KonjunkturInstitut prognostiziert Wachstum nach Konjunkturknick

Dem Ifo-Institut zufolge wird die deutsche Wirtschaft im Winter schrumpfen, ab dem Frühjahr wieder erstarken. Aber auch die Arbeitslosenrate dürfte steigen. von dpa und reuters

Ein Arbeiter in Berlin macht eine Pause.

Ein Arbeiter in Berlin macht eine Pause.  |  © Johannes Eisele/AFP/Getty Images

Die Euro-Krise bremst die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr stark. Nach Ansicht des Ifo-Instituts wird das Bruttoinlandsprodukt im Winter zunächst um 0,3 Prozent schrumpfen. Grund dafür sei die Euro-Krise, die Investitionen und Export stark belastet, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn . Nach der Delle erwartet das Institut jedoch schon im Frühjahr eine leichte Erholung und im Jahresverlauf dann einen Aufschwung. Im ersten Quartal 2013 dürfte es wieder um 0,2 Prozent bergauf gehen.

Für das Gesamtjahr 2013 sagt das Institut ein Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent voraus – ebenso wie für 2012. Treiber seien der außereuropäische Export, der private Konsum und die Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge, hieß es. "Getragen von der Binnennachfrage dürfte die Konjunktur im kommenden Jahr wieder an Fahrt gewinnen, sofern die Europäische Schuldenkrise nicht erneut eskaliert", schreiben die Münchner Forscher.

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Allerdings werde sich die gute Konjunktur nicht positiv auf den Beschäftigungsaufbau auswirken. Das Institut erwartet 2013 sogar einen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Jahresschnitt um 60.000 auf 2,96 Millionen.

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Leserkommentare
  1. 1. Frage

    "Getragen von der Binnennachfrage dürfte die Konjunktur im kommenden Jahr wieder an Fahrt gewinnen, sofern die Europäische Schuldenkrise nicht erneut eskaliert"

    - diese Aussage macht (scheint mir) nur dann Sinn, wenn die Binnennachfrage steigt. Mich wundert, wie die Ifo darauf kommt, daß das passiert.

  2. "Allerdings werde sich die gute Konjunktur nicht positiv auf den Beschäftigungsaufbau auswirken."
    Ist doch klar: Immer mehr Hartz IV-Empfänger nehmen - gesteuert von den "Arbeitsämtern" - als Billigjobber den Festangestellten die Arbeitsplätze weg. Die werden dann ebenfalls Hartz IV-Empfänger und sorgen dafür, dass weitere Festangestellte den Job verlieren. Wer ist schuld? Na die Hartz IV-Empfänger. Die Spirale hat die Rot-Grüne Regierung unter dem Flegel Schröder damals eingeleitet. Und das Geschäft läuft bestens. Ganz Europa hätte jetzt gern solch ein Hartz IV-Gesetz, damit ihre Wirtschaft floriert. S
    [...]

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf unangebrachte Vergleiche. Die Redaktion/mak

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, nf
  • Schlagworte Hans-Werner Sinn | Arbeitslosigkeit | Bruttoinlandsprodukt | Euro-Krise | Export | Fahrzeug
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