BankBarclays streicht mindestens 3.700 Stellen

Der Milliardenverlust im vergangenen Jahr hat Konsequenzen: Die britische Großbank wird konzernweit Stellen abbauen. Unter anderem im Privatkundengeschäft in Europa.

Die britische Großbank Barclays steht unter ihrem neuen Chef Antony Jenkins vor einem radikalen Jobabbau: Konzernweit sollen mindestens 3.700 der insgesamt rund 140.000 Stellen wegfallen.

Der Stellenabbau ist eine Reaktion auf den Verlust von 1,04 Milliarden Pfund (1,22 Milliarden Euro) im vergangenen Jahr. Im Jahr 2011 hatte die Bank noch drei Milliarden Pfund Gewinn gemacht. Die Bank kündigte an, sie werde mindestens 1.800 Stellen in der Investmentsparte streichen und 1.900 weitere im Privatkundengeschäft in Europa.

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Barclays wird seit August 2012 von Jenkins geführt. Die frühere Spitze war nach Bekanntwerden des Skandals um manipulierte Interbanken-Zinsen zurückgetreten. Mitarbeiter der Bank und weiterer Finanzinstitute sollen zwischen 2005 und 2009 Zinssätze, zu denen sich die Banken untereinander Geld leihen, unerlaubt beeinflusst haben. Die Bank zahlte umgerechnet rund 360 Millionen Euro, um die Ermittlungen gegen sie zu beenden.

Jenkins will Barclays umbauen

Der Konzernchef will Barclays radikal umbauen. Dazu gehört nicht nur der Stellenabbau. Mitarbeiter des Konzerns müssen mit Einschnitten rechnen: Im Schnitt sollen die Investmentbanker nur noch eine Prämie von 54.100 Pfund bekommen – 17 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Konzernweit werden für 2012 Boni in Höhe von 1,85 Milliarden Pfund ausgeschüttet – ein Minus von 14 Prozent.
 

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Leserkommentare
  1. als ganze Kontinente in den Abgrund stürzen....

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  • Quelle ZEIT ONLINE, Reuters, dpa, sk
  • Schlagworte Bank | Ermittlung | Euro | Gewinn | Skandal | Stellenabbau
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