Bangladesch

Die Abwracker von Chittagong

Die Bilder scheinen aus einer anderen Zeit zu stammen: Winzig wirkende Menschen, die riesige Bauten demontieren, mit einfachstem Werkzeug und unter Aufbietung all ihrer Kraft. So ähnlich muss es ausgesehen haben, als die Pyramiden erbaut wurden.

Die Arbeiter auf den Fotos von Tomasz Gudzowaty aber schuften nicht für Pharaonen, sondern für die Stahlindustrie Bangladeschs. Deren einzige Rohstoffquelle sind die Schiffe, die hier bei Chittagong abgewrackt werden, etwa das Schiff "Keiko". Der gleichnamige Bildband ist im Hatje Canz Verlag erschienen.

Leser-Kommentare
  1. Die Dokumentation "Shipbreakers" ist auch sehenswert dort kann man in bewegten Bildern die Arbeit sehen die die Männer dort unter
    Vor industriellen Bedingungen(Alang India) verrichten (vielleicht herunter laden)

    www.youtube.com/watch?v=r...

    • hakufu
    • 16.01.2013 um 20:10 Uhr

    Beeindruckende Fotos.

    Als Ergänzung zu Ihrem Beitrag. Vor mehr als 30 Jahren war ein Holländer ( C.F.) im Auftrag der UNO in Bangladesh unterwegs, um Empfehlungen zu geben, wie man den Schiffbau verbessern kann.

    Was kann man verbessern, fragte er. Sie nehmen Recycling Material, formen eine Kuhle, und hämmern und bearbeiten das Werkstück so lange, bis es die gewünschte Form hat.

    Vielleicht gibt es ja auch noch eine Foto Serie aus Dhaka, unten am Megna River. Da kann man einen Film drehen,ohne eine Kulisse aufzubauen.

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