Passagiere am Flughafen Tegel © John MacDougall/AFP/GettyImages

Der Flughafen Berlin-Tegel ist mittlerweile vollständig überlastet – und muss deswegen modernisiert und erweitert werden. Investitionen von bis zu 50 Millionen Euro im Terminal sind im Gespräch. Kosten von 30 Millionen gelten als sicher. Diese Summe sei nötig, um den Betrieb aufrechtzuerhalten und den Passagieren ein Mindestmaß an Servicequalität bieten zu können, meldete die Nachrichtenagentur dpa aus zuverlässiger Quelle.

Unter anderem sollen neue Toiletten und Parkplätze gebaut sowie Klimaanlage und Heizung überholt werden. Der Aufsichtsrat wird in der Sitzung am kommenden Mittwoch über die Ertüchtigung von Tegel beraten.

Tegel muss noch mindestens zwei Jahre die Hauptlast des Berliner Luftverkehrs tragen, bis der neue Hauptstadtflughafen eröffnet ist. Das Milliardenprojekt in Schönefeld bei Berlin kämpft mit einer Fülle von Planungs- und Baumängeln. Anfang Januar wurde die Eröffnung auf unbestimmte Zeit verschoben. Als frühester Termin gilt der Wechsel zum Winterflugplan im Herbst 2014.

Neue Halle mit Abfertigungsschaltern

Noch unklar ist, ob in Tegel auch das Terminal C für 20 Millionen Euro umgebaut wird. Das sei ein besonderer Wunsch der Fluggesellschaften, hieß es. Vor allem Air Berlin hat in Tegel inzwischen auch viel Umsteigeverkehr.

Ein angebautes Zelt könnte durch eine Halle mit Abfertigungsschaltern, Sicherheitsschleusen und Gepäckbändern ersetzt werden. Dieser Plan sei unter den Gesellschaftern Bund, Berlin und Brandenburg wegen der Kosten umstritten, auch weil während der mehrmonatigen Bauzeit die Kapazität von Tegel sinken würde, hieß es aus dem Umfeld der Planer.

Der neue Aufsichtsratsvorsitzende, Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck, hatte Mitte Januar von einem "zweistelligen Millionen-Euro-Betrag" gesprochen, der in Tegel investiert werden müsse.