Zentralafrika Ein Feuer zerstört das wirtschaftliche Herz Burundis
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Bevölkerung fürchtet Verschlechterung der Sicherheitslage

Staatspräsident Pierre Nkurunziza appellierte im Staatsfernsehen an die Händler der anderen Märkte, sie sollten die Situation nicht ausnutzen und die Preise für Lebensmittel in die Höhe treiben. Doch Bewohner Bujumburas berichten bereits von Preissteigerungen: Beispielsweise kostete ein Kilo Reis vor dem Feuer 1.900 Burundi-Franc (ca. 95 Cent), nun seien es 2.200 Burundi-Franc (ca. 1,10 Euro) – eine unmittelbare Preissteigerung von 15 Prozent. Vor den kleinen Depots für Bohnen, Reis und Mehl stünden die Menschen Schlange. Aus Angst vor Anschlägen bewacht die Polizei landesweit Märkte, die nun jeden Tag eine Stunde früher schließen müssen.

Die Regierung hat finanzielle Hilfen für die Betroffenen in Aussicht gestellt. Doch die Bevölkerung hat wenig Vertrauen in die Regierung. Gerade auch, wenn es um die Garantie von Sicherheit geht. Viele Burunder befürchten eine Verschlechterung der Sicherheitslage. Sie rechnen mit einer zunehmenden Zahl von Diebstählen und Überfällen. Einige fürchten Aufstände.

Die Stimmung ist angeheizt in dem Land, in dem erst seit acht Jahren Frieden herrscht. Nach dem Brand erinnern sich viele Bewohner Burundis wieder an den Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 1993, durch den die Mehrzahl der Menschen ihren gesamten Besitz verloren hatte. Viele sehen ihre Existenz nach dem Brand erneut bedroht.

Verschlechterung der Sicherheitslage befürchtet

Die Armut in Burundi ist groß, die Spannungen in der Bevölkerung und zwischen der Regierungs- und den Oppositionsparteien sind immens. Es wird mit einer weiteren Verschlechterung der Lage gerechnet, da in zwei Jahren Wahlen stattfinden werden. Schon seit den letzten Wahlen 2010 kam es immer wieder zu außergerichtlichen Exekutionen, gezielten Angriffen sowohl von Regierungs- als auch Oppositionsseite und beidseitigen Einschüchterungen, wie die International Crisis Group im Oktober 2012 berichtete. Insbesondere Regierungskritiker, darunter viele Journalisten, werden immer wieder Opfer von Repression und Verfolgung.

Drei Tage vor dem Brand hatte der Vertreter der Vereinten Nationen in Burundi, Parfait Onanga-Anyanga, daran erinnert, wie sehr die Bevölkerung und die Sicherheit des Landes von internationalen Hilfen abhängig ist: "Einem Land aus der Armut zu helfen und die Wunden langjähriger, immer wiederkehrender Gewalt zu heilen, sind immense Herausforderungen", sagte Onanga-Anyanga.

 
Leser-Kommentare
    • Varech
    • 31.01.2013 um 19:11 Uhr

    ... nicht Nuyongabo hätte es heissen müssen.

    Aber auch sonst glaube ich, sollten Sie den eilig geschriebenen Artikel noch mal durchsehen. Dass "der Kurs des Burundi-Franc steigen wird, da viele Waren neu importiert werden müssen", wäre doch seltsam.

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    Redaktion

    Liebe/r Varech,

    danke für den Hinweis, ich werde das ändern. Die Aussagen des Wissenschaftlers sind hingegen korrekt wiedergegeben.

    Viele Grüße, S. Klormann

    Redaktion

    Liebe/r Varech,

    danke für den Hinweis, ich werde das ändern. Die Aussagen des Wissenschaftlers sind hingegen korrekt wiedergegeben.

    Viele Grüße, S. Klormann

    • iushee
    • 31.01.2013 um 21:02 Uhr

    Die Halle ist nicht mehrere Quadratkilometer groß. Nach den Satellitenbildern aus Google Maps (nach "marché central bujumbura" suchen) handelt es sich um eine ca. 150*150 Meter große Halle, was eine Grundfläche von ca. 22.500 m² ergibt (entspricht 0,0225 km² oder 2,25 Hektar). Zum Vergleich: Die größte Halle der Welt ist laut Wikipedia ein Boeing-Werk mit knapp 0,04 km².

    Unabhängig von der Größe der Halle ist das Feuer natürlich äußerst tragisch und ich hoffe für alle Bewohner des Landes, dass es nicht zu zusätzlichem Hunger kommt, auch wenn ich mir da wenige Illusionen mache.

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    Redaktion

    Liebe/r iushee,

    ich habe mich bei den Angaben auf die Aussagen vor Ort verlassen, werde Ihrem Hinweis aber noch einmal nachgehen. Danke!

    Viele Grüße, S. Klormann

    Redaktion

    Liebe/r iushee,

    ich habe mich bei den Angaben auf die Aussagen vor Ort verlassen, werde Ihrem Hinweis aber noch einmal nachgehen. Danke!

    Viele Grüße, S. Klormann

  1. Redaktion

    Liebe/r Varech,

    danke für den Hinweis, ich werde das ändern. Die Aussagen des Wissenschaftlers sind hingegen korrekt wiedergegeben.

    Viele Grüße, S. Klormann

    Antwort auf "Niyongabo ..."
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    Liebe/r iushee,

    ich habe mich bei den Angaben auf die Aussagen vor Ort verlassen, werde Ihrem Hinweis aber noch einmal nachgehen. Danke!

    Viele Grüße, S. Klormann

    Antwort auf "Größe der Halle"

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