KonjunkturEU sieht kaum noch Wachstum in Frankreich

Die Wirtschaftskrise in Frankreich verschärft sich: Laut einer Berechnung von EU-Konjunkturexperten wird die Wirtschaft des Landes nur um 0,1 Prozent wachsen.

Die EU-Kommission wird ihre ohnehin schon schlechte Wachstums- und Defizitprognose für Frankreich noch einmal nach unten korrigieren. Das berichteten am Mittwochabend übereinstimmend die französischen Medien Le Monde und Le Point. Demnach haben die EU-Konjunkturexperten die Prognose für das diesjährige Wirtschaftswachstum von 0,4 auf 0,1 Prozent gesenkt.

Beim Defizit wird die zweitgrößte Euro-Volkswirtschaft den neuen Schätzungen zufolge auf 3,6 Prozent kommen und ihr Ziel damit um 0,6 Prozentpunkte verfehlen. Die alte Prognose aus dem Herbstgutachten lag bei 3,5 Prozent.

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Die neuen EU-Zahlen werden offiziell an diesem Freitag in Brüssel präsentiert. Die französische Regierung hatte bereits in den vergangenen Tagen eingeräumt, dass sie ihre hochgesteckten Ziele nicht wird halten können. Eigentlich hatte sie versprochen, 2013 die Maastrichter Defizitmarke von drei Prozent der Wirtschaftsleistung einzuhalten.

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Leserkommentare
  1. Es ist sehr lobenswert, dass die ZEIT an dieser Stelle nicht die gleich mit dem Vorfall des US-Investors "Titan" mit der Reifenfabrik von Amiens ins Thema einsteigt. Nimmt man aber nur die Zahlen in die Hand, die jeder auf eurostat sich beschaffen kann, so ist die Bilanz bzw. die GuV Frankreichs in Bezug auf seiner ökonomischen Führungsrolle mit Deutschland wirklich kritisch zu sehen. Wir sind so stark mit Frankreichs Wirtschaft verbunden, fast 50% unseres Exportes geht immer noch in die EU und weit über die Hälfte nach Frankreich. Daher bedarf es ein gewissen Ausgleiches mit unseren Nachbarn, nicht nur politisch, sondern aus wirtschaftlicher Vernunft. Das gilt aber auch für die "Eliten" Frankreichs, wechelseitig für beide Seiten.

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    "Es ist sehr lobenswert, dass die ZEIT an dieser Stelle nicht die gleich mit dem Vorfall des US-Investors "Titan" mit der Reifenfabrik von Amiens ins Thema einsteigt."

    Ähm:
    http://www.zeit.de/wirtsc...

    Die ZEIT ist mit zahlreichen Artikeln (z.B. von Herrn von Randow) ganz weit vorn bei der seit einigen Monaten andauernden Kampagne dabei, die uns weiß machen soll, dass Frankreich GAAANZ dringend "Reformen" gegen die Interessen seiner Bevölkerung durchsetzen muss. Aber, es ist ja schon abzusehen, dass es dabei nicht bleiben wird. Nach der BT-Wahl wird man uns dann erklären, warum es dringend notwendig ist, dass auch wir endlich nachziehen und uns eine "Agenda 2020" geben, schließlich haben es die anderen Länder schon vorgemacht. Schäubles Giftliste ist ja bereits bekannt geworden.

    @ Redaktion
    Lange werde ich das übrigens nicht mehr mitmachen. Ich sehe eigentlich nicht mehr ein, dass ich 4,20€ pro Woche zahlen soll, um mich neoliberal indoktrinieren zu lassen. Welchen Nutzen bietet mir Ihre Zeitung noch?

  2. "Es ist sehr lobenswert, dass die ZEIT an dieser Stelle nicht die gleich mit dem Vorfall des US-Investors "Titan" mit der Reifenfabrik von Amiens ins Thema einsteigt."

    Ähm:
    http://www.zeit.de/wirtsc...

    Die ZEIT ist mit zahlreichen Artikeln (z.B. von Herrn von Randow) ganz weit vorn bei der seit einigen Monaten andauernden Kampagne dabei, die uns weiß machen soll, dass Frankreich GAAANZ dringend "Reformen" gegen die Interessen seiner Bevölkerung durchsetzen muss. Aber, es ist ja schon abzusehen, dass es dabei nicht bleiben wird. Nach der BT-Wahl wird man uns dann erklären, warum es dringend notwendig ist, dass auch wir endlich nachziehen und uns eine "Agenda 2020" geben, schließlich haben es die anderen Länder schon vorgemacht. Schäubles Giftliste ist ja bereits bekannt geworden.

    @ Redaktion
    Lange werde ich das übrigens nicht mehr mitmachen. Ich sehe eigentlich nicht mehr ein, dass ich 4,20€ pro Woche zahlen soll, um mich neoliberal indoktrinieren zu lassen. Welchen Nutzen bietet mir Ihre Zeitung noch?

    8 Leserempfehlungen
    • Lyaran
    • 21. Februar 2013 8:48 Uhr

    Jeder sollte inzwischen kapiert haben dass ewiges Wachstum nicht möglich ist. Vernünftige Menschen würden sich dann Gedanken machen wie man mit einer solchen Situation umgeht bzw. darauf reagiert. Im Moment ist es aber schon dramatisch wenn das Wachstum nicht hoch genug ist. Unser Wirtschaftssystem lässt eben nichts anderes zu. Die Ökonomen wären mal aufgerufen sich darüber Gedanken zu machen.

    @2
    Genau deswegen habe ich die "Zeit" vor Monaten abbestellt.

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  3. Real hatte Frankreich im letzten Quartal einen geringes Wachstum und wir hatten ein Minus.

    Was den Vergleich der Defizits anbelangt, verweise ich auf unsere Schattenhaushalte für notleidende Staaten und Banken.

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  4. Kampfbomber-Deal gerade recht kommen. Das neuste Modell muss erst den Zebra-Test in Mali bestehen. Mir kommt langsam der Verdacht, dass dieser Krieg mehr mit dem Verkauf der Rafale Flugzeuge zu tun hat als mit sonst irgendetwas.

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  5. - leider. Diese Probleme sind nicht leicht zu lösen. Gründe sind sicherlich eine sehr abgehobene wirtschaftliche und politische Elite sowie die viel zu hohe Staatsquote bei den Beschäftigten.

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    Ja genau, Hauptsache man kann jemandem die Schuld in die Schuhe schieben.

  6. Wir müssen uns wohl darauf einstellen, dass die Wirtschaft eben nicht dauernd wachsen kann, schon gar nicht, wenn das bisherige Wachstum auf Pump entstanden ist. Wenn wir also nicht mehr so viele Schulden machen, werden wir auch mit einem Stillstand des BIP leben müssen. Vielleicht sollten die Staaten das Geld intelligenter ausgeben. "Es ist ein Zeichen von Wahnsinn, immer das selbe zu machen und dabei andere Ergebnisse zu erwarten" (nach Einstein).
    Dieses Dramatisieren von Wachstumszahlen im Bereich von 01,-2 Prozent ist ohnehin lächerlich. Von den Griechen erwarten wir mal locker Rückgänge von 25 Prozent und mehr.

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  7. Ja genau, Hauptsache man kann jemandem die Schuld in die Schuhe schieben.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, rav
  • Schlagworte EU-Kommission | Medien | Mond | Regierung | Wirtschaftswachstum | Frankreich
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