Arbeitslosigkeit: Das beschämende Gefühl, Hartz IV zu beziehen
Leser Dirk Mergel fühlt sich als Hartz-IV-Empfänger vom Arbeitsamt gedemütigt. Er müsse sinnlose Bewerbungen schreiben, damit seine Bezüge nicht gekürzt werden.
Ich oute mich. Ich habe es lange vor meinen Freunden und Bekannten geheim gehalten. Ja, ich beziehe Hartz IV. Es ist ein erniedrigendes Gefühl. Es ist, als ob jemand dir den Boden unter den Füßen wegzieht. Es ist beschämend, sich auf dem Amt nackig zu machen, Kontoauszüge der letzten sechs Monate vorlegen zu müssen, bei einer Mitarbeiterin, die wahrscheinlich grade so die mittlere Reife geschafft hat, sich dir gegenüber jetzt aber wie eine Göttin aufführt.
Du weißt, was du kannst, aber du gehörst eben nicht zu den Glücklichen. Du bist ein Loser. Du hast beim großen Poker um die Karriere mit schlechten Karten spielen müssen, bist ausgestiegen, hast nicht mehr reizen können, warst zu feige.
"Haben Sie das jetzt verstanden?", fragt die Frau dir gegenüber, und du bist ganz verwirrt. "Was, bitte? Verzeihen Sie." – "Sie unterschreiben hier eine Eingliederungsvereinbarung, da erklären Sie sich bereit, jeden Monat zehn Bewerbungen zu schreiben." Unverständnis. Egal ob sinnvoll oder nicht, ich muss mich bewerben, vielleicht als Koch oder Schweißer. Hauptsache, dem System ist Genüge getan. Bitte, mach ich doch glatt.
"Wenn ich nicht genügend Stellen finde, wo ich mich bewerben kann, was passiert dann?" – "Sie können sanktioniert werden, es wird Ihnen Geld abgezogen von den monatlichen Zuwendungen des Staates." Das habe ich sofort kapiert. Wenn ich also Bewerbungen schreibe, egal wie schwachsinnig sie sind, bin ich ein braver Bürger, wenn ich sie nicht schreibe, ein böser.
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Meine Frau, tätig im Hotelfach, findet hier in Mecklenburg-Vorpommern auch seit Jahren keinen Job mehr, weil die Konkurrentinnen aus Polen – nichts gegen sie – einfach günstiger sind. Meist arbeiten sie sogar schwarz. "Die ganzen Pollacken nehmen uns die Arbeit weg," wettert schon seit Jahren die braune Pest. Sie erhält Zulauf. Junge Menschen wenden sich in Mecklenburg-Vorpommern denen zu, die ab und zu mal ein Lagerfeuer machen und den Jungs erklären, dass ohne die "Pollacken" alles im Lack wäre.
Meine Frau hat dieses Jahr einen Ein-Euro-Job aufs Auge gedrückt bekommen. Was als Chance zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt gemeint ist, ist bei meiner Frau leider nicht angekommen. Sie hat als volle Arbeitskraft arbeiten müssen. Ohne Chance, übernommen zu werden. Warum? Weil sie in einem Museum beschäftigt war, das ausschließlich von Ein-Euro-Jobs lebt. Über den Sommer nimmt dieses Museum viel Geld ein, aber die Mitarbeiter schickt man mit einem Euro nach Hause.
Meine Söhne möchten jetzt Sport machen. Tolle Idee. Der eine möchte Fußball spielen. Soll und wird er auch. Ein Paar Fußballschuhe fürs Training: 25 Euro. Ein Paar Schuhe für die Spiele: 45 Euro. Der andere möchte Judo machen. Soll und wird er auch, mit oder ohne Hilfe des Staates.





Dieses Argument, dass es ja angeblich so wahnsinnig viele Leute gibt, die den Sozialstaat ausnutzen, hört man ja oft. Ich frage mich: kennen Sie so jemanden? Kennt irgendjemand hier so jemanden?
Meiner Meinung nach handelt es sich dabei um ein Märchen, das irgendein Politiker irgendwann mal verstreut hat, um die Einführung von mehr und mehr Kontrolle seitens des Staates zu rechtfertigen (zieht sich übrigens durch alle Ebenen; siehe z.B. auch "Terrorismusgefahr"), und das dann ganz viele Bürger mit ganz viel Freude weitererzählen.
Es steht völlig außer Frage, dass es immer Einzelfälle schwarzer Schafe geben wird, die tatsächlich den ganzen Tag vor dem Fernseher sitzen und sich über Geldgeschenke vom Staat freuen. Aber erstens lassen sich diese Fälle auch durch immer noch mehr Kontrolle nicht vermeiden, und zweitens sind Einzelfälle überhaupt gar kein Argument dafür, dass die Masse der HartzIV-Bezieher unter starren und zum Teil für sie sinnlosen Regelungen leiden soll.
Ich glaube, dass es ziemlich wenige Menschen gibt, die wirklich NICHT arbeiten möchten. Das Problem liegt eher darin, dass unsere Gesellschaft für immer weniger Menschen einen Platz hat.
Das Schlimmste an dem Ganzen ist aber das dahinter stehende Menschenbild: Bürger sind grundsätzlich nicht mündig und selbstbestimmt, sondern dumme Kindergartenkinder, denen Papa Staat mit Sanktionen kommen muss, wenn sie seine aus individueller Sicht häufig willkürlichen und sinnolsen Regeln nicht befolgen.
"Dieses Argument, dass es ja angeblich so wahnsinnig viele Leute gibt, die den Sozialstaat ausnutzen, hört man ja oft. Ich frage mich: kennen Sie so jemanden? Kennt irgendjemand hier so jemanden?"
Gute Frage.
Ja, doch, ueber ein paar Ecken kenne ich solche. Allerdings liegt der Fall, der mir als Erstes in den Sinn kommt, zeitlich weit vor Einfuehrung der Hartz-Reformen. Der Schwiegersohn der Nachbarn meiner inzwischen verstorbenen Grossmutter. Ein Elektriker, dem ein Arbeitsangebot vorlag, das er aber mit den Worten ausschlug: "Fuer hundert Mark mehr im Monat stehe ich doch nicht jeden Morgen frueh auf." Wohl gemerkt, das war vor der Einfuehrung der Hartz-Gesetze. Keine Ahnung, wie's dem jetzt geht.
Dann gibt es im Mietshaus, in dem ich bis vor ein paar Monaten gewohnt hatte, eine Familie mit zwei Kindern, deutsche Mutter, arabischer Mann, die die Hochparterre-Wohnung direkt ueber der Kneipe bewohnen. (Da muss es also sowohl laut als auch verraeuchert sein) Beide Elternteile arbeiten so ziemlich rund um die Uhr - meine alteingesessenen Nachbarn sagten (etwas abwertend, wie ich fand): 1-€-Jobs. Die Kinder machen uebrigens einen netten Eindruck.
Ansonsten kann es zweierlei bedeuten, dass niemand solche "Sozialschmarotzer" persoenlich kennt: Entweder es gibt sie nicht oder kaum (kann sein), oder es gibt sie, nur kennt sie eben niemand in dieser Zeitungsleser-Runde, weil sie gesellschaftlich ausgegrenzt sind. - Was schon ein betraechtlicher Teil des ganzen Problems ist.
"Dieses Argument, dass es ja angeblich so wahnsinnig viele Leute gibt, die den Sozialstaat ausnutzen, hört man ja oft. Ich frage mich: kennen Sie so jemanden? Kennt irgendjemand hier so jemanden?"
Ja, ich kenne allein zwei Leute, und ich bin sicher, dass ich nicht der einzige bin. Diese Leute erscheinen nach außen nicht als schlimme Verbrecher und fühlen sich auch nicht so - man holt sich ja nur, was sich "jeder" holt.
- 60 Jahre alt, Ingenieur mit IT-Erfahrung, keine Lust zu arbeiten, weil geschiedene Frau etwas vom Verdienst bekäme, also seit Jahren auf Hartz IV
- 26 Jahre alt, Student, beim BaföG Geld hin und hergeschoben, um das Vermögen nicht aufbrauchen zu müssen - stattdessen die Solidargemeinschaft in Anspruch nehmen
Wer für seinen eigenen Unterhalt sorgen kann, soll das auch tun, egal wie! Alles andere ist Schmarotzertum.
"Dieses Argument, dass es ja angeblich so wahnsinnig viele Leute gibt, die den Sozialstaat ausnutzen, hört man ja oft. Ich frage mich: kennen Sie so jemanden? Kennt irgendjemand hier so jemanden?"
Gute Frage.
Ja, doch, ueber ein paar Ecken kenne ich solche. Allerdings liegt der Fall, der mir als Erstes in den Sinn kommt, zeitlich weit vor Einfuehrung der Hartz-Reformen. Der Schwiegersohn der Nachbarn meiner inzwischen verstorbenen Grossmutter. Ein Elektriker, dem ein Arbeitsangebot vorlag, das er aber mit den Worten ausschlug: "Fuer hundert Mark mehr im Monat stehe ich doch nicht jeden Morgen frueh auf." Wohl gemerkt, das war vor der Einfuehrung der Hartz-Gesetze. Keine Ahnung, wie's dem jetzt geht.
Dann gibt es im Mietshaus, in dem ich bis vor ein paar Monaten gewohnt hatte, eine Familie mit zwei Kindern, deutsche Mutter, arabischer Mann, die die Hochparterre-Wohnung direkt ueber der Kneipe bewohnen. (Da muss es also sowohl laut als auch verraeuchert sein) Beide Elternteile arbeiten so ziemlich rund um die Uhr - meine alteingesessenen Nachbarn sagten (etwas abwertend, wie ich fand): 1-€-Jobs. Die Kinder machen uebrigens einen netten Eindruck.
Ansonsten kann es zweierlei bedeuten, dass niemand solche "Sozialschmarotzer" persoenlich kennt: Entweder es gibt sie nicht oder kaum (kann sein), oder es gibt sie, nur kennt sie eben niemand in dieser Zeitungsleser-Runde, weil sie gesellschaftlich ausgegrenzt sind. - Was schon ein betraechtlicher Teil des ganzen Problems ist.
"Dieses Argument, dass es ja angeblich so wahnsinnig viele Leute gibt, die den Sozialstaat ausnutzen, hört man ja oft. Ich frage mich: kennen Sie so jemanden? Kennt irgendjemand hier so jemanden?"
Ja, ich kenne allein zwei Leute, und ich bin sicher, dass ich nicht der einzige bin. Diese Leute erscheinen nach außen nicht als schlimme Verbrecher und fühlen sich auch nicht so - man holt sich ja nur, was sich "jeder" holt.
- 60 Jahre alt, Ingenieur mit IT-Erfahrung, keine Lust zu arbeiten, weil geschiedene Frau etwas vom Verdienst bekäme, also seit Jahren auf Hartz IV
- 26 Jahre alt, Student, beim BaföG Geld hin und hergeschoben, um das Vermögen nicht aufbrauchen zu müssen - stattdessen die Solidargemeinschaft in Anspruch nehmen
Wer für seinen eigenen Unterhalt sorgen kann, soll das auch tun, egal wie! Alles andere ist Schmarotzertum.
Ob Sie es glauben oder nicht: mir ist tatsächlich auf einem "Qualitätswanderweg" mit Prädikat einmal jemand entgegengekommen, der die Blätter vom Weg gefegt hat.
Ich habe ihn nicht gefragt, ob er das evtl. für einen Zusatzeuro/Stunde macht, aber der Gedanke kam mir natürlich schon.
ich habe auch jetzt manchmal ernsthaft überlegt einfach liegen zu bleiben. Trotzdem ist es ein super Gefühl, wenn man dann doch nach dem Tag etwas gerissen hat. Ich kann so gut weitermachen. Es ist toll Verantwortung zu tragen und gesellschaftlich anerkannt zu sein und kein schlechtes Gewissen mehr haben zu müssen. Da unterstütze ich gerne die paar, die keine Arbeit finden. Schlimmer finde ich, wenn öffentliches Geld für sinnlose Studioausstattungen oder Politikaktionen rausgeworfen wird. Da wird weitaus mehr verschleudert. Es geht bei einer Gesellschaft ums miteinander. Ich denke Geld ist für die Gesellschaft ab einen gewissen Grad eher schädlich.
welchen Zweck sollte das erfüllen? Warum nicht einfach akzeptieren, daß andere mit weniger Arbeit auch ein schönes Leben haben? Woher diese Mißgunst, dieser Neid?
Abgesehen davon: ließe man Arbeitslose einfach mal in Ruhe, so würden die meisten selbst aktiv werden können; sich selbstständig machen, ehrenamtlich arbeiten, Kunst schaffen, die Gesellschaft bereichern.
Ich selbst war 4 Monate arbeitslos und wurde (durch ein paar bürokratische Kniffe) nicht gegängelt. Dadurch hatte ich Zeit, die Vorbereitungen zur Selbstständigkeit zu erledigen. Ergebnis: zwei Jahre Selbstständigkeit, gezahlte Steuern, Witschaftswachstum, 4 neue Arbeitsplätze. Und obschon diese kleine Unternehmung inzwischen nicht mehr existiert (verfluchte Banken...), hat es der Gesellschaft sicherlich mehr genützt, als wenn ich jeden morgen zur Arbeitsamt hätte laufen müssen - in dem Fall hätte ich schon aus persönlichem Stolz entweder gar nichts gemacht, oder hätte mich im Ausland angesiedelt.
Uns geht es nicht besser als den andern EU-Ländern, aber der Widerspruch ist historisch bedingt nicht unsere Sache
"Sie müssen schon verstehen, dass Sie bis zum Beweis des Gegenteils unter Generalverdacht stehen. Wenn Sie hartzIV beziehen, müssen Sie ja ganz offensichtlich aktiviert werden, sonst hätten Sie ja schon irgendwas für 4.50."
Ihr Irrtum: Auch wenn Sie eine Stelle als "Niedriglöhner" für 5 Euro brutto annehmen, bleiben Sie "Hartz-IV-Empfänger", denn von Sklavenlöhnen kann man in D nicht leben. Man muss also aufstocken. Ich schreibe diesen Ausdruck für Ausgesteuerte in Anführungszeichen, weil ich bis heute dieses Wortungetüm nicht akzeptieren kann.
Und überlegen Sie mal die Folgen: Sie gehen also arbeiten für ganz wenig Geld und werden trotzdem wie ein Krimineller total durchleuchtet. Selbst Ihr Partner /Familie /WG wird unter Generalverdacht gestellt und muss für Sie haften.
Irrenhaus Deutschland. Systematisch nach unten treten, damit die "Elite" weiter wursteln und die Milliarden verbraten kann.
der Hartz-IV-Sätze, wie es schon der Titel des von Ihnen beantworteten Kommentars sagt. Sie haben an Thema vorbei geantwortet.
Es geht darum, dass man - mit vergleichbarer Familliensituation zum Artikel - bei der heutigen Zahlungsmoral der Arbeitgeber, leider auch mit einem nicht gering-bezahltem 40-Std.-Job kaum einen Cent mehr hat als die Hartz-IV-Familie. Darüber kann sich doch weniger der Hartz-IV-ler als viel mehr der Angestellte beschweren. Ersterer ist andernfalls zurecht als jammernd auf hohem Niveau einzustufen.
Der Angestellte geht i.d.R. aber trotzdem arbeiten, denn ein Mensch will doch als aller erstes eine Beschäftigung haben. Wenn die Entlohnung dann noch zum Leben reicht...
Der logische Schluss ist das bedingungslose Grundeinkommen, aber mach' das mal denen klar, die immer noch nicht begriffen haben, dass mehr Geld nicht mehr Zufriedenheit bedeutet!
Arbeitslosenhilfe ist zwar ein Recht eines jeden Bürgers, aber wir sollten uns aus der Traumwelt verabschieden, dass man schlicht "alles bekommt" und keine Anstrengung oder eben Bewerbung schreiben muss.
Wer in Deutschland arbeiten will und zum umziehen in andere Regionen bereit ist, keine zu unrealistischen Lohnvorstellungen oder "Standesdünkel", in Form von " Ich habe doch studiert", hat, findet 100% Arbeit.
Nur sind die wenigsten bereit umzuziehen oder andere Zugeständnisse zu machen...
Der Autor klagt auf ausgesprochen hohem Niveau!!! Und ich denke, wenn er sich einmal mit allen Leitsungen des deutschen Sozialstaates auseinandersetzen würde, würde er erkennen wieviel Geld er monatlich von der Allgemeinheit bekommt!!!
Ein bisschen Dankbarkeit sollte schon sein und Anstrengung erst recht!!
der erhobene Zeigefinger. Was sagen Sie dazu, dass Kinder von Hartz4ern massive Probleme haben sich gesellschaftlich einzugliedern? Ach das ist ja "unverständliches Anspruchdenken". Die Gesellschaft braucht längst nicht so viel Knete wie in Deutschland verdient wird. Oder warum verdienen ziemlich viele Menschen mit unnützen Mist so viel Geld? Im Fernsehen sieht mans ja auf allen Kanälen. Ich sags gerne noch einmal. Mir ist egal wieviel ich von meinem Gehalt "abgeben" muss, wenn wir uns nur gesellschaftlich weiterentwickeln. Kontrolle und Sanktionen sind da der falsche Weg.
Es geht überhaupt nicht darum, keine Bewerbungen schreiben zu wollen. Es geht darum, dass man gezwungen wird, völlig sinnlose Bewerbungen zu schreiben, einfach nur, weil man eine bestimmte Zahl von Bewerbungen erfüllen muss, damit das Jobcenter sein Häkchen machen kann.
Und solcher sinnloser Regeln gibt es zahlreiche: zum Beispiel auch die, dass man nach eine paar Monaten Arbeitslosigkeit in irgendeine Maßnahme gesteckt wird, in der man einige Wochen absitzen und lernen muss, wie man einen Lebenslauf schreibt -- für einen Akademiker wahnsinnig sinnvoll. Dass solche Maßnahmen für Akademiker sinnlos sind, fand übrigens auch mein "Berater", als ich mal ein paar Monate lang arbeitslos war, aber er drohte mir trotzdem damit und meinte, das Geld sei von der Bundesregierung zur Verfügung gestellt, und es MÜSSE ausgegeben werden, ganz egal, ob es sinnvoll ist oder nicht. Wenn mich nicht alles täuscht, fällt man ja auch aus der Arbeitslosenstatistik, sobald man in einer Maßnahme sitzt -- das erklärt dann wohl alles ...
Ich glaube, insbesondere jeder Akademiker ist sehr wohl in der Lage, seine Zeit ganz eigenständig in einer Weise sinnvoll zu nutzen, sodass er wirklich beruflich vorankommt.
Sinnlose Bewerbungen zu schreiben und in sinnlosen Maßnahmen zu sitzen nützt nämlich, genauso wie übrigens der Minijob, nur der kurzfristigen Beschönigung Statistik, aber nicht einem langfristigen Erfolg des Arbeitslosen auf dem Weg in den Arbeitsmarkt.
Nein -- geschenkt wird einem nichts.
##Wer in Deutschland arbeiten will und zum umziehen in andere Regionen bereit ist, keine zu unrealistischen Lohnvorstellungen oder "Standesdünkel", in Form von " Ich habe doch studiert", hat, findet 100% Arbeit.##
Klar, wer alles macht, zu egal welchem Preis, egal wo, findet zu 100% einen Job, wirklich!
Zu Not als Streikbrecher oder gedungener Systemscherge.
Allerdings nur, weil der Großteil der Erwerbsabhängigen das noch(!) nicht macht bzw. machen muss (ein rudimentärer Sozialstaat bewahrt vor dem schlimmsten).
In dem Moment, wo der Sozialstaat dementsprechend entkernt wird, und wo alle, jede Tätigkeit, zu jedem Preis, egal wo annehmen müssen, um physisch überleben zu können, wird nicht nur die Wahrscheinlichkeit für den einzelnen, bezahlte Arbeit zu finden aufgrund zunehmender Konkurrenz schwinden, sondern auch die gesellschaftliche Lebensqualität in den Boden getreten.
Aber es soll "Menschen" geben, die sich für so wichtig, leistungsstark und wettbewerbsfähig halten, das sie in solchen Zusänden kein Problem sehen, diese sogar begrüßen, siehe die nicht gerade kleine Gruppe rechtslibertärer Ayn-Rand-Sozialdarwinisten in den USA.
informieren Sie sich erst mal bevor Sie jemandem empfehlen umzuziehen.. Das kostet auch Geld und man bekommt nicht so viel wie sie denken! Niemand möchte gern noch mehr Schulden haben! Und seien Sie nicht so arrogant! Sowas kann jeden treffen!! Auch Sie! Also schön den Ball flach halten! Mein Bruder hat letztens zu mir gesagt...
"Was macht man, wenn man keine Ahnung hat?!"....
Wenn man keine Ahnung hat ...ne?
Äh ? Ich geh vollzeit mit ALG II aufstockung arbeiten .Bei wem kann ich mich dafür bedanken ?
Mach ich aber gleich nach der Arbeit ,muss eh alle kontoauszüge kopieren und aktuelle einkommensbescheinigung
abliefern .
Mit frdl. Grüssen
themathiilse
der erhobene Zeigefinger. Was sagen Sie dazu, dass Kinder von Hartz4ern massive Probleme haben sich gesellschaftlich einzugliedern? Ach das ist ja "unverständliches Anspruchdenken". Die Gesellschaft braucht längst nicht so viel Knete wie in Deutschland verdient wird. Oder warum verdienen ziemlich viele Menschen mit unnützen Mist so viel Geld? Im Fernsehen sieht mans ja auf allen Kanälen. Ich sags gerne noch einmal. Mir ist egal wieviel ich von meinem Gehalt "abgeben" muss, wenn wir uns nur gesellschaftlich weiterentwickeln. Kontrolle und Sanktionen sind da der falsche Weg.
Es geht überhaupt nicht darum, keine Bewerbungen schreiben zu wollen. Es geht darum, dass man gezwungen wird, völlig sinnlose Bewerbungen zu schreiben, einfach nur, weil man eine bestimmte Zahl von Bewerbungen erfüllen muss, damit das Jobcenter sein Häkchen machen kann.
Und solcher sinnloser Regeln gibt es zahlreiche: zum Beispiel auch die, dass man nach eine paar Monaten Arbeitslosigkeit in irgendeine Maßnahme gesteckt wird, in der man einige Wochen absitzen und lernen muss, wie man einen Lebenslauf schreibt -- für einen Akademiker wahnsinnig sinnvoll. Dass solche Maßnahmen für Akademiker sinnlos sind, fand übrigens auch mein "Berater", als ich mal ein paar Monate lang arbeitslos war, aber er drohte mir trotzdem damit und meinte, das Geld sei von der Bundesregierung zur Verfügung gestellt, und es MÜSSE ausgegeben werden, ganz egal, ob es sinnvoll ist oder nicht. Wenn mich nicht alles täuscht, fällt man ja auch aus der Arbeitslosenstatistik, sobald man in einer Maßnahme sitzt -- das erklärt dann wohl alles ...
Ich glaube, insbesondere jeder Akademiker ist sehr wohl in der Lage, seine Zeit ganz eigenständig in einer Weise sinnvoll zu nutzen, sodass er wirklich beruflich vorankommt.
Sinnlose Bewerbungen zu schreiben und in sinnlosen Maßnahmen zu sitzen nützt nämlich, genauso wie übrigens der Minijob, nur der kurzfristigen Beschönigung Statistik, aber nicht einem langfristigen Erfolg des Arbeitslosen auf dem Weg in den Arbeitsmarkt.
Nein -- geschenkt wird einem nichts.
##Wer in Deutschland arbeiten will und zum umziehen in andere Regionen bereit ist, keine zu unrealistischen Lohnvorstellungen oder "Standesdünkel", in Form von " Ich habe doch studiert", hat, findet 100% Arbeit.##
Klar, wer alles macht, zu egal welchem Preis, egal wo, findet zu 100% einen Job, wirklich!
Zu Not als Streikbrecher oder gedungener Systemscherge.
Allerdings nur, weil der Großteil der Erwerbsabhängigen das noch(!) nicht macht bzw. machen muss (ein rudimentärer Sozialstaat bewahrt vor dem schlimmsten).
In dem Moment, wo der Sozialstaat dementsprechend entkernt wird, und wo alle, jede Tätigkeit, zu jedem Preis, egal wo annehmen müssen, um physisch überleben zu können, wird nicht nur die Wahrscheinlichkeit für den einzelnen, bezahlte Arbeit zu finden aufgrund zunehmender Konkurrenz schwinden, sondern auch die gesellschaftliche Lebensqualität in den Boden getreten.
Aber es soll "Menschen" geben, die sich für so wichtig, leistungsstark und wettbewerbsfähig halten, das sie in solchen Zusänden kein Problem sehen, diese sogar begrüßen, siehe die nicht gerade kleine Gruppe rechtslibertärer Ayn-Rand-Sozialdarwinisten in den USA.
informieren Sie sich erst mal bevor Sie jemandem empfehlen umzuziehen.. Das kostet auch Geld und man bekommt nicht so viel wie sie denken! Niemand möchte gern noch mehr Schulden haben! Und seien Sie nicht so arrogant! Sowas kann jeden treffen!! Auch Sie! Also schön den Ball flach halten! Mein Bruder hat letztens zu mir gesagt...
"Was macht man, wenn man keine Ahnung hat?!"....
Wenn man keine Ahnung hat ...ne?
Äh ? Ich geh vollzeit mit ALG II aufstockung arbeiten .Bei wem kann ich mich dafür bedanken ?
Mach ich aber gleich nach der Arbeit ,muss eh alle kontoauszüge kopieren und aktuelle einkommensbescheinigung
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Mit frdl. Grüssen
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