Ein Mitarbeiter überwacht die Fracht im Hafen von Qingdao im Nordosten Chinas. © AFP/Getty Images

Die chinesische Exportwirtschaft hat im Januar überraschend stark zugelegt. Die Exporte stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 25 Prozent. Dies ist das stärkste Plus seit April 2011. Noch deutlicher stiegen die Einfuhren, die als Indikator für die Binnennachfrage gelten. Sie verbesserten sich im Jahresvergleich um 28,8 Prozent.

Wie die Behörden mitteilten, ergab sich im Januar ein Handelsüberschuss von 29,2 Milliarden Dollar. Die Zahlen lagen deutlich über den Markterwartungen. Experten hatten lediglich ein Exportwachstum von 17 Prozent erwartet.

Beobachter wiesen jedoch darauf hin, dass die Zahlen um Arbeitstage bereinigt deutlich schwächer ausfallen. So beginnen die Ferien zum chinesischen Neujahresfest in diesem Jahr erst im Februar. Demgegenüber hatten sie im vergangenen Jahr teilweise im Januar gelegen. Aus diesem Grund weist der Januar 2013 insgesamt fünf Arbeitstage mehr als der Vorjahresmonat auf, was die aktuellen Zahlen überzeichnet.

Die chinesische Wirtschaft hatte in den vergangenen zwei Jahren gegen ein rückläufiges Wachstum zu kämpfen. Zuletzt hatte sich die Wirtschaftslage jedoch wieder gebessert. Von Oktober bis Dezember 2012 stieg das Bruttoinlandsprodukt um 7,9 Prozent zum Vorjahr. Im Sommerquartal hatte der Zuwachs nur 7,4 Prozent betragen.