Portugal-Krise : Portugals Krise, durch die Kameralinse eines Smartphones

Der portugiesische Fotograf Pedro Nunes hat vier Tage lang die Krise seines Landes fotografiert, in Schwarz-Weiß, nur mit seinem Smartphone. Wir zeigen seine Bilder.

Pedro Nunes hat seine Bilder mit dem Smartphone geschossen, und trotzdem wirken sie, als seien sie Jahrzehnte alt. Zu sehen ist eine verarmte Stadt: Lissabon am Ende des Krisenjahres 2012, einem Jahr, in dem die Arbeitslosigkeit in Portugal so hoch und die Zukunftsangst so groß war wie lange nicht. Der Fortschritt der neunziger Jahre scheint auf Nunes Bildern wie ausgelöscht. Der portugiesische Fotograf hat sie zwischen dem 17. und 21. Dezember aufgenommen, kurz vor Weihnachten, bei Spaziergängen durch seine Heimatstadt. Wir zeigen einige der Aufnahmen.

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Kommentare

12 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

Kuba-esk

Eine gelungene Bilderstrecke. Eindruckstark nicht nur aufgrund des desolaten Ausdrucks und des Stilmittels schwarz/weiß.

Durch die zeitlose Anmutung wirken die Aufnahmen allerdings auch derart entrückt, dass eine Nähe schwer herzustellen ist. Die Szenen hätten somit aus längst vergangener Zeit stammen können und sind doch so nah.

Als jemand, der sich auf Charakter-Portraits spezialisiert hat, wünschte ich mir ein paar mehr Menschen, welche mich anblicken; ansonsten beeindruckend.

Ronald Daedalus Vogel, Portrait-Fotograf