Euro-KriseIWF prophezeit Euro-Zone anhaltende Rezession

Der Internationale Währungsfond hat seinen Konjunkturausblick korrigiert. Er rechnet nicht länger mit leichtem Wachstum, sondern einem weiteren Jahr der Rezession.

Die Euro-Zone bleibt nach einer Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) auch in diesem Jahr in der Rezession. Die Wirtschaftsleistung werde 2013 um 0,2 Prozent sinken, heißt es in dem Weltwirtschaftsausblick der Organisation. Bisher hatte der IWF ein Wachstum von 0,2 Prozent vorausgesagt.

Grund für die Abwärtskorrektur sei vor allem die anhaltende Unsicherheit der Märkte, ob die politischen Maßnahmen gegen die Schuldenkrise ausreichten. Die Erholung verlaufe daher langsamer als erwartet.

Erst für 2014 erwartet der IWF eine Rückkehr der Euro-Länder in die schwarzen Zahlen. Im Vorjahr habe der Rückgang 0,4 Prozent betragen. "Das Risiko einer verlängerten Stagnation in der gesamten Euro-Zone wird zunehmen, wenn die Reformanstrengungen nachlassen", sagte der Fonds. Das sei auch ein großes Risiko für die Weltwirtschaft. Die Institution bekräftigte ihre Forderung an Europas Gesetzgeber, den Bau finanzieller Schutzmauern und der Bankenunion voranzutreiben sowie sich stärker in der Haushaltspolitik abzustimmen.

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IWF korrigiert Prognose für Deutschland

Auch für Deutschland verringerte der IWF seine Prognose für dieses Jahr von 0,9 auf 0,6 Prozent. Im kommenden Jahr jedoch soll die Konjunktur in der Bundesrepublik mit einem Plus von 1,4 Prozent wieder schneller wachsen.

Auch für die von der Rezession stark betroffenen Länder Italien und Spanien sieht der IWF für 2014 eine Rückkehr ins Plus. Die positiven Erwartungen stünden aber unter dem Vorbehalt, dass die geplanten Maßnahmen gegen die Krise auch wirklich umgesetzt würden.

Weltweit rechnet der IWF nur noch mit einem Konjunkturplus von 3,5 Prozent in diesem Jahr. Der Wert wurde um 0,1 Prozentpunkte gesenkt. 2014 werde das Wachstum auf 4,1 Prozent zulegen. Das Bruttoinlandsprodukt könnte sogar noch stärker steigen, "wenn das Krisenrisiko sich nicht bestätigt und sich die finanziellen Konditionen weiter verbessern", heißt es in dem Bericht. Dazu müssten vor allem die USA ihren innenpolitischen Streit um den Staatshaushalt mit einer sinnvollen Einigung beilegen und die aufstrebenden Länder sich von den Nachfrageschwankungen aus den Industrieländern lösen.

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Leserkommentare
    • ZPH
    • 24. Januar 2013 7:50 Uhr

    als Gegenmodel der "Austeritätspolitik" sind dann immer diejenigen, die am lautesten die Banken verantwortlich machen, wenn die Staaten bei den Banken Schulden haben, nachdem die Staaten bei dem Banken Schulden gemacht haben, um ihre Beschäftigungsprogramme zu finanzieren. Die "Die Schulden des einen sind das Vermögen des anderen" Nummer.

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    Antwort auf "Wunschdenken"
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    <<< Diejenigen, die meinen schuldenbasierte Beschäftigungsprogramme als Gegenmodel der "Austeritätspolitik" sind dann immer diejenigen, die am lautesten die Banken verantwortlich machen, wenn die Staaten bei den Banken Schulden haben, nachdem die Staaten bei dem Banken Schulden gemacht haben, ... <<<

    Ich bin kein Keynesianer, deshalb trifft diese Anschuldigung auf mich nicht zu. Mein Ansatz wäre den Kapitalismus abzuschaffen, statt dessen Tod mit defizit-spending immer wieder hinauszuzögern.
    Ich halte es trotzdem allemal für vernünftiger, alle paar Jahre mittels Schuldenschnitt, die großen akkumulierten Vermögen zu reduzieren, statt die unteren 20-30% der Gesellschaft dauerhaft verelenden zu lassen.

  1. <<< Diejenigen, die meinen schuldenbasierte Beschäftigungsprogramme als Gegenmodel der "Austeritätspolitik" sind dann immer diejenigen, die am lautesten die Banken verantwortlich machen, wenn die Staaten bei den Banken Schulden haben, nachdem die Staaten bei dem Banken Schulden gemacht haben, ... <<<

    Ich bin kein Keynesianer, deshalb trifft diese Anschuldigung auf mich nicht zu. Mein Ansatz wäre den Kapitalismus abzuschaffen, statt dessen Tod mit defizit-spending immer wieder hinauszuzögern.
    Ich halte es trotzdem allemal für vernünftiger, alle paar Jahre mittels Schuldenschnitt, die großen akkumulierten Vermögen zu reduzieren, statt die unteren 20-30% der Gesellschaft dauerhaft verelenden zu lassen.

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  2. Also normalerweise versuche ich wenigstens "objektiv" zu sein (Obwohl das als Subjekt natürlich unmöglich ist.), aber mal ehrlich: Buhu. Wir sind an der Spitze der Welt und regen uns schon über Stagnation auf? Ich bin kein Wirtschaftsexperte, aber ich bin mir verdammt sicher, dass wir selbst nach mehreren Jahrzehnten der Rezession noch besser dran wären als somanches Land. Das sollte einem schon zu denken geben.

    P.S.: Wer jetzt denkt, dass ich zu jung oder zu wohlhabend bin um den ganzen Trubel nachvollziehen zu können, der irrt sich (zumindest bei letzterem). Meine gesamte Familie ist sowohl gesellschaftlich als auch finanziell eher "untere Mittelschicht". Das trifft auch auf die meisten meiner Freunde und Bekannten zu und ich habe viel Gejammere wegen der letzten großen Wirtschafts-"Krise" (Wohl eher Panik.) gehört, kenne jedoch niemanden den sie direkt auch nur einen Cent gekostet hätte (Indirekt haben wir ja alle - also als Staat - Millionen an Steuergeldern an die Banken verbraten.).

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