Bangladesch : Die Abwracker von Chittagong

An einem Strand in Bangladesch nehmen Arbeiter unter schwersten Bedingungen die Schiffe der reichen Welt auseinander. Tomasz Gudzowaty hat sie fotografiert.

Die Bilder scheinen aus einer anderen Zeit zu stammen: Winzig wirkende Menschen, die riesige Bauten demontieren, mit einfachstem Werkzeug und unter Aufbietung all ihrer Kraft. So ähnlich muss es ausgesehen haben, als die Pyramiden erbaut wurden.

Die Arbeiter auf den Fotos von Tomasz Gudzowaty aber schuften nicht für Pharaonen, sondern für die Stahlindustrie Bangladeschs. Deren einzige Rohstoffquelle sind die Schiffe, die hier bei Chittagong abgewrackt werden, etwa das Schiff "Keiko". Der gleichnamige Bildband ist im Hatje Canz Verlag erschienen.

Verlagsangebot

Entdecken Sie mehr.

Lernen Sie DIE ZEIT 4 Wochen lang im Digital-Paket zum Probepreis kennen.

Hier testen

Kommentare

10 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

@ pdesanex

Lieber pdesanex

Sie haben recht, die von uns gezeigten Bilder sind wesentlich dichter. Wir zeigen die Interpretationen, die der Verlag zum Druck des Buches verwendet hat. Sie unterscheiden sich erheblich von denen auf Thomas Gudzowatys Website. Sie wurden in einem wunderbaren, dichten Triplex-Druck reproduziert und sind sehr nahe an der Anmutung von Baryt-Prints (und natürlich vom Fotografen abgenommen).

Was wir allerdings entfernt haben, ist der Farbkanal für ebenjenen Druck. Der war bei einigen Motiven noch mit dabei und war für den Cyan-Stich verantwortlich. Bitte reloaden Sie die Seiten.

Beste Grüße aus Berlin und Danke für den Hinweis.