstoß pro Kopf deutlich niedriger liegt, als bei uns und erst recht in den USA.
    Dort wurde übrigens die Pflicht zur Energieeffizienz eingeführt. Bei uns dagegen werden Stromverschwender in der Industrie mit Rabatten belohnt.

  2. ## Leid schweisst bekanntlich zusammen.
    Das gegenseitige Mistrauen ist zur Zeit noch zu groß! ##

    Mißtrauen?
    Ich würde da eher Konkurrenzdenken innerhalb eines globalisierten Kapitalismus annehmen, bei dem jeder Teilnehmer versucht, Vorteile gegenüber den anderen zu erlangen, um selbst nicht unter die Räder zu kommen. Jede nachhaltige Maßnahme und Eigenbeschränkung ist da schlicht wettbewerbsschädlich und wird wirtschaftlich durch den "feien Markt" bestraft.

    Und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Kapital für einen schwer greifbaren Klimawandel auf Profit verzichtet, wenn dies doch nichtmal bei konkreten Gesellschaftskrisen konzessionsbereit ist, und stattdessen lieber Diktaturen akzeptiert, solange die das Privateigentum garantieren und für Wachstum sorgen...

    Solange der Großteil der Staaten in dieser destruktiven Wettbewerbslogik gefangen ist, und maßgeblich intransparante und undemokratische Partikularinteressen tonangebend sind, wird jeder weitere Klimagipfel eine Ressourcenverschwendung bleiben, der abseits von harmloser Symbolpolitik für die Wähler zuhause und Gewissensberuhigung, nichts bewirkt.

  3. sich auch von der Klimarettung, es sei denn man will mittelalterliche Verhältnisse. Da muss man sich entscheiden.

    • Felefon
    • 09. Dezember 2012 1:48 Uhr

    "Also im augenblick liegen wir bei 392,92 ppm."

    Ja - vielen Dank für den Hinweis.
    Ich füge das gerne hinzu:

    Ein Volumenanteil von 390 ppm bedeutet, daß in 2565 Luftteilchen ein Teilchen CO2 enthalten ist.

    plus:
    Ein Volumenanteil von 392,92 ppm bedeutet, daß in 2545 Luftteilchen ein Teilchen CO2 enthalten ist.

    Zu Ihrer Rückfrage:

    Die Verminderung des Volumenanteils sonstige Gase der Luft von 2565 auf 2545 bei Erhöhung des CO2-Anteils von 390 ppm auf 392,92 bedeutet keineswegs daß Sie damit rund 20 andere Gasmoleküle in der Luft 'eingespart' hätten.

    Ihrem Beitrag ist zu entnehmen, daß Sie Wissenschaft ( Gedankenspielereien ) als ein wenig befremdlich, aber dennoch möglicherweise als interessant wahrnehmen.

    Darf ich Sie im Rückspiel also zu einem kleinen Gedankenspiel anreizen ?

    Die derzeitige Atmosphäre besteht zu rund 78% aus Stickstoff, 21% Sauerstoff und knapp 1% Argon.
    Zusammen sind das so gerundet 100%,

    aber exakt gemessen bestehen etwa 0,04% der Luft auch aus einigen Anteilen anderer Gase.

    (http://de.wikipedia.org/w...)

    Wenn die Zusammensetzung der Atmosphäre sich von 390 auf 392,92 ppm CO2 ändert -

    um wieviel würde sich dann der globale atmosphärische Luftdruck ändern ?
    Ist der atmosphärische Luftdruck abhängig von der Temperatur ?
    Inwiefern wäre die atmosphärische Globaltemperatur abhängig vom CO2-Anteil ?

    "Die Zweifler behaupten einfach, das die Wissenschaft das so behauptet."

    Antwort auf "Maximalhypothese"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ...ist nicht wissenschaftlich. Es ist Statistisch korrekt, aber es gibt da ein ganz kleines Problem.

    Ein Beispiel. Der Mensch besteht zu 180 - 300 g aus Salz.
    Der Einfachheit halber einigen wir uns auf einen Wert von 240 g.
    Das macht bei einem 100 Kilo Menschen gerade mal 0,24% aus.
    Jetzt Essen sie mal spontan 30 g Salz.
    Keine Angst, sie werden nicht sterben, aber glauben sie mir, sie werden einen Unterschied feststellen. (solange sie kein Wasser dazu trinken)
    Machen sie 60 g Salz drauß und sie haben schon ein recht großes Problem.

    Also was können wir darauß lernen? Dosis sola venenum facit. Ich unterselle ihnen das sie das wußten. Nur sollten sie bedenken das eine Dosis auch sehr sehr klein sein kann um als Gift zu wirken.

    Dies ist durchaus vergleichbar mit unserer Atmosphäre und dem Co2 gehalt.
    Auch wenig CO2 (in unserer Athosphäre)kann eine große Wirkung haben und ein wenig mehr kann diese wirkung verstärken.

    Wenn sie Beweisen wollen das CO2 keinen Einfluß auf unser Klima hat, so ist ihr ansatz also der Falsche.
    Weil die Anteilige Menge vom Stoff X im Objekt Y keine generelle Aussage über deren Wirkung zuläßt. Dazu bedarf es halt wissenschaftlicher Arbeit.

    Sie müßten also in ihrem Fall entweder den Treibhauseffekt wiederlegen oder die Wirkung des Gases CO2 in unserer Atmosphäre. Die Menge ansich ist kein Argument, weder dafür noch dagegen. Sie müssen die Menge also in Verbindung mit Wissen über die Eigenschaft des Stoffes kombinieren.

    MfG

    • Flari
    • 09. Dezember 2012 3:45 Uhr

    "Wenn die Zusammensetzung der Atmosphäre sich von 390 auf 392,92 ppm CO2 ändert -

    1.)um wieviel würde sich dann der globale atmosphärische Luftdruck ändern ?
    2.)Ist der atmosphärische Luftdruck abhängig von der Temperatur ?
    3.)Inwiefern wäre die atmosphärische Globaltemperatur abhängig vom CO2-Anteil ?"

    1.)Um knapp +0,0012mbar.

    2.)Selbstverständlich. Wärmere Luft dehnt sich aus, was global nur "nach oben" geht.
    Damit steigt der durchschnittliche Massenabstand Luft-Erde und die Gravitationskräfte sinken, also auch der Luftdruck.

    3.)Die Grundsätze dafür sind Ihnen bekannt?
    Alle Einzelheiten dazu sind noch niemandem bekannt!

    • mjakobs
    • 09. Dezember 2012 2:23 Uhr

    Einer der eher seltenen ehrlichen Artikel zum Thema, aus dem "Handelsblatt" mit einem Vergleich China-USA:

    "Der Pro-Kopf-Ausstoß an Treibhausgasen in beiden Ländern unterscheidet sich gewaltig. "Die CO2-Emissionen der großen Städte in China sind dramatisch niedriger als in den USA", stellen die Forscher fest. In den grünsten amerikanischen Städten, San Diego und San Francisco, erzeugt ein durchschnittlicher Haushalt 26 000 Tonnen CO2 pro Jahr. In Peking sind es nur vier Tonnen, in Shanghai 1,8 Tonnen. Selbst in der schmutzigsten chinesischen Stadt - Daqing im Nordosten des Landes - sind die CO2-Emissionen fünfmal niedriger als in den umweltfreundlichsten".

    Vergessen wird auch die Funktion Chinas als "Werkbank der Welt".
    Die Produktion für die weltweite Nachfrage nach IPhones oder Gütern der Schwerindustrie, die in China stattfindet, belastet nicht die Klimabilanz des Apple-Standorts USA, sondern die Chinas, während die Erzeugnisse z.b. bei uns konsumiert werden.

    http://www.handelsblatt.c... Städten.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Doha | Europäische Union | Entwicklungsland | Erderwärmung | Finanzkrise | Klima
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