Flughafen BerlinBender dementiert BER-Zusage

Wilhelm Bender will sich doch noch nicht entschieden haben, Geschäftsführer des Berliner Flughafens zu werden. Der Exchef von Fraport widersprach einem Zeitungsbericht.

Wilhelm Bender, früherer Vorstandsvorsitzender der Fraport AG (Archivbild)

Wilhelm Bender, früherer Vorstandsvorsitzender der Fraport AG (Archivbild)  |  © Boris Roessler/dpa

Der frühere Fraport-Chef Wilhelm Bender hat Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung dementiert, er wolle die Geschäftsführung des Hauptstadtflughafens BER übernehmen.

Das Blatt hatte berichtet, Bender habe am Samstag auf dem Ball des Sports in Wiesbaden deutlich gemacht, dass er den Posten übernehmen werde. Ihm sei ein Bericht vorgehalten worden, in dem ein langjähriger enger Mitarbeiter zu dem Angebot aus Berlin mit den Worten zitiert wurde: "Gehen Sie einmal davon aus, dass er es macht." Darauf sagte Bender der FAZ zufolge: "Das dementiere ich nicht."

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Bender widersprach am Sonntag: "Ich habe auf dem Ball des Sports allen Medien gegenüber jeden Kommentar zu Berlin abgelehnt."

Der Sprecher der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg, Ralf Kunkel, sagte der Nachrichtenagentur dpa: "Wir äußern uns nicht zu Personalien, solange wir nichts schwarz auf weiß haben."

Qualifikation "liegt auf der Hand"

Seit mehreren Tagen bereits wird Benders Name für den Posten gehandelt, Bender hat sich einige Tage Bedenkzeit erbeten. Mitte Januar hatte der Aufsichtsrat den bisherigen Geschäftsführer Rainer Schwarz entlassen.

Seine Hauptaufgabe wäre es, den bisher völlig missglückten Bau des Berliner Großflughafens zu einem guten Ende zu führen. Auf Benders Kandidatur angesprochen, wollte eine Sprecherin des Bundesverkehrsministeriums sich am Freitag nicht äußern. Zu seiner Qualifikation sagte sie jedoch: "Die liegt auf der Hand, das kann man in seinem Lebenslauf sehen." Benders Befähigung ist offensichtlich unumstritten.

Erfolgreicher Ausbau des Frankfurter Flughafens

Seit 1993 betrieb er als Chef des Frankfurter Flughafens die Sanierung des verlustreichen Betriebs. Bender erweiterte die Geschäftsaktivitäten des Flughafens, indem er zum Beispiel Flächen und Immobilien auf dem Flughafengelände vermietete, und erwarb Anteile an anderen deutschen Flughäfen. Für Aufsehen sorgten der Börsengang des Flughafens 2001, der seitdem Fraport hieß, und der Bau der Landebahn Nordwest. Auch die Errichtung der Wartungshalle für den Airbus 380 gehörte zu den Großprojekten, die er erfolgreich abschloss.

Bei diesen Projekten hatte Bender zwölf Jahre lang einen engen Mitarbeiter, der bereits am BER tätig ist: Horst Amann, den jetzigen technischen Geschäftsführer. "Bender und Amann arbeiteten zusammen, als der Frankfurter Flughafen ausgebaut wurde – das waren wichtige Jahre", sagte ein Fraport-Sprecher.

Leserkommentare
  1. 1. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Beleidigungen. Danke, die Redaktion/jz

  2. und schwamm drüber -
    einige haben sich auf Kosten des Steuerzahlers reich gemacht -
    so isses halt inner Bananenrepublik !

  3. Wer auch immer künftig die Geschäfte der Betreibergesellschaft des neuen Berliner Flughafens führt, kann sich bereits im Vorfeld darauf gefasst machen, weithin lediglich als Objekt sadistischer Projektionen herangezogen zu werden.

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie beim Thema. Danke, die Redaktion/jz

  4. Mal hü, mal hott. Anders, als mit Sarkasmus, kann man das ja gar nicht mehr fassen.

    Laßt also lieber i h n ran:

    http://bilder.t-online.de...

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, dpa, sc
  • Schlagworte Berlin | Wilhelm Bender | Airbus | FAZ | Roland Koch | SPD
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