In den USA sind im Oktober deutlich weniger Menschen arbeitslos gewesen als im Vormonat. Überraschend fiel die Quote von 7,9 auf 7,7 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit vier Jahren. Nach Angaben des Arbeitsministeriums schufen Unternehmen zudem 146.000 neue Jobs.

Experten waren von einem leichten Anstieg der Quote auf acht Prozent ausgegangen. Unter anderem hatten sie erwartet, dass die Folgen des Sturms Sandy im Oktober auf den Arbeitsmarkt durchschlagen. Er war über dicht besiedelte Regionen der Ostküste gefegt, hatte das öffentliche Leben weitgehend lahmgelegt und Milliardenschäden verursacht.

In den Rezessionsjahren 2007 bis 2009 war die Arbeitslosenquote zeitweise über die Marke von zehn Prozent gestiegen. Obwohl sie seither sank, sind die Vorkrisenwerte von rund fünf Prozent noch immer weit entfernt.

Zahlen stützten europäische Aktienmärkte

Allerdings korrigierte das Ministerium die Zahlen für Oktober und September . Demnach kamen etwa 500.000 neue Jobs weniger hinzu als ursprünglich errechnet.

Die überraschend starke Belebung stützte die europäischen Aktienmärkte. Der Dax drehte nach Verlusten wieder ins Plus und notierte 0,1 Prozent bei 7.540 Zählern. Der Dow Jones Index stieg an der Wall Street in den ersten Minuten nach Handelseröffnung ins Plus.

Zudem ließ die Aussicht auf eine baldige Zinssenkung das Vertrauen des Finanzmarkts in den Dollar steigen. Die US-Währung zog um 0,4 Prozent an, was den Export aus Europa leicht verteuert. Der Euro fiel um 0,7 Prozent auf 1,2880 Dollar.