Peter Altmaier : "Die Grünen werden wieder ideologischer"
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"Wir haben viel gehandelt"

ZEIT ONLINE: Sie sind bald acht Monate im Amt. Was war ihr größtes Verdienst?

Altmaier: Dass wir die Diskussion über die Energiewende entideologisiert und uns auf die praktischen Herausforderungen fokussiert haben, etwa auf einen Konsens zwischen Bundesländern und Bund beim Thema Ausbauziele Ökostrom, Netzausbau oder Asse.

ZEIT ONLINE: Ist diese Entideologisierung ihr Verdienst?

Altmaier: Die Arbeit des Ministers hat sie zumindest nicht verhindert.

ZEIT ONLINE: Sie haben viel geredet. Dass Sie eindeutig Stellung bezogen und Entscheidungen getroffen haben, kann man nicht sagen.

Altmaier: Das ist schlichtweg falsch. Wir haben sehr viel gehandelt, schauen Sie sich die Reform der Photovoltaik-Vergütung, die Anbindung der Offshore-Windparks oder die Verordnung für abschaltbare Lasten an.

ZEIT ONLINE: Fast alles Beispiele, für die Wirtschaftsminister Philipp Rösler verantwortlich ist.

Altmaier: Das ist falsch. Die Reform der Photovoltaik war Sache des Bundesumweltministers. Und fast überall haben wir gemeinsam gehandelt.

ZEIT ONLINE: Hat Sie das Amt pessimistischer gemacht?

Altmaier: Wir haben noch viele Baustellen vor uns. Aber ich bin inzwischen überzeugt, dass die Energiewende eine große Chance für unsere Volkswirtschaft ist.

ZEIT ONLNE: Das Amt hat Sie überzeugt?

Altmaier: Das ist doch nicht das Schlechteste, oder?

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