Offshore-Wind : Mitsubishi steigt in Offshore-Netz-Ausbau ein

Der Netzbetreiber Tennet hat in Mitsubishi einen Investor gefunden. Der Ausbau der Offshore Windparks könnte nun schneller vorangehen.

Der japanische Finanzinvestor Mitsubishi steigt in den Ausbau des deutschen Offshore-Netzes ein. Mitsubishi hält seit der Vertragsunterzeichnung am Dienstag 49 Prozent an den Gesellschaften, die sich um den Bau der Anbindungen von Windparks in der Nordsee kümmern. Der zuständige Netzbetreiber Tennet zeichnet mit 51 Prozent weiterhin die Mehrheit. Die vier Anschlussleitungen kosten rund drei Milliarden Euro.

Das niederländische Unternehmen Tennet war seit Langem auf der Suche nach einem Investor, um die Windparks in der deutschen Bucht rechtzeitig anschließen zu können. Mitsubishi hatte das Investment immer an die Bedingung geknüpft, dass die Bundesregierung die Haftungsfrage klärt. Eine Neuregelung des Bundestages begrenzt diese möglichen Kosten für das Unternehmen. Seit Beginn des Jahres haften nun die Verbraucher für Verzögerungen beim Ausbau.

Die vier Anschlüsse verbinden eine Reihe von Offshore-Windparks in der deutschen Nordsee mit dem Höchstspannungs-Stromnetz an Land und verfügen über eine Gesamtkapazität von 2,8 Gigawatt. Das entspricht annähernd 30 Prozent des Ziels der deutschen Bundesregierung für Offshore-Windkraft in der Nordsee.

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Fehlinvestitionen

Die offshore Windkraft ist zu teuer und erfordert zuviel neue Leitungen. Risiken werden auf die Stromverbraucher abgewälzt.
Nur in D wird offshore 30-40km vor der Küste gebaut. In Dänemark am horns rev gabs schon nach 10 Jahren durchgerostete Fundamente die man teuerst sanieren mußte.

Selbst Windstrom in Süddtl ist 2-3mal günstiger je kwh und selbst PV Anlagen erzeugen ihren Strom für nur fast die Hälfte der Offshore Windkraft.