Jahresrückblick 2012: "Die Deutschen wollen die Griechen bestrafen"
Mai 2012, Wahlkampf in Griechenland: Der Chefredakteur Andreas Kapsabelis zeigte in diesem Jahr mehrfach Merkel in Naziuniform auf dem Titel. Würde er das wieder tun?
ZEIT ONLINE: Herr Kapsabelis, ist Dimokratia ein Boulevard-Blatt?
Andreas Kapsabelis: Nein, wir sind eine politische Zeitung.
ZEIT ONLINE: In der Gestaltung ihrer Titelseiten sind sie allerdings nicht gerade zimperlich. Anfang des Jahres haben Sie die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble in eine SS-Uniform gesteckt und mit Hakenkreuzbinden auf dem Titel abgebildet. Warum?
Kapsabelis: Wir haben damit nur die Gefühlslage der Griechen medial zum Ausdruck gebracht. Der Umgang mit Griechenland und den Griechen erinnert die meisten Menschen hierzulande an das Dritte Reich. Griechenland ist für sie das neue Dachau.
ZEIT ONLINE: Übertreiben Sie da nicht maßlos?
Kapsabelis: Das sehe ich nicht so. Wir kritisieren das, was wir eine "Politik des Stiefels" nennen. Viele Griechen glauben, dass ihnen von deutscher Seite über die Kreditauflagen gewaltsam, mit der Brechstange, Maßnahmen aufgebürdet werden, die die Gesellschaft in den Ruin treiben.
Der 49-Jährige ist Chefredakteur der konservativen Athener Tageszeitung "Dimokratia"
ZEIT ONLINE: Solche Nazi-Vergleiche machen vor allem Stimmung gegen Deutschland. Wem ist damit geholfen?
Kapsabelis: Wir haben nicht ein Problem mit den Deutschen, sondern mit dem Starrsinn der Regierenden in Deutschland. Sie halten an einer Politik fest, die definitiv gescheitert ist.
ZEIT ONLINE: Noch einmal: Was wollen Sie mit solchen Titelbildern erreichen? Dass die Deutschen ihre Regierung abwählen?
Kapsabelis: Das wollen und können wir doch gar nicht. Unsere Botschaft ist: Der Druck, der auf die Griechen unentwegt ausgeübt wird, ist ab einem bestimmten Punkt nicht mehr zu rechtfertigen. Die Griechen sind davon überzeugt, dass zumindest ein Teil der Deutschen ihnen nicht helfen, sondern sie bestrafen will.
- Jahresrückblick 2012
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Zwölf Monate, zwölf Protagonisten: ZEIT ONLINE erzählt das Jahr 2012 aus der Sicht von Beobachtern und Menschen, die dabei waren, ohne im Scheinwerferlicht zu stehen. Jeden Tag veröffentlichen wir zwei neue Folgen.
Alle Geschichten im Überblick:
- Januar: Spurensicherung im Wrack der Costa Concordia
- Februar: "Wulff war unser täglich Brot"
- März: Frau Boateng und das Betreuungsgeld
- April: Der Gastherr von Anders Behring Breivik
- Mai: Deutsch-griechische Entfremdung
- Juni: Der Mann, der Balotelli fotografierte
- Juli: Als das Netz auf die Straße ging
- August: Curiosity und sein Alter Ego @SarcasticRover
- September: Draghi packt die Bazooka aus
- Oktober: Der nahe, ferne Syrien-Krieg
- November: Als Sandy den Wahlkampf beendete
- Dezember: Die Zukunft auf der Nase
- Was im Mai noch geschah
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François Hollande wird Nachfolger von Nicolas Sarkozy im Amt des französischen Präsidenten.
Bundeskanzlerin Angela Merkel feuert Umweltminister Norbert Röttgen. Peter Altmaier wird Nachfolger.
Die Jugendarbeitslosigkeit in Europa erreicht neue Rekordstände.
Facebook geht an die Börse. Das soziale Netzwerk wird in den Folgemonaten immer stärker auf Gewinnmaximierung ausgerichtet, trotzdem steigt die Zahl der Nutzer auf mehr als eine Milliarde.
Nach den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein wird eine Dänen-Ampel-Koalition aus SPD, Bündnis 90/Grüne und SSW gebildet, Torsten Albig (SPD) wird Ministerpräsident.
Bei den Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen gewinnt die rot-grüne Koalition die Mehrheit, Hannelore Kraft wird Ministerpräsidentin.
Bildungsministerin Annette Schavan wird vorgeworfen, bei ihrer 32 Jahre alten Dissertation plagiiert zu haben.
Bayern München verliert im eigenen Stadion das Finale der Champions League gegen den FC Chelsea.
Der österreichische Regisseur Michael Haneke gewinnt zum zweiten Mal die Goldene Palme in Cannes – diesmal für seinen Film "Liebe". Der Film erhält im Laufe des Jahres auch die meisten anderen wichtigen europäischen Filmpreise.
ZEIT ONLINE: Ihre Zeitung heißt Dimokratia. Sie zeigen aber Uniformen aus Diktaturzeiten. Ein Widerspruch?
Kapsabelis: Der Name der Zeitung ist unser Credo. Griechenland ist das Geburtsland der Demokratie, seit Tausenden Jahren ist sie hier zu Hause. Im Übrigen hat selbst Altbundeskanzler Helmut Schmidt kürzlich sehr weise die von Deutschland betriebene Politik gebrandmarkt. Herr Schmidt hat vielen Griechen aus dem Herzen gesprochen.

ZEIT ONLINE: Wer hatte die Idee für die Titelbilder?
Kapsabelis: Dafür bedurfte es keiner besonderen Inspiration. Schon im Sommer 2011 waren bei Großdemos gegen die Sparpolitik Transparente mit Aufschriften wie "Viertes Reich" und Nazi-Symbolen zu sehen.
ZEIT ONLINE: Konnten Sie mit den Nazi-Vergleichen Ihre Auflage steigern?
Kapsabelis: Ich weiß, worauf sie hinauswollen. Wir steigern unsere Auflage seit dem ersten Erscheinen unserer Zeitung am 2. Dezember 2010 stetig. Das hängt nicht von den Titelseiten ab.
ZEIT ONLINE: Falls Sie einen Interviewtermin mit Angela Merkel bekämen, was würden Sie sie zu Beginn fragen?
Kapsabelis: Ich würde so beginnen: Wie viel müssen die Griechen noch liefern? Wie sehr müssen die Griechen noch bluten, damit die deutschen Banker und die Starken in Deutschland von der Krise profitieren?




Zitat Kapsabelis: „...Wir haben nicht ein Problem mit den Deutschen, sondern mit dem Starrsinn der Regierenden in Deutschland. Sie halten an einer Politik fest, die definitiv gescheitert ist....“
Moment Mal! Waren es nicht die Regierungen Griechenlands, insbesondere die unter Führung des Papandreou-Clans, die eine jahrzehntelange Kultur der Steuerhinterziehung haben wachsen lassen? Wer hat die Griechen daran gehindert, ein funktionierendes Steuersystem zu installieren? Etwa die Deutschen? Wer hat es denn zugelassen, dass Millionäre trotz Villa, Yacht und Swimmingpool keinerlei Steuern bezahlt haben? Die bösen Deutschen etwa?
Mir persönlich gehen diese ewigen Schuldzuweisungen seitens Griechenland langsam aber sicher auf den Zeiger. Mein Rat: Räumt euren maroden Laden mal schön selbst auf! Treibt endlich die Steuern vernünftig ein, krempelt die Ärmel hoch und jammert nicht herum. Die Zeiten, in denen Staatsbeamte keine Zeit haben auf ihrer Arbeitsstelle zu erscheinen, weil sie nebenbei noch eine Segelschule betreiben, sind vorbei. Und auch der Rest der Bevölkerung muss sich langsam dran gewöhnen, dass mit Schmiergeldern allein kein Staat zu machen ist – im wahrsten Sinne des Wortes.
Zitat: "...Sie beklagen diffuse Schuldzuweisungen aber kommen selbst nicht darüber hinaus...."
Diffuse Schuldzuweisung? Die jahrzehntelang betriebene Steuerhinterziehung und Schattenwirtschaft zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte griechische Gesellschaft. Ob es schwarz kassierte Taxirechnungen, gut gefüllte Kuverts beim Arztbesuch oder armgerechnete Millionäre sind: Im Prinzip läuft alles auf das Gleiche raus. Der Staat wurde (und wird immer noch) betrogen, dass sich die Balken biegen. Unrechtsbewusstsein? Fehlanzeige. Denn man kann immer schön mit dem Finger auf andere zeigen, die noch raffgieriger sind als man selbst.
Kriegen wir in Deutschland das denn hin, ein gerechtes Steuersystem zu installieren?
Haben wir die Steuerhinterziehung im Griff?
Der Unterschied zwischen Deutschland und Griechenland ist doch lediglich der, daß Deutschland noch davon entfernt ist, an seinen Mißständen zu kollabieren.
Die Aufregung der Griechen, Spanier, Italiener und Portugiesen über Merkel bezieht sich auch nicht auf ihre "Härte" an sich, sondern auf ihre Einmischung in deren Wirtschafts- und Sozialpolitik, indem sie konkret als "Lösungsvorschlag" Kürzungen im Sozialbereich und Kürzungen von Renten und Gehältern verlangt. Sie hat es dagegen tunlichst vermieden, offen die Steuerhinterzieher und korrupten Provinzfürsten anzuprangern.
Sie beklagen diffuse Schuldzuweisungen aber kommen selbst nicht darüber hinaus. Klar sollten die Probleme wenn möglich immer vor Ort von den Einwohnern gelöst werden... aber es hat doch nicht nur Griechenland ein Problem, sondern vor allem dessen Gläubiger.
Und ich frage mich auch wie man auf so eine sinnlose Frage kommt:
"Ihre Zeitung heißt Dimokratia. Sie zeigen aber Uniformen aus Diktaturzeiten. Ein Widerspruch?"
Ich habe zwar Mitgefühl für die Lage der Menschen in Südeuropa, aber wenig Verständnis für die antideutschen Reflexe dort.
Zur Erinnerung: NICHT WIR (=die Deutschen) wollten den Euro (wir hätten liebend gern unsere D-Mark behalten!), SONDERN DIE (=das europäische Ausland, wohl insbesondere Mitterrand-Frankreich) wollten doch, daß wir unsere nationale Währung für eine gesamteuropäische aufgeben!
Als Gegenleistung für die Zustimmung zur Wiedervereinigung, als Kröte, die wir schlucken mußten, damit die Wirtschaftskraft Deutschlands nicht zu dominant würde und dauerhaft gesamteuropäisch eingebunden wird. Damit die anderen Europäer am "deutschen Wohlstand" teilhaben können.
Und es hat ja auch viele Jahre lang gut funktioniert! Das europäische Ausland (Spanien, Irland, die Schweiz, Dänemark und Norwegen, Großbritannien, auch Griechenland) erlebten in den letzten 10-15 Jahren einen rasanten wirtschaftlichen Aufschwung, während wir Deutschen gleichzeitig immer ärmer wurden.
Die Profiteure des temporären deutschen Abstiegs, solvente Investoren aus Skandinavien, GB oder den USA haben den klammen Deutschen während dieser Jahre die Immobilien in Berlin weggekauft und somit ihren Teil dazu beigetragen, Mieten und Preise für Wohneigentum hochzutreiben, mit der Folge, daß Berlin jetzt zwar immer noch arm, aber nicht mehr ganz so sexy ist.
Nun ist das ganze Euro-System irgendwie umgekippt, ein Finanz-Unfall, und plötzlich soll der Euro ein perfides deutsches Herrschaftsinstrument sein?
Zitat: "...Sie beklagen diffuse Schuldzuweisungen aber kommen selbst nicht darüber hinaus...."
Diffuse Schuldzuweisung? Die jahrzehntelang betriebene Steuerhinterziehung und Schattenwirtschaft zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte griechische Gesellschaft. Ob es schwarz kassierte Taxirechnungen, gut gefüllte Kuverts beim Arztbesuch oder armgerechnete Millionäre sind: Im Prinzip läuft alles auf das Gleiche raus. Der Staat wurde (und wird immer noch) betrogen, dass sich die Balken biegen. Unrechtsbewusstsein? Fehlanzeige. Denn man kann immer schön mit dem Finger auf andere zeigen, die noch raffgieriger sind als man selbst.
Kriegen wir in Deutschland das denn hin, ein gerechtes Steuersystem zu installieren?
Haben wir die Steuerhinterziehung im Griff?
Der Unterschied zwischen Deutschland und Griechenland ist doch lediglich der, daß Deutschland noch davon entfernt ist, an seinen Mißständen zu kollabieren.
Die Aufregung der Griechen, Spanier, Italiener und Portugiesen über Merkel bezieht sich auch nicht auf ihre "Härte" an sich, sondern auf ihre Einmischung in deren Wirtschafts- und Sozialpolitik, indem sie konkret als "Lösungsvorschlag" Kürzungen im Sozialbereich und Kürzungen von Renten und Gehältern verlangt. Sie hat es dagegen tunlichst vermieden, offen die Steuerhinterzieher und korrupten Provinzfürsten anzuprangern.
Sie beklagen diffuse Schuldzuweisungen aber kommen selbst nicht darüber hinaus. Klar sollten die Probleme wenn möglich immer vor Ort von den Einwohnern gelöst werden... aber es hat doch nicht nur Griechenland ein Problem, sondern vor allem dessen Gläubiger.
Und ich frage mich auch wie man auf so eine sinnlose Frage kommt:
"Ihre Zeitung heißt Dimokratia. Sie zeigen aber Uniformen aus Diktaturzeiten. Ein Widerspruch?"
Ich habe zwar Mitgefühl für die Lage der Menschen in Südeuropa, aber wenig Verständnis für die antideutschen Reflexe dort.
Zur Erinnerung: NICHT WIR (=die Deutschen) wollten den Euro (wir hätten liebend gern unsere D-Mark behalten!), SONDERN DIE (=das europäische Ausland, wohl insbesondere Mitterrand-Frankreich) wollten doch, daß wir unsere nationale Währung für eine gesamteuropäische aufgeben!
Als Gegenleistung für die Zustimmung zur Wiedervereinigung, als Kröte, die wir schlucken mußten, damit die Wirtschaftskraft Deutschlands nicht zu dominant würde und dauerhaft gesamteuropäisch eingebunden wird. Damit die anderen Europäer am "deutschen Wohlstand" teilhaben können.
Und es hat ja auch viele Jahre lang gut funktioniert! Das europäische Ausland (Spanien, Irland, die Schweiz, Dänemark und Norwegen, Großbritannien, auch Griechenland) erlebten in den letzten 10-15 Jahren einen rasanten wirtschaftlichen Aufschwung, während wir Deutschen gleichzeitig immer ärmer wurden.
Die Profiteure des temporären deutschen Abstiegs, solvente Investoren aus Skandinavien, GB oder den USA haben den klammen Deutschen während dieser Jahre die Immobilien in Berlin weggekauft und somit ihren Teil dazu beigetragen, Mieten und Preise für Wohneigentum hochzutreiben, mit der Folge, daß Berlin jetzt zwar immer noch arm, aber nicht mehr ganz so sexy ist.
Nun ist das ganze Euro-System irgendwie umgekippt, ein Finanz-Unfall, und plötzlich soll der Euro ein perfides deutsches Herrschaftsinstrument sein?
Wohl kaum, denn die Deutschen sind nicht die Merkel Regierung. Die Deutschen leiden genau wie das Griechische Volk unter der Krise.
Die "Vorhaben" der Merkel Administration sehen laut Schubladen Scheuble Kürzungen bei den Renten, im Gesundheitswesen und im Sozialsektor vor. Durch eine "Anpassung der UsSt. werden alle Bürger in Deutschland erheblich belastet. Zur Bewältigung der noch nicht ausgestandenen "Banken Krise" hat Schubladen Scheuble über 20 Banken als Systemrelevant erklärt und damit unter Schutz gestellt.
Bilanziert ist noch rein gar nichts. Durch die Bildung von Bad Banks werden die tatsächlichen Probleme vertuscht und in die "Zukunft" verschoben. Die Kontrolle des Finanzsektors als Verursacher der Krise rückt auf den "Nimmerleinstag", Alle Bürger in Europa sollen die "Zockerbuden" finanzieren. Das sind nicht die Deutschen!!!
Die Politik der Merkel Regierung spiegelt also nicht unbedingt die Meinung der Deutschen wider. Die Mehrheit der Deutschen zahlt für diese "Lobby Politik" einen genau so hohen Preis wie die Griechen.
Lohndumping und Sozialabbau stehen auch in Deutschland auf der Tagesordnung einer Lobby regierten Europa Politik.
Wer kann es Ihnen übelnehmen, so sehr wie sich die Deutschen sozial & medial selbst zerfleischen müssen andere wohl annehmen, es müsse so sein.
Andere Nationen reden ständig davon, wie "stolz" sie seien und wie "böse" (letzendlich läuft es immer auf die infantilen Kategorien hinaus) die Deutschen sein, daß sie nicht (sofort und offen) für ihre Lebensart und ihren Nationalstolz zahlen wollen.
Und meist überstürzen sich die Artikeln in diversen deutschen "Blättern" damit, dem zuzustimmen (wenn sie nicht bereits vorauseilend waren), das wird gerne mit "Sozialbewußtsein" oder "Solidatrität" verwechselt & ist der zu dem Stolz der anderen Nationen komplementäre Nationalscham.
Dürfen die Griechen denn stolz sein? Und wenn ja, worauf?
Wer auf Kosten anderer Länder lebt, sollte sich in seinem Nationalstolz besser zurücknehmen!
Dürfen die Griechen denn stolz sein? Und wenn ja, worauf?
Wer auf Kosten anderer Länder lebt, sollte sich in seinem Nationalstolz besser zurücknehmen!
Da gibt es immer noch Menschen, die sehen nur die Splitter im Auge des Anderen. Der Kredit wird gern genommen, wer allerdings Bedingungen stellt, gar Rückzahlung will, ist ein Nazi und knechtet Griechenland.
Die korrekte Frage wäre doch gewesen, wie lange Griechenland noch so auf EU-Pump leben will, im Wissen nicht zahlen zu können?
Aber um die Frage des Herrn Kapsabelis zu beantworten, wie lange Griechenland liefern muss - so lange bis bezahlt ist was man fällig schuldet oder eine tragfähige Regelung gefunden ist. Diesmal allerdings bitte nicht auf Grundlage von Bilanzlügen.
Leider zu kurz gesprungen:
Die Rückzahlung kritisiert niemand, solange sie möglich ist, der Weg ist das Problem. Diejenigen die den Staat und die EU ausgenommen haben, die "Großen", kommen ungeschoren davon (sogar wenn die griechische Regierung vom WWF eine Liste der Steuerhinterzieher bekommt), die "Kleinen" hängt man: Und dabei helfen EU und die tolle Frau Dr. Merkel - von Herrn Prof. Dr. W. Schäuble ganz zu schweigen.
Es ist eine Schande!
"Aber um die Frage des Herrn Kapsabelis zu beantworten, wie lange Griechenland liefern muss - so lange bis bezahlt ist was man fällig schuldet oder eine tragfähige Regelung gefunden ist."
Also das mindeste waere ja, so lange, bis man von dem was man einnimmt auch seine täglichen Ausgaben begleichen kann. Aber Griechenland hat trotz allen (zum grossen Teil auch nicht oder nur unzureichend umgesetzten) Sparmassnahmen noch ein Primärdeffizit. Es gibt also sogar ohne Zins- und Tilgungszahlungen mehr aus als es einimmt. So lange das so ist hat Griechenland kein Recht sich bei irgend jemanden anderem als bei der eigenen Regeirung zu beschweren, die es nach wie vor nicht schafft ein gerechtes und effizientes Steuersystem einzufuehren!
Leider zu kurz gesprungen:
Die Rückzahlung kritisiert niemand, solange sie möglich ist, der Weg ist das Problem. Diejenigen die den Staat und die EU ausgenommen haben, die "Großen", kommen ungeschoren davon (sogar wenn die griechische Regierung vom WWF eine Liste der Steuerhinterzieher bekommt), die "Kleinen" hängt man: Und dabei helfen EU und die tolle Frau Dr. Merkel - von Herrn Prof. Dr. W. Schäuble ganz zu schweigen.
Es ist eine Schande!
"Aber um die Frage des Herrn Kapsabelis zu beantworten, wie lange Griechenland liefern muss - so lange bis bezahlt ist was man fällig schuldet oder eine tragfähige Regelung gefunden ist."
Also das mindeste waere ja, so lange, bis man von dem was man einnimmt auch seine täglichen Ausgaben begleichen kann. Aber Griechenland hat trotz allen (zum grossen Teil auch nicht oder nur unzureichend umgesetzten) Sparmassnahmen noch ein Primärdeffizit. Es gibt also sogar ohne Zins- und Tilgungszahlungen mehr aus als es einimmt. So lange das so ist hat Griechenland kein Recht sich bei irgend jemanden anderem als bei der eigenen Regeirung zu beschweren, die es nach wie vor nicht schafft ein gerechtes und effizientes Steuersystem einzufuehren!
Es ist schon erstaunlich! Nach dem Krieg lebten die europäischen Staaten doch relativ harmonisch miteinander, erst mit der Einführung des Euros begannen Streitigkeiten.Offensichtlich trägt die gemeinsame,europäische Währung zum Unfrieden zwischen den europäischen Völkern bei.
...spricht aus jeder Zeile dieses Interviews, es schreit einen förmlich an: Verantwortungslosigkeit. Offenbar ist es dort anerkannt und akzeptiert, immer neue Konstrukte über die "Verantwortung anderer" für die eigene Situation zu erfinden. Ein Vorredner hier hat es eben trefflich ausgedrückt: waren es die Deutschen, die den griechischen Staatshaushalt in den letzten Jahrzehnten an die Wand gefahren haben? Das Problem ist doch eben, dass offenbar niemand in Griechenland an einer echten Lösung interessiert ist, sondern wohl eben nur am "Weiter so" und dann kommen die bösen Deutschen und wollen da nicht mitmachen. Es wird Zeit für Griechenland, Verantwortung zu übernehmen und das ist eben sehr schwer, kann weh tun, birgt aber eben auch viele Chancen. Mit dem ewigen Deutschen-Bashing wird man in Griechenland nicht ein einziges Problem lösen, zumal es auch noch an die falsche Adresse geht. Probleme wird man lösen, wenn man die Dinge analysiert und eine auf die Analyse aufgebaute Strategie entwickelt, die das Problem anpackt, nicht die Symptome kuriert.
so sieht es wirklich in Europa aus.Goldman Sachs dominiert die Finanzwirtschaft, in der EZB Draghi als deren Spitzenmann. Goldman Sachs hatte noch nie ein gesteigertes Sozialempfinden. Diese Finanzkrake ist auch in Deutschland sehr aktiv. Griechenland hat sich vor dem Eurobeitritt von Goldman Sachs über die Defizitverschleierung beraten lassen, jetzt berät Goldman Sachs die Griechische Regierung bei den Privatisierungen. Strände und Wälder sind nicht mehr frei zugänglich - das wird Realität und da hilft Angela Merkel kräftig mit.
...welche Rolle Goldman Sachs spielt, aber ich weiss, dass wer sich Geld leiht, damit rechnen muss, dieses auch zurückzuzahlen!
...welche Rolle Goldman Sachs spielt, aber ich weiss, dass wer sich Geld leiht, damit rechnen muss, dieses auch zurückzuzahlen!
Merkel in Nazirobe. Darüber kann ich noch lachen. Vielleicht etwas zu populistisch für ein Blatt, dass ja keine Satire betreibt.
Das Griechische Leid mit dem Genozid an den Juden zu vergleichen ist aber nicht nur geschmacklos sondern auch falsch. Welche solche Aussagen trifft hat kein Gehör verdient.
Bei der Kanzlerin sollte er sich bestimmt nicht entschuldigen, wohl aber bei den Angehörigen und Opfern der KZ-Insassen.
Einfach nur ekelhaft.
Zwar hat der Fragesteller ein wenig nachgebohrt, was der Zweck des Nazititelbildes war, doch ist der Verantwortliche mit seinen ausweichenden Antworten davongekommen.
Ich sehe folgende mögliche Zielsetzungen:
- Die Deutschen (Regierung oder Volk) aufrütteln.
Der Chefredakteur ist vielleicht zu ungebildet, um die Nazizeit zu kennen, oder zu wissen, wie eine grotesk unangemessene Nazikeule in Deutschland wirkt: kontraproduktiv.
- Bei den Griechen Ressentiments gegen Deutsche verstärken.
Ein Sündenbock im Ausland zu finden ist allemal populärer als eine Analyse, bei der griechische Eigenverantwortlichkeit einen bedeutenden Platz einnehmen würde.
Auch angesichts der Zielgruppe für die Zeitschrift hege ich keinen Zweifel, daß die zweite These die richtige ist. Nur wird der Redakteur das natürlich nicht zugeben.
Zwar hat der Fragesteller ein wenig nachgebohrt, was der Zweck des Nazititelbildes war, doch ist der Verantwortliche mit seinen ausweichenden Antworten davongekommen.
Ich sehe folgende mögliche Zielsetzungen:
- Die Deutschen (Regierung oder Volk) aufrütteln.
Der Chefredakteur ist vielleicht zu ungebildet, um die Nazizeit zu kennen, oder zu wissen, wie eine grotesk unangemessene Nazikeule in Deutschland wirkt: kontraproduktiv.
- Bei den Griechen Ressentiments gegen Deutsche verstärken.
Ein Sündenbock im Ausland zu finden ist allemal populärer als eine Analyse, bei der griechische Eigenverantwortlichkeit einen bedeutenden Platz einnehmen würde.
Auch angesichts der Zielgruppe für die Zeitschrift hege ich keinen Zweifel, daß die zweite These die richtige ist. Nur wird der Redakteur das natürlich nicht zugeben.
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