Die Länder kommen dem Bund beim Ausbau der Stromnetze für die Energiewende in einem zentralen Punkt entgegen. Die Regierungschefs beschlossen bei einer Konferenz überraschend, dass die Planung für den Trassen-Bau über Ländergrenzen hinweg an die Bundesnetzagentur abgegeben werden kann.

Allerdings dringen die Länder auf eine enge Kooperation mit der Bundesbehörde. Die norddeutschen Bundesländer wollen zudem die Planung auf See weiter selbst ausführen. Die unterschiedlichen Regelungen in einzelnen Ländern bei den Projekten waren neben dem Widerstand von Bürgerinitiativen ein zentrales Hindernis für den Netzausbau.

Als vordringlich gilt der Bau von rund 2.800 Kilometer Hochspannungsleitungen vor allem von Nord nach Süd, um Windstrom in die Industriezentren zu transportieren . Insgesamt werden 50 Leitungsprojekte ins Auge gefasst.

Das Wirtschaftsministerium will noch in diesem Jahr ein Bundesbedarfsplangesetz vorlegen. Es soll im Detail Verlauf und Bau von neuen Hochspannungsleitungen regeln. Die Zustimmung der Länder zu einer zentralen Planung bei der Bundesnetzagentur ist dafür wichtig.