Hausbesitzer sollen nach Plänen der Bundesregierung einen Zuschuss für energetische Gebäudesanierungen erhalten. Einzelmaßnahmen wie neue Fenster, Wärmedämmung oder energiesparende Heizungen würden demnach mit bis zu zehn Prozent der Baukosten unterstützt. Das geht aus der Vorlage für die Kabinettssitzung am Mittwoch hervor, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

Das Angebot richte sich an Eigentümer von selbst bewohnten Häusern und Wohnungen. Die Obergrenze beträgt laut dpa 5.000 Euro. Bei umfassenden Sanierungen an sogenannten Effizienzhäusern soll ein Zuschuss von maximal 18.750 möglich sein.

Ein ursprünglich geplanter Steuerrabatt für energiesparende Gebäudesanierungen war am vergangenen Mittwoch im Vermittlungsausschuss gescheitert. Bund und Länder konnten sich nicht über die Kostenverteilung einigen. Der nun geplante Zuschuss soll Teil des bereits bestehenden Förderprogramms der KfW-Bank werden. Um Nutzer des Kreditprogramms im Vergleich zu Hausbesitzern, die Zuschüsse erhalten, nicht zu benachteiligen, sollen noch Änderungen geplant sein.

Das Zuschussprogramm umfasst jährlich 300 Millionen Euro und soll acht Jahre laufen. Starttermin ist demnach im Januar. "Mit dem neuen KfW-Programm sorgen wir dafür, dass die Gebäudesanierung einen weiteren Schub bekommt", sagte Bundesbauminister Peter Ramsauer. "Das ist ein wichtiger Impuls für die Energiewende."