Korruption: Pharmabranche gelobt Transparenz – ab 2016
In der Debatte um Honorare und Geschenke an Ärzte versucht die Pharmaindustrie gegenzusteuern: In drei Jahren sollen Firmen ihre "Kooperationen" öffentlich machen.
Die Pharmaindustrie will sich einen neuen Transparenz-Kodex geben, um den Vorwurf der Bestechung von Ärzten langfristig auszuräumen. "Die Patienten sollen erfahren, mit welchen Pharma-Unternehmen ihre behandelnden Ärzte in welchem Umfang kooperieren", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Pharmaverbands VfA, Birgit Fischer, dem Focus.
Ab 2016 will der Verband öffentlich machen, welcher Arzt jeweils im Vorjahr Geld für Studien oder Vorträge bekommen hat, wobei die genauen Summen ausgewiesen werden müssten. Ebenso soll dokumentiert werden, ob eine Pharmafirma seine Fortbildung bezahlt hat. Es seien aber noch rechtliche Fragen offen, sagte Fischer; die betroffenen Mediziner müssten ihr Einverständnis geben.
Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, lobte die Initiative: "Wer nichts zu verbergen hat, braucht Transparenz nicht zu scheuen", sagte er dem Focus. Er verstehe aber nicht, warum die Pharmaindustrie noch drei Jahre warten wolle.
Auch die Korruptionsbekämpfer der Organisation Transparency International begrüßten das Vorhaben der Pharmaindustrie: "Das ist die richtige Richtung", sagte ihr Vorstand Wolfgang Wodarg.
Geschenke sind keine Bestechung
Der Bundesgerichtshof hatte im Juni 2012 entschieden, dass sich niedergelassene Ärzte, die für Arzneiverordnungen Geschenke annehmen, nicht wegen Bestechlichkeit strafbar machen. Die Krankenkassen halten das aber für eine Gesetzeslücke.
Zum Thema Ärztekorruption wurden in den vergangenen Tagen Forderungen an die Bundesregierung laut, gesetzliche Regelungen zu schaffen, um die Bestechlichkeit bei niedergelassenen Ärzten unter Strafe stellen. Bislang können nur angestellte Ärzte wegen Bestechlichkeit und Vorteilsnahme nach dem Strafgesetzbuch belangt werden. Das Bundesgesundheitsministerium prüft derzeit, "welche Handlungsoptionen sinnvoll sind".





Mein Eindruck ist, dass es im Verfolgungsdruck und der Ahndung kriminellen Verhaltens "oben" und "unten" in der Gesellschaft erhebliche Disparitäten gibt. Hier gibt man sich, trotz großem Schadenspotenzial, mit Selbstverpflichtungen zufrieden und lobt sich gegenseitig über den Klee, an anderer Stelle haben Menschen, die sich nicht die Regeln halten, wegen Nichtigkeiten mit harter Bestrafung zu rechnen.
Ein allgemeiner Trend, auch in diesem Bereich zu beobachten.
Ab 2018 machen wir keine Schulden mehr,
Ab 2016 schaffen wir Transparrenz
Ab 01 Januar nehme ich ab.
Ab 30. Juni 2025 geh ich nicht mehr fremd,
Ab Sept. 2013 machen unssere Regierungen einfachere Steuergesetze.
Bis dahin lassen wir aber noch mal so richtig die Sau raus.
In 3 Jahren wird sich eh keiner mehr daran erinnern können..
Wieso erst in 3 Jahren? Mittlerweile weiß man doch, das freiwillige Selbstverpflichtungen keinen Bestand haben.
um entstandene Verdachtsfälle zu beseitigen.
In 3 Jahren wird sich eh keiner mehr daran erinnern können..
In 3 Jahren wird sich eh keiner mehr daran erinnern können..
Ohne Zustimmung ist das datenschutzrechtlich auch in 3 Jahren nicht zulässig.
Wahrscheinlich lautet jetzt die Losung der Pharmaindustrie:
Nochmals Vollgas geben.
Wahrscheinlich werden die Datenschutzbeauftragten so hilfreich sein und die Regelung verhindern, aber man weiß es ja nicht. Darum muss die Zeit genutzt werden!
Warum? Es wird doch von uns finanziert.
Allerdings würden sich die meisten Beitragszahler schon wünschen, daß sie nur die besten geeigneten Medikamente und Therapien verordnet bekommen.
Und nicht die der Pharma-Unternehmen, welche die schlagkräftigste Schwadron von Pharmarefenten unterhalten und die die interessantesten Weiterbildungsmaßnahmen in attraktiven Resorts in entfernten Ländern, auch für die Frau Gemahlin, anbieten.
Morgen!
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren