IWF-Chefin Christine Lagarde (Archivbild) ©REUTERS/Handout

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds ( IWF ), Christine Lagarde , hat die USA vor den Folgen der Fiskalklippe gewarnt. Falls die amerikanische Regierung und Opposition die anstehenden Haushaltsprobleme nicht bald lösen könnten, drohe im nächsten Jahr Null-Wachstum in den USA.

Es handele sich um eine "echte Gefahr" mit Folgen für die gesamte Weltwirtschaft, sagte Lagarde dem TV-Sender CNN . Sie sei aber zuversichtlich, dass es eine Einigung geben werde.

Mit Fiskalklippe ( fiscal cliff ) umschreiben US-Amerikaner die möglichen Folgen eines Streits zwischen der Regierung von Präsident Barack Obama und den oppositionellen Republikanern . Es drohen massive Etatkürzungen und Steuererhöhungen in Höhe von 600 Milliarden Dollar.

Diese würden vom nächsten Jahr an automatisch in Kraft treten, falls beide Seiten bis zum Jahresende keine Einigung zur Finanzpolitik finden. Obama und die Demokraten wollen aber unbedingt Steuererhöhungen für die Reichen , die Republikaner lehnen das strikt ab.

Lagarde sprach sich für einen ausgewogenen Ansatz aus, der sowohl Einsparungen als auch höhere Einnahmen vorsehe. Die USA müssten auch ihre hohen Schulden langfristig in den Griff bekommen. "Eine umfassende Lösung ist besser als eine Schnellreparatur."