Energiewende: Altmaier will Stromkosten deckeln
Entlastung für die Verbraucher: Die Umlage für Ökostrom soll nicht weiter steigen. Die Regelung will Umweltminister Altmaier noch vor der Wahl durchsetzen.
© Julian Stratenschulte/dpa

Windräder nahe der niedersächsischen Stadt Sarstedt
Den Anstieg des Strompreises will Bundesumweltminister Peter Altmaier mit einer Neuregelung der Ökostrom-Förderung begrenzen: Noch vor der Bundestagswahl soll ein Gesetz beschlossen werden, das die sogenannte EEG-Umlage einfriert und von den Anlagebetreibern Sonderlasten für die Energiewende verlangt. "Es ist nicht vertretbar, dass das Kostenrisiko ausschließlich beim Stromkunden liegt", sagte der CDU-Politiker in Berlin.
Als Teil dieser "Strompreis-Sicherung" soll die von allen Kunden zu zahlende Umlage in diesem und im kommenden Jahr auf der jetzigen Höhe von 5,287 Cent pro Kilowattstunde gesetzlich festgeschrieben werden. In den Jahren danach darf sie Altmaiers Konzept zufolge um maximal 2,5 Prozent steigen.
Diese Umlage basiert auf dem Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) und entspricht der Differenz zwischen dem am Markt erzielten Preis und der Einspeisevergütung, die den Betreibern von Solar- und Windparks sowie von Biogasanlagen für die kommenden 20 Jahre fest garantiert wird.
Zu Beginn des Jahres war die Umlage stark gestiegen – von rund 3,6 auf die jetzt knapp 5,3 Cent je Kilowattstunde. Dadurch muss ein Durchschnittshaushalt bei einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden bereits netto 185 Euro nur für die Förderung von Solar- und Windparks sowie Biogasanlagen zahlen. Preistreibend ist vor allem die Solarförderung; die Sonnenenergie wird mit besonders hohen Sätzen gefördert und deshalb auch häufig auf Dächern und freien Flächen installiert.
Abgerechnet wird die Umlage über die Strompreise, die seit Januar ebenfalls gestiegen sind. Im Schnitt müssen Verbraucher nun zwölf Prozent mehr zahlen, allerdings basiert diese Verteuerung auch auf höheren Netzentgelten und der Ausweitung von Industrierabatten.
Auch hier will der Umweltminister gegensteuern und verspricht, dass die Industrie wieder stärker an den Kosten der Ökostromförderung beteiligt werden sollen. Ausnahmeregelungen würden beschnitten und die Mindestumlage erhöht. Wer Ökostrom selbst verbraucht, und daher bisher die Umlage nicht zahlen musste, soll nun auch an ihr beteiligt werden.
Die größten Einbußen dürften aber die Betreiber von Solar-, Wind- oder Biomasse-Anlagen erfahren: Sollte sich abzeichnen, dass die Umlage nicht gehalten werden kann, fließt die garantierte Abnahmevergütung für Ökostrom erst einige Monate nach der Inbetriebnahme neuer Anlagen. Erstmals sollen zudem auch die Besitzer bestehender Ökostrom-Kraftwerke zur Kasse gebeten werden: Mit einem "Energie-Soli" müssen sie für eine gewisse Zeit auf Teile der Vergütung verzichten. Dies soll rund 300 Millionen Euro bringen.
Das Paket soll Altmaier zufolge bis August, also noch vor der Bundestagswahl, in Kraft treten. Bisher hatte Altmaier anders als der Koalitionspartner FDP Reformen noch vor der Wahl als nicht durchsetzbar bezeichnet.




Und die kosten fuer 1 Million Jahre Endlagerung bitte nicht vergessen !
Als Anhaltspunkt: das Endlager Asse muss nach 50 Jahren fuer ~4 Milliarden Euro saniert werden.
Das macht bei 1 Million Jahre 80 000 Milliarden Euro.
Ich hoffe auf einen Hintergrund Artikel hier sobald die Einzelheiten etwas detaillierter werden. Dennoch für die kommenden Mitkommentatoren zur Klarstellung folgende Denkanstöße:
Die Bundesnetzagentur hat im Zuge der Berechnung der EEG-Umlage für dieses Jahr bereits die Erwartungen für die folgenden Jahre an das Bundeswirtschaftsministerium und die Länder weitergegeben. Die EEG-Umlage wird dementsprechend im nächsten Jahr wieder unter 5ct sinken (etwa 1,6ct/kwH waren in diesem Jahr Nachzahlungen) und auch in absehbarer Zukunft nicht bedeutend über das heutige Level steigen. Die Regulierung an dieser Stelle ist also bloße Augenwischerei kurz vor dem Wahlkampf.
Gespannt bin ich auf den "Energie-Soli". Ich sehe aktuell keine gesetzliche Möglichkeit, wie man Anlagenbetreiber bestehende, garantierte Vergütungen "zeitweise" nicht gewähren kann. Auf die Kreativität der Herren Altmeier und Rösler kann man hier gespannt sein.
Naja, man könnte eine Steuer einführen, für Anlagenbetreiber, wie z.Bsp die KFZ-Steuer, Grundsteuer, Hundesteuer, Gewerbesteuer, und die diversen Steuern auf bestimmte Waren wie Alkohol, Kaffee, Salz usw.
Dagegen kann man praktisch nichts machen, wenn´s der Bundestag beschließt.
Naja, man könnte eine Steuer einführen, für Anlagenbetreiber, wie z.Bsp die KFZ-Steuer, Grundsteuer, Hundesteuer, Gewerbesteuer, und die diversen Steuern auf bestimmte Waren wie Alkohol, Kaffee, Salz usw.
Dagegen kann man praktisch nichts machen, wenn´s der Bundestag beschließt.
aber spannender ist doch der Öko-Energiesoli der Anlagenbetreiber, da dürfte ein Großteil der Betreiber mit ihren kreditfinanzierten Anlagen aber in Bedrängnis mit ihrer Wirtschaftlichkeit kommen.
Wenn dies alles so eintritt werden sich die Anwälte schon wieder die Hände reiben.
Warum wird eigentlich nie darüber berichtet, dass der Strom in den Niederlanden dank D EE Religion billiger wird. http://www.bild.de/geld/w...
Was Sie aus der BILD wiederholen ist blanker Blödsinn!
Die EE haben noch zu keinem Zeitpunkt mehr Strom erzeugt als in Dtl nachgefragt wurde. Das Problem sind die Großkraftwerke die nicht unter 55% der Nennleistung regeln können u. daher einfach weiterlaufen!
Sollen die Energiekonzerne doch ihre fossilen Kraftwerke abschalten dann müssen sie diesen Fossil-Strom auch nicht nach NL exportieren!
Was Sie aus der BILD wiederholen ist blanker Blödsinn!
Die EE haben noch zu keinem Zeitpunkt mehr Strom erzeugt als in Dtl nachgefragt wurde. Das Problem sind die Großkraftwerke die nicht unter 55% der Nennleistung regeln können u. daher einfach weiterlaufen!
Sollen die Energiekonzerne doch ihre fossilen Kraftwerke abschalten dann müssen sie diesen Fossil-Strom auch nicht nach NL exportieren!
Ansonsten stimme ich vollkommen zu, dass das EEG, nachdem es sein Ziel Erneuerbare Energien im bedeutsamen Rahmen einzuführen und somit zu Preisverfall in der Technologie zu führen äußerst erfolgreich erfüllt hat, dringend reformiert werden muss. Insbesondere die Netzstabilität muss hier bedacht werden, was Investitionen in die Netzinfrasturktur bedarf. Die Ausgestaltung der angesprochenen durchgesetzten Gesetze in der Vergangenheit lässt mich allerdings niciht allzu Gutes hoffen. Sowohl in der haftungsfrage für Offshore-Windparks, zum Teil der PV-Vergütung und vor allem der Lastvergütung zeigte sich hier das Bestreben der Regierung, Gewinne nicht von wohlhabend zu arm, sondern vor allem in die Arme der Konzerne zu treiben.
1) gleich(er)e Strompreise für Privathaushalte und Unternehmen
http://www.wirtschaftundg...
2) Gewinne der Stromversorger "deckeln"
http://www.focus.de/immob...
... wie uns der Versuch des Umweltministers, seinen selbst verzapften Bockmist gerade zu biegen, als als tolle politische Leistung verkauft werden soll?
Moderne Elektrogeräte brauchen heute deutlich weniger Strom als noch vor einem Jahrzehnt. Zum Beispiel LED-Birnen verbrauchen gegenüber Kompaktleuchstoffröhren mit Quecksilber (fälschlich auch als Energiesparlampen bezeichnet) nur die Hälfte.
Der Preisanstieg kann also durch Einsparung beim Strom kompensiert werden. Weitere Preiserhöhungen können in der Tat vermieden werden. Die Einspeisevergütung nach EEG ist bereits erheblich gesunken.
ein kurze Rechnung für ihre These auf, dürfte interessant werden.
Die Energieriesen wollen Rendite, mehr Rendite & noch mehr Rendite. Folglich wird der Strompreis auch dementsprechend angepasst werden, das es weitere Erhöhungne geben wird. Ich habe diesen Januar 452 EUR von Energieerzeuger zurück erstattet bekommen. Die Abschlagszahlungen 2013 steigen trotzdem um 7 EUR pro Monat. Seit November ist das ganze Haus mit LED Lampen bestückt, recht viel mehr geht nicht. (Kühlschrank & WaMa sind schon A++) Angesehen davon hat mich die LED Investition satte 400 EUR gekostet, hoffentlich sind sie wirklich langlebig...
ein kurze Rechnung für ihre These auf, dürfte interessant werden.
Die Energieriesen wollen Rendite, mehr Rendite & noch mehr Rendite. Folglich wird der Strompreis auch dementsprechend angepasst werden, das es weitere Erhöhungne geben wird. Ich habe diesen Januar 452 EUR von Energieerzeuger zurück erstattet bekommen. Die Abschlagszahlungen 2013 steigen trotzdem um 7 EUR pro Monat. Seit November ist das ganze Haus mit LED Lampen bestückt, recht viel mehr geht nicht. (Kühlschrank & WaMa sind schon A++) Angesehen davon hat mich die LED Investition satte 400 EUR gekostet, hoffentlich sind sie wirklich langlebig...
Ein richtiger und wichtiger Schritt ist es, endlich die Großverbraucher angemessen zu beteiligen. Der Einfluss eines geringfügig höheren Strompreises auf den Gewinn der von der EEG-Umlage befreiten Unternehmen ist lächerlich gering und daher zumutbar.
http://energyreloaded.wor...
Ansonsten behalte ich die Vorschläge dieses Ministeriums genauer im Auge. Die sollten das angeblich so wichtige Projekt "Energiewende" endlich auch so vorantreiben, dass nicht die Privathaushalte die Zeche alleine zahlen und alle anderen davon gleich doppelt profitieren. Geradezu lächerlich sind ja die Kommentare seitens des Wirtschaftsministeriums.
http://www.bmwi.de/DE/The...
Die gebetsmühlenartig wiederholten Forderungen nach mehr Wettbewerb und mehr Markt dienen doch alleine den großen Energieversorgern - Klientelpolitik par excellence. Die Energieversorgung wurde durch das EEG demokratisiert, der Börsenwert der big player stürzte ins Bodenlose. Dieser Weg muss weiter beschritten werden - für eine sichere und verantwortungsvolle Energieversorgung der Zukunft. Das was die Herren Rösler und Co. zu bieten haben, gehört in die Mottenkiste, genauso wie unsere hochflexiblen Kohlemeiler und Atomkraftwerke, die einen großen Teil der EEG-Umlage mitverursachen.
Aber es wird ja bald gewählt. Zum Glück.
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