JahreswirtschaftsberichtBundesregierung korrigiert Wachstumsprognose massiv nach unten

Nur noch 0,4 Prozent Wachstum hat die Regierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht für das laufende Jahr veranschlagt. Das ist deutlich weniger als erwartet.

Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsschätzung für 2013 um mehr als die Hälfte zurückgenommen. Nach Angaben aus Regierungskreisen hat das Kabinett den neuen Jahreswirtschaftsbericht beschlossen. Darin wird der Zuwachs der deutschen Wirtschaftsleistung auf nur noch 0,4 Prozent im laufenden Jahr veranschlagt.

Diese Zahl hatte ein Vertreter des Wirtschaftsministeriums schon im Vorfeld genannt. Im vergangenen Herbst hatte die Regierung noch ein Prozent Wachstum prognostiziert. Hauptgründe für die ungünstigere Einschätzung seien die schwächere Entwicklung der Weltwirtschaft und die europäische Staatsschuldenkrise.

Anzeige

Nach einem schwächeren Winterhalbjahr rechnet die Regierung in dem Bericht aber im Jahresverlauf mit einer Besserung. Für 2014 erwartet sie einen Zuwachs von 1,6 Prozent. Diese Zahl ist den Kreisen zufolge zwar nicht Bestandteil des Jahreswirtschaftsberichts selbst, entspricht aber den Erwartungen im Ministerium.

Die Arbeitsmarktentwicklung sollte nach Darstellung der Regierung positiv bleiben. Im Jahresdurchschnitt sei eine Steigerung der Erwerbstätigenzahl um 15.000 zu erwarten, hieß es. Ende 2013 rechnet die Regierung mit rund 2,9 Millionen Arbeitslosen.
 

Zur Startseite
 
Leserkommentare
  1. "Die Wirtschaft" hat bereits die fertigen Pläne in der Schublade, um die drohende Rezession zu vermeiden.

    Ja nachdem, welcher Industriezweig zuerst notleidend wird, stehen die passenden Gegenmittel bereit.
    Auf jeden Fall aber:
    1. Die Lohnnebenkosten müssen runter, denn die sind im Vergleich zu China zu hoch.
    2. Die Kündigungsfristen müssen weiter gelockert werden. Dann können die Arbeitgeber flexibel auf globale Änderungen reagieren.
    3. Die UNternehmenssteuern müssen nun endlich soweit abgesenkt werden, daß jeder Unternehmer mehr Gewinn erwirtschaftet (mehr netto vom Brutto), den er dann in die Zukunft der Arbeitnehmer investieren kann.
    4. Die Investitonquote ist zu niedrig. Im Vergleich mit den meisten Entwicklungsländern, haben wir weniger Wachstum und weniger Investitionen. Nur ein Unternehmer, der sich Profit erhofft, wird investieren. Also muß man ihm einen Anreiz dafür geben.
    5. Der Staat muß Konjunkturprogramme enwickeln. So wie in der Finanzindustrie (Versicherungswirtschaft) kurz vor Weihnachten, müssen auch andere Wirtschasftszweige unter einen innovativen Rettungsschirm. (Stichwort Abwrackprämie)

    Die Unternehmer, die ihre Gewinne nicht investieren sondern ausschütten tragen dazu bei, daß sich unser Staat dann dieses Geld wieder leihen kann (gegen Zinsen natürlich), um damit die fehlenden Investitionen auszugleichen.

    Und damit die Staatsverschuldung nicht zu hoch wird, werden die Sozialausgaben gekürzt. (sind im Vegleich zu China eh zu hoch)

    3 Leserempfehlungen
  2. so als "Wirtschaftsweiser", oder wer auch immer diese Prognosen stellt! Es ist doch ganz egal, was ich prognostiziere, lieg ich zu hoch, korrigiere ich nach angemessener Zeit nach unten; hab ich zu niedrig gegriffen, dann korrigiere ich nach oben. Abartig, oder? Da bleibt nur noch eine Frage offen: Cui bono?

    Übrigens ein prima Kommentar von Ironpolem!

    Eine Leserempfehlung

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Quelle ZEIT ONLINE, rtr, jam
  • Schlagworte Bundesregierung | Arbeitslose | Herbst | Kabinett | Ministerium | Regierung
Service