Energiewende : Länder übertragen Ausbau der Stromnetze an Bund

Ein zentrales Problem der Energiewende ist entschärft: Die Bundesnetzagentur soll künftig die Stromtrassen planen. Der Netzausbau dürfte so schneller vorankommen.

Die Länder kommen dem Bund beim Ausbau der Stromnetze für die Energiewende in einem zentralen Punkt entgegen. Die Regierungschefs beschlossen bei einer Konferenz überraschend, dass die Planung für den Trassen-Bau über Ländergrenzen hinweg an die Bundesnetzagentur abgegeben werden kann.

Allerdings dringen die Länder auf eine enge Kooperation mit der Bundesbehörde. Die norddeutschen Bundesländer wollen zudem die Planung auf See weiter selbst ausführen. Die unterschiedlichen Regelungen in einzelnen Ländern bei den Projekten waren neben dem Widerstand von Bürgerinitiativen ein zentrales Hindernis für den Netzausbau.

Als vordringlich gilt der Bau von rund 2.800 Kilometer Hochspannungsleitungen vor allem von Nord nach Süd, um Windstrom in die Industriezentren zu transportieren . Insgesamt werden 50 Leitungsprojekte ins Auge gefasst.

Das Wirtschaftsministerium will noch in diesem Jahr ein Bundesbedarfsplangesetz vorlegen. Es soll im Detail Verlauf und Bau von neuen Hochspannungsleitungen regeln. Die Zustimmung der Länder zu einer zentralen Planung bei der Bundesnetzagentur ist dafür wichtig.

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Kommentare

7 Kommentare Kommentieren

Erst mal Elektrotechnik lernen...

„Als vordringlich gilt der Bau von rund 2.800 Kilometer Hochspannungsleitungen vor allem von Nord nach Süd, um Windstrom in die Industriezentren zu transportieren. Insgesamt werden 50 Leitungsprojekte ins Auge gefasst“.

Leichtsinniges Unternehmen! Transportieren kann man nur den TRANSPORTABLEN Elektrostrom! Um den Windstrom transportabel zu machen, muss man erst mal EINIGE Kriterien ausfüllen und dann krähen anfangen… Niemand in der Welt (nicht die Dänen und nicht die Elektrokolchose in der früheren DDR), transportiert auf solch Entfernungen solch Windhalbfabrikat! Mehr: Google, Elektroenergetik…

Liebe den Untertitel

"Der Netzausbau dürfte so schneller vorankommen." da irrt man sich aber mMn so etwas.
Wenn ich mich mit Kollegen aus D unterhalte, die als Ing. Infrstrukturprojekte planen oder auf Landesämtern begleiten, dann fallen bei solchen Projekten immer die selben Namen (BUND, WWF, NABU, Bürgerinitiativen) die Projekte über Jahre verzögern bzw. toal blockieren und finanziell bzw. mit kostenlosem Rechtsbeistand bestens gerüstet sind oder dort teilweise auch eine nette Nebeneinnahme entdeckt haben.

Erinnere mich immer noch gern an den Bundesverkehrswegeplan von 1992 und was davon tatsächlich Realität wurde oder der von 2003 der seit 2011 dank Massenpetition von 50 Organisationen und Bürgerinitiativen gerade "ergebnisoffen" diskutiert wird.

Man kann D wirklich nur noch Glück wünschen auf seinem Weg zum Entwicklungsland, denn wie auch die letzten infrastrukturellen Großprojekte (Stuttgart 21, Flughafen BER) gezeigt haben, hat D Flasche leer.